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ABC: E-Bike & Pedelec

Nicht immer werden die Begriffe E-Bike und Pedelec im richtigen Zusammenhang genutzt. In unserem kleinen ABC erklären wir Ihnen den Unterschied und erläutern wir weitere Begriffe aus diesem Themenfeld etwas näher:

E-Bike

Ein E-Bike wird als ein Fahrrad definiert, das aufgrund eines Elektromotors auch ohne Tretbewegung, mittels eines Gasdrehgriffs oder Daumengas, rein elektrisch funktioniert. Werden die Leistungsdaten von 500 Watt und 20 km/h nicht überschritten, gelten sie als Kleinkrafträder, früher auch Leicht-Mofa genannt. Daher gelten auch hier ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis, ein Mindestalter von 16 Jahre sowie mindestens ein Führerschein der Klasse M. Eine Helmpflicht besteht bei einer Geschwindigkeit von über 20 km/h.

Pedelec & S-Pedelc

Das Kurzwort Pedelec steht für Pedal Electric Cycle und ist von den Elektrofahrrädern, die meist verbreitete Art. Dabei wird der Fahrer nur von dem Motor unterstützt, wenn dieser in die Pedale tritt. Demzufolge kommt der Fahrer nur vorwärts, wenn er aktiv ist.

Laut EU-Richtlinien gehören Pedelecs, die auf 25 km/h begrenzt sind und eine Leistung bis zu 250 Watt haben, zu der "Fahrrad"-Kategorie. Sie dürfen daher ohne Helm, Führerschein, Zulassung und Versicherungskennzeichen gefahren werden. Es besteht hier kein Mindestalter.


Bei Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h und einer Leistung von über 300 bis 500 Watt wird von einem S-Pedelec (Schnelle Pedelec/ S Klasse/ Schweizer Klasse) gesprochen. Aufgrund der Leistungsdaten gelten sie als ein Kleinkraftrad und nicht mehr als Fahrrad. So ist der Fahrer angewiesen ein Versicherungskennzeichen und mindestens ein Führerschein der Klasse M zu führen (außer Personen, die vor dem 01.04.1965 geboren sind). Ferner ist eine Betriebserlaubnis erforderlich sowie eine Ausstattung mit einem Rückspiegel. Es besteht seit Frühjahr 2012 eine Helmpflicht

Radwege mit dem Zusatzschild "Mofas frei" können auch von E-Bike-Fahrer benutzt werden. E-Bike-Fahrer müssen überall da auf das Befahren von landschaftlichen und touristisch schönen Wegen verzichten, wo ein Verbotsschild für Motorkrafträder steht. Die Benutzung der Radwege für Fahrräder und Pedelecs erfolgt nur, wenn dieser benutzbar ist und ein blaues Radweg-Schild es anordnet. In Einbahnstraßen, die für Fahrradfahrer in Gegenrichtung freigegeben sind, sind auch für Pedelecs, aber nicht für E-Bikes erlaubt. Für Waldwege, Fahrradabstellanlagen sowie für Radfahrer freigegebene Fußgängerzonen gelten diese Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes auch.


Die Beförderung von Kindern in Anhängern ist für Radfahrer und Pedelecs erlaubt. E-Bikes dürfen, wie alle Zweiräder, Kinder bis zum 7. Lebensjahr in geeignete Kindersitze mitnehmen.


Das Thema der Helmpflicht wird vielseitig diskutiert und daher gibt es viele verschiedene Aussagen. Grundsätzlich ist es immer gut einen Helm zu tragen, für seine Sicherheit und Gesundheit. Da ein normaler Fahrradhelm nicht ausreicht und ein Motorradhelm zu schwer ist, gibt es leichte und sichere Helme schon extra für (S) Pedelecs und E-Bikes.


Die größtmögliche Kapazität bzw. Ladungsmenge eines Akkus wird in Amperestunde oder in Wattstunden angegeben. Dabei ist zu beachten, dass die Reichweite des elektrischen E-Bikes abhängig ist von der Energieleistung des Akkus. Je mehr Wattstunden, desto länger die Distanz.
Die Reichweite bzw. Distanz ist aber nicht nur abhängig von der Leistungsstärke des Akkus, sondern auch vom Elektromotor, dem Modell sowie anderen Umständen (u.a. Fahrverhalten, Streckenprofil), die die Laufzeit verkürzen oder verlängern können. Es gilt: Je mehr der Elektromotor als Fahrunterstützung genutzt wird, desto geringer ist die Reichweite des Pedelecs oder E-Bikes. Rund 50 bis 80 km schaffen Elektroräder bei voller Akkufüllung und können mit Ersatzakkus oder  durch eine zwischenzeitliche Aufladung des Akkus verlängert werden.

