Im Rausch der Nister


Mauern aus Natursteinen umgrenzen den barocken Garten des Klosters Marienstatt am Ufer der Nister. Der Duft von Rosen und Lilien, Kräutern und Heilpflanzen umweht die Nase. Die Bänke an den schnurgeraden Gartenwegen sind wie geschaffen, um eine Wanderrast einzulegen und altes Klosterwissen zu schnuppern. Die Mönche wussten schon vor langer Zeit, was dem Wohlbefinden auf die Sprünge hilft. Ein Teil des Gartens war deshalb schon in alter Zeit den Kräuter- und Heilpflanzen vorbehalten. So ist es auch heute. Rund um ein irisches Kreuz, das früher den Westgiebel des Kirchendachs zierte, wachsen rund 300 verschiedene Kräuter- und Heilpflanzen.

Auch die Geschichte des Klosters begann mit einem blühenden Weißdornstrauch. Von ihm träumte einst Abt Heinrich aus dem Kloster Heisterbach im Siebengebirge und deutete das als einen Fingerzeig der Mutter Maria, einen neuen Standort für das Kloster zu suchen. Er fand ihn im Westerwald und legte dort 1220 den Grundstein für das Kloster Marienstatt. Seit dem 13. Jahrhundert leben und arbeiten im Kloster Zisterziensermönche.

Für gesund hielten die Mönche nicht nur den Genuss von Wein in Maßen, sondern übten sich auch erfolgreich in der Kunst des Bierbrauens. In der hauseigenen Brauerei mit Restaurant und Biergarten fließt das tiefbraune Marienstatter Klosterbräu aus den Zapfhähnen und passt gut zur deftigen Westerwälder Kost.

Der WesterwaldSteig und der Marienwanderweg führen zum Kloster Marienstatt, in dem es sehr lebendig zugeht. Die neunte Etappe des WesterwaldSteigs von Hachenburg nach Limbach führt direkt zum Kloster. Sie ist nur rund elf Kilometer lang, sodass zwischendurch genug Zeit bleibt, um die Natur der Kroppacher Schweiz und die Kulturschätze am Wegesrand zu genießen.

Wanderrast beim Kloster Marienstatt im Nistertal bei Streithausen, Westerwald

Wanderrast beim Kloster Marienstatt im Nistertal bei Streithausen, Westerwald

Marienstatter Brauhaus im Nistertal bei Streithausen, Westerwald

Das Marienstatter Brauhaus im Nistertal bei Streithausen, Westerwald

Los geht es in der kleinen Residenzstadt Hachenburg. Der Alte Markt im historischen Stadtkern wird von restaurierten und repräsentativen Fachwerkhäusern eingerahmt. Gleich zwei Kirchen stehen auf dem Platz: die evangelische Schlosskirche und die katholische Pfarrkirche. Blickfang ist der Marktbrunnen mit dem zweischwänzigen Löwen. Der doppelte Schweif symbolisiert die Verbindung der Fürstenhäuser Sayn und Wittgenstein.

Brunnen mit goldenem Löwen auf dem Alten Markt in Hachenburg, Westerwald

Einkehr in Hachenburg: Brunnen mit goldenem Löwen auf dem Alten Markt, Westerwald

Besuch beim Landschaftsmuseum Westerwald Hachenburg, Westerwald

Besuch beim Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg, Westerwald

Der Rundgang durch die Stadt endet im Burggarten kurz vor dem Landschaftsmuseum Westerwald. Flankiert von Holzskulpturen verlässt der Steig den Burggarten an einem Mauerdurchgang und strebt auf einem Weg mit schöner Aussicht der Holzbachschlucht zu. Nach steilem Abstieg folgt der Weg dem gurgelnden Holzbach, der von fast völlig bemoosten Bäumen umstanden ist. Am Ende der Schlucht fließt der Holzbach in die Große Nister, die hier über kleine Stromschnellen besonders munter sprudelt.

Je näher man dem Kloster Marienstatt kommt, desto ruhiger wird auch der Fluss, als wäre er in Meditation versunken. Auf dem Weg zum Etappenziel Limbach geht es oberhalb des Klosters am Wiesen- und Waldrand entlang und erlaubt noch einmal den Blick von oben auf die ehrwürdigen Gemäuer der Zisterzienser.

Naturschutzgebiet Holzbachschlucht bei Seck, Westerwald

Naturschutzgebiet Holzbachschlucht bei Seck, Westerwald

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