Gastlandschaften Rheinland-Pfalz
  • Katharinenkirche in Oppenheim
    Katharinenkirche in Oppenheim

Mein perfekter Tag in Oppenheim: Eine Stadt wie Schweizer Käse

An Oppenheim ist mehr dran, als das Auge zunächst sieht. Verborgen unter den Gebäuden der schönen Altstadt liegt ein riesiges Labyrinth aus Kellergewölben und Gängen. Deshalb gehört zu einem perfekten Tag in Oppenheim auch ein Blick unter die Stadt. Doch zunächst das Offensichtliche. Denn auch wenn der Untergrund das hervorstechendste Merkmal ist, so gibt es auch überirdisch einiges, das man gesehen haben sollte.

Die Katharinenkirche - Wahrzeichen von Oppenheim

Ein Spaziergang durch die Gassen der Altstadt Oppenheims, entlang des Marktplatzes mit dem historischen Rathaus lohnt sich immer. Dabei fällt der Blick wieder und wieder auf das imposanteste Bauwerk der Stadt: die Katharinenkirche. Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert dauerte es, bis sie das heutige Aussehen erlangte. In ihr vereinigen sich romanischer, früh- und spätgotischer Baustil. Wer schon mal an der Katharinenkirche ist, kann nach einer Besichtigung oder Führung die fünf Minuten Fußmarsch zur Burgruine Landskron bestreiten. Von der früheren Pracht ist zwar nicht mehr viel übrig, aber von dort aus hat man eine tolle Aussicht über die Rheinebene. Bei gutem Wetter geht der Blick bis nach Frankfurt und in den Odenwald.

Unterirdisches Oppenheim

Nun ist es aber an der Zeit, dem Tageslicht für einige Zeit „Lebewohl“ zu sagen. Vom Rathaus aus geht es in den Oppenheimer Untergrund.  Binnen einer Stunde bekommt man so einen Eindruck von der Stadt unter der Stadt und ihrer Entstehung. Durch die Lage am Rhein und zwei großen Handelsstraßen war Oppenheim im 13. Jahrhundert von großer Bedeutung. Doch der Fluss auf der einen und die Weinberge auf der anderen Seite schränkten die Möglichkeiten zum Wachstum ein. Die Kaufleute brauchten aber dringend Lagerräume und da erwies sich der Lehmboden als ideale Möglichkeit, um in die Tiefe zu gehen.

Durch das Kellerlabyrinth von Oppenheim

Es gibt natürlich nicht nur das städtische Kellerlabyrinth. Wer es ein bisschen  privater mag, schaut im Restaurant Völker in der Krämerstraße vorbei. Josef Völker nennt einen beachtlichen Abschnitt Untergrund sein Eigen. Es ist außerdem der einzige Teil des Kellerlabyrinths, der dank eines Aufzugs barrierefrei zu erreichen ist. Völker, der über die Jahre zum leidenschaftlichen Kellerforscher wurde, führt seine Gäste durch die Gänge und Gewölbe. Wieder im Erdgeschoss angekommen, lässt man sich zum krönenden Abschluss nach so viel ober- und unterirdischer Architektur noch das tolle Essen von Ute Völker schmecken.

Unser Oppenheim-Extratipp: Das Beinhaus

Eine etwas makabre Atmosphäre kann man dem Beinhaus nicht absprechen. Der überdachte Raum befindet sich auf dem Gelände der Katharinenkirche und  beherbergt die Gebeine von Tausenden Toten. Sie stammen aus dem früheren  Kirchhof. Im Mittelalter glaubten die Menschen, dass ein Begräbnis in  unmittelbarer Nähe zur Kirche eine sichere Fahrkarte in den Himmel ist. Wenn der Platz im Kirchhof schließlich zu eng wurde, brachte man die gefundenen Knochen in das Beinhaus.

Unser Kooperationspartner: pepper

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Dieser Freizeit- uns Ausflugstipps wurde von der pepper-Redaktion zur Verfügung gestellt.

Youtube

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Das Video ist zwar etwas älter, nimmt Sie aber mit in das unterirdische Oppenheim...