Gastlandschaften Rheinland-Pfalz

Täglich auf Tour mit der RheinZeitung

...  unsere Tipps für Ihre Ausflüge nach Rheinland-Pfalz im Mai:

Rhein in Flammen Linz - Bonn am ersten Samstag im Mai

Am 1. Samstag im Mai tauchen rot leuchtende Bengalfeuer die Ufer und Sehenswürdigkeiten zwischen Linz und Bonn in ein festliches Licht. Berge und Burgen wirken magisch schön, die Landschaft wird romantisch inszeniert. Umrahmt von fünf Feuerwerken fährt die Flotte aus rund 60 illuminierten Schiffen von Linz zurück nach Bonn, bis ein musiksynchrones Feuerspektakel den krönenden Abschluss bildet. Weitere Informationen zur Veranstaltung "Rhein in Flammen".

Chormusik zum Jubiläum

Das Deutsche Weintor feiert seinen 80. Geburtstag mit Sonntagskonzerten im Weintorhof


Das von Weinbergen umgebene Deutsche Weintor in Schweigen-Rechtenbach nahe der französischen Grenze markiert den Beginn der Deutschen Weinstraße in der Südpfalz. Das Gegenstück steht rund 80 Kilometer entfernten, nördlichen Ende der Weinstraße in Bockenheim.
Das 18 Meter hohe Weintor in Schweigen-Rechtenbach wurde 1936 erbaut. In einer damals schwierigen Phase des Weinbaus sollte es helfen Gäste in die Pfalz zu ziehen und den Weinverkauf anzukurbeln. Eine überdurchschnittlich hohe Ernte und das von den Nationalsozialisten verhängte Berufsverbot für jüdische Weinhändler brachte viele Winzer der Pfalz in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Das nördliche Weintor wurde erst 1995 mit dem die Weinstraße überspannenden Haus der Deutschen Weinstraße in Bockenheim gebaut.


1978 kaufte die Winzergenossenschaft „Deutsche Weintor“ den westlichen Flügel des Tores, in dem die Vinothek Weine der Winzergenossenschaft, regionale Produkte und Geschenkartikel zum Kauf anbietet. Seit 2012 beginnt am Weintor der „Wein Walk of Fame“. Auf den in das Pflaster eingelassenen Metallplatten sind die Namen von Menschen eingraviert, die sich um den Wein und den Weinbau verdient machten. In jedem Jahr wird der Ehrenpfad um Persönlichkeiten aus Deutschland und dem Ausland erweitert. Darunter sind zum Beispiel der französische Benediktinermönch Dom Pérignon, der den Schaumwein erfand, und Johann Seeger Ruland, der für den Namen der Weinsorte „Ruländer“ steht.


Seit es das Weintor in Schweigen-Rechtenbach gibt, ist es ein beliebter Anlaufpunkt für Touristen. Von oben sieht man über die Weinberge bis in den nördlichen Elsass. Im Weintorhof treffen sich Radfahrer und Wanderer bei Schorle und Flammkuchen. Anlässlich des 80. Geburtstages des Weintores treten in diesem Jahr an jedem Sonntag um 17 Uhr verschiedene Chöre mit zweistündigen Konzerten im Weintorhof auf. Das Restaurant hat täglich, ausser dienstags, von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen: Deutsches Weintor, Gastronomie & Erlebnis, Weinstraße 4, 76889 Schweigen-Rechtenbach, Telefon: 06342 / 922780.

Sakrales Kleinod im Ahrgebirge

Die Pfarrkirche Sankt Nikolaus in Aremberg überrascht mit einer wunderschönen Ausstattung aus dem 18. Jahrhundert


Von außen wirkt die einschiffige Pfarrkirche Sankt Nikolaus mit ihrem fast quadratischen Glockenturm mitten im 223-Seelen-Dorf nicht besonders spektakulär. Doch dieser Eindruck ändert sich, wenn man die Stufen zum Kirchenportal erstiegen hat und eintritt. Blickfang sind der barocke Hochaltar und die beiden Seitenaltäre. Sie sind zusammen mit der Kanzel, dem Beichtstuhl und der Kommunionbank eine Gabe des Hauses Arenberg, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts diese Teile der Einrichtung des Augustinerinnen-Klosters Marienthal dem Ort ihres einstigen Stammsitzes überließen.


Ebenso die wertvolle Orgel des Orgelbauers Balthasar König aus Münstereifel. Doch schon früher zeigte sich die Herzogliche Familie Arenberg spendabel, denn auf zwei der 16 Holzbänke steht in Latein zu lesen: „Als Leser hast du die vor dir stehenden Bänke als großzügige Gabe des Herzogs Philipp Franciscus zu betrachten.“ Die Botschaft stammt aus dem Jahr 1663.
Auf dem Vulkan Aremberg, an dessen Südwestflanke der gleichnamige Ort erbaut wurde, stand über sechs Jahrhunderte die stolze Burg Aremberg.  1802 wurde sie verkauft und später abgerissen. Heute steht auf dem Basaltkegel, der mit 623,8 Metern der höchste Berg der Ahreifel ist, ein 1854 aus Steinen der Burg gebauter Aussichtsturm.


Die Geschichte der Kirche und des Ortes ist eng mit den Arenberger Fürsten verbunden. Eine der eindrucksvollsten Personen der Familie ist Fürstin Margaretha von Arenberg, die im 16. Jahrhundert das Reichsfürstentum verwaltete und ihrer Zeit weit voraus war. Sie führte eine nachhaltige Land- und Forstwirtschaft ein, förderte den Bergbau, die Verhüttung von Erzen und veranlasste den obligatorischen Unterricht in Lesen, Schreiben und Katechismus für alle Kinder.  Auf ihren Spuren sind Wanderer auf dem Fürstin-Margaretha-Weg von Aremberg nach Antweiler, Eichenbach und Wershofen unterwegs. Der Rundweg ist etwa 28 Kilometer lang. Aremberg ist auch Etappenort des Ahrsteiges. Hier beginnt die 18,7 Kilometer lange dritte Etappe nach Insul, die über den Aremberg führt und dort den höchsten Punkt des Ahrsteiges erreicht.

Weitere Informationen: Tourist-Information Hocheifel Nürburgring, Kirchstraße 15 – 19, 53518 Adenau, Tel.: 02691/305122, http://www.hocheifel-nuerburgring.de/open/M/qHsFag

Weingärten unter Rosen und Reben im Naheland

Mit dem Weingarten-Pass auf Entdeckungsreise durch die besten Lagen im Naheland.


Die Wappen der alteingesessenen Winzerhöfe an der Nahe bezeugen eine jahrhundertealte Weinkultur. In Wallhausen steht das älteste Weingut Deutschlands im Familienbesitz, das Weingut Salm. In der Römerhalle in Bad Kreuznach sind Weingläser und Rebmesser ausgestellt, die den Weingenuss in den römischen Villen dokumentieren.


