Gastlandschaften Rheinland-Pfalz

Täglich auf Tour mit der RheinZeitung

...  unsere Tipps für Ihre Ausflüge nach Rheinland-Pfalz im Februar:

Schatzkästchen der Geschichte

Das Stadtmuseum im Hause Catoir lädt an jedem Freitag zu einer besonderen 3D-Führung ein


Die Museumsgeschichte Bad Dürkheims geht bis auf das Jahr 1872 zurück. Damals gründete sich der „Alterthumsverein für den Kanton Dürkheim“ als erster örtlicher Altertumsverein der Pfalz, der seit dieser Zeit bedeutende Kulturgüter aus Stadt und Region sammelt. Seit 1984 werden die Sammlungen in dem zu einem Museum umgebauten Gutshaus der Familie Catoir dauerhaft gezeigt.


Bei dem Haus handelt sich um den ehemaligen Leiningen-Falkenburger Hof, der 1780 an den Rotgerber Johann Theobald Catoir verkauft wurde.
Die Museumssammlung setzt sich neben einigen Ankäufen und Dauerleihgaben vor allem aus Schenkungen Bad Dürkheimer Familien zusammen und ist größtenteils Eigentum der Museumsgesellschaft. Die „Geschichtswerkstatt“, ein Zusammenschluss historisch interessierter Bürgerinnen und Bürger, richten regelmäßig Sonderausstellungen aus.
Der Eingangsbereich, das Treppenhaus und die Flure dienen als Galerie für die Werke prominenter Künstlerinnen und Künstler der Stadt und der Pfalz. Das Dachgeschoss beherbergt die archäologische Abteilung, die die Vor- und Frühgeschichte der Dürkheimer Region von der Steinzeit bis in die fränkische Zeit dokumentiert. Die stadtgeschichtliche Abteilung ist im ersten Obergeschoss untergebracht. Ein vornehmes bürgerliches Wohnzimmer aus der Zeit des 18. bis 20. Jahrhunderts hält mit Einrichtungsgegenständen aus dem Privatbesitz der Familie Catoir die Erinnerung an die früheren Bewohner des Gebäudes wach. Außerdem gibt es eine bäuerliche Wohn- und Schlafstube mit Alkoven aus der Zeit um 1800 sowie eine Küche mit reicher Ausstattung aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Im einstigen Weinkeller dreht sich alles um den Pfälzer Weinbau.
Freitags von 17 bis 18 Uhr ist der begehbare 3D-Reiseführer „Schatzkästchen der Geschichte“ ein guter Einstieg zum Kennenlernen der Region. Zu sehen sind zum Beispiel der Kriemhildenstuhl, der besterhaltene römische Steinbruch nördlich der Alpen, die Hardenburg, eine der größten Burgruinen des Landes, die Klosterruine Limburg und der Gradierbau, einer der längsten seiner Art in Deutschland.
Das Museum ist Dienstag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen: Stadtmuseum, Römerstraße 20, 67098 Bad Dürkheim, Tel.: 06322/980714, http://www.bad-duerkheim.de/stadtmuseum-im-kulturzentrum-haus-catoir

Hölzerner Jupp und Haacks Köppche

Auf der Traumschleife „Murscher Eselsche“ rund um die Zeche Theresia und im Baybachtal unterwegs


Die Jacob-Kneip-Straße in Morshausen ist nach dem 1881 geborenen Heimatdichter und berühmtesten Sohn des Hunsrückortes benannt. Hier steht die Bürgerhalle mit Parkplatz, auf dem die Traumschleife „Murscher Eselsche“ beginnt. Die 10,8 Kilometer lange Rundtour ist in rund fünf Stunden gut zu bewältigen.


Aus Morshausen geht es über weiche Wiesen und mit weiten Ausblicken bis in die Eifel in den nahen Wald. Bei klarem Wetter sieht man sogar den über 30 Kilometer entfernten Bergkegel der Hohen Acht. Diesen Weg gingen früher auch die Arbeiter in die Erzgrube Theresia. Daran erinnert der geschnitzte Jupp am Beginn des Zechenpfades. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde in der Grube Blei-, Silber-, Kupfer- und Zinkerz abgebaut. Am Baybach entlang geht es durch das Tal zur ersten Einkehrmöglichkeit im Restaurant Forellenzucht. Nach einigen Fischteichen kommt ein Fachwerkhaus mit hohem Bruchsteinsockel in Sicht. Das ist das historische Zechenhaus.


Durch das romantische Baybachtal führt der Weg weiter an der Mohren- und an der Franzenmühle vorbei. Nach der Überquerung des Baybachs steigt der Weg im felsigen Bergrücken zu „Haacks Köppche“ an. Hier legte der Naturfreund Georg Haack einen kleinen Naturpark an, der 1929 eingeweiht wurde. Heute ist davon nichts mehr zu sehen, außer ein paar Mauerreste von dem Haus, in dem Haack wohnte.
Von hier geht es auf schmalem Pfad und in Serpentinen ins Tal. Nach Verlassen des Bachtals geht es wieder bergauf zur Felsformation „Murscher Eselsche“ mit weiter Aussicht. Durch den sogenannten Hinterwald von Morshausen ist nach dem Wald-Festplatz des Ortes der Ausgangspunkt der Rundwanderung schnell erreicht.

