Gastlandschaften Rheinland-Pfalz

Täglich auf Tour mit der RheinZeitung

...  unsere Tipps für Ihre Ausflüge nach Rheinland-Pfalz im Juni:

Spätburgunder zum Weinblütenfest

Der Ort mit der ältesten Winzergenossenschaft der Welt feiert an drei Tagen im Juni seine Traditionen rund um den Wein


Von den rund 1000 Einwohnern des von dem Burgfelsen der Saffenburg überragten Winzerdorfes, das in einem weiten Talkessel des Ahrtals liegt, hat fast jeder auf die eine oder andere Weise etwas mit Wein zu tun. Das Ortsbild ist vom Weinbau geprägt und die steilen Weinhänge und bewaldeten Höhen um Mayschoß machen den Ort zu einem der schönsten im Ahrtal. In der 1908 erbauten Pfarrkirche sind die barocke Ausstattung aus dem Kloster Marienthal und das schwarze Marmorgrabmal der Gräfin Katharina von der Mark sehr sehenswert.


Die Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr steht für die lange Geschichte des Weinbaus, denn sie ist die älteste Winzergenossenschaft der Welt. Sie verarbeitet die Traubenernte vieler Nebenerwerbswinzer zu den Weinen, die das Ahrtal berühmt machen. Bei ihrer Gründung 1868 als Mayschosser Winzerverein waren noch wenige Winzer Mitglied, aber schon 1881 gehörten schon 141 Winzer dazu. In dieser Zeit wurden die imposanten Kellergewölbe und -gänge zur Fasslagerung gebaut. Diese kann man übrigens ab Mitte Juni, pünktlich zum Weinblütenfest, besichtigen. Zu Beginn der 1980er-Jahre schlossen sich die beiden Winzergenossenschaften Mayschoß und Altenahr mit heute 330 Mitgliedern zusammen. Die Jahresproduktion beträgt rund 1 Million Liter Wein von 123 Hektar Rebfläche. Nach der Fusion mit der ehemaligen Winzergenossenschaft Walporzheim, die zweitälteste eingetragene Winzergenossenschaft in Deutschland, sind seit 2009 150 Hektar Weinanbaufläche und 420 Winzer und Winzerinnen unter einem Dach vereint.


Der enge Bezug der Mayschosser zum Wein wird jedes Jahr im Juni deutlich, wenn das ganze Dorf gemeinsam mit vielen Gästen das Weinblütenfest feiert. Es findet in diesem Jahr von Freitag, 17. Juni, 19 Uhr, bis Sonntag, 19. Juni, auf dem Weinbrunnenplatz im Ortskern von Mayschoß statt. Ein besonderer Tropfen, der zum Weinblütenfest ausgeschenkt wird, ist die Sonderabfüllung Edition Saffenburg Nr.18, ein trockener Spätburgunder aus dem Jahrgang 2014. Am Freitag, 17. Juni öffnen die Feststände ab 19 Uhr, am Samstag, 18. Juni, um 12 Uhr und am Sonntag ab 11 Uhr. Das Finale läutet am Sonntag ab 14.30 Uhr der prunkvolle Festumzug ein.

Information: Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V., Hauptstraße 80, 53474 Bad Neuenahr- Ahrweiler, Telefon: 02641/91710, www.ahrtal.de

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Die Könige der Lüfte

Faszinierende Flugvorführungen von der Falknerei auf Burg Maus hoch über dem Rhein


Rund um die alten Gemäuer der Burg Maus sind wieder gefiederte Bewohner eingezogen, zum Beispiel Igor der Steppenadler, Harry der Wüstenbussard und Sandy die Weißkopfseeadlerfrau. Wie es sich für eine richtige Falknerei gehört sind auch Falken, Eulen und Geier dabei. Mitgebracht hat sie Milan Zales, der auf Burg Maus seit Mai diesen Jahres die neue Falknerei ins Leben rief. Gemeinsam mit Jan Dvorak trainiert er die Greifvögel täglich für die Flugvorführungen hoch über dem Rhein. Seine Erfahrungen sammelte der Falkner in seiner Heimat Tschechien und in Österreich.


Bei den Flugschauen beeindrucken vor allem die Adler, die mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,80 Metern in 800 Metern Höhe über das Gelände kreisen. Der braungefiederte Steppenadler kann 40 Jahre alt werden und ist in Mitteleuropa nur sehr selten zu sehen. Sein Zuhause liegt in Rumänien oder in der Mongolei, im Winter schlägt er sein Quartier im östlichen Afrika auf. Dort baut er seinen Horst nicht auf Felsen oder Bäumen, sondern auf dem Boden. Weltweit wird die Population auf rund eine Million Tiere geschätzt. Der ein ganzes Stück größere Weißkopfseeadler ist mit dem in Europa heimischen Seeadler verwandt, kommt aber aus Nordamerika. Neben dem Kondor ist er dort der größte Greifvogel. Den Adlerflug zu beobachten, ist immer wieder ein schönes Erlebnis. Bei der Flugschau erfahren die Besucher viel Interessantes zum Leben der Greifvögel und werden von Milan Zales obendrein gut unterhalten.