Ab dem frühen Mittelalter betrieben die Klöster den systematischen Weinbau an der Nahe, die älteste Urkunde des Klosters Lorsch von 766 nennt das Dorf Norheim. Aus der Zeit Karls des Großen ist bis heute das Maß „Stütze“ (10 Liter) und das Recht der Winzer, eine Straußwirtschaft zu betreiben, gültig.


Rund 4100 Hektar Ertragsfläche umfasst das Anbaugebiet Nahe. Die Reben gedeihen auf sanftem Hügelland und auch auf Steillagen. Weinberge säumen die Nahe und ihre Nebenflüsse von Martinstein bis zu ihrer Mündung in den Rhein bei Bingen. Ausgeglichen, mild und regenarm ist das Klima in allen Lagen des Anbaugebietes. An der unteren Nahe zwischen Bingen und Bad Kreuznach gedeihen Burgundersorten und klimatisch anspruchsvolle rote Sorten mit hohen Mostgewichten und einer moderaten Säurestruktur. An der oberen Nahe und ihren Seitentälern reifen die Trauben etwas später. Das ist besonders vorteilhaft für das Aroma und die Säurestruktur des Rieslings: Rassige, fruchtige und schlanke Weine sind das Ergebnis.Ob Straußwirtschaft, Gutsschänke, Gaststätte oder Restaurant – wer dem Gast einen Platz der Farben, der Blumen, der Wärme, des Spiels von Sonne, Licht und Schatten, mit einem Hauch des Südens anbietet, hat beim Gastland Nahe e.V. die Voraussetzungen erfüllt, um in den Weingartenführer aufgenommen zu werden. Unter Rosen und Reben eine gute Brotzeit, seinen „Handkäs mit Musik“, eine kulinarische Köstlichkeit der Region oder auch nur seinen Schoppen zu genießen, ist das Motto der Weingarten-Idee.Im diesjährigen Weingartenführer laden 48 dieser Orte zu einer Weinreise durch das Naheland ein. Wer neun verschiedene davon mit seinem kostenlosen „Weingarten-Pass“ besucht, lernt nicht nur besonders schöne, manchmal auch ganz versteckte Weingärten kennen, sondern erhält beim neunten Betrieb von diesem als Dankeschön eine Flasche Wein geschenkt und nimmt außerdem an einer Verlosung am Jahresende teil. Den Weingartenführer und Weingarten-Pass gibt es beim Gastland Nahe e.V., Postfach 15 34, 55505 Bad Kreuznach

Mühlenromantik und Musik in Antweiler

Ausstellung, Konzert und Mühlentag in der einzigen funktionsfähigen Mühle an der Ahr.


Über Jahrhunderte hinweg klapperten die Mühlenräder an der Oberahr und in ihren Seitentälern um die Wette. Die Mühle und der Backes im Dorf waren aus der dörflichen Gemeinschaft nicht wegzudenken. In den 1950er-Jahren verbesserte sich der Lebensstandard der Menschen. Dazu gehörte auch, dass man sein Brot beim Bäcker kaufte. In diese Zeit fällt auch das Mühlensterben im ganzen Land. Sie stellten ihren Betrieb ein, verfielen in den Dornröschenschlaf oder wurden gar abgerissen.


Von den vielen Mühlen an der Oberahr existieren heute nur noch sehr wenige. Eine von ihnen ist Gillig’s Mühle in Antweiler. Im Türsturz über dem Eingang zur Mühle steht die Jahreszahl 1686 und das Wappen des Herzogs von Arenberg weist diesen als damaligen Verpächter aus. Seit 1892 ist die Mühle im Besitz der Familie Gillig. 1913 wurde sie umgebaut. Die beiden alten Wasserräder verschwanden. Nun trieben Turbinen die Mühle an und versorgten den Ort Antweiler bis 1948 mit Strom. 1958 übernahm Ewald Gillig gemeinsam mit seiner Mutter die Mühle, in der noch bis 1976 Getreide gemahlen wurde.


Heute werden in der liebevoll restaurierten alten Mühle Veranstaltungen im umgebauten Kornspeicher und natürlich auch Mühlenführungen angeboten. Sie ist die einzige funktionsfähige, von Wasserkraft angetriebene Mühle an der Ahr. Wie in alter Zeit dreht sich das Wasserrad aus Eichenholz, das in Originalgröße nach alten Vorgaben gebaut wurde. Am Montag, 25. Mai, findet wie in jedem Jahr am Pfingstmontag der Deutsche Mühlentag statt. Bundesweit sind an diesem Tag über 1000 Mühlen auf Gäste eingestellt. Auch die Mühle in Antweiler ist dabei. Vom 16. Mai bis 25. Mai ist in der Mühle außerdem die EifelArt Ausstellung „Landschaften der Eifel versus Akte aus dem Leben“ mit Werken von Hans-Peter Vollmer aus Welschenbach zu sehen. Im Rahmen der Ausstellung in der Mühle findet am Sonntag, 17. Mai, um 17 Uhr das Konzert „Tänzerische Impressionen“ mit Dorothea Bach (Harfe) und Cordula Clausen (Marimbaphon) statt. Der Eintritt kostet 10 Euro. Gillig’s Mühle im Rodder Weg 8 in 53533 Antweiler hat an jedem Wochenende von 15 bis 18 Uhr und am Pfingstmontag gelten besondere Öffnungszeiten. Am Mühlentag gibt es stündlich Führungen durch die Mühle, Informationen zur Wasserkraft, ein musikalisches Programm und kulinarische Angebote.
Informationen zum Mühlentag in Antweiler

Gepflasterter Löwe und Kanonenplatz

Schlossführung und Kräutermarkt in Braunfels an der Lahn.


Im Städtchen Braunfels laden die verzierten Fachwerkhäuser, der historische Marktplatz und insbesondere das märchenhafte Schloss Braunfels zu einem Ausflug in die Vergangenheit ein. Die 1246 zum ersten Mal als Castellum Bruninvels erwähnte Schutzburg an der Lahn hoch über dem romantischen Fachwerkstädtchen Braunfels veränderte im Laufe der Jahrhunderte ständig ihr Aussehen. Erst nach 1880 erhielt das Schloss seine heutige Silhouette mit vielen Türmen und Erkern. Seit über 700 Jahren ist Schloss Braunfels Residenz der Grafen und späteren Fürsten zu Solms-Braunfels.