Weitere Informationen: Projektbüro Saar-Hunsrück-Steig, Zum Stausee 198, 66679 Losheim am See, Tel.: 06872/9018100.

Salzglasiertes am Gräbersberg

Traditionelle Keramik und gastfreundliche Hütte auf den Höhen des Westerwaldes


Der Gräbersberg ist der Hausberg des Westerwalddorfes Alpenrod, das südwestlich von Hachenburg am Ufer der Nister und im Dreieck von Dreifelder Weiher, Wiesensee und Bad Marienberg auf einer Anhöhe liegt. An der höchsten Stelle auf dem 513 Meter hohen Gräbersberg steht ein 73 Meter hoher Mobilfunkturm mit einer Aussichtsplattform in 30 Meter Höhe, die täglich von 8 bis 20 Uhr besucht werden kann.


Über den Gräbersberg führt die 6. Etappe des Westerwald-Steiges auf dem Weg von Freilingen nach Nistertal. Am Fuße des Aussichtsturms ist die Alpenroder Hütte ein beliebter Ort für die Einkehr. Sie öffnet täglich um 11 Uhr und am Wochenende schon um 10 Uhr. Über den Wanderweg E1 lohnt es sich auch in Alpenrod vorbeizuschauen. In einer Urkunde aus dem Jahre 1320 wird das Dorf zum ersten Mal erwähnt und hieß zu jener Zeit Albrechtesrode. Einen Aussichtstum auf dem Gräbersberg gab es schon ab 1932, der aber 1945 bei einem mächtigen Sturm zerstört wurde.


Die alte Westerwälder Tradition der Herstellung von salzglasiertem Steinzeug, die ihre Hochburg im Kannenbäckerland rund um Höhr-Grenzhausen hat, wird auch in Alpenrod gepflegt. In der Töpferei von Marliese Fürst „Am Wehrholz“ 15 werden die Gefäße bei hohen Temperaturen über offenem Feuer gebrannt. Die traditionellen Muster und vielfältigen Dekore sind mit blauer, brauner oder anderen Naturfarben ausgemalt. Salzglasierte Keramik ist nicht nur frei von Schadstoffen, sondern so stabil, dass sie sogar dem Mikrowellen- oder Spülmaschinentest standhalten. Im Brottopf bleibt das Brot lange frisch, der Becher hält den Wein länger kühl und die Milch behält im Krug ihren Geschmack und ihre Energie. Nach vorheriger Anmeldung können Besucher bei einer Führung die Werkstatt besichtigen und im Café „Mittendrin“ einkehren. Ausstellungsräume und Laden sind Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen: Tourist-Information Hachenburger Westerwald, Perlengasse 2, 57627 Hachenburg, Tel.: 02662/958339, http://www.hachenburger-westerwald.de/

Wilde Romantik und Mittelalter

Auf der Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steigs kommen die Wanderer in eines der schönsten Hunsrückdörfer


Wenn die Sonne im Frühling durch das hellgrüne Blätterdach des schlanken Buchenwaldes viele kleine Lichtpünktchen auf den Wanderweg schickt, die Schritte vom Waldboden sanft abgefedert werden, ein wildromantischer Bach durch eine Felsenschlucht gurgelt und außer dem Gezwitscher des Buchfinks wunderbare Stille herrscht, dann ist man auf dem Saar-Hunsrück-Steig unterwegs. Es ist ein wahrer Bilderbuchweg, der seit seiner Eröffnung im Mai 2007 mit seinen abwechslungsreichen Wegen, weiten Aussichten, verträumten Hunsrückdörfern und romantischen Burgen viele Wanderer begeistert.


Vor einem Jahr wurde der Saar-Hunsrück-Steig um 190 Kilometer von Idar-Oberstein an der Nahe bis nach Boppard am Rhein verlängert. 12 neue spannende Etappen führen im vorderen Hunsrück zu landschaftlich besonders schönen Orten und interessanten Sehenswürdigkeiten. Dabei bezieht die neue Wegführung mehrere Traumschleifen rund um den Saar-Hunsrück-Steig ein, die als Rundkurse den Streckenwanderweg ergänzen. Das mittelalterliche Herrstein zum Beispiel lag bisher abseits von Saar-Hunsrück- und Soonwaldsteig. Jetzt bereichert der wunderschöne Fachwerkort mit liebevoll restaurierten Häusern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert den Saar-Hunsrück-Steig auf der 13. Etappe mit seinem alten Stadttor „Uhrturm“, dem mittelalterlichen Marktplatz und der Zehntscheune, wo man bei Omas gefüllten Klößen und einem guten Nahewein einkehren kann. Im alten Glockenturm wurde der berüchtigte Räuber Johannes Bückler alias Schinderhannes gefangen gehalten und auf dem Schlossberg wohnte Anfang des 14. Jahrhunderts Gräfin Loretta von Sponheim, die als mutigste Frau des Mittelalters in die Hunsrücker Geschichte einging. Hier führt der neue Saar-Hunsrück-Steig ein Stück auf der Traumschleife „Mittelalterpfad“ entlang. Die 13. Etappe ist rund 20 Kilometer lang und beginnt in Idar-Oberstein mit spektakulären Felsformationen und tollen Aussichten ins Nahetal. Nach einem langen Anstieg folgt eine naturnahe Passage mit stillen Bachtälern, alten Wäldern und dem Überqueren von Höhenzügen mit herrlichen Aussichten, die in Herrstein endet.