Bis zum 24. Oktober erheben sich die Greifvögel der Falknerei auf Burg Maus täglich (ausser am Montag) mehrmals zu Flugschauen in die Lüfte: Dienstag bis Freitag um 11 und 15.30 Uhr, an den Wochenenden um 11, 13.30 und 15.30 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 7 Euro, für Kinder von 5 bis 14 Jahren 5 Euro. Vom Parkplatz in 56346 Goarshausen-Wellmich geht es 15 Minuten zu Fuß zur Falknerei. 
Weitere Information: Romantischer Rhein Tourismus GmbH, An der Königsbach 8, 56075 Koblenz, Tel.: 0261/97384720.

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Kaiserin Augusta Fest in Koblenz am ersten Sonntag im Juni

Jährlich findet am ersten Sonntag im Juni das Augusta Fest statt. Auf der Veranstaltungsmeile gibt es Weinproben, Kutschfahrten, Musikbeiträge (klassische Musik, Chöre), Führungen, Gastronomieangebote, Angebote für Kinder, Informationsstände und vieles mehr. Bei dem Augusta-Fest handelt es sich um einen Beitrag der Stadt Koblenz zu dem UNESCO-Weltkulturerbetages, der seit 2005 alljährlich am ersten Sonntag im Juni begangen wird. Das Augusta-Fest wurde zu Ehren Kaiserin Augustas, der Begründerin der Koblenzer Rheinanlagen, ins Leben gerufen. Informationen zum Augusta Fest

Weinmarkt im Rotweinparadies - Pfingstwochenende

Am Pfingstwochenende lädt der Weinmarkt der Ahr zur Früh- und Spätburgunderverkostung und zur Wahl der neuen Weinkönigin ein. Die malerische Altstadt von Ahrweiler ist auch in diesem Jahr Gastgeber des alljährlichen "Weinmarktes der Ahr". Am Pfingstwochenende stehen auf der viertägigen Veranstaltung Top-Weine und -Sekte von verschiedenen Weingütern und Genossenschaften des Ahrtals im Mittelpunkt.


Ausgeschenkt werden mehr als 200 Weine aus den Lagen von Altenahr bis Heppingen. Die besten Frühburgunder und Spätburgunder der Ahr können verkostet und miteinander verglichen werden. So ist der Weinmarkt zum einen eine Präsentation der hervorragenden Rotweine der Ahrtal-Winzer und zum anderen eine Veranstaltung voller Musik und Unterhaltung. Neben den klassischen Rotweinen können Gäste natürlich auch eine Vielzahl von Weißherbsten und Weißweinen kosten. Für das besondere Flair sorgen die wunderschönen Fachwerkhäuser in den verwinkelten Gassen von Ahrweiler.


Am Freitag wird der Markt um 17 Uhr eröffnet. Der Höhepunkt des Eröffnungstages ist die Krönung der neuen Ahrweinkönigin um 20 Uhr, die das Ahrtal dann ein Jahr lang im In- und Ausland präsentiert. Die jetzige Majestät Jennifer Knieps gibt dann ihr Amt ab, tritt aber im September zur Wahl der Deutschen Weinkönigin an. Am Samstag öffnen die Stände schon um 14 Uhr und ab 15.30 Uhr stellt die neue Weinkönigin die Weingüter vor. Am Pfingstsonntag beginnt der Markttag um 13 Uhr und endet um 22.30 Uhr mit einem fulminanten Höhenfeuerwerk. Am Pfingstmontag geht das Markttreiben schon um 11 Uhr los, zwischen 14 und 15 Uhr gibt die neue Ahrweinkönigin Autogramme.

Weitere Informationen unter www.ahrwein.de und www.ahrtal.de.

Gegen den Strom

Festival an der Lahn setzt mit Literatur, Musik und Philosophie Akzente zum Kultursommermotto „Helden und Legenden“.


Das Festival „Gegen den Strom“ leitet seinen Namen aus der Legende um den Heiligen Lubentius ab. Lubentius wurde im 4. Jahrhundert geboren und noch als Säugling in die Obhut des Bischofs von Tours gegeben, der ihn als geistlichen Sohn aufzog und wegen seiner Barmherzigkeit noch heute am Sankt-Martin-Tag verehrt wird. Lubentius wurde Seelsorger in Kobern an der Untermosel. Als er um 350 verstarb, war kein Koberner in der Lage den Sarkophag von der Stelle zu bewegen. Der Überlieferung nach war das die göttliche Strafe dafür, dass die Koberner die Lehren des Lubentius missachteten und in der finsteren Wildheit ihrer heidnischen Gewohnheiten verharrten. Herbeigerufene Bischöfe entschlossen sich für ein Gottesurteil. Der weise Entschluss bewirkte, dass sich der Sarkophag anheben und auf ein Boot setzen ließ, das führerlos bis zur Mündung der Mosel in den Rhein flussabwärts, dann rheinaufwärts an Koblenz vorbei in die Lahn lenkte und stromaufwärts erst in Dietkirchen bei Limburg am Ufer zum Stehen kam. Dort wurde er beigesetzt und über seinem Grab die St. Lubentius Basilika errichtet, die bis heute eine der schönsten Kirchen im Lahntal ist.