Eine Schlossführung dauert ca- 50 Minuten und zeigt die schönsten Räume der weitläufigen Schlossanlage mit den Fürstlichen Sammlungen. Sie beginnt im Innenhof mit dem gepflasterten Löwen in seiner Mitte. Vom Innenhof geht es hinauf in den Rittersaal, in dem Rüstungen sowie Turnier-, Kriegs- und Jagdwaffen aus dem 13. bis 19. Jahrhundert zu besichtigen sind. In den Gesellschaftsräumen gibt es Gemälde, Gobelins, Skulpturen und zeitgenössisches Mobiliar des 15. bis 19. Jahrhunderts zu sehen, die die Familiengeschichte der Grafen und Fürsten zu Solms-Braunfels repräsentieren. In den Altenberger Räumen beeindrucken die sakralen Kunstgegenstände und der legendenumwobene Ring der Heiligen Elisabeth von Thüringen aus dem frühen 13. Jahrhundert. Anschließend geht's hinunter in die Deikergalerie mit Jagdszenen des Hofmalers von Schloss Braunfels. Im Blauen Salon stehen die Büsten von Königin Luise von Preußen und ihrer Schwester, Prinzessin Friederike von Mecklenburg-Strelitz, die in zweiter Ehe mit Prinz Friedrich Wilhelm zu Solms-Braunfels verheiratet war. Über den Kanonenplatz, der mit seinen Bronzegeschützen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts nicht nur für Kinder eine Attraktion ist, gelangt man schließlich wieder auf den Paradeplatz, den Ausgangspunkt der Schlossführung.Am Sonntag, 17. Mai, werden im frühlingshaften Braunfelser Kurpark auf dem Kräutermarkt Stauden, Gewürze, Tees, Kräuter und Seifen sowie Dekoratives für drinnen und draußen, Töpferwaren, Laubsägearbeiten, Steinskulpturen und vieles mehr angeboten. Außerdem haben an diesem Sonntag die Geschäfte der Stadt geöffnet. Das Fürstliche Familienmuseum kann ohne Führung täglich ab 8.30 Uhr bis zur Dämmerung besichtigt werden. Der Eintritt kostet 2 Euro (Münzeinwurf). Der Braunfelser Tiergarten mit dem Wirtshaus „Forsthaus Tiergarten“ kann bei freiem Eintritt besucht werden.
Weitere Informationen

Zuckerberg und Gildehaus - Eifelmuseum und Römervilla

Altstadtbummel zu Eifelmuseum und Römervilla in der Eifel.


Im Herzen der Eifel und des Deutsch-Belgischen Naturparks Hohes Venn Eifel liegt das malerische Burgstädtchen Blankenheim. Der Parkplatz an der alten Grafenburg am Kahnweiher ist ein guter Ausgangspunkt für einen Stadtrundgang mit Museumsbesuch. Vorbei am Rathaus und schönen alten Fachwerkbauten führt der Weg durch die Klosterstraße zum Eifelmuseum. Das Hauptgebäude in der Ahrstraße hat noch die historische Fassade des einstigen Hotels „Zur Post“, doch dahinter zeigt das Museum in modernen Innenräumen Exponate zur Erdgeschichte, Siedlungsgeschichte, Landwirtschaft, Wassernutzung und Waldwirtschaft.


Nur ein paar Schritte weiter steht das dreigeschossige Gildehaus. Der repräsentative Fachwerkbau der Blankenheimer Tuchmachergilde stammt aus dem 17. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert erfolgte der Ausbau zu einem stattlichen Wohnhaus. Seit 1960 gehört das Gildehaus zum Eifelmuseum. Aus dem ehemaligen Heimatmuseum wurde ein Informationszentrum zur Geschichte der Römer, in Blankenheim und in der Nordeifel. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Geschichte der Römervilla sowie die Sammlungen der Grafen von Manderscheid-Blankenheim. Bei der Blankenheimer Römervilla handelt es sich um ein besonders großes Landgut aus dem 2. bis 4. Jahrhundert. Am Gildehaus steht die lebensgroße Sandsteinstatue des Brückenschutzheiligen Johannes Nepomuk und gleich nebenan entspringt in den Kellergewölben eines Fachwerkhauses aus dem Jahr 1726 die Ahrquelle. Der Fluss prägt die Landschaft der Gemeinde Blankenheim und beginnt hier seinen 89 Kilometer langen Weg durch das Ahrtal bis er in Sinzig in den Rhein mündet.


Einer der romantischsten Winkel Blankenheims ist der Zuckerberg. Hier steht mit 2,01 Metern Breite das schmalste Haus der Stadt neben Fachwerkgebäuden aus dem 16. Jahrhundert. Vom Zuckerberg geht es durch das Hirtentor zurück zur Ahrstraße. Dort ist über einem Juweliergeschäft die alte Kirchturmuhr aus dem Jahr 1907 in die Fassade des Hauses eingelassen, die bei der Modernisierung der Kirche ausgewechselt wurde. Sie wurde aufwendig restauriert und blieb als Schmuckstück der Stadt den Blankenheimern erhalten.
Das Eifelmuseum hat täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 2 Euro, für Kinder 1 Euro.
Informationen: Eifelmuseum Blankenheim, Ahrstraße 55 – 57, 53945 Blankenheim, Telefon: 02449/87222, http://www.eifelmuseum-blankenheim.de/startseite/?id=32954

Die Heilkraft des Salzes

Freies Durchatmen in der Stadt: Eine Salzgrotte simuliert Meeresklima und Salzstollenfeeling.


Schon seit der Antike ist Salz als Heilmittel bekannt. Einer der ältesten Berichte über die medizinische Anwendung von Salz stammt aus Ägypten und ist über 2000 Jahre alt. Hier wurde Salz unter anderem zum Trocknen von Wunden und gegen Infektionen eingesetzt.


Seit in unserer Gesellschaft die sanfte Medizin und natürliche Heilverfahren zunehmend gefragt sind, nimmt auch die Bedeutung von Salzen wieder zu. Die klassische Medizin setzt zum Beispiel zur Behandlung von Atemwegserkrankungen, wie Asthma oder Bronchitis, verstärkt auf die Soletherapie, denn bei Infekten der Atemwege wirkt Salz entzündungshemmend und antibakteriell. Die Idee einer Salzgrotte ist es, das Mikroklima eines Salzbergwerkes zu reproduzieren. Die Luft in der Grotte, die mit mehreren Tonnen Salz ausgekleidet ist, ist mit Mineralien und Spurenelementen angereichert. Der erhöhte Anteil an Natriumchlorid wirkt antiallergisch und pilzhemmend. Auch die Reinheit der Luft ist beispielsweise bis zu zehn Mal besser als in einer Stadt.


Doch die positive Wirkung bei Anspannung, Erschöpfung, Schlafstörungen, Herz-Kreislaufproblemen, Atemwegserkrankungen, Heuschnupfen, Hauterkrankungen, Kopfschmerzen, Tinnitus, Entzündungen, Rheuma und Jodmangel tritt genauso ein wie in einem natürlichen Heilstollen. Man muss nur noch auf den Liegestühlen Platz nehmen, sich in die bereitliegenden Decken kuscheln und tief durchatmen.