Weitere nformationen: Hunsrück-Touristik GmbH, Gebäude 663, 55483 Hahn-Flughafen, Tel. 06543 507700, www.hunsruecktouristik.de

Wanderung im Wasgau

Der neue Rundwanderweg „Napoleon-Steig“ im Dahner Felsenland führt zu spektakulären Felsformationen


In unmittelbarer Umgebung von Bruchweiler-Bärenbach im Dahner Felsenland gibt es viele von Erosion geformte Felsformationen aus dem hier vorherrschenden Buntsandstein. Um diese Naturdenkmäler ranken sich viele Geschichten und Mythen. Besonders sehenswert ist der bizarre Napoleonfelsen, der in seiner Form an den Feldherrn Napoleon Bonaparte mit seinem charakteristischen Hut erinnert. Nach diesem Felsen ist der neue Rundwanderweg „Napoleon-Steig“ benannt. Er führt auf naturbelassenen Pfaden durch die beeindruckende Felsenlandschaft zu tollen Ausblicken.


Erste Station ist das 500 Meter lange Felsmassiv Retschelfelsen. Von dort führt ein Pfad zu den neu erschlossenen Eisenbahnfelsen mit ihren außergewöhnlichen Wabenbildungen und Auswaschungen im Buntsandstein. Am Fuße der Eisenbahnfelsen hat man einen wunderbaren Blick auf den zuvor passierten Retschelfelsen und auf die Dörfer des Dahner Felsenlandes. Weitere markante Punkte dieser Tour bilden die Rauhbergfelsen und die Reinigshofquelle mit frischem Quellwasser. Oberhalb der Talaue befindet sich der Napoleonfelsen.


Auf halber Strecke kann man mittwochs und sonntags in der Pfälzerwald-Vereinshütte „Am Schmalstein“ einkehren. Von hier geht es bergan zum Käskammerfelsen und auf die Flecksteinhochebene. Diese Hochebene liegt im größten nicht bewaldeten Bereich des Pfälzerwaldes und bietet Rundumblicke über den gesamten Wasgau bis ins benachbarte Elsass hinein. Durch das Wöllmersbachtal geht es zurück hinunter nach Bruchweiler-Bärenbach.


Napoleon Bonaparte soll einmal gesagt haben: „Alles, was nicht natürlich ist, ist unvollkommen“. Auf dem Napoleon-Steig findet sich dieser Satz bestätigt und die Wanderer können in der Schichtstufenlandschaft des Dahner Felsenlandes sehen, welch perfekte Formen die Natur hervorbringt. Abseits der ausgetretenen Pfade und bekannten Felsen führt der „Napoleon-Steig“ ab Bruchweiler-Bärenbach auf zwölf Kilometern Wegstrecke zu spektakulären Felsformationen, die noch ein Geheimtipp sind. Ausgangspunkt der Rundwanderung ist der Parkplatz in der Fabrikstraße 18 in 76891 Bruchweiler-Bärenbach.

Weitere Informationen: Pfalz.Touristik e.V., Martin-Luther-Straße 69, 67433, Neustadt an der Weinstraße, Telefon: 06321/3916-0, https://www.pfalz.de/

Mesenicher Steinreichskäpp

Champagner-Charly und Sagenunhold zwischen Senheim und Briederner Schweiz


Sogar die New York Times verkündete im Januar, dass das WeinKulturLand Mosel zu einem der 52 Plätze weltweit zählt, die man in diesem Jahr bereisen sollte. Auf dem Moselsteig kommen Wanderer an den schönsten Plätzen entlang der Mosel vorbei, zum Beispiel auch auf dem rund 2,5 Kilometer langen Kulturweg „Mesenicher Steinreichskäpp“, mit dem sich der Wanderweg auf der 17. Etappe von Ediger-Eller nach Beilstein von Senheim bis zur Briederner Schweiz ein Stück des Weges teilt. Neben sinnreichen Sprüchen, die hier im wahrsten Sinne des Wortes in Stein gemeißelt sind, kann man sein Gewicht mit Steinen aufwiegen, seine Kräfte im Steineheben messen oder sich am Glücksrad eine Lebensweisheit abholen.


