Gastlandschaften Rheinland-Pfalz

Täglich auf Tour mit der Rhein-Zeitung

...  unsere Tipps für Ihre Ausflüge nach Rheinland-Pfalz im Januar:

Viadukt und Gräberfeld

Abwechslungsreiche Winterwanderung auf der Königsfeldschleife im Hunsrück


Auf der Hochwaldhöhe liegt zwischen den Orten Rascheid und Geisfeld, deren Grenzen die Bachtäler des Rasbaches und des Brüchelbaches bilden, eines der größten Grabhügelfelder der keltischen Zeit. Herausragende Funde, darunter Importe aus dem Mittelmeer, zeigen, dass hier Fürsten, Könige oder Angehörige des keltischen Adels ihre letzte Ruhestätte fanden. Die Funde werden im Rheinischen Landesmuseum Trier aufbewahrt und einige von ihnen sind auch ausgestellt. Die Grabfelder sind heute leider nicht mehr eindeutig zu erkennen. Das Königsfeld aber gab einer Traumschleife den Namen. Die Königsfeldschleife ist 10,2 Kilometer lang und führt rund um den Ort Rascheid.


 

Auf einem Teilstück der kürzlich geänderten Streckenführung geht es um die spannende Geschichte der Hunsrückbahn. Der Weg führt an den Schienen und Brücken der ehemaligen Eisenbahnstrecke vorbei. Ein Blick auf das imposante Viadukt zwischen Geisfeld und Rascheid lässt vor allem die Herzen der Eisenbahnfreunde höher schlagen. Der Weg wird abwechslungsreich durch Wald und Wiesen mit natürlichen Bächen geführt. Variantenreich ist auch das Relief, das über durchaus sportlich fordernde, schöne Pfade erwandert wird. Immer wieder führt der Weg zu tollen Aussichten in die Hunsrücklandschaft.


 

Von Rascheid aus geht es bergauf in Richtung Heidelberg zur Sankt Anna-Kapelle mit zwei Bänken – eine für den Sonnenaufgang und eine für den Sonnenuntergang. Von hier hat man den ersten schönen Ausblick auf Rascheid. Durch Wiesen und Weiden strebt der Weg dem Tal zu und führt durch eine Hecken- und Wiesenlandschaft mit Aussicht auf die benachbarte Ortsgemeinde Beuren. Nach einem Stück auf der ehemaligen Bahntrasse der Hunsrückbahn beginnt der rund 600 Meter lange Aufstieg. Mit mehreren schönen Aussichten ist der Talgrund mit dem rauschenden Rasbach bald erreicht.Noch ein kurzer Anstieg trennt nun noch vom Ort Geisfeld. Vorbei an der Aussicht auf das Viadukt und nach dem Aufstieg zum Faulenberg mit Rundumsicht geht es zurück zum Ausgangspunkt. Die Tour kann am Festplatz in der Schulstraße in 54413 Rascheid oder am Bürgerhaus in 54413 Geisfeld gestartet werden.

Weitere Informationen: Hunsrück-Touristik GmbH, Gebäude 663, 55483
Hahn-Flughafen, Tel. 06543/507700, http://www.hunsruecktouristik.de/

Zeit haben für die Zeit

Das Pfälzische Turmuhrenmuseum in Rockenhausen zeigt alte Zeitmesser


Im Alsenztal liegt Rockenhausen mit den Stadtteilen Dörnbach und Marienthal mitten im Wald und ziemlich genau in der Mitte des Flusslaufs der Alsenz. Die Altstadt, das Schloss und sein Park und viele Fachwerkhäuser machen einen Bummel durch die nordpfälzische Stadt zu einem Erlebnis. Eine besondere Sehenswürdigkeit des Ortes ist das Turmuhrenmuseum. Zeit haben für die Zeit, das war das Motto, das zur Gründung und des Museums für Zeit führte. Am Leben erhalten wird es von einem engagierten Freundeskreis des Museum, dem das Restaurieren und Bewahren alter Zeitmessgeräte am Herzen liegt.


Das Museum nennt über 50 Turmuhren, von denen die größte über drei Meter hoch ist, sowie Stand- und Wanduhren, Sand-, Wasser- und Sonnenuhren sein eigen. Alle Exponate sind in einem restaurierten Bauerngehöft mitten in der Altstadt untergebracht. Einmalig ist die eigens für das Museum von Prof. Dr. Ing. Steinbach aus entworfene und gebaute astronomische Uhr. Bewusst nicht als „Bahnhofsuhr“ gebaut, soll sie Besucher zum Nachdenken anregen: „Wo kommt die Zeit her - wo geht meine Zeit hin”. Das Museum verfügt außerdem über eine umfangreiche Bibliothek zum Thema „Zeitmessung“, die aber aus Platzgründen nicht gezeigt werden kann.


Am Dachgiebel des Museum wurde ein sogenanntes Carillon installiert. Das bemerkenswerte Glockenspiel mit 37 Glocken ist in der Stadt täglich sechs Mal mit verschiedenen Melodien zu folgenden Zeiten zu hören: 8.35, 12.35,15.35, 16.35, 18.35 und 20.25 Uhr. Der Unterschied zu einem normalen Glockenspiel ist, dass das Carillon auch manuell bespielt werden kann – also ein richtiges Instrument ist, das auch für Konzerte eingesetzt wird.


Auf den Spuren der Zeit kann man auch im Nordpfälzer Heimatmuseum in Rockenhausen unterwegs sein, das nach der Winterpause ab 1. April donnerstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet hat. Es zeigt Funde aus der Vor- und Frühgeschichte, der römischen Epoche über die Blütezeit des pfälzischen Burgenbaus und des Barocks. Mehr als 2000 Werke von 280 deutschen Künstlern, darunter Otto Dix und Käthe Kollwitz, zeigt das Museum Pachen, das Dienstag bis Sonntag von 14.30 bis 17.30 Uhr im Kahnweilerhaus Besucher empfängt.
Das Turmuhren-Museum öffnet Dienstag bis Sonntag von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr.

Weitere Informationen: Kultur- und Touristinformation, 67806 Rockenhausen, Telefon: 06361/451252, http://www.rockenhausen.de/vg_rockenhausen/Kultur,%20Tourismus%20&%20Freizeit/

Streit um die polnische Königskrone

Historische Ausstellung „Der Krieg an der Mittelmosel und im Hunsrück“ im Cusanusstift


Der Streit zwischen Deutschen und Franzosen um die polnische Thronfolge wurde in den Jahren 1734/35 an der Mosel und im Hunsrück ausgetragen. Sowohl Stanislaus I. Leszczyñski, zu dieser Zeit in Nancy in Frankreich, als auch Friedrich August II. von Sachsen erhoben Anspruch auf die polnische Krone. Frankreich unterstützte Leszczyñski, Österreich, Russland und die deutschen Staaten Friedrich August II. So kam es zum Krieg. Je 30 000 französische und deutsche Soldaten standen sich am 20. Oktober 1735 in der kurzen, aber entscheidenden Schlacht bei Klausen gegenüber. Eine Kanonenkugel und ein Bajonett sind alles, was von dieser Schlacht übrig blieb, die 200 französische und 45 deutsche Todesopfer forderte. Die Franzosen zogen sich zurück. Im Ergebnis der Friedensverhandlungen erhielt Stanislaus I. Leszczyñski Lothringen und Friedrich August wurde König von Polen.
Unabhängig von der Schlacht an der Solms erlangte Bernkastel-Kues nach der Zerstörung der Grevenburg in Traben-Trarbach im Sommer 1734 eine besondere strategische Bedeutung, als die französische Armee hier ihr zentrales Versorgungs- und Nachschublager einrichtete. Darüber hinaus wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt eine Pontonbrücke über die Mosel von Bernkastel nach Kues geschlagen, die von einer französischen Garnison im St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift bewacht wurde. Zu dieser relativ unbekannten Episode in der Geschichte des Stiftes und der Stadt Bernkastel-Kues werden in der Wanderausstellung „Der Krieg an der Mittelmosel und im Hunsrück 1734 / 35 – 280 Jahre Schlacht bei Klausen“ noch bis zum 20. März im St. Nikolaus-Hospital in Bernkastel-Kues bislang noch nie gezeigte Exponate aus dem Hospitalsarchiv ausgestellt. Der Katalog zur Ausstellung ist am Ausstellungsort zum Preis von 12,50 Euro erhältlich.
Die Wanderausstellung hat Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 12 Uhr sowie sonntags am 24. Januar, 21. Februar und 20. März von 14 bis 18 Uhr im St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift, Cusanusstraße 2, 54470 Bernkastel-Kues geöffnet. In der Zeit vom 5. bis 12. Februar bleibt die Ausstellung geschlossen. Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung soll anschließend auch in Trier, Wittlich, Simmern und Traben-Trarbach zu sehen sein.