Salzgrotten und Salzkammern mit unterschiedlichen Ausrichtungen und Angeboten gibt es mitlerweile in vielen rheinland-pfälzischen Städten, bieten sie doch den Vorteil, auch im Alltag eine unkomplizierte Auszeit nehmen zu können. So bietet die Salzgrotte Koblenz von Montag bis Samtag täglich Sitzungen in der Grotte und der Salzkammer an. Auch die Bad Dürkheimer Salzgrotte bietet mit Ausnahme des Mittwochs täglich Vor- sowie Nachmittags Sitzungen in der Grotte, die sowohl von Einzelpersonen, als auch von Familien und Kleingruppen besucht werden können. Zudem sind zwei Plätze speziell für Rollstuhlfahrer vorhanden. Eine Anmeldung am Vortag ist empfehlenswert.
Informationen zur Salzgrotte Koblenz

Mulsum am Caput Limitis - Limeswandertag

Limeswandertag durch die Jahrtausende zu Wachturm, Meiler und Jagdhütte.


Der obergermanisch-raetische Limes stellte in der Zeit vom frühen zweiten bis zum dritten Jahrhundert die Grenze zwischen dem Römischen Reich und den germanischen Stammesverbänden dar. Er verläuft vom Rhein zur Donau durch Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. 75 des insgesamt 550 Kilometer langen Limes führen über rheinland-pfälzisches Gebiet. Seinen Anfang nimmt der Grenzwall in Rheinbrohl. Diesen Punkt bezeichnete der römischen Historiker Tacitus in seinen Schriften als „Caput Limitis“.


Um diesem besonderen Ort gerecht zu werden, wurde 2008 die RömerWelt am Caput Limitis eröffnet, die mit ihrem Museum und vielen Veranstaltungen übers Jahr die römische Geschichte und das Leben der römischen Soldaten lebendig in Szene setzt. Über 100 größere und kleinere Militärlager und 900 Wachtürme reihten sich entlang der Holzpalisaden, Erdwälle und Gräben in der Provinz Obergermanien. Erst bei den Germaneneinfällen in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts war die Zeit der römischen Siedlungen vorbei.


Man muss heute schon sehr genau hinsehen, um im Wald oberhalb von Rheinbrohl die Spuren des Limes zu erkennen. Von den Limestürmen sind im besten Fall nur größere Kuhlen zu erkennen. Am Beulenberg wurde ein Limesturm nachgebaut, der heute nicht nur Geschichte erklärt, sondern auch als Aussichtsturm mit Blick auf den Rhein gute Dienste leistet. Durch Westerwald und Taunus führt der 126 Kilometer lange Limeswanderweg.Ein besonderes Wandererlebnis ist der Limeswandertag, der jedes Jahr an Christi Himmelfahrt stattfindet.


Die Wandertour führt zu Fundamenten eines Limesturms, zum Limeslehrpfad, zum rekonstruierten Turm auf den Beulenberg, zur Waldschule und zu einem aktiven Kohlemeiler. Es gibt einen Kletterparcours, man kann Holzstämme bearbeiten, die Herstellung von Kräuteressig erlernen und kleine Römer können sich zu Legionären ausbilden lassen. Am Wegesrand werden zur Stärkung die römische Weinzubereitung „Mulsum“, Fruchtsäfte, Wein, Schmalzbrote und im Jagdhaus Waldesruh warme Speisen und kalte Getränke angeboten. Für die Kinder wird der Weg mit einem Quiz noch interessanter. Los geht es am Donnerstag, 14. Mai, zwischen 9 und 11.30 Uhr. Für den Rücktransfer stehen von 10 bis 17 Uhr am Jagdhaus Planwagen bereit, die zur RömerWelt fahren.
Informationen zu Rheinbrohl

Vinophile Himmelfahrt an der Ahr

Feiertagswanderung und Eröffnung der Weinfestsaison im Ahrtal.


Das Ahrtal ist bekannt für seine Gastfreundschaft und für einen freundlichen Menschenschlag. Das hat schon Kaiser Barbarossa bewogen, auf seiner Krönungsreise von Frankfurt nach Aachen in Sinzig, dem Mündungsgebiet der Ahr in den Rhein, nicht nur an Land zu gehen, sondern sich eine Pfalz zu bauen. Sinzig bildet mit dem Ortsteil Bad Bodendorf das Tor zum Ahrtal.


Die Ahrmündung gilt in Deutschland als die einzige noch nahezu natürliche Flussmündung. Freies Mäandrieren, ständiges Auf-, Ab- und Umlagern von Schlick-, Sand- und Schottermassen erhalten selten gewordene Lebensräume. Über eine Brücke durch das Naturschutzgebiet führt der Fuß- und Fahrradweg durch die Ahrauen in Bad Bodendorf in Richtung Ahrtal oder entlang des Rheins nach Bonn und Koblenz. In der Nähe der Ahr strömt eines der hochwertigsten Heilwasser in Rheinland-Pfalz aus dem St. Josef Sprudel und versorgt das Thermalfreibad mit Wasser.


Am Donnerstag, 14. Mai, lädt Bad Bodendorf zu Christi Himmelfahrt zu einem zünftigen Weinfest um den historischen Weinberg am Bahnhof ein und eröffnet damit die Weinfestsaison an der Ahr. Um 11 Uhr eröffnet die Heimersheimer Weinkönigin „Hannah I“ das Weinfest. Anschließend erwartet die Besucher ein musikalisches Programm mit regionalen Musikgruppen, den Bodendorfer Tanzgruppen sowie Kindern der Grundschule und aus den örtlichen Vereinen. Eine große Kuchentheke und Herzhaftes in Variationen laden zum kulinarischen Genuss ein. Der Wein kommt aus den Kellern des Weinguts Burggarten in Heppingen. Für Wanderfreunde startet im Rahmen des Weinfestes in Bad Bodendorf am Donnerstag, 14. Mai, eine Himmelfahrt-Wanderung über den Rotweinwanderweg nach Bad Bodendorf. Los geht es um 10 Uhr am Weingut Burggarten in Heppingen. Für den Weingenuss unterwegs sorgen die Weinstände der Dagernova Weinmanufaktur, des Weinguts Berthold Linden und des Weinguts Burggarten. Zwischen den Ständen liegt eine Wanderstrecke von 1,3 bis 2,2 Kilometer Entfernung. Die gesamte Wanderstrecke beträgt 6,5 Kilometer. Man kann aber auch später auf der Strecke in den Rotweinwanderweg einsteigen. Über die Zuwege informiert eine Karte auf www.ahrwein.de.
Informationen: Ahrwein e.V., Hauptstraße 80, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Telefon: 02641/91710.