Eine weinumrankte Liebeslaube mit traumhaftem Blick auf die Mosel lädt zur Pause ein und Bänke mit Aufschriften wie „Hei össet schie hei setzt ouch hie“ oder „Mach mool Pous und roch Dich ous“ sind Sitzgelegenheit und Sprachkurs im Moselfränkischen zugleich. Pausen sind auf diesem Weg eigentlich gar nicht nötig, weil es immer wieder einen Grund gibt, stehen zu bleiben und die Mesenicher Steinreichskäpp und ihre Geschichten zu betrachten oder die Infotafeln zu Landschaft, Dorf und Menschen zu lesen. Am besten aber sind die in Stein verewigten Mesenicher selbst. Da trifft man zum Beispiel den Champagner-Charly, den Schlichda-Hugo oder das Telligenmännchen, ein Sagen-Unhold der ahnungslose Wanderer überfällt.
Der Name des Weges ist historisch entstanden. Noch vor 150 Jahren lagen zwischen Senheim und Mesenich viele Steinhaufen von beachtlicher Größe in den Weinbergen, die „Steinräuschen“ genannt wurden. Der Boden des ganzen Berghanges war mit Steinen durchsetzt, die bei der Anlage der Weingärten aufgelesen und mit einem Tragegestell auf dem Rücken zu diesen Haufen zusammengetragen wurden. Da es weit und breit keine Gemeinde gab, wo so viele Steinräuschen zu finden waren, gaben die Bewohner der Umgegend den Mesenichern den Spottnamen „Mesenicher Steinreichskäpp“.

Weitere Informationen: Mosellandtouristik GmbH, Kordelweg 1, 54470 Bernkastel-Kues, Tel. 06531/97330, http://www.mosellandtouristik.de/de/

Feindliche Brüder am Rhein

Die gastlichen Burgen Sterrenberg und Liebenstein gehören zu den und schönsten Aussichtspunkten am Mittelrhein


Nichts merkt man sich leichter als die herzzerreißende Geschichte einer Sage. Eine solche erklärt auch die auffällige Trennmauer, die zwischen den beiden gegenüberliegenden Burgen Sterrenberg und Liebenstein steht. Seither werden die beiden Burgen die „Feindlichen Brüder“ genannt.


Die Sage handelt vom ernsthaften Heinrich und dem lebenslustigen Konrad. Die Brüder waren gleichermaßen in das wunderschöne Waisenmädchen Hildegard Brömser verliebt, das als Mündel gemeinsam mit den Brüdern aufgewachsen war. Hildegard war Konrad mehr zugetan als Heinrich. Der edle Recke ging enttäuscht auf Kreuzzug und wurde für seinen Heldenmut vom Kaiser ausgezeichnet. Das bewog seinen Bruder Konrad ebenfalls Ruhm bei den Kreuzzügen zu erlangen. So blieb Hildegard mit dem Vater der Brüder allein, der für seine Söhne derweil die zwei Burgen baute. Konrad kehrte von den Kreuzzügen nicht mit Orden, sondern einer schönen Griechin zurück, mit der er sich fortan ein schönes Leben auf Burg Sterrenberg machte. Heinrich blieb auf Burg Liebenstein in Hildegard verliebt, die aber frustriert vom weltlichen Leben ins Kloster ging. Entzürnt über das Verhalten seines Bruders, bracht Heinrich daraufhin mit diesem und duellierte sich gar. Das Jammertal der Liebe wurde komplett, als die Griechin irgendwann Konrad verließ, was jedoch die Brüder wieder zueinander finden ließ. So weit, so gut. Allerdings sagen die historischen Fakten, dass im 13. Jahrhundert die Burg Sterrenberg unter den Brüdern Werner und Philipp von Bolanden aufgeteilt wurde, was später zu Erbstreitigkeiten führte. Die Streitmauer zwischen beiden Burgen wurde aber erst im 14. Jahrhundert erbaut. Damals gehörten die Burgen den Grafen von Sponheim und den Erzbischöfen von Trier. Die Sage der feindlichen Brüder Konrad und Heinrichsoll im Jahr 1587 zum ersten Mal erzählt worden sein.


Die 1034 zum ersten Mal urkundlich erwähnte Burg Sterrenberg zählt zu den ältesten Höhenburgen und schönsten Aussichtspunkten am Rhein. Das Hotel-Restaurant auf der Burg hat außer montags täglich von 10 bis 20 Uhr, samstags bis 24 Uhr geöffnet. Burg Liebenstein ist ebenfalls ein Hotel mit Restaurant, das aber noch bis zum 20. März Betriebsferien hat.

Weitere Informationen: Burg Sterrenberg, 56341 Kamp-Bornhofen, Telefon: 06773/323

Die Perle des Hunsrücks

Sponheimer, Simmerbach und Schieferhalden am Fuße des Soonwaldes


Die „Perle des Hunsrücks“ wird der Erholungsort Gemünden am Fuß des Soonwaldes genannt. Auf einem Felsvorsprung thront das Schloss der Freiherren von Salis-Soglio. Das Gemündener Schloss war im 12. Jahrhundert zunächst eine von den Sponheimer Grafen errichtete Burg. 1514 ging die Burg in den Besitz der Schmidtburger Ritter über. 1689 wurde sie von den Franzosen zerstört und später als Schloss wieder aufgebaut. In den Räumen des Schlosses befinden sich eine Bibliothek und ein bedeutendes Familienarchiv sowie eine Kunstsammlung.