Weitere Informationen: St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift
54470 Bernkastel-Kues, Cusanusstraße 2, Telefon: 06531/2260.

Extraball für Flipperfans

Im Deutschen Flippermuseum dürfen fast alle Automaten auch bespielt werden


Flipperautomaten standen noch bis in die 1990er-Jahre in fast jeder Kneipe und gehörten zum Inventar von Kinos, Schwimmbädern und natürlich Spielhallen. Mittlerweile sind die klackenden, klingelnden und mit vielen Lichtern blinkenden Spieltische eine Seltenheit geworden. Computerspiele und Spiele-Apps fürs Smartphone und Tablet traten an ihre Stelle. Ein echter Flipperfan musste sich nun schon einen eigenen Flipper für zu Hause anschaffen.


Zu ihnen gehörte auch Axel Hillebrand aus Neuwied. Der „Star Trek“-Experte fand im Internet einen passenden Flipper und kaufte ihn. Doch dieser funktionierte nicht und rief den Ingenieur Harald Fleischhauer auf den Plan, um den Spielautomaten wieder zum Laufen zu bringen. Beide gründeten 2006 das Deutsche Flippermuseum „Extraball“ in der Hermannstraße 9 in Neuwied. Mehr als 150 Flipperautomaten aus den 1930er-Jahren bis in die Gegenwart stehen dort aufgereiht. Die meisten sind funktionstüchtig und können von den Besuchern bespielt werden.Bagatell- oder Pinballspiele waren die Vorläufer der Flipperautomaten, bei denen eine stählerne Kugel auf einem abschüssigen Spielfeld nach oben geschossen wird und auf ihrem Weg nach unten auf Hindernisse trifft. 1947 erfand Harry Mabs den entscheidenden Hebel, mit dem die Spieler nun aktiv ins Spielgeschehen eingreifen konnten. Der Flipper war geboren. Der erste Flipperautomat hieß Humpty Dumpty. In Deutschland erlebten die Flipperautomaten Ende der 1970er-Jahre bis in die 1990er-Jahre ihren Boom.


Heute ist es ein Spiel für Flipper-Liebhaber. Echte Könner treten bei nationalen und internationalen Meisterschaften an.Das Museum „Extraball“ hat am Wochenende von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 Euro und für Kinder bis 15 Jahre 3,50 Euro und die Familienkarte 12 Euro. Alle Eintritte enthalten fünf, drei bzw. zehn Freispiele.

Weitere Informationen: Extraball, Deutsches Flippermuseum e.V., Hermannstraße 9, 56564 Neuwied, Telefon: 02631/358183, http://www.flippermuseum.eu/

Kunst aus Kupfer und Stahl

Der Brunnen- und Skulpturenpark in der Westeifel


Die Stadt Prüm liegt am Fuß des Schneifel-Höhenzuges zwischen Ardennen und Eifel am Fluss Prüm. Im Stadtteil Niederprüm befindet sich ein in Rheinland-Pfalz einzigartiger Park. Im 20.000 Quadratmeter großen Brunnen- und Skulpturenpark tummeln sich zwischen Bäumen und Teichen neben lebensgroßen Fischreihern auch überdimensional große Insekten: Bienen, Libellen, Schmetterlinge und Spinnen. Hubert Kruft lehnte seine Kunstwerke aus Kupfer und Stahl der heimischen Tierwelt an. Allerdings stellt er die Tiere nicht rein naturalistisch dar, sondern arbeitete ihre charakteristischen Merkmale heraus. Außerdem gibt es viele verschiedene Kupferbrunnen, Bronzeskulpturen und darstellende Kunst aus alten Ackergeräten, die schon auf vielen Kunstausstellungen zu sehen waren.


Hubert Kruft erlernte von seinem Vater das Schmiedehandwerk im elterlichen Betrieb und studierte in Aachen Design. Jetzt gibt er sein Wissen an seinen Sohn Sohn Lukas weiter. Die alte Dorfschmiede in Niederprüm hat sich inzwischen zu einer Werkstatt für künstlerische Metallgestaltung entwickelt, die nun schon in der fünften Generation betrieben wird. Wo früher Ochsen und Pferde beschlagen wurden, wird heute überwiegend Kupfer getrieben und Stahl geschmiedet. Besuchern des Parks ist auch ein Blick in die Schmiede gestattet.


Im Eingangsbereich steht ein 500 Kilogramm schwerer kraftvoller, lebensgroßer Bulle aus Cortenstahl. Er scheint Ausschau nach der kleinen Kuhherde am A60-Kreisverkehr zu halten, die ebenfalls von Hubert Kruft entworfen und gefertigt wurde.
Der Park ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Hunde sind angeleint willkommen. Park und Ausstellung sind teilweise barrierefrei.

Weitere Informationen
: St.-Vither-Str. 62, 54595 Niederprüm / Eifel, Telefon: 06551/981638, http://www.skulpturenpark-kruft.de/

Gruseliges im Weingewölbe

Das Foltermuseum zeigt Instrumente für die peinliche Befragung im Mittelalter


Das Foltermuseum in Rüdesheim zeigt eine der finstersten Seiten des Mittelalters, als grausame Instrumente erfunden und angewandt wurden, um Schuldgeständnisse zu erzwingen. Ob Ehebruch oder nur eine gotteslästerliche Äußerung, auch kleinere Vergehen konnten in der Folterkammer enden, wenn der Verdächtige eine Tat nicht eingestand. Der Erfindungsreichtum für die Art der Folter war groß und zahlreich die Opfer, die diese Art der Befragung nicht überlebten. So ist ein Gang durch das Museum in dem ehemaligen Rüdesheimer Weinkeller, in dem übrigens höchstwahrscheinlich nie jemand gefoltert wurde, nichts für schwache Nerven. Folterinstrumente wie die Streckleiter, die Daumen- oder Schädelschrauben, die Judaswiege oder der Befragungsstuhl jagen den Besuchern einen kalten Schauer des Entsetzens über den Rücken. Dagegen wirken die Gerätschaften der Bestrafung wie zum Beispiel die Schandmaske, die Halsgeige oder der Keuschheitsgürtel schon fast harmlos. Sie wurden angelegt, um Menschen öffentlich zu demütigen.


In Dokumentationen erfahren die Besucher des Museums viel über die Rechtsgeschichte und die Hexenverfolgung in Deutschland. Die unrühmliche Geschichte der Inquisitoren, die ab 1231 im Auftrag der katholischen Kirche unterwegs waren, um sogenannte Ketzer aufzuspüren, steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Mit päpstlicher Vollmacht sicherten sich die Inquisitoren die Unterstützung der Obrigkeit. Ein Verhör fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Entlastende Aussagen von Dritten wurden nicht zugelassen. Schon damals galt ein unter der Folter abgelegtes Geständnis nicht. Die Angeklagten wurden zur Protokollierung in einen anderen Raum gebracht, um den Schein zu wahren, dass der Angeklagte sein Geständnis aus freiem Willen abgelegt hätte.
Das Foltermuseum in der Oberstraße 49-51 ist im Winter samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 Euro, für Kinder und Jugendliche von 7 bis 16 Jahren und für Studenten 4,50 Euro.

Weitere Informationen: Mittelalterliches Foltermuseum, Oberstraße 49-51, 65385 Rüdesheim, Telefon: 06722/47510, http://www.foltermuseum.com/

Zisterzienser und ihre Bücher

Klostergeschichte im Tal der Großen Nister


Ein Weißdornstrauch am Kloster Marienstatt erinnert an die Gründungsgeschichte des Klosters, die mit einem Traum begonnen haben soll. Die Zisterzienser Mönche sehen sich als Tochterkloster von Heisterbach im Siebengebirge (1189) in direkter Nachfolge des Gründungsklosters Citeaux (1098). Ob der schwierigen Bedingungen in Heisterbach bemühte sich Abt Hermann 1220 um einen neuen Standort des Klosters. Die „Marienstatter Tafeln“ von 1324, die im Rheinischen Landesmuseum in Köln aufbewahrt werden, berichten von diesem Traum, in dem Abt Hermann von der Gottesmutter einen Wink erhielt, wo der Platz für das neue Kloster zu finden sei. Mitten im Winter sollte er nach einem blühenden Weißdornstrauch Ausschau halten. Er soll ihn im Nistertal gefunden haben. Ein Weißdornzweig im Wappen des Klosters bestätigt die Geschichte. Mit der ersten Kirchweihe siedelten die Mönche 1227 endgültig an die Große Nister um und bis heute leben und arbeiten dort Zisterziensermönche.


