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Westerwald

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Westerwald Touristik Service
Kirchstraße 48a
56410 Montabaur

Tel. +49 (0) 2602/3001 - 0
Fax +49 (0) 2602/947325
mail@westerwald.info
www.westerwald.info

  • Keramikmuseum, Höhr-Grenzhausen
    Keramikmuseum, Höhr-Grenzhausen
  • Schiefergrube Assberg
    Schiefergrube Assberg
  • Hunt auf dem Rossbacher Häubchen
    Hunt auf dem Rossbacher Häubchen
  • Woflsteine (Basaltfelsen) in Bad Marienberg
    Woflsteine (Basaltfelsen) in Bad Marienberg
  • Schiefergrube Assberg
    Schiefergrube Assberg

Auf Schatzsuche im Westerwald: Bergwerke & Höhlen, Basalt & weißes Gold

Tassen, Teller, Krüge – mit Ton lassen sich ebenso nützliche wie dekorative Haushaltsgegenstände herstellen. Und jedes Produkt ist einmalig, wird es doch vom Töpfer vor Ort hergestellt. Rund um Höhr-Grenzhausen dreht sich alles um das "weiße Gold", um Keramik. Rechts und links der 36 km langen Kannenbäckerstraße erhalten Sie bei Töpfereien und im Keramikmuseum Einblicke in die Kunst des Töpferns – von der Gebrauchs- bis zur Zierkeramik. Zusammen mit der Stöffelmaus gehen Sie im Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel der Erdgeschichte auf den Grund. Im Basaltpark bei Bad Marienberg spazieren Sie durch eine ehemalige Vulkanlandschaft. Natürlich gibt es auch "unter Tage" in den Besucherbergwerken und Schauhöhlen Spannendes zu entdecken. Begeben Sie sich auf Schatzsuche im Westerwald!

Dem "weißen Gold" auf der Spur: Unterwegs im Kannenbäckerland

Die Arbeit mit Ton hat in dieser Region eine lange Tradition. Im Laufe der Jahrhunderte ist im Kannenbäckerland eine einzigartige keramische Kultur entstanden. So finden auch alljährlich viele verschiedene Veranstaltungen rund um das Thema Keramik statt, z.B. "Höhr-Grenzhausen brennt Keramik", der "Europäische Keramikmarkt" in Höhr-Grenzhausen oder auch der "Europäische Töpfermarkt" in Ransbach-Baumbach, auf denen Aussteller aus ganz Europa die Vielfalt keramischen Schaffens präsentieren und die stets viele Besucher ins Kannenbäckerland locken.

Dabei hat sich das Kannenbäckerland vom einstigen Lieferanten der berühmten salzglasierten Kannen und Krüge zum Zentrum des keramischen Kunsthandwerks und der Ausbildung gemausert. So gibt es z.B. das Bildungs- und Forschungs-Zentrum Keramik (BFZK) sowie Europas größtes Keramikmuseum in Höhr-Grenzhausen, durch das die Besucher historische und zeitgenössische Aspekte der Keramik lernen können. Pädagogische Angebote für Kinder und Keramikseminare für Anfänger und Fortgeschrittene machen das Museum zu einem Ausflugsziel für die ganze Familie. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall auch in den zahlreichen Keramikwerkstätten im Kannenbäckerland, in denen man den Handwerkern bei der Arbeit über die Schulter schauen kann.

Ebenfalls interessant ist eine Besichtigung des Tonbergbaumuseums in Siershahn oder auch eine Wanderung auf dem Themenweg Ton. Auf zwei Rundwanderstrecken, die an insgesamt acht Tongruben entlang führen, bieten sich  im wahrsten Sinne des Wortes tiefe Einblicke in die Erdgeschichte im südlichen Westerwald und die unterschiedlichen Abbaumethoden.

Mit der "Stöffel-Maus" durch den Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel

Zwischen Nistertal, Enspel und Stockum-Püschen liegt der Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel mit einer der weltweit bedeutendsten Fossillagerstätten und einem einmaligen Industrieensemble. Drei Erlebnisräume, ein See und ein einzigartiges Freigelände bilden eine fantastische Kulisse und gewähren einen Einblick in 25 Millionen Jahre Erdgeschichte. Mehr als 100 Jahre Industriegeschichte sind dokumentiert am Basaltabbau sowie der Basaltverarbeitung.

