Castellauner Böck

Kastellaun · Hunsrück

Die Kastellauner hatten an der Mosel (Vermutlich in Winningen) einen Weinberg gepachtet und sollten als Pachtabgabe jedes Jahr zwei Böcke liefern. Als einmal ein schlechtes Erntejahr war, konnten Sie den Pachtpreis nicht zahlen und kamen so auf die Idee einen Bock zu schlachten, zu zerteilen und so auf einen Wagen zu drapieren, dass es von weitem so aussah, als ob zwei Tiere darauf wären.

Natürlich flog der Betrug auf – die Überbringer mussten auch für einige Zeit ins Gefängnis. Jedoch hatte der Amtmann ein Einsehen und beließ es für dieses Jahr dabei. Doch im nächsten Jahr sollte wieder der ursprüngliche Pachtzins bezahlt werden.

Der als Schmähung für die bauernschlauen Kastellauner Bürger gedachte Spottname „Castellauner Böck“ wurde von diesen allerdings mit Stolz getragen. Auch der Karnevalsverein trägt heute noch diesen Namen. 

 

Das Motiv der Böcke wird am Rathaus, in Form von zwei goldenen Böcken wieder aufgegriffen, welche zwischen 07:00 und 22:00 Uhr jeweils zur vollen Stunde ihre Köpfe zusammenhauen.

Castellauner Böck


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