 

Das Festival „Gegen den Strom“ setzt noch bis in den Oktober mit vielen Veranstaltungen zum Beispiel in Nassau, Diez und Bad Ems mit Musik, Literatur, Theater, Philosophie und Religion Akzente zum Kultursommer-Motto „Helden und Legenden“. So geht es in diesem Jahr um Odysseus, die Loreley und Edith Piaf. Patrick Roth erzählt „Meine Reise zu Chaplin“ und John Deathridge spricht über Wagners Helden. Das 3. Filmmusikfestival Bad Ems bildet im Oktober den Abschluss des Festivals. Das vollständige Programm kann unter www.festival-gegen-den-strom.de abgerufen werden.Am Sonntag, 7. Juni, 18 Uhr entführt der Pianist Christopher Miltenberger die Zuhörer gemeinsam mit dem Cellisten Christopher Herrmann auf eine fantasiereiche Klangreise voller Überraschungen aus Klassik über Pop bis Jazz. Die Veranstaltung findet im Kulturkeller in 56377 Nassau, Günther-Leifheit-Kulturhaus, Obertal 9a statt. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen: www.daslahntal.de

Farben, Formen und Forschung

Auf dem Europäischen Keramikmarkt zeigen die Kannenbäcker aus dem Westerwald und Gäste aus dem Ausland ihre Kunst.


Traditionell findet in jedem Jahr am ersten Juniwochenende der „Europäische Keramikmarkt“ statt. Auf einer rund 500 Meter langen Marktzone wird alles gezeigt, was die Vielfalt der Keramik im Kannenbäckerland ausmacht. 150 Aussteller aus Europa stellen auf dem Laigueglia- Platz Gebrauch- und Zierkeramik, salzglasiertes Steinzeug, originelle Tonpfeifen, Keramikschmuck und viele andere Erzeugnisse aus Keramik aus.


Die Aussteller kommen aus Großbritannien, Spanien, Frankreich, Belgien, Niederlande, Polen und Ungarn. Gastland ist in diesem Jahr Italien. Im Keramikmuseum Westerwald, direkt in der Marktzone, ist der Eintritt während der Europäischen Keramiktage frei. Am Samstag, 6. Juni, eröffnet um 18.30 Uhr eine Sonderausstellung mit dem Thema „Stille Kraft & Powerdrink – Keramik & Tee – die klassische Teeschale und deren kreative Variationen“. Daran beteiligen sich die Partnermuseen aus Raeren aus Belgien, Sarreguemines aus Frankreich und aus Tenschuur Tegelen aus den Niederlanden. Außerdem gibt es Familienworkshops zum Thema Fantasiegärten und Blumensamenboxen, die die Besucher selbst herstellen können. „Such und Find“ heißt die neue Kinder-Rallye durch das gesamte Museum auf der Suche nach Farben und Formen. Leuchtende Farben direkt aus dem Feuer präsentieren Ute und Arno Hastenteufel mit Extra-Vorführungen an beiden Markttagen. Viele Werkstätten, in denen die Töpfer ihre Arbeit vorstellen, haben geöffnet.Auch Europas größtes Bildungs- und Forschungszentrum Keramik (BFZK) Höhr-Grenzhausen wird sich im Keramikmuseum unter dem Motto „Keramik – ein Werkstoff der Zukunft“ präsentieren.Der Europäische Keramikmarkt ist am Samstag, 6. Juni, von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag, 7. Juni, von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Rund 2000 kostenlose Parkplätze stehen im Stadtgebiet zur Verfügung. Ab 20.30 Uhr beginnt am Samstagabend ein „Open-Air-Spektakel“ mit musikalischer Unterhaltung. Der Eintritt ist frei.Informationen: Kannenbäckerland-Touristik-Service, Höhr-Grenzhausen, Rathausstraße 10, 56203 Höhr-Grenzhausen, Telefon: 02624/19433

Mittelalterfest auf der Dreierburg

Auf der größten Burganlage der Pfalz im Dahner Felsenland halten Ritter, Händler und Musiker Markt.


Mitten im romantischen Wasgau liegt das Pfalz-Städtchen Dahn, das dem „Dahner Felsenland“ seinen Namen gab. Überragt wird es von den mächtigen Felsen „Jungfernsprung“. Im Süden von Dahn erhebt sich das Felsmassiv „Hochstein“ über dem Tal der Wieslauter. Eine besondere Note aber geben der Kurstadt die Burgengruppe Altdahn und die Burg Neudahn. Die Burgengruppe Altdahn, im 12. und 13. Jahrhundert erbaut, besteht aus den drei Burgen Altdahn, Grafendahn und Tannstein. Altdahn ist eine auf steilem Felsen erbaute, für den Wasgau typische Dreierburg mit in den Fels gehauenen Kammern, Treppen und Gängen. Neudahn ist eine mittelalterliche, schlossähnliche Festungsanlage mit mächtigen Geschütztürmen.