Altstadt, Wein und Markt in Cochem an der Mosel

Kultur, Wein und Wandern in Cochem an der Mosel


Die Stadt Cochem liegt in der reizvollen Flusslandschaft der Mosel. Mitten in der Stadt thront auf dem Burgberg majestätisch die Reichsburg. Sie wurde um 1000 erbaut und 1689 von französischen Truppen besetzt und zerstört. Heute ist die wieder aufgebaute Burg mit ihrer tausendjährigen Geschichte eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Gegend.


Ebenfalls sehenswert sind die gut erhaltenen Reste der historischen Stadtmauer mit dem Enderttor-Turm und der Torwächterwohnung aus dem Jahre 1332, dem Wehrturm mit dem Balduinstor an der Kirchhofsmauer in der Obergasse und dem Burgfrieden-Tor mit Wehrgang. Das im Barockstil erbaute Rathaus, der Marktplatz mit Martinsbrunnen und die alten, mit Moselschiefer gedeckten Fachwerk-Giebelhäuser laden zum Bummel in den engen Gassen des Mosel-Städtchen ein. Vom Marktplatz aus führen alte, winklige Steintreppen hinauf zum Klosterberg. Das auf einem Bergvorsprung liegende, um 1630 erbaute Kapuzinerkloster war bis Anfang des 19. Jahrhunderts ein Kloster und wird heute als Kulturzentrum der Stadt genutzt. Hoch hinaus geht es auch zum Pinnerkreuz – zu Fuß durch die Weinberge oder bequem mit der Sesselbahn. Wer lieber auf dem Wasser unterwegs ist, kommt bei Schiffstouren auf der Mosel ganz auf seine Kosten.


Von April bis Oktober finden jeden Sonntag von 11-13 Uhr Wanderungen durch Cochem und in die Weinberge statt, ganz nach dem Motto „Kultur, Wein und Wandern“. Vorbei an versteckten Schönheiten geht es durch die Altstadt, hinauf zum Kapuzinerkloster und anschließend wieder herunter zum Enderttor. Auf der anderen Seite der Mosel geht es über eine Weinbergstreppe in die Weinlage Cochemer Rosenhang. Belohnt wird der Aufstieg mit feinem Lagenwein und einem kleinen Imbiss. Durch die Weinberge und den Kreuzweg geht es schließlich hinunter zum romantischen Kirchturm St. Remaclus in Cond.Treffpunkt für die Touren ist die Tourist-Information Cochem in der Endertstraße 1. Pro Person fallen Kosten in Höhe von 9 Euro an, Wein und Snack sind inklusive. Eine telefonische Anmeldung bei der Tourist-Information Ferienland Cochem ist erforderlich: 02671/60040.Am Sonntag, 10. Mai, lädt im Anschluss an die Wanderung der Cochemer Kunst- und Handwerkermarkt bis 18 Uhr zum gemütlichen Ausklang ein.
Weitere Informationen: Tourist-Information Ferienland Cochem.

Matinée im Schloss

Kammermusikfestival der Stadt Andernach in den festlichen Sälen auf Schloss „Burg Namedy“.


Das Schloss „Burg Namedy“ steht an einem der schönsten Abschnitte des Mittelrheins. Seine Geschichte führt ins ausgehende 14. Jahrhundert zurück. Erbaut von den Rittern Hausmann von Andernach verkörpert es noch heute das Noble einer spätgotischen Wasserburg. Schloss „Burg Namedy“ ist heute eine feste Größe im Kunst- und Kulturprogramm der Region. Das imposante Bauwerk mit seinen festlichen Sälen, stimmungsvollen Salons und seiner bezaubernden Gartenanlage ist das ganze Jahr über Gastgeber für viele Kulturveranstaltungen von Konzerten bis zum Freilichttheater. Prinz Godehard von Hohenzollern veranstaltete die erste Konzertreihe auf Burg Namedy. Für ihn war es die Verwirklichung eines Traumes, den er seit seinem 18. Lebensjahr, nach dem Besuch eines Mozartkonzertes, zu träumen begann, und der im Verlauf der 1990er-Jahre allmählich Wirklichkeit wurde. Seit seinem Tod 2001 führt Prinzessin Heide von Hohenzollern sein Vermächtnis erfolgreich fort.


Zum 25. Mal findet vom 8. bis zum 10. Mai das Kammermusikfestival der Stadt Andernach in den alten Gemäuern statt. Unter dem Motto „Slawisch-ungarische Rhapsodie“ beginnen die Musiktage am Freitag, 8. Mai, um 19 Uhr, mit der Eröffnungsgala. Das Xyrion Trio mit Nina Tichmann (Klavier), Ida Bieler (Violine) und Maria Kliegel (Violoncello) spielt Sonaten von Sergej Rachmaninow und Béla Bartók sowie ein Klaviertrio von Anton Dvorák. Am Samstag, 9. Mai, stehen ab 19 Uhr Werke von Franz Schubert, Johannes Brahms und Béla Bartók auf dem Programm. Bevor am Sonntag, 10. Mai, um 17 Uhr, das festliche Abschlusskonzert beginnt, lädt eine Matinée ab 12 Uhr zum längeren Bleiben in den Höfen und im Park der Burg ein. An diesem Tag werden Stücke von Igor Strawinsky, Joseph Haydn, Leos Janácek, David Popper und Béla Bartók gespielt. Außerdem gibt es ein Überraschungsprogramm mit Imbiss in der Burg und je nach Wetterlage auch in den Höfen und im Park. Der Eintritt für alle Konzerte kostet je 10 Euro pro Person. Die Karten können unter Telefon: 02632/48625 vorbestellt werden.
Weitere Informationen zum Schloss "Burg Namedy".

Burgfestspiele in der Pfalz

Auf den Spuren des legendären Ritters Franz von Sickingen auf Burg Nanstein.


Vor langer Zeit repräsentierten rund 500 Burgen, dass die Pfalz im Mittelalter das Zentrum kaiserlicher und königlicher Macht war. Bei so viel Burgenherrlichkeit musste natürlich auch der Untergang des deutschen Rittertums auf einer Pfälzer Bühne spielen. Franz von Sickingen, Herr der Burg Nanstein bei Landstuhl, spielte dabei die Hauptrolle. Er hatte lange für sein Ideal eines starken Deutschen Reichs unter Vorherrschaft der Ritter gestritten und sich damit sowie mit seinen Raubzügen viele Feinde gemacht.


523 wurde seine Burg belagert und der glorreiche Ritter starb bei den Kämpfen. Geblieben sind ein Rest der Burg und viele spannende Geschichten. Heute ist die Burg ein interessantes Ausflugsziel, enthält sie doch Bausubstanzen aus vier Jahrhunderten, deren bedeutsamster Teil der teilweise wieder aufgebaute mächtige Batterieturm aus der Zeit Franz von Sickingens ist. Zudem eröffnet sich von der Höhe der Festung ein weiter Blick über das Bruch und das Nordpfälzische Bergland.