Besonders sehenswert ist die Klosterkirche. Das Chorgestühl von 1290, wo sich der „Chor der Mönche“ vier Mal täglich zu den Gebetszeiten und einmal zur Messfeier versammelt, ist eines der ältesten in Deutschland.
Als Kostbarkeit der Abtei Marienstatt gilt die seit 1909 in einem Anbau untergebrachte Bibliothek. Im Bibliothekssaal fand der Buchbestand einen angemessenen Platz. Unter den Bänden befinden sich ideelle Kostbarkeiten, wie zum Beispiel eine zwölfbändige, handschriftlich kopierte Sammlung der Generalkapitelsbeschlüsse aus der damals 800-jährigen Zisterziensergeschichte. Außerdem sind hier auch wertvolle Handschriften und Drucke aus verschiedenen Klöstern und Privatbibliotheken aufbewahrt. Die etwa 50, meist aus dem 17. Jahrhundert stammenden Bände, die sich aus der Marienstatter Bibliothek erhalten haben, konnten so ergänzt und vervollständigt werden. Nur an wenigen Terminen im Jahr können die sonst nicht zugänglichen Bibliotheksräume bei einer Führung besichtigt werden. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Eine rechtzeitige Anmeldung per E-Mail an bibliothek@abtei-marienstatt.de ist ratsam. Der nächste Termin ist am Samstag, 20. Februar, 10 Uhr.

Informationen: Zisterzienserabtei Marienstatt, 57629 Marienstatt, www.abtei –marienstatt.de, Telefon: 02662/95350

Sensation aus dem All

Im Meteoritenmuseum steht der seltene Almahata Sitta


Im Museum des Meteoriten-Experten Stephan Decker in Oberwesel bleibt keine Frage zu den wertvollen Steinen, die auf ihrer langen Reise die Erde erreichen, offen. Zu sehen ist auch der 24,2 Gramm schwere Steinmeteorit Almahata Sitta, der im Oktober 2008 in der Nubischen Wüste im Nordsudan gefunden wurde. Die Klassifizierung des Steins war eine Weltsensation, denn noch nie wurde bis dahin ein Meteorit in dieser Zusammensetzung gefunden.


Jeden Tag dringen etwa 1000 Tonnen an außerirdischem Gestein in die Erdatmosphäre ein, wovon jedoch nur wenige den Erdboden als Meteorit erreichen. Die Meteoriten tragen die Namen ihrer Fundorte. Die meisten von ihnen haben eine 4,6 Milliarden Jahre lange Reise hinter sich und stammen aus dem Asteroidengürtel zwischen Jupiter und Mars. Aufgrund der Zusammensetzung, der langen Reise bis zur Erde und der extraterrestrischen Einflüsse werden Meteoriten auch als „Raumsonden des kleinen Mannes“ bezeichnet. Die Tatsache, dass es sich um Bruchstücke von Himmelsobjekten handelt, die für den Menschen nicht ohne Weiteres erreichbar sind, macht Meteoriten so faszinierend und wertvoll für die Wissenschaft. Sie geben Aufschluss über die Entstehung unseres Sonnensystems. Bisher wurden rund 3000 Meteoriten in bewohnten Gebieten der Erde entdeckt. Die meisten Meteoritenfragmente fand man in den letzten 40 Jahren bei Expeditionen in der Antarktis und in Wüsten. Bedingt durch das dort kalte und trockene Klima, wird die Verwitterung verlangsamt.


Im Meteorite Museum in Oberwesel kann man sich einen Einblick in die Welt der Meteoriten verschaffen und Meteoriten-Exponate betrachten.
Im Hauptraum steht das Herzstück der Ausstellung: der 43 Kilogramm schwere „Campo des Cielo“. Dieser Eisenmeteorit wurde 1576 in Argentinien gefunden. Das Museum in der Oberstraße 10a hat Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 14.30 bis 17 Uhr, Mittwoch von 9 bis 12 Uhr und Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro und für Kinder von 6 bis 15 Jahren in Begleitung Erwachsener 1,50 Euro.

Weitere Informationen: Meteorite-Museum, Oberstraße 10a, 55430 Oberwesel / Rhein, Telefon: 06744-710 255, http://www.meteorite-museum.de/

Wandern am Wehrer Rosenberg

Kleiner Seitensprung an der Mosel zwischen Wehr und Helfantermühle


An der Obermosel zwischen Wincheringen und Palzem liegt der kleine Ort Wehr. Noch bis ins 19. Jahrhundert spielte die Fischerei in dem Moseldorf eine große Rolle. Sein Name leitet sich aus dem Fischwehr in der Mosel ab, das den Fischfang erleichterte. Fischerei, Kalkbrennerei, Landwirtschaft und Weinbau ernährten die Bewohner lange Zeit. Heute ist Wehr einer der typischen Winzerorte an der Mosel.


Umgeben von Weinlagen liegt Wehr abseits der Bundesstraße am sanften Hang des Moseltals. Seit 1974 ist Wehr ein Ortsteil von Palzem. Flussaufwärts mündet der Helterbach in die Mosel, an dessen Talhängen sich die Weinberge bis hinter den Ort Helfant ziehen, der auch Teil der Gemeinde Palzem ist. Unweit der Bachmündung liegen auf dem Bergsporn zwischen Mosel- und Helfanttal die Reste einer alten Befestigungsanlage, die man lange für eine keltische Siedlung hielt. Nach Ausgrabungen stand fest, dass der 160 Meter lange Wall eine mittelalterliche Fluchtburg schützte, die die Bewohner der Umgebung errichtet hatten, um sich im 9. Jahrhundert bei den Raubzügen der Normannen dorthin retten zu können.


In der Nähe des Bahnhaltepunktes startet in Wehr der kurze, aber sehr abwechslungsreiche Moselsteig-Seitensprung „Wehrer Rosenberg“. Der nur 4,8 Kilometer lange Rundweg eignet sich auch an kurzen Wintertagen für eine Wanderung. Auf dem Wiesenweg geht es direkt am Moselufer flussaufwärts. Im Blick haben die Wanderer hier schon die namensgebende Weinlage „Wehrer Rosenberg“. An der Helterbachmündung verlässt der Weg das Moselufer und unterquert die Bahnlinie. Hier treffen beide Teilrunden zusammen, denn der Seitensprung hat die Form einer Acht. Nach der „Helterbachrunde“ wird der Scheitelpunkt noch einmal angelaufen. Zurück geht es aber über den „alpinen“ Teil des Seitensprunges. Durch die Weinberge geht es mit Hilfe von Stufen und Leitern hoch hinaus zu einem Aussichtspavillon bevor der bequeme Abstieg zum Ausgangspunkt beginnt.

Weitere Informationen: Mosellandtouristik GmbH, Kordelweg 1, 54470 Bernkastel-Kues, Tel. 06531-97330, http://www.mosellandtouristik.de

Pfad zu den sieben Stuben

Wanderung entlang der Lava-Ströme am Bellerberg-Vulkan


Vor 200.000 Jahren brach der Bellerberg-Vulkan aus. Kottenheimer Büden und Ettringer Bellerberg umgeben halbmondförmig den Kraterbereich. Im Verlauf der Eruption flossen drei Lavaströme aus dem Kraterbereich. Der nördlich des Kraters liegende Strom verfüllte ein altes Tal und erreichte dabei eine Mächtigkeit von etwa 40 Metern. Er bildet das Steinbruchgebiet des Winfeldes.


Eine Reise in die Entstehungsgeschichte der Osteifel und in die Zeit der Steinindustrie verspricht die Wanderung auf dem Traumpfad „Vulkanpfad“. Auf dem Gipfel des Ettringer Bellerberges erwartet die Wanderer ein grandioser Ausblick auf die Vulkane der Osteifel und an der Kraterflanke des Kottenheimer Büden erhält man einen detaillierten Einblick in die Entstehungsgeschichte des Vulkans. Am Rand des Kraters lohnt sich ein kurzer Abstecher zum Vulkanpark-Projekt Ettringer Lay. Es gilt als ein einzigartiges Denkmal neuzeitlicher Steinindustrie. Grubenkräne, Kransockel, Gleise und Gebäudereste stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert.