Dahn wurde als „Thanne“ im Jahr 1148 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und gehörte ursprünglich zur Herrschaft der Ritter von Dahn. Nach dem Aussterben des Rittergeschlechtes kam der Ort 1603 unter die Oberhoheit des Bischofs von Speyer und gehörte später zu dem Hochstift Speyer und zum Schenk von Waldenburg. Dahn entwickelte sich schon mit Beginn des 19. Jahrhunderts zu einer ländlichen Kleinstadt mit Verwaltungsfunktion. Auf der größten Burgenanlage der Pfalz „Alt-Dahn, Grafendahn, Tanstein“ wird jährlich an drei Tagen ein mittelalterliches Burgfest gefeiert. Rittergruppen, Musiker, Händler und Handwerker bilden das bunte Volk, das allen Gästen unter dem Motto „Willkommen bei den Rittern!“ eine Mischung aus historischem Lagerleben und unterhaltsamer Kulturatmosphäre darbietet. Unter anderem sorgen gepanzerte Ritter mit ihren Schwertern und Schilden für Begeisterung. Auf dem Markt wird Nützliches und Schönes angeboten, zum Beispiel Felle, handgemachte Seifen, Räucherwerk und mittelalterliche Kleidung und vieles mehr. Das Burgfest Dahn findet auf der Burgengruppe Altdahn, Grafendahn, Tanstein am Donnerstag 4. Juni, Samstag 6. Juni und Sonntag, 7. Juni, statt.
Weitere Informationen: Tourist-Information Dahner Felsenland, Schulstraße 29, 66994 Dahn, Telefon: 06391/9196222, http://www.dahner-felsenland.net/

 

 

LebensKunstMarkt in Remagen am dritten Wochenende im Juni

Markthändler reisen exklusiv aus Südfrankreich an, wo sie sonst auf den so typischen Märkten in Aix-en-Provence, Marseille, Apt etc. zu finden sind. Dabei sind wieder die mittlerweile im Rheinland so beliebten Spezialitätenstände: Wurst und Käse in einer schier unglaublichen Vielfalt. Olivenprodukte, Gewürze, Calissons, Gebäck, Honig, Wein, Stoffe... Hier kann der Besucher authentisch genießen wie Gott in Frankreich. Ergänzt wird der Markt um italienische Spezialitäten aus der Toskana. Mehr als 200 Künstler, Kunsthandwerker und Künstlergruppen aller Disziplinen verwandeln die Remagener Altstadt in eine große Kunstgalerie. Weitere Informationen zum LebensKunstMarkt in Remagen.

Seltene Vögel und Orchideen

Der Rundkurs „Storchen- und Libellenweg“ führt zu den Naturschutzgebieten rund um den Hornbach.


Im südwestpfälzischen Zweibrücken-Land liegt das Örtchen Mauschbach. Hier startet die Rundtour „Storchen- und Libellenweg“, der besonders Pflanzen- und Tierfreunden gut gefallen wird. Der Weg ist mit Schildern, auf denen ein Storch auf gelbem Grund zu sehen ist, ausgeschildert.


Der naturnahe Abschnitt des Hornbaches zwischen Mauschbach und Dietrichingen ist als Flora-und-Fauna-Habitat ausgewiesen. Das Bruch, ein offenes flaches Tal, wird im Frühjahr oft überschwemmt. Viele Fischarten besiedeln den sauerstoffreichen und schnell fließenden Hornbach. Dazu gehören Elritze, Bachschmerle, Bachneunauge oder Groppe. Viele seltene Vogelarten von Sumpfrohrsängern, Teich- und Wasserrallen, Schwarzkehlchen, Feldschwirl, Teichrohrsänger, Pirol, Grauschnäpper, Neuntöter, Rohrammer, Braunkehlchen, Kuckucke und während des Vogelzuges Große Rohrdommeln und größere Gruppen von Bekassinen kann man hier im „Vogelschutzgebiet Zweibrücker Land“ beobachten.


Ein weiteres Schutzgebiet am Rande des Storchen- und Libellenweges ist das Orchideengebiet „Monbijou“. Dort finden in lichten Kiefernforsten und Buchenwald mit dichtem Perlgras sowie in ausgedehntem Kalkmagerrasen seltene Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum. 18 verschiedene Orchideenarten wachsen hier. Viele von ihnen stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Sie sind im Laufe der Zeit nach Norden „gewandert“ und bis zum Naturschutzgebiet „Monbijou“ vorgerückt. Wie alle heimischen Orchideen stehen sie und ihre Artgenossen streng unter Naturschutz und dürfen nicht gepflückt, ausgegraben und beschädigt werden.


Der „Storchen- und Libellenweg“ führt zwischen blühenden Wiesen und Feldern zu den Naturschutzgebieten. Von einer Aussichtsplattform am Rande des Bruches gibt es gute Gelegenheit die Vögel und Tiere zu beobachten.
Der „Storchen- und Libellenweg“ in Mauschbach bei Hornbach ist knapp sechs Kilometer lang und eine leicht zu laufende Rundtour.
Start ist der Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus in Mauschbach.  Für die Einkehr bieten sich die „Gimpelwaldhütte“ oder der Biergarten und das Restaurant im Kloster Hornbach an.
Weitere Informationen: Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Landauer Straße 18-20, 66482 Zweibrücken, Telefon: 06332/80620, http://www.pfaelzer-muehlenland.de/wandern/storchen-libellenweg/uebersicht.html

Schluchtenweg und Kuchentraum

Die Wanderung auf dem Westerwald-Steig durch die Holzbachschlucht ist ein uriges Naturerlebnis mit süßer Einkehr.

