Katzenturm

Oberwesel · Romantischer Rhein

Der Name des Katzenturms steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Ernennung des Grafen von Katzenelnbogen zum Edelbürger der Stadt Oberwesel, der in der Nähe des Turmes einen Hof besaß. Da der Katzenturm in der dritten Bauphase der Stadtmauer errichtet wurde, liegt die Erbauungszeit in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Rheinseitig wurde die Stadtbefestigung der nördlichen Vorstadt durch zwei Rundtürme, den Katzenturm sowie den größeren Ochsenturm, gesichert. Der Katzenturm wurde als Rundturm nachträglich auf die schon fertige Stadtmauer gebaut. Rheinseitig ragt er halbkreisförmig aus der Flucht der Stadtmauer heraus, zur Stadt hin sitzt er in Höhe des Wehrgangs auf vorragenden Kragsteinen auf. Der Wehrgang führte durch den Turmzylinder hindurch. Die Erfindung des Schießpulvers machte es bei den später errichteten Rundtürmen erforderlich, das oberste Geschoss durch ein Gewölbe vor Bombarden-beschuss zu schützen. Der Rundturm geht im letzten Geschoss in ein Achteck über. Ursprünglich trug der Katzenturm ein spitzes Kegeldach. Als der Turm im 19. Jahrhundert an Private verpachtet wurde, erhielt er "Verschönerungen" im Stil der Zeit. Auf der Höhe der Stadtmauer wurde eine Terrasse angelegt und der Turm erhielt einen neuen Zinnenkranz aus Backsteinen. Zum Rhein hin brach man ein großes Erkerfenster in das Mauerwerk.
Der Turm ist bewohnt und nicht zu besichtigen. 

Katzenturm


Der Turm ist bewohnt und nicht zu besichtigen.