Die Geschichte der Ettringer Lay beginnt mit dem Ausbruch des Bellerberg-Vulkans. Der in südwestlicher Richtung ausfließende Lavastrom schuf neben dem Mayener Grubenfeld auch die Ettringer Lay. Ein Rundweg mit 30 bebilderten Informationstafeln führt hinab in die Grube und an die mächtige 40 Meter hohe „große Wand“ aus Basaltlava. Bei gutem Wetter ist sie ein beliebtes Kletterareal des Alpenvereins. Außerdem gibt es Interessantes zu den harten und gefährlichen Arbeitsbedingungen im Steinbruch zu erfahren, denen die Arbeiter täglich ausgesetzt waren. Für die Besichtigung der Ettringer Lay sollten 45 Minuten bis eine Stunde eingeplant werden.  Am Fuß der beeindruckenden Schlackenwand des Kottenheimer Büden befinden sich die „sieben Stuben“. In diesen kleinen Höhlen suchten die Menschen im Zweiten Weltkrieg Schutz. Über schmale Pfade und naturbelassene Wege führt die Wanderung in die Grubenlandschaft des Kottenheimer Winfelds mit alten Kränen und Stützmauern. Für die Besichtigung des Kottenheimer Winfelds sollte man rund eine Stunde einplanen.  Der Traumpfad „Vulkanpfad“ ist 6,6 Kilometer lang. Die Gehzeit beträgt ungefähr zwei Stunden. Der Traumpfad beginnt an der Hochsimmerhalle, Kottenheimer Straße 31 in 56729 Ettringen.

Weitere Informationen:
http://www.traumpfade.info/traumpfade-rhein-mosel-eifel/eifel/vulkanpfad/

Protest gegen Wormser Edikt

Die Gedächtniskirche in Speyer hat den höchsten Kirchturm in der Pfalz


Der Reichstag im Jahre 1526 stellte Speyer als einen Ort bedeutender historischer Ereignisse in den Mittelpunkt deutscher Geschichte. 1529 tagte der Reichstag erneut in Speyer. Sechs evangelische Fürsten und 14 Städte traten öffentlich für ihre Überzeugung ein und protestierten gegen den Reichstagsbeschluss der papsttreuen Mehrheit am Wormser Edikt festzuhalten und die reformatorischen Neuerungen in den Gottesdiensten aufzuheben. Sie legten damit den Grundstein dafür, dass sich die Glaubens- und Religionsfreiheit in Deutschland durchsetzen konnte. Die neugotische Gedächtniskirche in Speyer erinnert an diese Ereignisse.


In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sammelten evangelische Christen aus aller Welt Geld, um dem 2. Reichstag zu Speyer mit dem Bau der Gedächtniskirche ein Denkmal zu setzen. Nicht zufällig wurde der Kirchturm höher gebaut als der des Kaiserdoms. Mit rund 100 Metern ist er der höchste Kirchturm der Pfalz. Nach elfjähriger Bauzeit wurde die Gedächtniskirche 1904 eingeweiht. In der Vorhalle der Gedächtniskirche steht das Lutherdenkmal, das von den Statuen der sechs Fürsten flankiert wird, die sich auf dem Reichstag zu Luther bekannten. An den Wänden sind die Wappen der 14 freien Reichsstädte zu sehen, die ebenfalls protestiert hatten. Die Fenster an beiden Seiteneingängen zeigen die allegorischen Frauen, die jeweils eine Stadt symbolisieren, die eng mit dem Protestantismus verbunden ist: Marie steht für das trotzige Worms, Elsbeth für das protestierende Speyer, Katharina für das bekennende Augsburg und Gundel für das trauernde Magdeburg.


Sehenswert sind auch die beiden Rosettenfenster mit gewaltigem Durchmesser. Insgesamt gibt es in der Kirche 36 bunte Glasfenster, die wie ein Bilderbuch durch die Bibel und die protestantische Geschichte führen. Die Hochfenster in der Apsis stiftete Kaiser Wilhelm II. In der Gedächtniskirche finden regelmäßig Orgelkonzerte statt.

Weitere Informationen: Tourist-Information Speyer, Maximilianstraße 13, 67346 Speyer, Telefon: 06232/142392, www.speyer.de

Kulinarische Weinreise in Rheinhessen

Küchenparty „Vier plus eins“ in der Vinothek, deftige Winzervesper und Suppe im Wingert zwischen vier Weinregionen.


Eines der großen Ziele in Rheinhessen ist es, die Weinerlebnisregion in Deutschland zu werden. Bingen am Rhein ist auf einem guten Weg, die Gastlandschaft Rheinhessen in diesem Ziel kräftig zu unterstützen. Die einmalige Lage Bingens am Rhein, wo die vier Weinanbaugebiete Rheinhessen, Nahe, Mittelrhein und Rheingau zusammentreffen ist dafür eine gute Voraussetzung.


Ob bei der Aktion „Rheinhessen ausgezeichnet“, bei der Vinotheken, Weinfeste und Winzerbetriebe zertifiziert werden, oder bei den Würdigungen im Rahmen von „Great Wine Capitals“ waren die Winzer und Gastgeber aus Bingen immer mit dabei. Die Inhaber der „Weinzeit in der Vinothek“ am Binger Kulturufer, Maike und Steffen Bischof hat das in der Idee für ein neues kulinarisches Weinevent bestärkt: „Vier plus eins“, eine Küchenparty ohne Grenzen. Dazu nehme man vier plus einen bekannte Köche aus den vier Weinregionen Rheinhessen, Nahe, Mittelrhein und Rheingau, vier plus einen der dazu passende Weine in den vier Jahreszeiten. Den Winter-Auftakt bestreiten die vier „Maitres de cuisine“ Frank Buchholz (Mainz), Josef Laufer (Hattenheim), Andreas Stüber (Bacharach), Markus Pape (Meisenheim) und Christian Seifert (Weinzeit in der Vinothek) in der Vinothek.


Im Frühling, Sommer und Herbst folgen drei weitere Termine, bei denen sich die Köche in der Menüfolge abwechseln und jeweils ihre Region und die jeweilige Saison kreativ auf den Tellern anrichten werden. Auch Meisterkoch André Choquet vom Restaurant „Schlösschen am Mäuseturm“ bietet Weine aus den genannten vier Anbaugebieten an und verknüpft diese mit einem kulinarischen Erlebnis. Regelmäßig einmal im Monat und für Gruppen auf Anfrage. Besonders interessant ist auch eine vergleichende Spätburgunder- oder Rieslingweinprobe aus den vier Weingebieten. Sein Vater Michael Choquet, nimmt die Gäste vorher mit auf eine Weinwanderung durch alle vier Weinbaugebiete, die auf die deftige Winzervesper einstimmt. Ein rustikales Angebot ist das Weinerlebnis vom Dreikönigshof. Dort geht es für Gruppen mit Traktor und Anhänger auf den Rochusberg mit Verkostung von Weinen am Rebstock, Suppe im Wingert oder romantischem Lagerfeuer mit Grillparty.

Weitere Informationen: Stadt Bingen am Rhein, Tourist-Information, Rheinkai 21, 55411 Bingen am Rhein, Telefon: 06721/184205 und -206, www.bingen.de

Wanderungen am Erbeskopf im Hunsrück

Die Aussicht vom höchsten „Gipfel“ in Rheinland-Pfalz ist an klaren Wintertagen besonders schön.


Auf dem Erbeskopf, der mit rund 816 Metern die höchste Erhebung in Rheinland-Pfalz ist, steht das Hunsrückhaus. In der ständigen Ausstellung „Natur-Umwelt-Freizeit“ zeigt sich, dass die ursprüngliche Landschaft im Naturpark Saar-Hunsrück seltenen Tieren Lebensraum bietet und anderswo längst ausgestorbenen Pflanzen zum Blühen bringt. Die scheue Wildkatze zum Beispiel, die in den Hunsrücker Wäldern wieder heimisch ist, bekommt man in freier Natur kaum zu Gesicht. Der Rundgang durch die Ausstellung führt von der Landschaft und ihrer Geografie über die Natur und ihren Eigenheiten bis zu ihrer Nutzung und den daraus folgenden Konsequenzen. Natur und Kultur, Umwelt und Nutzung bedingen und beeinflussen sich gegenseitig. Auf rund 10 000 Hektar Waldfläche auf den westlichen Hunsrückhöhen mit dem Idarwald und dem Schwarzwälder Hochwald stellt der neue Nationalpark „Hunsrück-Hochwald“ die Landschaft unter besonderen Schutz.


Schaut man vom Hunsrückhaus nach oben, entdeckt man in der Ferne die vom Bildhauer C. Mancke entworfene Windklangskulptur. Das begehbare Kunstwerk ist gleichzeitig Aussichtspunkt auf dem Bergplateau. Die weite Sicht ist schon ein Grund den Hang hinaufzusteigen, der im Winter bei ausreichendem Schneefall zur beliebten Skipiste wird. Der Wind singt hier zu jeder Jahreszeit ein anderes Lied. Der Saar-Hunsrück-Steig und viele andere Wanderwege treffen sich auf dem Plateau des Erbeskopfes.