Die Holzbachschlucht bei Seck ist eine urwaldähnliche, wildromantische Landschaft mit bis zu 30 Meter hohen, steilen Basaltwänden, mächtigen Felsbrocken sowie bemoosten Bäumen im plätschernden Holzbach. Sie gehört zu den schönsten Basaltdurchbrüchen im Westerwald.


Die Wanderung führt auf schmalen Pfaden und über Knüppelwege durch die Schlucht. Nach starken Regenfällen verwandelt sich der Holzbach in einen geräuschvollen über die bemoosten Steine sprudelnden Wildbach. Zarter Eichenfarn breitet sich unter hohen Buchen aus und viele Waldblumen blühen. Einige kennt der Laie kaum und staunt über Namen Hohler Lerchensporn, Hain-Klette, ähriges Christophskraut oder Wildes Silberkraut. In der Schlucht brüten Eisvogel, Wasseramsel, Gebirgsstelze, Buntspecht und Misteldrossel. Dachs und Ringelnatter fühlen sich hier ebenso wohl. Vom Westerwaldverein wurde ein Naturlehrpfad beschildert, der die im Naturschutzgebiet vorkommenden Gehölze, zum Beispiel Esche, Bergahorn, Bergulme, Sommerlinde, Schwarzerle und Hainsimsen-Buche bezeichnet. Für diesen vier Kilometer langen Rundweg sollte man eine Stunde Zeit einplanen.


Das gemütliche Cafè am Hofgut Dapprich direkt am Ein- bzw. Ausgang der Holzbachschlucht lädt mit einem schönen Freisitz zur Rast ein. Das Café ist berühmt für seine selbst gebackenen Kuchen und Torten, die ausschließlich aus frischen Produkten, am liebsten aus der Region, hergestellt werden.


Weitere Informationen:

Der Westerwald-Steig (235 km) führt auf Etappe 4 von Rennerod nach Westerburg (16 km) mitten durch die Holzbachschlucht. Ebenso die Westerwald-Steig-Schleife „Hügel, Seen und eine Schlucht“ (16 km) ab Rennerod. Das Café Hofgut Dapprich hat von Mai bis Oktober Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr (sonntags schon ab 13 Uhr) geöffnet. http://www.westerwald.info/westerwald-steig.html

Von Uhuwarte zur Rabenkanzel

Im Nahetal gibt es rund um den Fernwanderweg Soonwaldsteig viele schöne Rundwanderwege. Einer der schönsten ist die Vitaltour Felsengarten. Sie beginnt am Historischen Rathaus in Simmertal, das gleich neben der evangelischen Kirche steht. In der Kirche kann man vor dem Start noch einen Blick auf die Stumm-Orgel aus dem Jahr 1730 werfen und auch das Rathaus ist sehenswert. Es wurde 1499 erbaut und gilt als das älteste im Naheraum. Heute ist in dem Gebäude ein Naturkundliches Museum eingerichtet.


Die 13,8 Kilometer lange Wandertour führt zunächst durch das Apfeltal mit Streuobstwiesen. Durch den Wald geht es gemütlich bis zum alten Steinbruch weiter. Dann beginnt der Aufstieg auf den Braunenberg. Von oben hat man einen schönen Blick ins Naheland, aber den höchsten Punkt der Tour noch nicht erreicht. Dieses Privileg beansprucht der Habichtskopf mit einer Höhe von 425 Metern für sich. Immer am Apfelbach in Richtung Horbach entlang, rückt der Felsengarten immer näher. Die Idee für den Felsengarten mit vielen Aussichtskanzeln hatte der Simmertaler Naturfreund Jakob Arzt. Nach ihm ist die Jakobskanzel benannt. Der Beiname „Garten“ gebührt wohl eher den Blumen, die hier oben üppig blühen, wie zum Beispiel Diptam, Graslilie und Knabenkraut. Eine Besonderheit ist der seltene Französische Ahornbaum, der hier häufig anzutreffen ist.


Von der Felsenkanzel mit Blick auf Brauweiler und das Wiesbachtal kann man alle anderen Kanzeln sehen. Die meisten tragen Vogelnamen, zum Beispiel Falkenstein, Uhuwarte, Rabenkanzel. Am Aussichtspunkt Falkenstein steht eine Wanderhütte mit schönem Rastplatz. Unbedingt sollte man dort das Echo ausprobieren. Es beantwortet garantiert jeden Ruf.


Weitere Informationen:

Die Gehzeit für die Vitaltour Felsengarten beträgt 5 Stunden. Zum Ausgangspunkt am Historischen Rathaus in 55618 Simmertal gelangt man über die A 61 Ausfahrt Bad Kreuznach, weiter in Richtung Bad Kreuznach/Idar Oberstein, der B41 bis zum Kreisel Simmertal folgen, Ausfahrt B421 Richtung Simmertal. Infos: www.soonwaldsteig.de

Mit Kaiserbahn oder zu Fuß zum Concordiaturm

Die Aussicht vom Concordiaturm in Bad Ems ist fantastisch. Hat man die 76 Stufen im immer geöffneten Turm erklommen und steht ganz oben auf der Plattform, befindet man sich immerhin 200 Meter über Bad Ems und kann das gesamte Kurviertel im Lahntal überblicken. Außerdem reicht der Blick über Westerwald, Hunsrück und Taunus.