Um 1600 hatte die Burg ihre größte Ausdehnung mit etwa 125 Meter Länge und fast 100 Meter Breite. Die heutige Ruine ist knapp 100 Meter lang und 50 Meter breit. Die Anlage gliedert sich in eine zentrale Hauptburg und eine mehrteilige Vorburg. Die Heimatfreunde Landstuhl e.V. organisieren auf Burg Nanstein die legendären Burgerlebnistage mit einem umfangreichen Programm. Vor der romantischen Kulisse erwartet die Gäste mittelalterliches Treiben rund um die Burg und auch im Inneren des wehrhaften Gemäuers.


Die Burgerlebnistage werden am Donnerstag, 7. Mai, mit der traditionellen Gedenkfeier für Franz-von-Sickingen eröffnet. Die BurgschauspielerInnen stellen eine Szene vom Tod des Franz von Sickingen nach. Begleitet wird das Spektakel vom Schützenverein mit Schlachtklängen aus dem Hintergrund.? Ein besonderes Muiskerlebnis erwartet die Gäste am Freitag, 8. Mai, mit der Gruppe Cultus Ferox. Der Einlass beginnt um 18 Uhr. Für den Besuch des Konzertes kostet die Karte im Vorverkauf 19 Euro und an der Abendkasse 24 Euro. Am Samstag 9. Mai, 11 Uhr, eröffnet der Stadtbürgermeister von Landstuhl mit seinem Gefolge das Burgfest.


Für das Betreten des Burginnenhofes ist der Kauf einer historisch nachgebildeten Plakette erforderlich.Am Sonntag, 10. Mai, beginnt das Lagerleben um 10.30 Uhr. Außerdem feiert der Fanfarenzug Sickinger Herolde e.V. seinen 80. Geburtstag mit mehreren Auftritten von Fanfarenzügen auf der Burg. Die Teilnahme am Lagerleben auf der Burg ist an allen Tagen kostenlos.Die Burganlage ist täglich zwischen 9.00 und 18.00 Uhr geöffnet, Erwachsene zahlen 3 Euro, Kinder über 6 Jahr 2,50 Euro Eintritt. Für die Jüngsten ist der Besuch der Burganlage kostenfrei.
Weitere Informationen gibt es bei der Tourist-Information „Sickingen-Tourismus“, Hauptstraße 3a, 66849 Landstuhl, Telefon: 06371/1300012, oder bei den Heimatfreunden Landstuhl unter www.heimatfreunde-landstuhl.de.

Die Muse von Stolzenfels

Das Stationentheater durchs Schloss handelt von Adel, Abschaum, Prunk und Pöbel am Rhein.


Das Romantikschloss Stolzenfels mit preußischem Anstrich und Wurzeln in der Ritterzeit ist eine Perle der Rheinburgen. Von der Rheinterrasse des Schlosses hat man eine wunderschöne Aussicht hinüber zur Lahnmündung, zur einst kurmainzischen Burg Lahneck und zur Braubacher Marksburg. Rheinabwärts sieht man Koblenz und die Festung Ehrenbreitstein, mit der die Preußen seinerzeit ihre Vorherrschaft in Stein meißelten.


Dabei war die Schönheit zunächst nicht auf den ersten Blick erkennbar: Die Stadt Koblenz bedachte 1823 den preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm mit einer auf den ersten Blick recht seltsamen Gabe: Sie schenkte ihm eine Ruine – die Überreste der mittelalterlichen Burg Stolzenfels. Die Ruine mutierte zur Dauerbaustelle – eine Investition, die sich allerdings auszahlen sollte. Heute zählt Schloss Stolzenfels Kunst- wie kulturhistorisch mit zugehörigem Park und Gärten zu den bemerkenswertesten Leistungen preußischer Rheinromantik. Das Schloss ist täglich von 09.00 – 18.00 Uhr für Besucher geöffnet, Erwachsene zahlen 4, Kinder und Jugendlich 2,50 Euro für Eintritt und Führung.


Wer die alten Gemäuer gerne in besonderer Art und Weise erkunden möchte, ist in diesem Jahr gut aufgehoben: Die Schauspielerin Mira Naß aus Bad Bertrich ist auch in diesem Jahr von Mai bis Oktober die Muse von Stolzenfels. Das gleichnamige Bühnenstück von Dominique Caillat zeichnet ein Sittengemälde des 19. Jahrhunderts. Beim unterhaltsamen Stationentheater durch Schloss Stolzenfels und die Geschichte geht es um Adel, Abschaum, Prunk und Pöbel. Die Muse von Stolzenfels führt durch die Höfe, über die Terrassen, durch die Hallen und die Gärten des Schlosses. Sie berichtet von der Geschichte des Wiederaufbaus der Burgruine, die dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. geschenkt wurde, fortan sein liebstes Kind war und seine ganze Aufmerksamkeit beanspruchte. Aber auch die Seelenqualen seiner Gemahlin Elisabeth, die Visionen und Träume der Dichter Clemens Brentano und Achim von Arnim sowie der festliche Besuch der Queen Victoria sind Szenen im Schauspiel gewidmet. So werden vor der Kulisse von Schloss Stolzenfels im Einpersonenstück Romantik, Reaktion, Nationalismus und Revolution am Rhein lebendig.
Die Aufführungen finden am 2., 16. Und 30. Mai jeweils um 18.30 Uhr statt. Weitere Aufführungen gibt es am 13. und 20. Juni, am 11. und 25. Juli, am 1. August sowie am 5. und 19. September. Im Oktober beginnen die Aufführungen am 3., 17. und 31. bereits um 17.30 Uhr.
Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl und möglicher Terminverschiebungen ist eine Reservierung bei der Schlossverwaltung Stolzenfels unter Telefon: 0261/51656 nötig. Der Eintritt kostet für Erwachsene 9 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Weitere Informationen zum Schloss Stolzenfels.