Weitere Informationen: Hunsrückhaus am Erbeskopf, Am Erbeskopf, 54411 Deuselbach, Telefon: 06504/778, Hunsrück-Touristik

Mit dem Tatzelwurm durch Kobern-Gondorf

An der Untermosel liebt man das Wandern und den Wein, aber auch das närrische Treiben.


In Kobern-Gondorf ist er überall zu finden: der Tatzelwurm. Halb Löwe, halb Lindwurm lebte er einst in den Stollen des Weinortes am Moselufer. In einer Tatze hält er eine Weintraube, denn hier dreht sich natürlich auch alles um den Wein. Den kann man in dieser Jahreszeit am besten im Glas bewundern oder man begibt sich im historischen Weinmuseum auf Schloss von der Leyen auf seine Spuren. Eichenholzfässer, Handkorkmaschinen und manch anderes Weinbaugerät können dort besichtigt werden. Der Eintritt ist kostenlos. Und zwischen der gesammelten Weinbautradition gibt es hier auch die Möglichkeit, sich bei einer Weinprobe mit sechs Moselweinen einen Überblick zu ihrer Qualität zu verschaffen.


Außerdem kann man hier an der Untermosel zwischen Cochem und Koblenz wunderbar wandern. Durch Kobern-Gondorf führt nicht nur der Moselsteig, sondern auch der Traumpfad „Koberner Burgpfad“. Beliebt ist auch der 7,8 Kilometer lange Tatzelwurmweg. Der kulturhistorische Wanderweg entführt in die Welten des Mittelalters, der Vorgeschichte der Menschen und in die römische Zeit. Er führt am Ortskern entlang ins Hohesteinsbachtal und über naturbelassene Pfade in himmlischer Ruhe durch die Wälder der Buchhöll zu fantastischen Ausblicken. Am Anstieg zur Matthiaskapelle gibt es einen Extra-Pirschpfad für Kinder und am Sauerbrunnen eine Kostprobe des kohlensäurehaltigen Mineralquellwassers. Der Rundweg endet am Marktplatz. In der fünften Jahreszeit sind die Kobern-Gondorfer besonders gastfreundlich und gut aufgelegt. Ihre Möhnensitzung ist legendär.

Weitere Informationen: Touristik und Kultur Kobern-Gondorf, Lennigstraße 12-14, 56330 Kobern-Gondorf, Telefon: 02607/1055, www.koberngondorf.de

Möhnen und Geister an der Mosel - Die legendäre Cochemer Fassenacht

Die legendäre Cochemer Fassenacht feiert Karneval mit drei Prunksitzungen, Umzügen und Tanz.


Die fünfte Jahreszeit ist in Cochem der erste Höhepunkt jeden Jahres und sehr lebendige Tradition. Die Plätze für die Prunksitzungen der Cochemer Karnvalsgesellschaft 1848/49 sind so gefragt, dass diese gleich an drei Abenden stattfinden. Proklamation, Weiberfastnacht, Möhnenumzüge, Geisterumzug, Rosenmontagszug und das traditionelle Treiben am Bauern-dienstag sind weitere Höhepunkte der Cochemer Fassenacht.


Die große Stunde der Möhnen schlägt bei der Weiberfastnacht. Dann ziehen die Möhnen, die närrischen Weiber, zum Rathaus, um dort die Herrschaft der Männer zu brechen – jedenfalls für die Dauer des Karnevals. Angeführt werden die Möhnengesellschaften von einer Präsidentin, der sogenannten Obermöhne.


Der Geisterzug ist alte rheinische Tradition seit 1858. Damals war es eine Art Gegenveranstaltung zum bürgerlichen Karneval, wurde aber bald in die offiziellen Karnevalsfeiern integriert. Mit dem Kinder-Preis-Maskenball, dem Rosenmontagsumzug und dem traditionellen „Bauerntreiben“ in den historischen Gassen der mittealterlichen Altstadt und in ihren Gaststätten geht das närrische Treiben an der Mosel seinem Ende zu.

Weitere Informationen: Tourist-Information Ferienland Cochem, Endertplatz 1, 56812 Cochem/Mosel, Telefon: 02671/60040, http://www.ferienland-cochem.de/

Walken zu Wildpark und Wolfstein in Bad Marienberg

Der Nordic-Fitness-Park in Bad Marienberg lädt mit vier sportlichen Routen zur Bewegung in der frischen Winterluft ein.


Der Kurort im Westerwald ist bekannt für seine vielen Wandermöglichkeiten auf dem Westerwald-Steig, auf Rundwegen und bei genügend Schnee auch für seine gespurten Loipen. Der Schnee fehlt zurzeit, aber Gelegenheit zur Bewegung in der Winterluft gibt es im Nordic-Fitness-Park in Bad Marienberg genug.


Auf vier ausgeschilderten Routen kann man mit Stöcken und guter Laune auf Nordic-Walking-Tour gehen. Die leichte Wildpark-Runde ist fünf Kilometer lang und startet am Parkplatz Abenteuerspielplatz am Wildpark. Rund 200 Meter vor dem Ziel lohnt sich ein Abstecher zum Trimm-dich-Pfad. Von dort geht es am kleinen Wolfstein und am Wildgehege vorbei zum Ausgangspunkt zurück.


Als mittelschwere Runde durch die Bad Marienberger Wälder ist die 11,6 Kilometer lange Sebastian-Kneipp-Tour eingestuft. Auch sie beginnt am Wildpark. Power-Walker haben auf dieser Runde die Möglichkeit, den steilen Anstieg zum großen Wolfstein zu meistern und über die beschilderten Wanderwege zum Wildpark zurück zu walken. Die ebenfalls mittelschwere Basaltstein-Runde ist 17,8 Kilometer lang. Sie beginnt auf dem Parkplatz Abenteuerspielplatz am Wildpark und führt auf dem Sonnenweg in Richtung Unnau. Unterwegs sieht man ein Geotop mit mächtigen Basaltblöcken und walkt durch das Naturschutzgebiet Bacher Lay zurück nach Bad Marienberg. Auf dieser Tour kann man auch die Verbindung zum Basaltpark mit dem geologischen Rundwanderweg nutzen.


Für Könner ist die anspruchsvolle Strecke „Westerwald-Panorama“ gedacht. Auf 19,2 Kilometern geht es vom Parkplatz Ski-Hütte Salzburger Kopf im Auf und Ab durch den Westerwald.

Weitere Informationen:
Tourist-Information, Wilhelmstraße 10,56470 Bad Marienberg/Westerwald, Telefon: 02661/7031, http://www.badmarienberg.de/cms/deutsch/sport-und-freizeit/nordic-fitness-park/

Kunst in der Mittagspause im Landesmuseum Mainz

Das Landesmuseum in Mainz hat interessante Führungen durch seine Sammlungen für Erwachsene und Kinder im Programm.


Mitten im Zentrum von Mainz fällt ein prächtiges Gebäude ins Auge. Auf dem Dach über seinem Eingang bäumt sich ein goldenes Pferd auf. Da muss man einfach hinsehen. Das lang gestreckte Gebäude ist das Landesmuseum Mainz und steht in der belebten Straße „Große Bleiche“. Es ist eines der ältesten Museen in Deutschland. Das barocke Gebäude der „Golden-Ross-Kaserne“ und die Glas- und Stahlkonstruktion zum Innenhof bilden zusammen mit dem kurfürstlichen Marstall das Ensemble des Museums.


Zu sehen sind Sammlungsstücke zum Beispiel aus der römischen Zeit, aus dem Mittelalter, der Renaissance, dem Barock sowie Grafik des 16. bis 20. Jahrhunderts, niederländische Malerei, Porzellan des 18. Jahrhunderts, Malerei des 19. Jahrhunderts, Judaica, Dokumente der Stadtgeschichte, Glas des Jugendstils und Kunst des 20. Jahrhunderts. Sonderausstellungen zur Kunst der Gegenwart und der Vergangenheit bereichern das Angebot.


Themenbezogene Führungen für Kinder ab drei Jahre, Jugendliche und Erwachsene bringen den Besuchern die Schätze des Hauses näher. Für Eilige gibt es „KIM“. Für eine halbe Stunde treffen sich in der Mittagszeit Kunstinteressierte mit Experten des Hauses, um sich ein Einzelstück, eine Fragestellung, eine Gruppe von Kunstwerken oder eine Idee der Wissenschaftler nahe bringen zu lassen. Kunst in der Mittagspause (KIM) findet jeden Dienstag und Donnerstag zwischen 12.30 und 13 Uhr statt. Meist wiederholt sich das Programm vom Dienstag am folgenden Donnerstag. Die Teilnahme kostet einen Euro.