An lauen Sommerabenden mit klarer Sicht kann man sogar den Freiher-vom-Stein-Turm am Nassauischen Schloss sehen. Die tolle Aussicht war auch der Grund, warum sich der Verschönerungsverein Bad Ems 1861 entschloss, an diese Stelle einen Aussichtsturm zu bauen und weil dies wohl in aller Eintracht geschah, bekam er den Namen Concordia. Man erreicht den Turm bequem mit dem Auto von Bad Ems aus über die Grabenstraße und die Concordiastraße.


Vom Concordiaturm aus kann man auch eine rund 7 Kilometer lange Rundwanderung starten. Dabei geht es zuerst hinab in Richtung Dausenau, vorbei am Höhenhaus in den Wald hinauf in Richtung Kemmenau und hinunter zu den Lahnkliniken. Durch den Kurpark führt der Weg nach Bad Ems. Hinauf geht es wieder über einen gut ausgebauten, aber sehr steilen Felsenweg mit vielen schönen Ausblicken auf die Kurstadt. Und wem das zu anstrengend ist, der benutzt die Kaiserbahn und ist zum Preis von 4 Euro in 25 Minuten wieder am Ausgangspunkt.


Im Restaurant-Café Concordiaturm sorgen Viktor und Swetlana Denk für einen gastlichen Empfang und gute Küche. Auf den Terrassenplätzen hat man einen wunderschönen Blick über das Lahntal.

Weitere Informationen:
Restaurant Concordiaturm, 56130 Bad Ems/Lahn, Telefon: 02603/9569587, Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 12 bis 22 Uhr, Dienstag Ruhetag, Samstag 11 bis 22 Uhr, Sonntag 10 bis 22 Uhr. Warme Küche von 12 bis 14 und 17 bis 22 Uhr, sonntags durchgehend, Parkplatz am Concordiaturm. Informationen zum Fahrplan der Kaiserbahn unter Telefon: 06773/587. http://www.concordiaturm-badems.de/index.html

Wandern mit Aussicht

Unter den Wandersteigen in Rheinland-Pfalz ist der Rheinsteig der Pionier. Seit er 2005 eröffnet wurde, gelten für Wanderwege neue Maßstäbe in Punkto interessante Tourenführung, abwechslungsreiche Wege und schöne Aussichten. Auf dem Premium-Fernwanderweg wird viel gewandert. Allein fehlte es ihm bislang an Rundtouren für alle, die nicht so gern Strecke wandern, sondern lieber am Ende der Tour wieder am Ausgangspunkt ankommen möchten. Aber auch in diesem Punkt holt der Rheinsteig auf.


Seit kurzem ist die Loreley-Extratour offiziell eröffnet. Sie startet auf dem Loreley-Plateau am Besucherzentrum. Auf einem Rundkurs von 14,8 Kilometern führt sie nicht nur durch Weinberge, Wiesen und Wälder, sondern auch über den alten Leinpfad direkt am Rhein entlang. In rund 4,5 Stunden Gehzeit sieht der Wanderer das quirlige Rheintal mit seinen Schiffen und historischen Burgen und kommt an der Altstadt von St. Goarshausen vorbei.


Nach einem etwas steileren Anstieg auf dem Rheinsteig, führt der Weg in das malerische Dorf Patersberg und weiter in das idyllische Tal des Forstbaches. In diesem beschaulichen Seitental stehen alte Mühlen. Ein grandioser Höhepunkt ist der letzte Abschnitt der Tour. Bei einem Blick in das tiefe Rheintal vom Aussichtstempel am „Spitznack“ können die Manöver der Schiffe beobachtet werden, die entlang der Loreley die engste Stelle des Rheintals passieren müssen.

Weitere Informationen:
Nach St. Goarshausen gelangt man mit der Deutschen Bahn oder mit dem Auto über die B 42. Der Weg zum Loreley-Plateau ist dort ausgeschildert. Die Loreley-Extratour kann ganzjährig gewandert werden, festes Schuhwerk wird empfohlen.Informationen: Loreley Touristik e. V., 56346 St. Goarshausen, Bahnhofstraße 8, Telefon: 06771/9100.
http://alpregio.outdooractive.com/ar-romantischerrhein/de/alpregio.jsp#i=8625729&tab=TourTab

Wildromantische Klamm im Lahntal

Es ist dem Naturfreund Theodor Zais zu danken, der die Ruppertsklamm zwischen 1910 und 1912 neu erschlossen und begehbar gemacht hat. Bis 1930 betreute er die wildromantische Schlucht. Heute haben die Wegepaten von Rheinsteig und Lahnwanderweg ein Auge darauf, dass Wanderer sicher durch die Klamm gehen können, denn beide Wanderwege teilen sich die abenteuerliche Tour durch eine der schönsten Schluchten in Rheinland-Pfalz.


Ein robust gezimmertes Holztor mit der Aufschrift „Eingang zur wildromantischen Ruppertsklamm“ markiert den Beginn des Weges. Auf rund zwei Kilometern hat sich der Wildbach tief in den Devonschiefer gegraben und plätschert den Wanderern beim Aufstieg munter entgegen. In der Schlucht ist festes Schuhwerk für eine gute Trittsicherheit wichtig. Besonders bei feuchtem Wetter kann es auf den mit Moos bewachsenen Steinen rutschig sein. Steile Felswände säumen eingangs den Pfad.


