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speyer.de
03.09.2019, 16:12
#SpeyererPersönlichkeiten In dieser kleinen Facebook-Serie möchten wir euch immer dienstags eine Speyerer Persönlichkeit vorstellen. Diesmal: Marie Wolf. Marie Rapp wurde 1886 in eine Speyerer Arbeiterfamilie geboren. Als Frau aus ärmeren Familienverhältnissen arbeitete sie als Zigarrenarbeiterin. Marie heiratete Karl Wolf, einen Arbeiter bei der BASF und bekam zwei Kinder. Sie wohnte mit ihrer Familie in der Fischergasse 8. Zur Zeit der Arbeiterbewegung, begann auch Marie Wolf sich politisch zu engagieren, da auch sie als Arbeiterin von den schlechten Arbeits- und Lebensverhältnissen betroffen war. Schon in jungen Jahren wurde ihr Einsatz von ihrem Vater unterstützt. Für diese Zeit war es außergewöhnlich, dass Väter und Ehemänner Frauen in der politischen Karriere unterstützten, da sie kein Stimmrecht hatten. So kam es, dass sie während des Ersten Weltkrieges eine der Mitinitiatorinnen der noch heute beliebten Walderholung von Speyer war. Die Walderholung entstand im Jahr 1916 und war als Freiwillige Familien-Kriegsfürsorge eine wichtige Freizeitstätte während des Krieges. Ärmere Familien mit Kindern hatten damit die Möglichkeit den harten Bedingungen des Kriegsalltags entfliehen zu können. Und bis heute ist sie für Vereine, Kindertagesstätten, Schulen und Waldkindergärten eine wichtige Institution am Speyerer Stadtrand. Vor einhundert Jahren wurde dann mit der Weimarer Republik das Frauenwahlrecht eingeführt: Frauen konnten erstmals wählen und gewählt werden. Mehr als 17 Millionen Frauen waren damit zum ersten Mal wahlberechtigt. Eine wichtige politische Errungenschaft, die auch der engagierten Marie Wolf zu Gute kam. Als im Jahr 1920 die ersten Wahlen des Stadtrates nach der Einführung stattfanden, gelang Marie Wolf der Einzug in den Stadtrat. Sie war mit 33 Jahren die erste sozialdemokratische Stadträtin. Zusammen mit Luise Brehm, die mit der Zentrum-Partei in den Stadtrat eingezogen ist, waren sie unter 30 Männern in der Minderheit. Was heute selbstverständlich ist, war zur Ära von Marie Wolf und Luise Brehm ein harter Kampf sich in der Stadtpolitik durchzusetzen. Von 1924 bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten war sie dann die einzige Frau im Speyerer Stadtrat. Weiterhin als engagierte Gewerkschafterin setzte sie sich für die Belange von Arbeiter*innen ein. 1920 war sie außerdem Mitbegründerin der Arbeiterwohlfahrt in Speyer, die ein Jahr zuvor in Berlin gegründet wurde. Ziel war es auch in Speyer die Not der Bedürftigen zu lindern und nach dem Vorbild in Berlin eine soziale Gemeinschaft mit Suppenküche und Kleiderkammer zu bilden. Heute ist die AWO deutschlandweit vertreten und auch in Speyer bietet sie mit dem Seniorenheim eine wichtige Pflegeeinrichtung. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde im Jahr 1933 ihrer politischen Karriere und ihrem sozialen Engagement ein jähes Ende gesetzt. Wie viele andere, war auch sie gezwungen, ihr Amt als Stadträtin niederzulegen. Sie musste nach Norddeutschland fliehen, um nicht politisch verfolgt zu werden. Sie kehrte während des Krieges zurück und verstarb 1944 nach einer schweren Operation in Heidelberg. Ihre Tochter überführte ihren Leichnam nach Speyer, wo sie beigesetzt wurde. Marie Wolf leistete einen historisch wichtigen Beitrag, ob als erste Kommunalpolitikerin in Speyer oder durch ihr soziales Engagement für bedürftige Menschen. Sie gilt heute als Vorbild dafür, dass soziales und politisches Engagement, trotz teilweise großer Hürden, sich auszahlt. In Speyer wurde am Woogbach die Marie-Wolf-Straße nach ihr benannt.
speyer.de
02.09.2019, 17:39
Die Stadtverwaltung Speyer – mit über 1.000 Beschäftigten sind wir immer für euch da. In dieser kleinen Facebook-Serie möchten wir gemeinsam mit euch einen kleinen Blick hinter die Kulissen werfen. Was passiert eigentlich in der Verwaltung? Wer macht was? An wen kann ich mich wenden? Wir führen die Serie fort mit der Wirtschaftsförderung Speyer. Als Teil des Wirtschaftsraums der Metropolregion Rhein-Neckar ist auch Speyer ein attraktiver Standort für zahlreiche Unternehmen. Die Wirtschaftsförderung (kurz: Wifö) ist damit für alle Fragen rund um Ansiedlung, Gründung, Verwaltung, Vernetzung und Kommunikation mit und zwischen Unternehmen und der Stadtverwaltung Speyer tätig. Seit 2015 ist Silvia Gonsior die Leiterin der Wifö. Die Diplom-Verwaltungswirtin und Projektmanagementfachfrau kann auf viele erfolgreiche Jahre Berufserfahrung zurückblicken – auch in der freien Wirtschaft. Dies hilft, sich in die Belange der Wirtschaft hineinzuversetzen und erfolgreiche Handlungsmaßnahmen abzuleiten. Gemeinsam mit Christiane Feiniler-Lehr bilden sie das Team der Wirtschaftsförderung. Sie kümmern sich um die Belange die von Handel, Gewerbe, Industrie, StartUps sowie jungen Unternehmen an die Kommune herangetragen werden – und haben auf (fast) alle Fragen eine Antwort und in vielen Fällen eine gute Idee 😊 Auch bei Marketingmaßnahmen und der Vermittlung von Immobilien und Grundstücken, wie auf dem Bild in der Nachtweide zu sehen, unterstützt die Wifö mit ihrem Fachwissen. Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler hat die Wirtschaftsförderung alleine im Jahr 2019 bei knapp 30 Firmenbesuchen wertvolle Informationen über die Wünsche, Sorgen und Nöte der unterschiedlichen Unternehmen sammeln können. Auch hat es die Wifö geschafft, den Existenzgründungstag der Metropolregion Rhein-Neckar nach Speyer zu holen. Am 23. November erfahrt ihr im Technikmuseum alles, was ihr zum Thema Existenzgründung wissen müsst - save the date! „Je vielfältiger unsere Unternehmens- und Handelslandschaft in Speyer ist und bleibt, desto lieber kommen und bleiben Menschen zum Arbeiten und Leben in unserer schönen Stadt“, ist Silvia Gonsior überzeugt – und freut sich auf die spannenden Herausforderungen der Wifö. Kontaktdaten und weitere Informationen zur Wirtschaftsförderung Speyer findet ihr auf unserer Homepage unter https://www.speyer.de/sv_speyer/de/Standort/Wirtschaft/Wirtschaftsf%C3%B6rderung/ Foto © Klaus Landry
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