So unterschiedlich wie die Kunstwerke des Landesmuseums, so unterschiedlich sind auch die Techniken mit denen die Künstler arbeiteten. Im Atelier des Museums können Kinder, Jugendliche und Erwachsenen an

Weitere Informationen: Landesmuseum Mainz, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Große Bleiche 49, 51 55116 Mainz, Telefon: 06131/28 57-0, Infoband: 06131/2857225, http://www.landesmuseum-mainz.de/

Frühstück in der Therme am Fluss in Bad Ems an der Lahn

Bad Ems an der Lahn ist ein guter Ort, um winterlichen Erkältungen vorzubeugen und sich dabei rundum wohlzufühlen.


In diesen Tagen sind die berühmten Emser Pastillen sozusagen in aller Munde. Viele schwören bei Halsschmerzen auf das weiße Gold für die Atemwege und Stimme aus dem Kaiserbad. Ein pfiffiger Apotheker aus Bad Ems presste die ersten Pastillen 1858 aus dem Salzpulver, das als Rückstand am Inhalatorium anfiel und so begann die Erfolgsgeschichte des Wundermittels.


Um das Salz für eine Emser Pastille zu gewinnen, müssen rund 50 Milliliter Thermalwasser eingedampft werden. Die Herstellung ist heute automatisiert und die Nachfrage ungebrochen. Die Pastillen machten Bad Ems in der ganzen Welt bekannt. Ein prächtiger Hotelpalast, ein marmorner Kursaal und viele historische Gebäude erinnern daran, dass schon im 18. und 19. Jahrhundert Kaiser und Könige auf der Kurpromenade im Tal zwischen Limburg und Koblenz flanierten. Sie kamen wegen der 15 Heilquellen, zu denen auch der Robert-Kampe-Sprudel gehört, der als Quelle des Emser Salzes täglich 800 000 Liter Wasser aus eigener Kraft zutage fördert.


Im Dezember 2012 wurde in Bad Ems eine der modernsten Thermen Deutschlands eröffnet. Sie steht direkt am Lahnufer. Die weitläufige Thermenlandschaft wird von dem Emser Thermalwasser gespeist. Im vergangenen Jahr kam eine Fluss-Sauna dazu. Sie schwimmt auf der Lahn und ist über einen Steg erreichbar.


Beim kühlen Januarwetter helfen auch Wohlfühlangebote, wie zum Beispiel eine Hot Stone-Massage, Hamam oder das „Kaiserbad“ einer Erkältung vorzubeugen. Und damit darf man schon früh damit anfangen.

Weitere Informationen: Emser Therme GmbH, Viktoriaallee 25, 56130 Bad Ems, Telefon: 02603/97900, http://www.emser-therme.de/

Pilgern in besten Rieslinglagen - Der Mosel-Camino von Koblenz nach Trier

Der Mosel-Camino von Koblenz nach Trier führt im Winter durch bereifte Weinberge zu guten Aus- und Einsichten.


Der Film nach dem vier Millionen Mal verkauften Bestsellers "Ich bin dann mal weg" kommt 2015 in die Kinos. Der brillante Tatort-Kommissar Devid Striesow spielt den Entertainer Hape Kerkeling, der mit seinem elf Kilo schweren Rucksack in sechs Wochen von St.-Jean-Pied-de-Port nach Santiago de Compostela pilgert und auf dem Weg zu sich und Gott findet. Er marschiert über die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen, durch das Baskenland, Navarra und Rioja bis nach Galicien zum Grab des Heiligen Jakob, das seit über tausend Jahren Ziel für Gläubige aus der ganzen Welt ist. Seit Hape Kerkelings Buch 2006 in den Buchhandel kam, hat sich nicht nur auf dem Jakobsweg einiges verändert, auch das Pilgern findet seitdem immer mehr Anhänger.


Seit Sommer 2008 ist der Mosel-Camino als Teil des Pilgerwegs nach Santiago de Compostela zwischen Koblenz-Stolzenfels und Trier auf einer abwechslungsreichen und reizvollen Strecke komplett markiert. Schilder und Aufkleber mit der gelben Jakobsmuschel auf blauem Grund kennzeichnen den knapp 160 Kilometer langen Wanderweg. Er verzichtet auf Zertifizierung oder Erlebnispunkte und ist ausgenommen mancher steiler Passage im Weinberg auch nicht allzu schwierig zu gehen. Vor allem eignet er sich gut für Tagespilger, denn alle acht Etappen sind gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen.


Wallfahrts- und Klosterkirchen, beste Rieslinglagen und beschauliche Weinorte säumen den Camino. Kultureller Höhepunkt und Zielort des Mosel-Caminos ist die achte und letzte Etappe zur Bischofsstadt Trier. Die römisch-christliche Tradition begegnet dem Pilger hier auf Schritt und Tritt: Porta Nigra, Kaiserthermen, Amphitheater, Basilika und Dom St. Peter. Mancher Heiliger fand in Trier die letzte Ruhe. So auch Apostel Matthias. Sein Grab unter der nach ihm benannten Basilika ist das einzige eines Apostels nördlich der Alpen. Hier endet der Mosel-Camino. Doch wer will, kann von hier der Muschel weiter folgen und wird irgendwann wie Hape vor den Toren von Santiago de Compostela und am Grab des Heiligen Jakob stehen. Das ist dann allerdings kein Tagesauflug mehr.

Weitere Informationen: www.mosel-camino.de

Hüllenlos baden im Wiedbachtal in Hausen im Westerwald

Die neue Saunalandschaft im Wiedtalbad in Hausen lädt zu exklusiven Abenden in den Westerwald ein.


Das Wiedtalbad in Hausen an der Wied ist eine attraktive Kombination aus Hallenbad, Saunawelt, Freibad und Bistro. Im Hallenbad gibt es neben dem großzügigen Schwimmerbecken ein Erlebnisbecken mit Rutsche, Strömungskanal und Wasserfall und angenehmen 31 Grad Wassertemperatur. Die kleinen Gäste vergnügen sich im Planschbecken. Zum Entspannen laden ein Hot- Whirlpool (35°C) und mehrere Relax-Räume ein.


Eine ganz besondere Atmosphäre verspricht die neue Saunawelt im Wiedtalbad. Im Valo-Bad kann man unter Sternenhimmel entspannen. Ätherische Öle, wie zum Beispiel Rosenaroma in der Ruusu-Sauna, wirken beruhigend und aufhellend, Rosenquarzsteine schaffen eine außergewöhnliche Stimmung. Im Sauna-Blockhaus in der Außenanlage werden die Aufgüsse zelebriert. Die mediterran anmutende Gestaltung vermittelt dabei Urlaubsstimmung pur. Die feuchte Wärme des Dampfbades ist kraftvoll und weich zugleich. Abkühlgassen, Tauchbecken und Erlebnisduschen sorgen für die nötige Abkühlung und regen an. Ein Ruheraum mit Kamin und ein Schlafraum sind im Winter beliebte Orte, um ungestört zu ruhen.


Die Gäste lernen beim Sauna-Abend ein Land beziehungsweise eine Stadt Europas näher kennen. Von 20 bis 23 Uhr ist das hüllenlose Baden ein Höhepunkt des Abends.

Weitere Informationen: Wiedtalbad, Hönninger Straße 1, 53547 Hausen, Telefon: 02638/4228, www.wiedtalbad.de

Mountainbiketour auf der Weltachse im Pfälzerwald

In Waldleiningen im Pfälzerwald gibt es eine ausgezeichnete Mountainbiketour am Mittelpunkt der Welt.


Auf dem 459 Meter hohen „Roßrück“, tief im Pfälzerwald zwischen Waldleiningen und Johanniskreuz, zieht ein großer Sandstein mit Inschrift das Interesse der Vorübergehenden auf sich: „Do werd die Weltachs ingeschmeert – unn uffgebaßt, dass nix passeert!“ Übersetzt ins Hochdeutsche heißt das: Hier wird die Weltachse eingeschmiert und aufgepasst, dass nichts passiert. Sehr beruhigend, dass sich die Pfälzer auch um den reibungslosen Weltenlauf kümmern!