Rund um seine Schlossmauern stehen viele alte Fachwerkhäuser entlang des Simmerbaches, der unterhalb von Gemünden als Kellenbach durch ein malerisches Tal zur Nahe fließt. Vom Schlossberg blickt man auf das von Soonwald und Lützelsoon eingerahmte Tal sowie auf die verwinkelten Gässchen und die ineinander verschachtelten schiefergedeckten Häuser. Gemünden war immer ein Zentrum heimischen Handels. Im Südwesten dehnen sich die Schieferhalden der Kaisergrube aus. Die Kaisergrube war Fundstätte bedeutender Meeresfossilien aus der Zeit des Devons.


Der 3,5 Kilometer lange geologische Lehrpfad informiert über Millionen von Jahren der Erdgeschichte und insbesondere über die Entstehung des Hunsrückschiefers. Der südlich von Gemünden gelegene fünf Kilometer lange Waldlehrpfad beginnt in der Peter-Meyer-Straße und gewährt mit vielen Schautafeln Einblick in die heimische Tier- und Pflanzenwelt.


Im Süden überragt der Bergfried der Ruine Koppenstein den Soonwald in 556 m Höhe. Von seiner Aussichtsplattform ist das charakteristische Hunsrück-Panorama zu sehen. Die evangelische Kirche in der Dorfmitte Gemündens enthält eine reiche Ausstattung an Grabdenkmälern der Freiherren von Schmidtburg, die vom 15. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts dort begraben wurden. Heute existieren davon noch drei. Am Sonntag, 14. Februar 2016, beginnt um 13.30 Uhr eine geführte Halbtageswanderung in die Winterlandschaft der Gemündener Höhe. Sie ist zehn Kilometer lang. Treffpunkt ist die Bushaltestelle in Gemünden.

Weitere Informationen: Tourist-Information Kirchberg, Marktplatz 6, 55481 Kirchberg, Tel.: 06763/910144. http://www.kirchberg-hunsrueck.de/Tourist_Information.html

200 Jahre Fastnachtstreiben

Das Fastnachtsmuseum in Mainz zeigt die Geschichte der tollen Tage


Karneval, Fastnacht und Fasching stehen für Tage voller ausgelassener Stimmung, in der die Narren das Sagen haben und in politischen „Büttenreden“ mit viel Humor auch rege davon Gebrauch machen. Der Jahrhunderte alte Brauch stand trotz aller Kostümierung und Fröhlichkeit immer auch unter dem Einfluss des politischen Zeitgeschehens.


Das im Juni 2004 im Proviant-Magazin in der Neue Universitätsstraße 2 eröffnete Mainzer Fastnachtsmuseum beschäftigt sich mit der Geschichte des seit 1837 in organisierter Form gefeierten Volksfestes und spannt den Bogen von damals bis heute. Angeschlossen ist das Fastnachtsarchiv, das mit über 25.000 Exponaten die Grundlage des Museums bildet. Zu sehen sind Orden, Narrenkappen, Garde-Uniformen, Kostüme, Sitzungsprotokolle und Liederhefte. An sogenannten Medientowern können die Besucher visuell und akustisch die ehemaligen Fernsehsitzungen in Ausschnitten noch einmal erleben oder an den Rosenmontagszügen vergangener Jahre teilnehmen.


Das Museum ist in vier Gewölbeabschnitte gegliedert, die offen ineinander übergehen. Der erste Raum dient aktuellen Ausstellungen, der zweite ist der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg vorbehalten. Im nächsten Gewölbe werden die Jahre zwischen den Weltkriegen aufgearbeitet, während die letzte Abteilung der Neuzeit gewidmet ist.


Anlässlich des 200. Geburtstages Rheinhessens 2016 zeigt das Museum die Ausstellung „Geschichte der Fastnacht in Rheinhessen“. Anhand historischer Stadtpläne werden zum einen Räumlichkeiten markiert, in denen fastnachtliche Veranstaltungen in kurfürstlicher Zeit stattgefunden haben. Zum anderen werden die rheinischen Städte von Köln bis Mainz hervorgehoben, in denen sich Fastnachtsvereine bildeten. Lebensläufe fortschrittlicher Vertreter von Jakobinern und Demokraten dokumentieren die Wurzeln der ersten Fastnachter nach 1816. Wie es sich für richtige Fastnachter gehört, bleibt das Museum während der tollen Tage geschlossen, aber ab Donnerstag, 11. Februar, können Besucher die Fastnacht dort von Dienstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr Revue passieren lassen. Der Eintritt kostet für Erwachsene 1,50 Euro und für Kinder bis 14 Jahre 0,50 Euro.