Die Römerwelt in Rheinbrohl lässt die Vergangenheit am zweiten Maiwochenende aufleben

An den Römertagen am zweiten Maiwochenende reist man auf dem Außengeländer der Römerwelt Rheinbrohl 2.000 Jahre zurück in die Vergangenheit. Kulissen und Kostüme versetzen die Besucher in das zivile und militärische Leben der Römer und Germanen. Eine römische Cohorte sowie eine Germanengruppe stellen ihr handwerkliches Können zur schau, es gibt Vorträge, Führungen und Mitmachaktionen für Kinder. Kleinere Vorführungen veranschaulichen das Leben der Römer und Germanen und zeigen den Handel. In originalgetreuen Nachbauten werden nach alter römischer Rezeptur Brote gebacken. Die Rüstungen und Waffen der römischen Auxiliarsoladaten werden denen der germanischen Krieger gegenübergestellt und die jeweiligen Vor- und Nachteile zusammen mit den Unterschieden vorgestellt.
Weitere Informationen zu den Römertagen in Rheinbrohl: Info: RömerWelt, Arienheller 1, 56598 Rheinbrohl, Tel.: 02635/921866, info@roemer-welt.de, www.roemer-welt.de 

Historische Geißbockversteigerung in Deidesheim- jährlich an Pfingstdienstag

Seit dem 15. Jahrhundert wird Jahr für Jahr an Pfingstdienstag in Deidesheim ein Geißbock versteigert. Die Tuchmacherstadt Lambrecht stellt bis zum heutigen Tag jedes Jahr ein Geißbock der gut gehörnt und gut gebeutelt sein soll für historische Weiderechte. Mit großem Spektakel und in historischen Kostümen wird der Geißbock geprüft und wenn er für wohl beschaffen gehalten wird unter großem Hallo zwischen 17.45 Uhr und Glockenschlag 18.00 Uhr versteigert. Der neue Besitzer wird verpflichtet ihm ein gutes geißbockgerechtes Zuhause zu bieten. Weitere Informationen zur historischen Geißbockversteigerung in Deidesheim.

Mittelalterliches Spectaculum in Oberwesel - Alle zwei Jahre an Pfingsten

Zurück in die geheimnisvollen Zeiten des Mittelalters, auf nach Oberwesel! Seit über 20 Jahren gehört das Mittelalterliche Spectaculum am Romantischen Mittelrhein zu den bundesweit bekanntesten Festen dieser Art. In den alten Mauern der Stadt trifft man alle zwei Jahre an Pfingsten unter anderem auf Ritter, Gaukler, Weinschröter und Scharlatane. Erfindungen der Neuzeit wie elektrischer Strom, Motore, Kunststoffe, Papierservietten und Fastfood sind verpönt. So ist der Besucher des Spectaculums der Atmosphäre dieser Epoche zum Greifen nah. Weitere Informationen zum mittelalterlichen Spectaculum.

Industriedenkmal und Steinbruch-Erlebnisgarten im Erlebnis Stöffel-Park

Zwischen Westerburg und Hachenburg, mitten im Westerwald, steht der Tertiär-Industrie-Erlebnis-Stöffel-Park. Mit seinem riesigen Steinbruch und dazugehörigem See, seiner weltweit bedeutenden Fossillagerstätte und einem spannenden Industriedenkmal ist er ein unterhaltsames Ausflugsziel für die ganze Familie. Trotz der Steinbruchlandschaft kann man auf dem 140 Hektar großen Gelände viel Grün entdecken. An diesen Stellen eroberte sich die Natur bereits ihr Terrain zurück: an den Abbruchhalden tummeln sich Pionierpflanzen wie Natternkopf und Nachtkerze. Nicht zur zum Flanieren, sondern auch zum Entspannen und Naschen ist der originell gestaltete Steinbruch-Erlebnisgarten geschaffen worden. Die Wege werden Kunstwerken dutzender Bildhauer gesäumt. Darüber hinaus findet man im Stöffel-Park sowohl Pflanzen von heute, als auch ihre Vorfahren. Für geologisch Interessierte ist die Lagerstätte sicherlich ein weiteres Highlight. Hier können Besucher nach 25-Millionen-Jahre alten Fossilien forschen und ihre Funde mit nach Hause nehmen.  
Weitere Informationen: Stöffel-Park, Stöffelstraße, 57647 Enspel, Tel.: 02661/9809800, info@stoeffelpark.de, www.stoeffelpark.de

Duftende Kräuter aus Großmutters Hausapotheke

Wildkräuterwanderungen, Führungen im Apothekergarten, Workshops und Kochkurse in Bad Marienberg.

Gartenkräuter sprießen jetzt üppig und verströmen ihren intensiven Duft. Petersilie, Schnittlauch, Rosmarin, Thymian und Zitronenmelisse gehören zu dem üblichen Repertoire jedes Hobbykochs und viele haben diese Kräuter im eigenen Garten oder im Topf auf Balkon oder Fensterbank griffbereit. Doch die Auswahl an Kräutern ist natürlich viel größer.


Kräuterexpertin Iris Franzen kennt sich aus und betreut unter anderem den Apothekergarten in Bad Marienberg, der im Sinne der Lehre von Pfarrer Kneipp angelegt wurde. Wie der Name schon sagt, geht es hier nicht nur um das Würzen der Speisen mit Kräutern, sondern vor allem auch um ihre heilende Wirkung. Zu Pfarrer Kneipps Zeiten waren die Arzneimittelpflanzen vor den chemisch hergestellten Medikamenten in den Hintergrund getreten. Sein Anliegen war es, auch den armen Menschen mit den „früher geachteten, jetzt vielfach verachteten, spottbilligen Heilkräutern, welche der liebe Herrgott wachsen lässt“, eine erschwingliche Behandlung zu ermöglichen.


Im Apothekergarten, der das ganze Jahr über geöffnet hat, wachsen über 100 Pflanzen. Informationstafeln erklären in Bild und Text ihre Eigenschaften. Und wer es ganz genau wissen will, kann sich einer Führung mit Iris Franzen durch den Apothekergarten anschließen, mit ihr eine Wildkräuterwanderung unternehmen und in einem Workshop oder Kochkurs die Welt der Kräuter kennenlernen.

Weitere Informationen:
Für Führungen durch den Apothekergarten, für Kurse und Wildkräuterwanderungen in Bad Marienberg kann man sich bei der Tourist-Info Bad Marienberg, Telefon: 02661/7031, anmelden. http://www.badmarienberg.de/cms/deutsch/sehenswertes/in-der-stadt/apothekergarten/

Fünf „Seen“ auf einen Blick

Man darf schon etwas außer Puste sein, wenn man die 126 Stufen auf dieoberste Aussichtsplattform des neuen Aussichtsturms auf der Fleckertshöhe erklommen hat. Hinauf aber muss man unbedingt, denn die Aussicht auf das Welterbetal Mittelrhein, auf Hunsrück, Westerwald und Taunus ist grandios. Vom 27,5 Meter hohen Turm aus gesehen erscheinen die Biegungen des Rheins wie fünf Seen.


Dieser Fünfseenblick gab auch der 10,4 Kilometer langen Traumschleife den Namen, die zu den 20 schönsten Rundwanderwegen Deutschlands zählt. Sie beginnt am Kurpark in Bad Salzig und führt auf schmalem Pfad zum Felsplateau „Köppchen“ mit schöner Aussicht auf den Kurort und die beiden Burgen der „Feindlichen Brüder“ auf der gegenüberliegenden Rheinseite. Bergauf geht es zum „Taunusblick“ in Richtung Weiler. Auf einem Felsvorsprung wartet schon die Holzstatue „Betende Nonne“.