An schwierigen Stellen kann man sich an Fixseilen Stück für Stück entlanghangeln. Beim Blick nach oben sind in den steilen Hängen des Waldes Eschen, Linden und Erlen, weiter oben auch Rot- und Hainbuchen erkennbar. Über Brücken, unter denen sich kleine Wasserfälle zu Tal stürzen, und Steine, die im flachen Wasser liegen, wird die Klamm mehrmals überquert. Der Weg durch die Klamm endet an einer Schutzhütte. Hier folgt man der Ausschilderung des Rheinsteiges in Richtung Allerheiligenberg und läuft auf breitem Forstweg nun oberhalb der Ruppertsklamm zurück. Nach etwa zehn Minuten ist eine kleine Schutzhütte erreicht. Von hier bietet sich ein herrlicher Blick auf die Klosterkirche auf dem Allerheiligenberg, die Burg Lahneck und Schloss Stolzenfels am Rhein.


Tief unten schlängelt sich die Lahn auf den letzten Metern bis zur Mündung in den Rhein. Nach weiteren fünf Minuten führt ein steiler Serpentinenweg an einer Wegespinne hinunter zum Ausgangpunkt. Die Rundtour durch die Ruppertsklamm ist rund vier Kilometer lang. Vom Bahnhof Niederlahnstein läuft man über die Goethestraße zum Rheinufer, biegt dort nach links auf den Radwanderweg ein, der erst dem Rhein und dann der Lahn folgt, und schließlich auf die Ruppertsklamm (Markierung Rheinsteig und Lahnwanderweg) trifft.

Weitere Informationen:
Mit dem Auto erreicht man die Klamm über die B 260 Richtung Lahnstein. Vom Parkplatz an der B 260 führt ein Asphaltweg zum Eingangstor. http://www.ruppertsklamm.de/

 

Wege durchs Moor in der Hunsrücker Sonnenstube

Moore sind weltweit für den Schutz des Klimas unverzichtbar. Obwohl sie nur drei Prozent der Landfläche unserer Erde einnehmen, lagern sie doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder der Welt zusammen. 95 Prozent der Moore in Deutschland sind weitgehend zerstört. Im Naturpark Saar-Hunsrück hat die Biotoppflege das Ziel, diese Entwicklung zu stoppen.


So ist der „Weg durchs Moor“ im Ortelsbruch südlich von Morbach ein wahres Kleinod. Über zwei lange Holzstege kann man trockenen Fußes durch die einzigartige Moorlandschaft wandern. In dem für die Region typischen Mittelgebirgshangbruch haben sich in den 4000 Jahren der Moorbildung seltene Pflanzen und Insekten angesiedelt. Der Saar-Hunsrück-Steig führt direkt durch den Ortelsbruch, außerdem auch die Traumschleife „Ölmühlentour“, die „Romantische Mühlenwanderung“ und der Wanderweg „Auf den Spuren des Ausonius“. Müde Wanderfüße können im idyllischen Nixenweiher beim Wassertreten abgekühlt werden.


In der Nähe des Parkplatzes können Kinder auf dem Waldspielplatz, der im vorigen Jahr mit vielen Ruhebänken zu einem Mehrgenerationen-Spielplatz ausgebaut wurde, schaukeln, rutschen, klettern oder mit der „Baumseilbahn“ durch die Luft sausen. Der Waldsportpfad fordert auf 18 Stationen alle Muskelpartien. Außerdem beginnen am Ortelsbruch mehrere Nordic-Walking-Strecken, die auch bestens zum Wandern geeignet sind. Für Freunde von Geocaching sind im Wald viele Schätze versteckt. GPS-Geräte können bei der Tourist-Information in Morbach ausgeliehen werden.


Nach dem Naturerlebnis ist ein Abstecher nach Morbach empfehlenswert, das auch als die „Sonnenstube des Hunsrück“ bezeichnet wird. Hier kann man wunderbar einkehren oder eines der interessanten Museen besuchen, zum Beispiel das Hunsrücker Holzmuseum, das Deutsche Telefon-Museum oder den Archäologiepark „Belginum“.

Weitere Informationen:
Tourist-Information Morbach, Bahnhofstraße 19, 54497 Morbach, Telefon: 06533/71117. http://www.naturpark.org/

Rundtour um den Kappleifelsen

Für die Traumschleife Kappleifelsentour in der Hunsrücker Verbandsgemeinde Kirchberg ist nur gutes Schuhwerk mitzubringen, denn die gute Laune kommt mit jedem Schritt von selbst dazu. Die Tour startet südwestlich von Kirchberg in Laufersweiler am alten Rathaus, einem sehenswerten Fachwerkbau auf einem Bruchsteinsockel. Der von Holzsäulen getragene Vorbau diente früher dem fahrenden Volk als Unterstand, denn genau hier führte die Poststraße von Brüssel nach Rom vorbei.