Als der Pfälzerwald noch in bayerischer Verwaltung war, setzte man zur topografischen Vermessung der Umgebung auf einem kleinen Felsentisch eine Landmarke. Den pfälzischen Heimatdichter Paul Münch (1879 bis 1951) inspirierte dieser Verwaltungsakt zu einem Gedicht in Pfälzer Mundart, in dem er klarstellte, dass es sich hier nur um den Mittelpunkt der Welt handeln kann: „Un was nit in der Pfalz bassiert, is Newesach un hat kee Wert.“ (Und was nicht in der Pfalz passiert, ist Nebensache und hat keinen Wert.) Daran und an dem unerschütterlichen Humor der Pfälzer zweifelt inzwischen keiner mehr.


Der regionale Mythos wird seit 1964 mit der Zeremonie der Weltachsölung gepflegt. Mit dem Ölkännchen wird gewissenhaft die Schmierung vorgenommen, damit sich die Achse auch für ewig drehe.Auf der im vergangenen Sommer optimierten, neu markierten und zertifizierten Tour 4 des Mountainbikeparks Pfälzerwald, die nun sensationelle 17 Kilometer „Singletrails“ aufzuweisen hat, ist die Weltachse ein Highlight. Rund 63 Kilometer stehen am Ende auf dem Tacho der Mountainbiker, die auf der gesamten Tour 1400 Höhenmeter überwinden. Damit konnten auch die Kriterien der Deutschen Initiative Mountainbike e.V. (DIMB) an eine besondere Mountainbikestrecke »Premium Bike Trail Tour« erfüllt werden. Neben der Tour 4 des Mountainbikepark Pfälzerwald gibt es bisher nur eine weitere TrailTour (Mömlingen) in Deutschland mit dieser Auszeichnung.      Eine Karte im Maßstab 1:50.000 des „Mountainbikepark Pfälzerwald“ gibt es im Buchhandel und bei den Touristinformationen.

Weitere Informationen: Pfalz.Touristik e.V., Martin-Luther-Straße 69, 67433 Neustadt/Weinstraße, Telefon: 06321/39160, www.pfalz.de, www.mountainbikepark-pfaelzerwald.de.

Im Fackelschein durch alte Gassen - Kultur- und Weinbotschafter in Rheinhessen

Die Kultur- und Weinbotschafter laden zum Auftakt ihrer diesjährigen Veranstaltungen zur Fackelwanderung ein.


„Man sieht nur, was man weiß“, sagte einst Goethe. Ein Wort, das sich oft bewahrheitet, wenn man mit Einheimischen unterwegs ist, die mit Insider-Informationen und Geschichten die Entdeckung einer unbekannten Region zu einem echten Bildungserlebnis werden lassen. Die ausgebildeten Kultur- und Weinbotschafter in Rheinland-Pfalz führen das ganze Jahr über Gäste zu verschiedenen Themen durch ihr Land. Dabei geht es um Geschichte, Kultur, Landschaft, Wein, Wiesen, Kulinarisches und vieles mehr.

Weitere Informationen: E-Mail: info@rheinhessisches.de http://www.kultur-und-weinbotschafter.de/index.php?id=5483,

Hüpfen im Affenmaul und auf dem Wabbelberg im Piratenland Neuwied

Spiel und Spaß für Kinder gibt es bei jedem Wetter im Erlebnisfreizeitpark „Piratenland“ in Neuwied.


Das Piratenland in Neuwied ist ein thematischer Indoor- und Outdoor Erlebnisfreizeitpark für die ganze Familie. Auf dem 6300 Quadratmeter großen Gelände dreht sich alles um Faszination, Aktion und Spannung.
Im Außenbereich steht eine riesige Fläche mit Seilbahn, Riesenklettertürmen, Piratenschiff, Trampolin, Aquapark,  Riesenwasserrutsche und Matschspielplatz zur Verfügung. Bei den derzeitigen kühleren Temperaturen oder bei Regen und Schnee können die Kinder aber auch im Innenbereich viel Spaß haben.


Sechs Meter hoch erstreckt sich das große Klettergerüst über drei Etagen und hat Platz für 320 Kinder. Zu entdecken gibt es vier Riesenrutschen, eine Ballschussanlage, Ballpool und Darkroom sowie Hindernisse wie Pressrollen, Lianen und Seilbahnen. Für Hüpfburg-Fans gibt es mehrere Varianten. Die Hüpfburg „Affenmaul“ wurde eigens für das Piratenland Neuwied entworfen. In das Maul des Affen kann man hineinklettern. Auch der über drei Meter hohe und 100 Quadratmeter große wilde Wabbelberg ist eine Hüpfburg. Die Hüpfburg „Piratenschiff“ ist über zwölf Meter lang und hat viele Hindernisse und eine Piratenrutsche. In Balance zu bleiben können die Kinder auf der Trampolinanlage ausprobieren.


In einem Bereich für Kleinkinder finden die Jüngsten alles, was sie mögen. Das Kleinkinderparadies ist über 150 Quadratmeter groß und hat ein Riesenbällebad mit Rutsche, Bagger, Schaukelschiff, Lego-Ecke mit Softbausteinen, Piratenschiff, mehrere Wippen und eine eigene Trampolinanlage. Die größeren Kinder können auf der Elektro Kart-Bahn ihre Runden drehen und sich wie ein Rennfahrer fühlen oder auf der 9-Loch-Minigolfanlage prüfen, ob sie das Zeug zum Golfprofi haben.

Weitere Informationen: Piratenland-Neuwied GmbH, Igelweg 7,  
56566 Neuwied, Telefon: 02622/921770, http://www.piratenland-neuwied.de/

Sternwanderungen in der Eifel

Im Nationalpark Eifel gibt es neue Wanderungen zur Beobachtung des Sternenhimmels.


Es gibt nur noch wenige Orte, wo die Sterne in der Nacht derart funkeln, dass Betrachter dieses Naturschauspiel nahezu ungetrübt erleben können. Seit 2010 hatte der Astronom Harald Bardenhagen die Realisierung eines Schutzgebietes für den Sternenhimmel und eine natürliche Nacht in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung, dem Kreis Euskirchen und der Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang vorbereitet.


„Die Nationalparkregion Eifel ist eine der wenigen Orte in Deutschland, in denen man die Milchstraße mit eigenen Augen sehen kann. Wenn wir heute allerdings nichts gegen die zunehmende Lichtverschmutzung tun, verlieren wir auch hier den Sternenhimmel“, sagt er. Das Engagement für den Schutz des Nachthimmels im Nationalpark hat sich gelohnt. Mit seinem funkelnden Sternenhimmel qualifizierte sich der Nationalpark Eifel im Februar 2014 als Sternenpark. Zehn Jahre nach seiner Gründung erhielt das Großschutzgebiet diese wichtige Anerkennung von der International Dark-Sky Association (IDA).


Neben dem nächtlichen Naturerlebnis dient die reduzierte Lichtverschmutzung dem Schutz der Natur und Artenvielfalt. Fledermäuse, Zugvögel und viele andere Tiere profitieren von dem geschützten Nachthimmel. Der nächste Schritt ist die Weiterentwicklung vom Sternenpark zu einem Sternenreservat. Die vor Lichtverschmutzung strikt geschützte Fläche des Nationalparks muss dazu um ein etwa 15 Kilometer breites Band um die Nationalparkgrenzen herum erweitert werden.

Weitere Informationen: Nationalparkforstamt Eifel, Urftseestraße 34, 53937 Schleiden-Gemünd, Telefon: 02444/95100, www.nationalpark-eifel.de und www.sterne-ohne-grenzen.de (Anmeldung und Anfahrtsbeschreibung)

Sehenswürdigkeiten zwischen Rhein und Mosel auch im Winter geöffnet

Ob ein Spaziergang über die Festung Ehrenbreistein oder ein Besuch im Arp Museum – auch im Winter locken die „Meisterwerke“ an Rhein und Mosel. Viele der beliebten Sehenswürdigkeiten, die sich im Verbund „Meisterwerke“ zusammengeschlossen haben, sind auch zur kalten Jahreszeit für Besucher geöffnet.


So können beispielsweise die Marksburg bei Braubach, die Festung Ehrenbreitstein und das Romanticum in Koblenz sowie das Kloster Maria Laach den ganzen Winter über täglich besichtigt werden, genau wie die Porta Nigra, die Kaiserthermen und das Amphitheater in Trier. Auch der Vulkanpark mit Lava-Dome und Lavakeller in Mendig öffnet seine Pforten, bis auf einen Ruhetag am Montag, täglich. Für Mittelalterfans sind Schloss Stolzenfels und die Burg Pfalzgrafenstein an den Wochenenden geöffnet.
Weitere Informationen zu den „Meisterwerken“.                     