Unter dem Begriff Rekuperation versteht man die Rückgewinnung der Energie, die durch das Bremsen oder bei (längeren) Abfahrten, in dem Akku zurückgeführt werden. Die Reichweite des Akkus kann so um 10 bis 15 % erhöht werden.

Der Ladezyklus, die Entladung und vollständige Aufladung eines Akkus, kann auch aus Teilladungen bestehen (z.B. 4x25%). Die Zahl der Vollladezyklen liegt im Moment zwischen 500 und 1000. Je nach Angabe der Ladezyklen, kann der Akku wieder vollständig aufgeladen werden, ohne dabei die angegebene Restkapazität (~ 85% im Neuzustand) zu verlieren.

Die Ladedauer bedarf je nach Größe zwischen drei und sechs Stunden.


Es gibt drei verschiedene Motorkonzepte: Front-, Mittel- und Heckmotor. In der Vorderradnabe sitzt der Frontmotor, der aber stabile Gabeln und Rahmen braucht, damit die, die zusätzlichen Einflüsse von Antrieb und Bremsen standhalten. Zugunsten der Fahrraddynamik werden diese aber überwiegend nicht mehr verbaut.

In der Mitte des Rades ist der Antrieb des Mittelmotors bei den Kurbeln angebracht, so dass es das Hinterrad über die Kette ankurbelt. Der Vorteil liegt in der zentralen Gleichgewichtsverteilung und damit die Art des Fahrens wenig beeinflusst. Aufgrund dessen werden meistens Mittelmotoren verwendet.

Der Heckmotor befindet sich an der Hinterradnabe. Vorteile sind zu einem, dass das Lenkverhalten durch den Motor nicht beeinträchtigt wird und zum anderem erlaubt es eine sportliche Fahrweise, die aber keine Nabenschaltung mehr zulässt. Sollte sich der Akku auch am Hinterrad befinden, entsteht eventuell ein instabiles Fehlverhalten, aufgrund der Hecklastigkeit. Aufgrund der Lage des Motors sind Wartungen bzw. Reparaturen schwierig.

Die Elektronik zur Einteilung der Motorkraft wird als Motorsteuerung bezeichnet. Der Kraftsensor misst die Trittkraft des Fahrers und gibt durch die Motorsteuerung entsprechende Motorkraft hinzu.


Aufgrund der Schnelligkeit und dem Gewicht gegenüber einem herkömmlichen Rad, bieten sich Bremsen an, die auch bei Regen zuverlässig sind: Scheibenbremsen oder Hydraulik-bremsen.


Es gibt bestimmte Vorschriften für die Reifenprofile der E-Bikes und der S-Pedelecs. Die Räder brauchen eine Profiltiefe von 1 mm.


Um ein normales Rad in ein Elektrorad umzubauen, braucht man Nachrüstkits. Die Kosten belaufen sich dabei auf 700 bis 2000 €. Gefahren birgt der Umbau bei Rahmen und Bremsen, da diese nicht speziell auf die Ansprüche an ein E-Bike angepasst sind. Versicherungen können im Falle eines Schadens, eine Haftung ablehnen.


Die Schiebehilfe bei Pedelecs kann durch Knopfdruck das Rad auf bis zu 6 km/h beschleunigen, ohne die Pedale zu benutzen. Das ist vor allem sehr hilfreich bei Steilpassagen.


Je nach Laufleistung (1 bis 2-mal jährlich) sollte eine Wartung aller sicherheitsrelevanten Komponenten überprüft werden. Dazu sollten bei jeder Tour die Reifen ordentlich aufgepumpt sein, da sonst der eigene und der Leistungsaufwand des Akkus steigen.

Infografik: E-Bike & Pedelec

Infografik: E-Bike & Pedelec

Informieren Sie sich zur Begriffsabgrenzung, Reichweite, Akkuleistung uvm.

Tags: E-Bike, Rad, Unterkategorie Rad

Folge 14: Mit dem E-Bike über den Hunsrückradweg - Tipps & Tricks zum neuen Fahrradgenuss

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Tags: Aktiv & sportlich, Bahntrassenradweg, E-Bike, Tourentipps, Rad, Unterkategorie Rad, Hunsrück

Mit dem E-Bike durch Rheinhessen

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