Weitere Informationen: Förderverein Mainzer Fastnachtsmuseum e.V. und Proviant Museum, Neue Universitätsstraße 2, 55116 Mainz, Telefon: 06131/1444071, http://www.mainzer-fastnachtsmuseum.de/

Et Elschen und die gute alte Zeit

Erlebnis-Museum „Nostalgikum“ entführt in die fünfziger und sechziger Jahre


Im schönen Elztal mitten in der Vulkaneifel liegt der Ort Uersfeld. Markantes Erkennungszeichen ist der Turm der Pfarrkirche St. Remaclus. Die Kirche ist nach Abschluss der Renovierung im Jahr 2000 ein echtes Schmuckstück. Dreh- und Angelpunkt allen Geschehens im Ort aber ist seit jeher die Lindenstraße. Verabredungen werden an der Linde getroffen und es stört keinen, dass die Linde ein Ahornbaum ist. Die „gute, alte Zeit“ hat in der Lindenstraße 1 im Erlebnis-Museum „Nostalgikum“ ein Zuhause.


 

Als wären die fünfziger und sechziger Jahre nie vergangen, werden hier bei den älteren Besuchern Erinnerungen wach, die längst vergessen waren. Jüngere Gäste dagegen staunen über Dinge, die sie nie zuvor gesehen haben und stellen fest, dass die „gute alte Zeit“ eigentlich gar nicht so gut war. Solche Gedanken kommen zum Beispiel beim Betrachten der Utensilien beim Frisör oder des Angebotes im Tante-Emma-Laden, wo der Essig noch lose aus großen Steinguttöpfen gezapft wurde. Die Musikbox mit Geldeinwurf ist bei allen beliebt. Die Schlager der sechziger Jahre waren doch wahre Ohrwürmer. In der Poststelle mahnt ein Schild „Fasse dich kurz“ für Telefongespräche, die damals noch ein kleines Vermögen kosteten. Das Museum befindet sich in der ehemaligen Jungenschule und so fehlt natürlich auch das Klassenzimmer mit den Kaiserbänken nicht.


 

Die Wirtin der Eifelstube in der Lindenstraße ist die 87-jährige Else Jax, die von allen nur „et Elsche“ genannt wird. Wie schon in den 60er-Jahren steht sie heute immer noch hinter der Theke und denkt nicht ans Aufhören. Sie kann manche Geschichte erzählen, denn Jahrzehnte lang war die Eifelstube die erste Wahl bei Familienfeiern von der Taufe über die Erstkommunion bis zur Hochzeit und auch der Kaffee nach einer Beerdigung und die Bierchen nach dem Hochamt wurden beim Elsche getrunken. Zur Uersfelder Tradition gehört auch der Schwerspatabbau, der auf der Kaul, der 1967 eingestellt wurde. Als Erinnerung daran gibt es in der Dorfmitte eine Brunnenanlage und am Ortseingang drei Bergwerksloren. Das Nostalgie-Erlebnis-Museum hat sonntags von 14 bis 17.30 Uhr und ab April bis Oktober dienstags, donnerstags und sonntags von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Letzter Einlass 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 Euro und für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren 2,50 Euro.

Weitere Informationen: Nostalgie-Erlebnis-Museum „Nostalgikum Uersfeld“, Lindenstraße 1, 56767 Uersfeld,Tel.: 02657/940113, http://www.oberes-elztal.de/2011/tourismus/tourismus-nostalgikum.php

Färberwaid und Krugbäckerei

Das Regionalmuseum „Leben und Arbeiten“ zeigt eine Zeitreise durchs Blaue Ländchen


Rhein und Lahn begrenzen im Norden und Westen das Blaue Ländchen im rheinland-pfälzischen Taunus rund um die Stadt Nastätten. Schon im späten Mittelalter spielte hier die Schafzucht eine große Rolle. Das aus der Schafwolle gewebte „Nastätter Tuch“ galt als besonders hochwertig und hatte weit über die Landesgrenzen hinaus einen guten Ruf. Im ausgehenden 16. Jahrhundert wurde der Anbau von Flachs für die Bauern des Nastätter Raums eine wichtige Erwerbsquelle und blieb es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Auch aus dem Flachs wurden Stoffe gewebt. Dieses Tuch wurde oft blau gefärbt. So bekam der Landstrich der heutigen Verbandsgemeinde Nastätten den Namen „Blaues Ländchen“. Den besonders kräftigen blauen Farbstoff gewannen die Färber aus den Blättern des heimischen Färberwaid.


 

1982 legte der Heimatpflegeverein „Blaues Ländchen“ den Grundstein für ein Museum in der ehemaligen Realschule der Blaufärberstadt und hatte klare Ziele. Ihm ging es darum, möglichst anschaulich darzustellen, wie frühere Generationen lebten und arbeiteten. Dazu gehören das Wohnen, die Freizeitgestaltung, die Dorfschule, alte Handwerksberufe, die Kleidung und die Arbeit der vorwiegend bäuerlichen Bevölkerung im Wechsel der Jahreszeiten. Dabei war die Waldarbeit ähnlich wichtig wie die Brandbekämpfung, die Rolle der Nassauischen Kleinbahn für die Verkehrserschließung des westlichen Taunus und das Spielzeug der Landkinder.