Polarwölfe im Hunsrücker Wald im Hochwildschutzpark Rheinböllen

Wolfsgeheul in einer klaren Winternacht ist in Rheinland-Pfalz nicht häufig zu hören. Im Hochwildschutzpark Rheinböllen dagegen ist es keine Seltenheit. Dort zeigt sich Isegrim sogar bei Tag. Und es sind ganz besondere Wölfe mit einem kuscheligen weißen Fell, das nur die Polarwölfe haben. Die Lust zum Streicheln ist groß, aber das mögen die Tiere natürlich nicht so gern, die hier in der naturbelassenen Hunsrücklandschaft mit viel Auslauf ihr unbeschwertes Leben genießen. Von Natur aus sind sie scheu, aber auch neugierig. Ganz sicher bekommt man sie bei den täglichen Fütterungen zu Gesicht.


Öffentliche Fütterungen gibt es auch für die Luchse und Waschbären. Beim Rundgang durch den über 100 Hektar großen Wildpark begegnet man neben heimischen Wildtieren wie zum Beispiel Rot- und Damwild, Muffelwild, Wildschwein und Wildkatze auch exotischen Tieren wie Lamas, Bennett-Kängurus, Erdmännchen, Bisons und Braunbären.


Einige Tiere dürfen von den Besuchern auch gefüttert werden. Das Tierfutter gibt es vor Ort zu kaufen. Im Hochwildschutzpark gibt es auch eine Falknerei, die bei der täglichen Greifvogelschau die fliegerischen Fähigkeiten von Bussard, Falke, Adler und Eule vorführen.


Im Park Café und am Seekiosk direkt am idyllischen Volkenbacher Weiher kann man bei hausgemachten Kuchen eine Pause einlegen. In der Nähe befindet sich der Waldspielplatz mit allem, was Kinder zum Austoben brauchen.

Weitere Informationen:  www.hochwildschutzpark.de

Fachwerk, Handwerk und Biergeschichte in Hachenburg

Einer der schönsten Fachwerkorte im Westerwald ist Hachenburg. Rund um den Alten Markt, hier befindet sich übrigens auch das älteste steinerne Gasthaus Deutschlands, die „Krone“, flaniert man vorbei an Patrizierhäusern bis zum Barockschloss und zur Schlosskirche.


Weiter geht’s zum Landschaftsmuseum Westerwald. Durch eine Parklandschaft am Ortsrand von Hachenburg gehen die Gäste in acht regionaltypischen Gebäuden auf Entdeckungstour zum bäuerlichen Wohnen, Leben und Arbeiten, wie es im Westerwald bis um 1960 üblich war. Eine Scheune, ein Backhaus sowie eine Ölmühle führen die bäuerliche Eigenversorgung vor. Ausstellungen zeigen, wie Tischler, Töpfer, Schmiede und andere Handwerker ihre Gerätschaften erzeugten. Auch die Dorfschule, in der alle Schüler gemeinsam in einem Raum unterrichtet wurden, kann dort besichtigt werden.


Der Besuch des Westerwaldstädtchens findet seinen Abschluss in der Hachenburger Erlebnisbrauerei. Fast jeder hat schon einmal Bier getrunken, aber hier kann man hautnah erleben, wie es gebraut wird? Vom malzigen Anfang bis zur vollendeten Reife – wir lassen sich die Brauexperten gerne über die Schulter schauen. Bei einer erlebnisreichen Tour durch die Brauerei werden die Rohstoffe erklärt und man erfährt vieles über die traditionelle, handwerkliche Brauweise und schließlich, wie das Bier nach seiner langen, kalten Lagerung abgefüllt wird.
Einer der Höhepunkte der Brauerei-Besichtigung ist der Besuch im Zwickelkeller. Hier kosten Sie ein Bier, das es so nirgendwo zu kaufen gibt: braufrisches, noch unfiltriertes Hachenburger. Ein Luxus, den sonst nur der Braumeister selbst genießt.

Weitere Informationenwww.hachenburg.de

Romantik und Kunst im Arp Museum am Bahnhof Rolandseck

Der Bahnhof Rolandseck gehört zu den Orten am Romantischen Rhein, der zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert ist. Da ist zunächst die Landschaft, der es an nichts fehlt, um sie romantisch zu nennen. Vor der Haustür zeigt sich Vater Rhein, der die Inseln Grafenwerth und Nonnenwerth umfließt, als stattlicher Strom vor den Hügeln des Siebengebirges. Und da ist das Bahnhofsgebäude, das 1856 erbaut, damals für viele Rheintouristen Umsteigeort vom Dampfschiff auf die Schiene war.


Dem Galeristen Johannes Wasmuth ist es zu danken, dass Rolandseck zum künstlerischen Zentrum wurde. Er hatte die Idee, ein eigenes Museum für den Nachlass des Dadaisten Hans Arp und seiner Frau Sophie zu bauen, und begeisterte den New Yorker Architekten Richard Meier dafür. Der Meier-Bau, 2007 eingeweiht, ringt jedem Besucher Staunen ab.


Von Deutschlands einzigem Museum mit Gleisanschluss führt ein langer Tunnel zum Neubau. Mit dem Aufzug geht es im Berg aufwärts. Oben angekommen ist alles Licht und Weite. Wer zum ersten Mal kommt, weiß nicht, woran er sich zuerst satt sehen soll, an der Architektur des Museumsbaus oder an der aktuellen Ausstellung.

Weitere Informationen: www.arpmuseum.org

Entspannen in Bad Kreuznach an der Nahe

Zu den schönsten Saunalandschaften Deutschlands zählt das Bad Kreuznacher Bäderhaus. Es ist nicht nur als staatlich anerkanntes Mineralheilbad für Kuraufenthalte, sondern auch als Ziel eines erholungsfördernden Kurztrips ideal. Hinter der prachtvollen, klassizistischen Fassade locken auf 4.000 Quadratmetern gleich elf verschiedene Saunen: vom römischen Dampfbad über die orientalische bis zur alpenländischen Sauna. Ein Solebecken, ein großer Pool mit Wasserfall, Whirlpool und Außenbecken auf dem Dachgarten, eine Eisgrotte, großzügige Ruhebereiche und ein Restaurant gehören ebenso zum Angebot wie diverse Anwendungen und Massagen. In direkter Nachbarschaft des Bäderhauses bieten die „crucenia thermen“ drei Innen- und Außenbecken mit 33 Grad warmer Sole, die aus einer Quelle im Salinental gewonnen wird und eine sehr verträgliche Salzkonzentration von 1,5 Prozent hat. Das  Angebot des komplett renovierten Thermalbads runden ein Süßwasserpool, Ruhezonen, Solarien, Massagen und Wohlfühlbäder ab.
Weitere Informationen zu Bad Kreuznach.

Bingens Unterwelt entdecken

Bei einer von Laternen beleuchteten Kellerführung durch Bingens Unterwelt erleben die Gäste allerhand Geheimnisvolles und Unbekanntes, das mit literarischen und historischen Anekdoten zum Schmunzeln anregt und mit Köstlichem für Gaumen und Kehle garniert wird. In der alten, bis auf die Römer zurückgehenden Handels- und Weinstadt, haben Bingens Bürger schon immer umfangreiche, teils mehrstöckige Keller unter ihren Häusern angelegt, um zum Beispiel Wein oder Salz zu lagern. So ist die Binger Kellerwelt ebenso abwechslungsreich wie die Binger Geschichte wechselvoll war. Es gibt kleine Fluchtkeller für die bis ins 19. Jahrhundert im Ghetto lebenden Binger Juden, Keller zur Lagerung von Handelswaren, ehemalige Luftschutzkeller, einen dreistöckigen Sektkeller sowie einen Renaissancekeller. Sonderführungen für Gruppen sind auf Anfrage möglich.
Weitere Informationen zu Bingen.

Römische Vergangenheit mit der Limes-App entdecken

Mitten im UNESCO-Weltkulturerbe Römischer Limes befindet sich das beliebte Kaiserbad Bad Ems. Für Besucher der Region, die mehr über die Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten, Tipps zu touristischen Angeboten und den römischen Limes erfahren möchten, gibt es nun die Limes-App. Der neue mobile Reiseführer steckt voller Highlights: So gibt es z.B. eine 3D-Anwendung, bei der die Wachtürme des Schutzwalls wieder sichtbar werden und römische Soldaten patrouillieren. Die Limes-App gilt für den kompletten Limes in Rheinland-Pfalz und kann unter limes.per-rlp.de/limes-app-2/ kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zur Limes-App.

limes.per-rlp.de/limes-app-2/

http://limes.per-rlp.de/limes-app-2/

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