1992 hatte der Stöffel-Park einen der spektakulärsten Fossilienfunde aus der Zeit des Tertiär: Es handelte sich dabei um einen Kleinsäuger mit Gleithäuten, der "Stöffel-Maus" getauft wurde. Dieser und rund 20 000 weitere Funde von Säugetieren, Reptilien, Insekten, Fischen, Lurchen und Pflanzen folgten und legten den Grundstein für die einmalige Fossiliensammlung.

Das Freilichtmuseum hat für jeden etwas zu bieten: Die einzigartige Kombination aus Wunder der Natur, Faszination der Technik und Erlebnis zieht jung und alt an. Verschiedene Denkmalpfade und Themenwege nehmen Einzelbereiche der Basaltverarbeitung auf und veranschaulichen den Weg des Basalts im Gelände. Der Park ist eine Schaubühne der Natur, ist Forschungslabor und geballte Industriegeschichte. Er gewährt seinen Besuchern faszinierende Einblicke in die harte Arbeitswelt von vor 100 Jahren und in die geniale Werkstatt der Natur.

Basaltpark Bad Marienberg: Entstehung und Abbau des Basalts

Der Basaltpark in Bad Marienberg ist ein rekultivierter ehemaliger Basaltsteinbruch und eine Außenstelle des Landschaftsmuseums Westerwald. Es ermöglicht Ihnen interessante Einblicke in die Vulkantätigkeit der Region vor etwa 25 Millionen Jahren.

Der Basaltsteinbruch wurde von 1905-1975 aktiv betrieben, bis sich der Abbau wirtschaftlich nicht mehr lohnte. Nach Einstellen der Arbeiten sammelte sich am Grund des Steinbruchs Wasser und es entstand ein kleiner Kratersee. Um diesen führt ein rund ein Kilometer langer Rundweg, der mit Gesteinsbeispielen ausgestattet ist. Schautafeln informieren über die Entstehung und Verwendung der verschiedenen Basaltformen. Sie können ebenfalls erkunden, wie Basalt früher im Tagebau abgebaut und weiterverarbeitet wurde. So sind alte Loren und Kleinlokomotiven zu sehen, die in Basaltbrüchen im Westerwald verwendet wurden. Das ehemalige Maschinenhaus dient heute als Informationsstelle. Hier werden Fotos, Karten und Dokumente zum Basaltabbau und dem Steinbruchbetrieb ausgestellt. Im Maschinenhaus wird auch ein Modell des Steinbruchs von 1955 ausgestellt, das einen lebendigen Eindruck über die einstige Kernindustrie des Westerwalds vermittelt.

"Juwelierkunst der Geologie": Schauhöhle Herbstlabyrinth Breitscheid

Das Herbstlabyrinth Breitscheid ist eines der bedeutendsten Höhlensysteme Deutschlands. Auf einer Gesamtlänge von ca. 6200 Metern bei einem Höhenunterschied von ca. 80 Metern sind seit seiner Entdeckung 1993 immer wieder spektakuläre Funde gemacht worden. Das Herbstlabyrinth gehört mit der Adventhöhle zu einem Höhlensystem mit ausgeprägtem Tropfsteinschmuck und vielen großen Einzelhöhlenräumen sowie langen Gangsystemen. Getrennt davon sind die Erdbachhöhlen zu betrachten, die sich nahe der Erdbachschwinde befinden. Es handelt sich dabei um tiefe Schachthöhlen mit knapp 100 Metern Tiefe, die durch aktiven Wasserfluss geprägt sind und daher nur wenige Tropfsteine aufweisen. Diese Steinkammern und die Höhle am Steinbruchgrund sind oberirdisch gelegen und frei begehbar.

Der Teil des Herbstlabyrinths, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist, wird Knöpfchenhalle genannt. Er zählt zu den größten Einzelhöhlenräumen in Deutschland und beherbergt eine Vielzahl von Tropfsteinformationen.

Nach ihrer endgültigen Fertigstellung 2009 gehört die Schauhöhle Herbstlabyrinth in Breitscheid zu den modernsten Schauhöhlen europaweit. Zum einen erfolgte der komplette Ausbau der Fußwege durch GFK-Material (Glasfaser verstärkter Kunststoff) und zum anderen wurde erstmals eine Schauhöhle komplett mit LED- Lichttechnik ausgestattet, was die Höhle perfekt in Szene setzt.
Kommen Sie nach Breitscheid und entdecken Sie die "Juwelierkunst der Geologie"!