 

Besondere Aufmerksamkeit widmet das Museum auch der Geschichte der heimischen „Krugbäckerei“. Das heilkräftige Wasser der vielen Mineralbrunnen füllte man früher in Tonkrüge, die im westlichen Taunus getöpfert wurden. Etwa 350 verschiedene Krüge aus deutschen und böhmischen Badeorten sind in dieser Spezialsammlung zu sehen. Das Regionalmuseum „Leben und Arbeiten“ hat montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr und sonntags von 13.30 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 3,50 Euro und für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren 1,50 Euro. Das Museum ist barrierefrei.

Weitere Informationen: Regionalmuseum Leben und Arbeiten Nastätten – Heimatpflegeverein Blaues Ländchen e.V., Schulstraße 31, Museumsplatz, 56355 Nastätten, Telefon: 06772/2978.

Mit der Bahn ins Herz der Natur

2015 gehörte sie zu den zehn schönsten Wanderwegen Deutschlands und wurde vom Deutschen Wanderinstitut mit 85 Erlebnispunkten bewertet: die Traumschleife Nohener Nahe Schleife. 12 Kilometer lang und mittelschwer ist sie in rund vier Stunden gemütlich zu erwandern. Die mit reichlich Markierungszeichen ausgestattete Rundtour führt vom Bahnhof Nohen aus durch ursprüngliche Mischwälder und offene Wiesenlandschaften, und führt immer wieder zu sensationellen Aussichten. Wer nicht die gesamte Strecke wandern möchte, findet immer wieder gekennzeichnete Abkürzungen.


Besonders interessant sind die Infopunkte unterwegs, an denen via Smartphone und QR-Code hinaus weiterführende interessante Informationen zur Geschichte der Region abgerufen werden können.
Die Rundtour startet etwa 300 Meter vom Bahnhaltepunkt Nohen entfernt. Durch ein herrschaftliches Portal geht es hinauf zum 25 m hohen eiszeitlichen „Burefels“, von dem herab sich der erste wunderbare Blick über Nohen bietet. Weiter führt der markierte Weg über einen schmalen Pfad durch eine als „Hohl“ bekannte Passage. Hier sind schon Menschen der Bronzezeit, keltische Händler, Römer, Ritter und Reisende der Neuzeit bis zum Beginn des 19. Jh. vom Nahetal auf die Höhe hinaufgezogen. Folgt man ihren Spuren, eröffnet sich schon bald von einem Feldweg aus der Blick Richtung Reichenbach und ins benachbarte Saarland. Dann geht es mit weiten Blicken in den Hunsrück am Waldrand entlang und weiter zur wunderbaren Fernsicht Richtung Heimbach.


Von nun an führt der Weg bergab. Am Ufer der Nahe angekommen, wandert man durch Wald- und Wiesenabschnitte, überquert den Fluss und erreicht schließlich die historische Schleifmühle. Jetzt wechseln sich mehrere kurze An- und Abstiege ab. Ein besonders reizvoller Abschnitt der Route ist der Waldgeistersteig, der durch unberührte Wälder führt, die im Winter eine ganz eigene Atmosphäre entfalten. Zum Abschluss warten noch zwei letzte weite Panoramablicke, bevor es zurück nach Nohen geht. Besonders praktisch: In Nohen finden sich direkt am Weg zwei Gaststätten mit wanderfreundlichen Öffnungszeiten – an Wochenenden und Feiertagen ganztags, unter der Woche ab 17 Uhr. Und nach einer stärkenden Einkehr geht es mit der RB 33 am Wochenende alle 2 Stunden und sonst stündlich zurück nach Hause.

Weitere Informationen: Projektbüro Saar-Hunsrück-Steig, Zum Stausee 198, 66679 Losheim am See, Tel.: 06872/9018100, http://www.saar-hunsrueck-steig.de/ 

Garten der Schmetterlinge im Schlosspark Sayn

Im Garten der Schmetterlinge in Schlosspark Sayn flattern bei tropischen Temperaturen Tausende bunte Falter. Schmetterlinge sind die Boten der nahenden wärmeren Tage. Noch flattern sie nicht von Blüte zu Blüte, aber man kann dieses Erlebnis mit einem Besuch im Garten der Schmetterlinge auch schon jetzt haben. Im romantischen Schlosspark von Sayn mit knorrigen Baumriesen, Teichen und Bächen liegt der gut beheizte Wohnort Tausender Schmetterlinge aus tropischen Gefilden.


