Burgruine Dill

Dill · Hunsrück

Die Burg Dill gehört zu den ältesten Burganlagen des Hunsrücks und besteht aus einer Ober- und Unterburg. Ihre Anfänge reichen bis ins erste Viertel des 12. Jahrhundert zurück. Nach 1124 kam die Burg in den Familienbesitz der Grafen von Sponheim. Sie diente zunächst wohl der Sicherung und dem Ausbau des sponheimischen Territoriums, das sich von der Mosel über den Hunsrück bis in den Naheraum erstreckte. Seit dem 14. Jahrhundert verlor die Anlage ihre strategische Bedeutung und wurde zum Wohnsitz umgebaut. Bauliche Überreste lassen darauf schließen, dass der heute noch erhaltene Wohnturm aus dem 14./15. Jahrhundert stammt. Der Turm hat eine Grundfläche von 18 x 12 Metern und bestand aus drei Geschossen. Vermutet wird sogar ein viertes Obergeschoss mit einem Wehrgang. 1698 wurde die Burg im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges völlig zerstört.
Dort, wo ehemals die Burgkapelle stand, erhebt sich heute die 1701 erbaute evangelische Kirche. Der unscheinbare barocke Bau birgt einen wahren Kunstschatz. Von der ursprünglich ganz ausgemalten Holzdecke blieb nur das großfigurige Bild im Chorgewölbe erhalten. Es zeigt die „Verklärung Christi“ auf dem Berg Tabor. Das Gemälde im Chorgewölbe und die Bildtafeln auf der Emporenbrüstung stammen wahrscheinlich aus der Werkstatt des Johann Georg Engisch, Kirn (1668-1741).

Besichtigung und Führungen nach Vereinbarung:
Tel. 06763 1339.

Weitere Informationen:
Tourist-Information Kirchberg (Hunsrück), Tel. 06763 910144

Burgruine Dill


Burg
Zur Burg 4+5
55487 Dill

Ganztägig