Kulturschätze: Das Landschaftsmuseum Westerwald

Das Landschaftsmuseum Westerwald befindet sich in einer wunderschönen Parklandschaft in Hachenburg. Es zeigt auf eindrucksvolle Weise die Kulturgeschichte des Westerwaldes vom 18.-20. Jahrhundert: In acht Gebäuden wird gezeigt, wie das bäuerliche Wohnen, Leben und Arbeiten früher im Westerwald stattfand. Ein Backhaus, eine Ölmühle und eine Scheune sind ebenso ausgestellt wie Landmaschinen, Wegkreuze und Grabsteine. Auch die Arbeitsabläufe von Tischlern, Töpfern, Schmieden und anderen Handwerkern und ihrer Gerätschaften werden demonstriert. Ebenso ist es möglich, sich eine Dorfschule anzusehen. Regelmäßig werden Museumsfeste veranstaltet, bei denen sich Klein und Groß durch das mühevolle Tagewerk der Menschen damals probieren können.

Besucherbergwerke

Bindeweide ist der Name der Grube, die  lange Zeit prägend für die Arbeit und das Leben in Steinebach gewesen ist. Noch bis in die 1960er Jahre galt sie aufgrund ihrer reichen Erzvorräte als Reservegrube des südlichen Siegerländer Spateisensteinbezirks; mittlerweile ist sie zum Besucherbergwerk Bindewerk umfunktioniert worden.

1931 wurde der Betrieb der Grube eingestellt. Zu Beginn der 1980er Jahre begann man, die Erinnerungen an das traditionsreiche Bergwerk wieder zu beleben und eröffnete nach rund siebenjähriger Bauzeit das Besucherbergwerk Bindewerk. Jährlich kommen zirka 20.000 Besucher in das Bergmannsdorf, um mehr über das in Fachkreisen sehr geschätzte Besucherbergwerk zu erfahren und die atmosphärische und einzigartige Untertagewelt zu erleben.

Das Tonbergbaumuseum Westerwald in Siershahn präsentiert die interessante Geschichte des Tonbergbaus vom Glockenschacht bis zum hochtechnisierten Tagebaubetrieb. In einem modernen Museumspavillon wird der Weg von der geologischen Entstehung der Tonlager bis hin zur Rekultivierung der Abbauflächen auf anschauliche Art und Weise dargestellt. Führungen sind nach Voranmeldung möglich.

Direkt an der A3 steht das Fördergerüst der seit 1965 geschlossenen Eisenerzgrube Georg. Seit 2001 kann man den Förderturm besteigen - an jedem 3. Samstag von April bis Oktober um 14:00 Uhr oder um 15:30 Uhr. Ein Vortrag über den Bergbau im „Wieder Bezirk“ des Siegerländer Erzbergbaus führt den Besucher in die Thematik ein. Sonderführungen außerhalb der offiziellen Zeiten sind ab Gruppen von zehn Personen möglich.

Bergbaumuseen

Der Bergbau ist untrennbar mit der Geschichte des Westerwalds verbunden. Das seit 1986 bestehende Bergbaumuseum im Herdorfer Stadtteil Sasseroth bereitet diesen spannenden Geschichtszweig auf und macht ihn für Jedermann zugänglich.

In der Museumsausstellung dokumentieren Exponate, Texte und AV-Medien umfassend alle mit dem regionalen Bergbau verbundenen Themen. Es gibt ein Mineralienkabinett, in dem die Welt der Siegerländer Mineralien gezeigt wird, und einen „Raum für Kinder“, in dem Steine mit Stereomikroskopen betrachtet werden können. Die einstige Arbeitswelt der Bergleute kann man in einem großen Schaubergwerk unter dem Museumsgelände kennenlernen. In den Außenanlagen des Museums befinden sich unter anderem ein 15 Meter hoher Förderturm, ein Maschinenhaus und Großgeräte eines Siemens-Martin-Stahlwerks. Besuche des Bergbaumuseums sind ohne Voranmeldung möglich, Führungen und Sonderveranstaltungen müssen rechtzeitig vorher angemeldet werden.

Bei Limbach am Westerwald-Steig liegt das historische Dachschieferbergwerk Assberg. Es ist bereits 500 Jahre alt, liegt in 20 Metern Tiefe und hat die Form einer Kapelle. Der Eintritt in das Untertagebergwerk ist frei. Geöffnet ist täglich.

Perfekter Tag in Bad Marienberg: Barfuß und Basalt

Perfekter Tag in Bad Marienberg: Barfuß und Basalt

Tags: Westerwald, Städte & Kultur, Sehenswürdigkeiten, Tourentipps