Der Weg führt hinauf zur Alten Synagoge. Sie wurde 1901 erbaut und ist die einzige erhaltene im Hunsrück. Hier beginnt der Rundgang „Auf jüdischen Spuren“, dem die Traumschleife ein Stück folgt. Wegbegleitende Tafeln berichten in Text und Fotos über das Leben und Schicksal der jüdischen Bewohner von Laufersweiler. Da hat man sich schnell festgelesen, beispielsweise, wenn es um den Überfall der Schinderhannesbande 1801 auf das Haus des Händlers Isaac Moyes geht. So gelangt man vorbei an einer 300-jährigen Traubeneiche zum Jüdischen Friedhof vor der weiten Kulisse der Hunsrücklandschaft. 24 Bürger aus Laufersweiler wurden Opfer des Holocaust.


Durch ein Heckentor verlässt der Weg Laufersweiler und führt im Hang über Wiesen. In der Ferne sieht man den Idarkopf und im Tal fließt der Hirschbach. Es läuft sich leicht und beschwingt und außer dem leise plätscherndem Wasser ist nichts zu hören. Durch Mischwald mit alten, kerzengerade gewachsenen Buchen geht es auf weichen Wegen ins Idarbachtal. Nur das Laub raschelt unter den Füßen. Stille und Einsamkeit pur. Dann geht es steil zum Kappleifelsen hinauf. Steine und Wurzeln verlangen beim Gehen volle Aufmerksamkeit. Oben angekommen belohnen Sinnesbank und Aussicht die Anstrengung des Aufstiegs. Nach dem Abstieg ins Idarbachtal schwingt sich die Tour noch einmal in die Höhe, bevor sie ganz erholsam zurück nach Laufersweiler führt.

Weitere Informationen:
Die Traumschleife „Kappleifelsentour“ ist rund neun Kilometer lang. Die Gehzeit beträgt rund 2,5 Stunden. Mit dem Auto erreicht man 55487 Laufersweiler über die B 50 und L 182. Der Wanderparkplatz befindet sich in der Nähe des alten Rathauses im Unterdorf. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittel ist mit häufigem Umsteigen verbunden: Regionalexpress bis Bingen, dann mit dem Bus nach Simmern, von dort nach Büchenbeuren und dort umsteigen in den Bus nach Laufersweiler.
http://www.saar-hunsrueck-steig.de/traumschleifen_kappleifelsen_tour.php

Teuflisches Baden in Waldluft

Der Naturpark Südeifel wurde 1958 als erster Naturpark in Rheinland-Pfalz gegründet und ist der zweitälteste Deutschlands. Er ist auch der deutsche Teil des ersten länderverbindenden Naturparks in Europa, dem Deutsch-Luxemburgischen Naturpark und erstreckt sich über eine Fläche von 432 Quadratkilometern.


Die verschiedenen geologischen Untergründe im Naturpark Südeifel garantieren ein abwechslungsreiches Relief, mit schönen Ein- und Ausblicken in die Landschaft. So erheben sich an den Rändern des Ferschweiler Plateaus spektakuläre Felsformationen aus Sandstein. Das Ferschweiler Plateau ist eine acht mal vier Kilometer große Sandsteinhochfläche im Süden des Naturparks Südeifel.


Gegen Ende der letzten Eiszeit vor 12 000 Jahren, führte der Wechsel von Frost- und Tauperioden zu gewaltigen Felsstürzen und -rutschungen am Rand des Ferschweiler Plateaus. Damals löste sich ein mächtiger Sandsteinblock aus der Plateauwand und öffnete so eine heute 28 Meter tiefe und an ihrer schmalsten Stelle nur einen Meter breite Felsspalte: die Teufelsschlucht. Beim Wandern durch die Teufelsschlucht bewegt man sich gewissermaßen auf Meeresboden. Der Sandstein hat sich aus Ablagerungen gebildet, die hier vor rund 190 Millionen Jahren in das Lias-Meer eingeschwemmt wurden.


An der Prüm sind bei den eiszeitlichen Felsstürzen große Sandsteinbrocken aus dem Ferschweiler Plateau herausgebrochen. Sie sind den Hang hinuntergerollt und liegen durcheinander auf 140 Metern Länge im Flussbett der Prüm. Das Wasser bahnt sich noch heute seinen Weg durch die Felsbrocken und bildet so die Irreler Wasserfälle. Der Wanderweg zwischen den Irreler Wasserfällen und der Teufelsschlucht gehört zu den schönsten Strecken im Felsenland. Die relativ kurze Distanz von rund 2,5 Kilometern, mit einem Höhenunterschied von rund 180 Metern fühlt sich allerdings wie fünf Kilometer an.


Die Naturerkundungsstation Teufelsschlucht bietet Erlebnistouren durch die abenteuerliche Felslandschaft an. Beate Kneip führt zum Beispiel am Sonntag, den 29. Juni, unter dem Motto „Baden in Waldluft“, ab 10 Uhr über eine 4,5 Kilometer lange Strecke. Der Preis beträgt pro Teilnehmer 11,90 Euro. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz Schwarzenbruch in Kruchten. Tickets für alle Wanderungen können online bestellt werden.

Weitere Informationen:
Das Naturparkzentrum Teufelsschlucht befindet sich in 54668 Ernzen in der Ferschweilerstraße 50. http://www.teufelsschlucht.de/cgi-bin/cms?_SID=NEW&_sprache=teufelsschlucht&_bereich=ansicht&_aktion=detail&schluessel=teufelspfade

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