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Die evangelische Kirche Breitenheim | Breitenheim

Breitenheim -noch bis in das 18.Jh. "Breidenau" genannt - gehörte von Anfang an zu dem veldenzischen, später pfalz-zweibrückischen Ausamt Meisenheim.

Die entsprechende Zugehörigkeit zur Pfarrei Meisenheim überdauerte die Existenz des Amtes: Erst 1953 wurde die Gemeinde selbstständig, wobei sie bis 1958 noch von Meisenheim, seit 1959 von Jeckenbach aus mitversehen wurde. 1972 schlossen sich schließlich Breitenheim, Desloch und Jeckenbach zu einer Kirchengemeinde zusammen. Ab Mitte des 15 Jh. hielt ein Johanniterkaplan aus Meisenheim einmal wöchentlich die Messe in Breitenheim. Natürlich teilte die Kapelle in vieler Hinsicht das Schicksal ihrer Mutterkirche; so wurde ab 1526 behutsam die Reformation eingeführt; die sogenannte zweite Reformation, d.h. der Übertritt zum Calvinismus, fand ab 1588 statt. Zu diesem Zeitpunkt war die 1567 gegründete Kirchenschaffnei Meisenheim für Baulast u. Unterhaltung zuständig und blieb es, bis 1979 die Kirche in den Besitz der Kirchengemeinde Jeckenbach überging. Für eine Zwischenperiode nach der Aufhebung der Johanniter-Kommende in Meisenheim und der Gründung der Kirchenschaffnei wurde das Kirchenvermögen von der Gemeinde durch zwei Kirchmeister selbst verwaltet, unter der Aufsicht des Ausamtsschultheißen.

Die Kirchenrechnungen aus diesen Jahren (1535-1566) sind fast lückenlos erhalten.

Die Breitenheimer Kapelle mußte aufgrund eines Edikts vom 14.Sept. 1719 des kath.Herzogs Gustav Samuel Leopold den Katholiken zur Verrichtung der Kasualien (Taufe, Trauung, Beerdigung) überlassen werden, war also wie alle von der Kirchenschaffnei Meisenheim zu unterhaltenden Tochterkirchen der Schlosskirche ein Simultaneum. Freilich dürfte sich dies in der Praxis schon deshalb nicht ausgewirkt haben, weil es in Breitenheim kaum, im Jahr 1757 sogar keine Katholiken gab (etwa 87% der Breitenheimer waren reformiert, der Rest lutherisch).

Die wenigen Lutheraner gingen durch die 1836 durchgeführte Kirchenunion des hessen-homburgischen Oberamtes Meisenheim in der evangelischen Gemeinde auf.

Die heutige Kirche ist von einer dicken Bruchsteinmauer umgeben und über eine alte Treppe durch ein steinernes Tor mit Inschrift aus Psalm 100 zu erreichen.

Das Gotteshaus besteht aus zwei Teilen: dem spätgotischen, nicht genau datierten Chor, und dem Kirchenschiff, das erst 1911/12 auf Kosten der Kirchenschaffnei Meisenheim unter der Leitung von Kirchenbaumeister Damm angebaut wurde. Zwar steht man heute der ursprünglichen Auffassung, der ausgesprochen hässliche Vorgängerbau sei 1712 erbaut worden, ablehnend gegenüber, doch konnte dieses Langhaus nicht zusammen mit dem Chor erbaut worden sein, da es weder von den Proportionen noch vom Stil her zu diesem passte. Wahrscheinlich war es in schlimmen Zeiten als Notbehelf an den Chor angebaut worden. Das Bild der alten Kirche ist im Glasfenster des Chores festgehalten.

Der auf dem Dach sitzende Zwiebelturm ist trotz seiner Prägnanz kein richtiger Turm, sondern ein Dachreiter.

In ihm läuten (elektrisch) eine kleinere Glocke, die 1898 in Kaiserslautern gegossen wurde, und eine große, 1958 in Karlsruhe gegossene (zwei Vorgängerinnen waren in den beiden Weltkriegen eingeschmolzen worden).

Die zweimanualige Orgel mit neun Registern wurde dagegen schon 1912 mit eingebaut und kommt nach einer Renovierung 1992 wieder voll zur Geltung.

Der spätgotische Chor besitzt Maßwerkfenster und Strebepfeiler. Im Inneren zeichnet er sich durch ein schönes Kreuzgewölbe aus.

Außerdem sind noch ein Steinmetzzeichen und eine nicht zuzuordnende menschliche Maske zu erkennen.

Die ältesten, von außen zu besichtigenden Teile der Kirche stammen aus römischer Zeit: Am Chorstrebepfeiler ist eine Ranke zu erkennen, die aus einer Vase steigt. Wichtiger jedoch sind die Sandsteinreliefs an der Nordseite: Sie zeigen zwei trauernde Jünglinge (Attisfiguren) und das Bruststück einer Tänzerin (offenbar eine Mänade aus dem Gefolge des Weingottes Dionysos) mit Schallbecken.

Es handelt sich um Reste eines römischen Grabmals, die beim Neubau 1911/12 wieder mit eingebaut wurden.

Der Attiskult stand für die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod (vgl. dazu die Ausführungen zum Römerdenkmal in Schweinschied).

Die Kirche von Breitenheim ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie man Alt und Neu harmonisch verbinden kann.

Lassen Sie sich diesen Eindruck nicht entgehen!

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Die evangelische Kirche Breitenheim
Kirchstraße
55592 Breitenheim


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Kirche Breitenheim  (Foto: Tourist-Info Meisenheim, Quelle: Tourist-Information Meisenheim)
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