Durch das wildromantische Seitental des Weilerbaches folgt man den Serpentinen auf die Fleckertshöhe zum Fünfseenblick. Nach einer letzten schönen Aussicht, dem Hochleiblick, führt der Weg durch Wald und bemooste Felsen zurück nach Bad Salzig. Die Traumschleife „Fünfseenblick“ gehört zu den Rundwegen, die den Saar-Hunsrück-Steig flankieren. 111 dieser Rundwege wird es geben, wenn die Verlängerung des Steiges wie geplant im nächsten Jahr abgeschlossen ist.

Weitere Informationen:
Die Gehzeit für die Traumschleife „Fünfseenblick“ beträgt rund drei bis vier Stunden. Rund 550 Höhenmeter sind zu überwinden. Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Parkplatz am Kurpark Bad Salzig. Von dort ist die Rundtour mit dem Traumschleifen-Logo ausgeschildert. http://www.saar-hunsrueck-steig.de/traumschleifen_fuenfseenblick.php



Im Cabrio-Doppeldecker durch die Pfalz

Das kennt man eigentlich nur von den Metropolen der Welt: eine Sightseeing-Tour im Doppelstockbus, bei gutem Wetter oben offen. Die Pfalz, bekannt für ihren Hang zu Superlativen, kann das natürlich auch. Von Mai bis Oktober sind an jedem Wochenende und an Feiertagen, ausgenommen am Erlebnistag Deutsche Weinstraße am 31. August, Doppeldecker zwischen Bockenheim, Bad Dürkheim und Neustadt unterwegs.


Sie laden zu Entdeckertouren durch das pfälzische Rebenmeer mit Panorama-Blick ein. Und weil es in der Pfalz bei jedem Wetter schön ist, finden die Touren auch bei Regen statt. Dann allerdings nicht im Cabrio-Bus, sondern im normalen Linienbus. Die Mitfahrer „erfahren“ so im wörtlichen Sinne viel über die Landschaft, die Sehenswürdigkeiten und den Wein an der Deutschen Weinstraße.


Damit der Wein auch verkostet werden kann, sind die Cabriobustouren mit den Fahrzeiten des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs abgestimmt, sodass jeder sein Auto zu Hause stehen lassen kann. Drei verschiedene Rundfahrten stehen zur Auswahl. Die Deutsche Weinstraße-Burgunder-Tour führt von Bockenheim nach Bad Dürkheim und zurück. Die Deutsche Weinstraße-Riesling-Tour beginnt in Bad Dürkheim und hat das Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße zum Ziel. Die dritte Variante ist eine Stadtrundfahrt durch Bad Dürkheim.

Weitere Informationen:
Die Fahrpreise betragen für die Einzelrundfahrt für Erwachsene je nach Route ab 6,20 Euro. Auf allen drei Routen gilt der VRN-Tarif, Zeit- und Tageskarten werden anerkannt. Die Fahrkarte ist ganztägig gültig und kann direkt im Bus gekauft werden. Gruppen können den Bus auch von Montag bis Freitag separat buchen. Weitere Informationen: Deutsche Weinstrasse e.V., Mittelhaardt, Martin-Luther-Str. 69, 67433 Neustadt an der Weinstraße, Telefon: 06321/3916921 oder 06321/912333. https://www.pfalz.de/freizeit-und-erleben/im-cabriobus-durchs-rebenmeer-0#



Neuer Rundweg am RheinBurgenWeg

Die Gastlandschaft Romantischer Rhein hat mit den Fernwanderwegen Rheinsteig und RheinBurgenWeg schon einen guten Ruf bei allen, die gern wandern. Links und rechts des Rheins kann man auf den Streckenwanderungen alle romantischen Burgen erwandern. Zusätzlich gibt es 17 Rundwanderwege, bei denen man am Ende der Tour wieder am Ausgangspunkt ankommt, die sich bei vielen Wanderern großer Beliebtheit erfreuen.


 

Vor ein paar Tagen wurde die 12,7 Kilometer lange Apollinaris-Schleife in Remagen offiziell eröffnet. Start und Ziel ist die die im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil erbaute Apollinariskirche, deren Besichtigung sich unbedingt lohnt. Hinter der Kirche führt eine Treppe zur Statue des Heiligen Franziskus. Von dort hat man eine sehr schöne Aussicht über die Apollinariskirche, Remagen und in das nördliche Rheintal. Weiter aufwärts umrundet der Weg den Weiher am Waldschlösschen und führt weiter zum Schloss Calmuth. Hier wurden in den 1950er-Jahren die Wochenschau produziert und Filme von Laurel und Hardy synchronisiert.

Nächstes Ziel ist die Eifelblick-Hütte. Von hier blickt man weit in die Hocheifel und zum Gipfel der Landskrone. Über Feld- und Waldwege erreicht man die Straußenfarm, auf der über 500 Strauße leben. Im Restaurant der Straußenfarm kann man an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 14 Uhr zu Mittag essen oder ab 14 Uhr im Café einkehren.

Über ein Hochplateau mit Fernsicht auf den Rhein und das Siebengebirge geht es vorbei an einem Heidegebiet, einem alten jüdischen Friedhof und in einem letzten steilen Abstieg zurück zum Ausgangspunkt.

Informationen: Romantischer Rhein Tourismus GmbH, Loreley Besucherzentrum
56346 St. Goarshausen, Telefon: 06771/95 93 80

Barfußpfad und Freilichtmuseum Bad Sobernheim

Mit einem Ausflug nach Bad Sobernheim an der Nahe kann man gleich zwei besondere Erlebnisse verbinden: Im Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseum wandelt man auf den Spuren der Heimatgeschichte: Knapp 40 historische Gebäude wurden an ihren Originalstandorten in Rheinland-Pfalz abgebaut und auf dem Museumsgelände wieder zusammengefügt. Sie sind detailgetreu eingerichtet und von Gärten und Feldern, einem Weinberg, Weiden und den zugehörigen Tieren umgeben. Da geht man auf Entdeckungstour zum Kolonialwarenladen und zur alten Schule, zur historischen Metzgerei, der Schmiede und einer Wassermühle.
Danach kann man die heiß gelaufenen Füße auf Deutschlands erstem Barfußpfad abkühlen. 3,5 Kilometer lang ist der Rundweg, der über Gras, Lehm, Sand, Steine und Rindenschrot führt und wie eine natürliche Reflexzonenmassage wirkt. Höhepunkte der schönen Barfußwanderung entlang der Nahe sind der Geschicklichkeitsparcours, die Durchquerung der Nahe und die 40 Meter lange Hängebrücke.
Weitere Informationen zu Bad Sobernheim.

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