Lob des Dichterfürsten und edler Marmor


Es gibt viele Möglichkeiten, die Flusslandschaft Lahn zu entdecken: als Wanderer auf dem Lahnwanderweg, mit dem Rad über den Lahntalradweg, mit dem Kanu auf dem Wasser oder mit der Bahn auf der Lahntalstrecke. Immer ist es eine Reise durch herrliche Wälder und idyllische Wiesentäler, durch mittelalterliche Städtchen und moderne Kurorte.

Auf den Lahnhöhen führt der 290 Kilometer lange Lahnwanderweg von der Quelle der Lahn im Rothaargebirge bis zu ihrer Mündung in den Rhein bei Lahnstein auf naturbelassenen Wegen und Pfaden zu wunderschönen Aussichten in die Landschaft. Schon Johann Wolfgang von Goethe wanderte hier und fand die Aussicht von einem Felsvorsprung am heutigen Aussichtsturm „Goethepunkt“ bei Obernhof „zum Sterben schön“. Am Fuße der Felsen gedeiht der spritzige Riesling vom „Goetheberg“.

Kloster Arnstein könnte man von weitem betrachtet auch für einen Dom halten. Die alte Prämonstratenserabtei ist ein wahrer Blickfang im Lahntal und alljährlich Wallfahrtsort für Tausende von Pilgern. Seit 1919 arbeiten dort Ordensleute von den Heiligsten Herzen.

Abwechslungsreich geht es auf dem Lahnwanderweg von den stillen Lahnhöhen immer wieder zurück ins Tal in die gastlichen Städte Bad Laasphe, Marburg, Wetzlar, Gießen, Weilburg, Braunfels, Limburg und Bad Ems. Beginnend mit der verwunschenen Landschaft an der Quelle der Lahn und im oberen Lahntal über die Weite der Auenlandschaften im mittleren Lahntal bis zum wildromantischen unteren Lahntal, wo sich der Fluss im tief eingeschnittenen Tal schlängelt, ist der abwechslungsreiche Weg der pure Wandergenuss.

Goethepunkt am Lahnwanderweg Obernhof, Lahntal

Aussicht vom Goethepunkt am Lahnwanderweg auf die Lahn bei Obernhof, Lahntal

Von der Lahnquelle bei Netphen in Nordrhein-Westfalen bis zur Mündung in den Rhein bei Lahnstein in Rheinland-Pfalz legt die Lahn 245 Kilometer zurück. Ihren Lauf begleitet der Lahntalradweg auf fast immer autofreien und ebenen Wegen. Das Radfahren durch herrliche Wälder, idyllische Wiesentäler und mittelalterliche Städtchen ist ein wahrer Genuss. Die Orte am Weg haben fast alle einen Bahnhof und man fährt am Ende der Wanderung bequem mit dem Zug zum Startpunkt zurück.

Radfahrer auf den Lahnradweg bei Obernhof, Lahntal

Tour auf dem Lahntalradweg entlang der Lahn, Lahntal

Burg Lahneck bei Lahnstein, Lahntal

Die Burg Lahneck bei Lahnstein, Lahntal


Lahnstein, die Stadt der bunten Märkte und plätschernden Ufer, liegt an der Mündung der Lahn in den Rhein. Schloss Stolzenfels auf der linken Uferseite des Rheins und Burg Lahneck auf der rechtsrheinischen Seite bilden hier das nördliche Tor des Oberen Mittelrheintals. Burg Lahneck mit ihrem fünfeckigen Bergfried war im Mittelalter der nördlichste Wachposten des Kurfürstentums Mainz. Johann Wolfgang von Goethe war auch von der Ruine schon so angetan, dass er sie 1774 mit dem Gedicht „Geistes-Gruß“ bedachte: „Hoch auf dem alten Turme steht des Helden edler Geist, der, wie das Schiff vorübergeht, es wohl zu fahren heißt.“

Die Gemeinde Greifenstein liegt am östlichen Abhang des Westerwaldes im Lahn-Dill-Kreis und verdankt ihren Namen der Burgruine im gleichnamigen Ortsteil. In der im 13. Jahrhundert erbauten Burg gibt es mit der „Glockenwelt“ ein einzigartiges Museum. Mit fast 100 Glocken lädt es zu einem Gang durch die tausendjährige deutsche Glockengeschichte ein. Und man kann die Glocken nicht nur sehen, sondern auch hören, wie unterschiedlich sich der Klang der Glocken in den Jahrhunderten entwickelte.

Die Aussicht vom Concordiaturm in Bad Ems ist fantastisch. Hat man die 76 Stufen im immer geöffneten Turm erklommen und steht ganz oben auf der Plattform, befindet man sich immerhin rund 265 Meter über Bad Ems und kann das gesamte Kurviertel im Lahntal überblicken. Außerdem reicht der Blick über Westerwald, Hunsrück und Taunus. An lauen Sommerabenden mit klarer Sicht kann man sogar den Freiher-vom-Stein-Turm am Nassauischen Schloss sehen.

Concordiaturm bei Bad Ems, Lahntal

Weite Aussichten vom Concordiaturm über Bad Ems, Lahntal

Lahnmarmorbrücke in Villmar, Lahntal

Lahnmarmorbrücke im hessischen Villmar, Lahntal


Nicht nur in der Lahnbrücke bei Villmar ist eine Menge Marmor verbaut, der im Lahntal bis 1970 abgebaut wurde. Er ist in der Eingangshalle des Empire State Buildings in New York, im Palast des Maharadschas von Tagore, in der St. Petersburger Eremitage, im Kreml in Moskau sowie im Berliner, Würzburger und Mainzer Dom zu bewundern. Auch im Weilburger Schloss und in den Brunnenhallen des Kaiserbades Bad Ems glänzt der Lahnmarmor in leuchtendem Grau und Rot.

Mit dem Rad in Bad Ems, Lahntal

Mit dem Rad entlang der Uferpromenade von Bad Ems, Lahntal

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Lahn-Facetten im Lahntal

Im Lahntal finden Sie Prädikats-Kurz- und Rundtouren je nach Kondition - mal anspruchsvoll über die Höhen oder entspannt am Fluss entlang.

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Lahnbrücke Villmar

Lahnbrücke aus Marmor

Villmar Die Brücke, die den Ort Villmar mit dem Villmarer Bahnhof auf der rechten Lahnseite und dem dahinter liegenden Naturdenkmal Steinbruch Unica…
Burg Nassau

Burg Nassau

Nassau Märchenhafte Burg hoch über der Lahn gelegen. Traumblick!
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