In zwei Glaspavillons spaziert man zwischen Bananenstauden, prachtvoll blühenden Hibiskussträuchern und anderen tropischen Pflanzen, auf denen sich wunderschöne Schmetterlinge tummeln. Die farbenprächtigen Falter kommen aus Südamerika, Afrika und Asien. Unter ihnen beeindruckt der 25 Zentimeter große Atlas-Spinner aus China, der fast bewegungslos im Tagschlaf verharrt oder der blaue Morpho aus Brasilien, wenn er majestätisch durch die Luft schwebt. Außerdem sind auch Zwergwachteln mit ihren nur hummelgroßen Küken, Schildkröten, tropische Finken und der Grüne Leguan zu sehen.


Im Raupenhaus kann man die winzigen Schmetterlingseier, gefräßige Raupen und verborgene Puppen betrachten. Interessant ist auch ein Besuch im nahen Schloss mit dem Rheinischen Eisenkunstguss-Museum.

Weitere Informationen:   www.sayn.de

Elegante Oldtimer im Cadillac Museum Hachenburg

Für viele ist es das Traumauto schlechthin: der Cadillac. Fans der amerikanischen Luxusflitzer werden sich im Cadillac Museum in Hachenburg nicht satt sehen können. Dort werden zahlreiche der chrombestückten Straßenkreuzer ausgestellt, vorwiegend aus den Fünfziger Jahren – der glamourösesten Epoche der Luxusautomarke. In Nostalgie schwelgen kann man zudem im Café Cadillac.
Die schöne Fachwerk-Stadt Hachenburg hat noch mehr zu bieten: Ein Spaziergang vom Alten Markt zum Barockschloss führt durch beschauliche Gassen voller herrlicher Patrizierhäuser. Zudem gilt Hachenburg als Kulturhochburg des Westerwalds. Vor einem Besuch in der Stadt lohnt sich also immer auch ein Blick in den Veranstaltungskalender. Zahlreiche Events  wie die „Hachenburger KulturZeit“, das Figurentheaterfestival oder das Festival „Hachenburg Lichterloh“ locken Besucher an.

Weitere Informationen zum Cadillac-Museum.


Wäller Brennkunst in der Birkenhof-Brennerei in Nistertal

Westerwälder Familientradition und Destillationskunst erlebt man bei Führungen durch die Birkenhof-Brennerei.


Seit über 160 Jahren steckt eine Westerwälder Familie ihr Herzblut in die Herstellung hochwertiger Kornbrände, Liköre und anderer Spezialitäten. Stammvater des Unternehmens war der Landwirt Heinrich Zeiler: Er gründete im Jahr 1848 die heutige Birkenhof-Brennerei. Seitdem befindet sich das Unternehmen ununterbrochen in Familienbesitz und jede Generation gibt ihre Erfahrung, ihr Wissen, ihr Talent und die Liebe zur Brennerei an die folgende Generation weiter.


Ideen sind es, die aus der kleinen Kornbrennerei im Westerwald eine der besten Destillerien Deutschlands werden ließen. Ungewöhnliche, manchmal schräge Ideen entwickelten sich zu neuen, erfolgreichen Produkten. Im Mittelpunkt steht immer das Produkt: seine Rezeptur, seine unbedingte Qualität, sein Genusspotenzial. Peter und Steffi Klöckner legen die Messlatte für ihre traditionellen Westerwälder Spezialitäten im Tonkrug ebenso hoch an wie für die Spitzendestillate aus der Obstbrennerei.


Nach alten Familienrezepten werden seit 1848 schon in der sechsten Generation feinste Kornbrände hergestellt. Bestes Westerwälder Quellwasser, erlesene Rohstoffe und Destillierkunst sind die Basis und das Herz der exquisiten und viel prämierten Brände vom Birkenhof. Einen Blick hinter die Kulissen der Westerwälder Brennkunst gewähren Brennereibesichtigung und Destillateurkurse, in denen Gäste auch selbst einmal Hand anlegen dürfen. Bei einer Führung durch die Korn- und Obstbrennerei und gibt es die Unterschiede zwischen beiden Brennereitypen zu entdecken und die unterschiedlichen Brenngeräte und Brenntechniken werden erläutert.

Weitere Informationen: Birkenhof Brennerei GmbH, Auf dem Birkenhof (Navigation Erbacher Straße), 57647 Nistertal, Telefon: 02661/982040 (Anmeldung), http://www.nistertal-westerwald.de/

Ölgemälde von Ströher - Ausstellung öffnet im März in neuen Schloss Simmern

Eine neue Ausstellung mit Werken des Hunsrücker Malers Friedrich Karl Ströher öffnet im März im Neuen Schloss.


Der Maler, Grafiker und Bildhauer Friedrich Karl Ströher (1876-1925) gilt als bedeutender und bekannter Künstler des Hunsrücks. Zwischen 1895 und 1925 malte er viele Landschaften, Porträts und Stillleben in Öl. Über 100 seiner Gemälde befinden sich in der Kunstsammlung Friedrich Karl Ströher im Hunsrück-Museum Simmern, weitere in Privatbesitz. Außerdem gibt es noch etwa 120 Werke, deren Verbleib unbekannt ist.


Ströher hinterließ ein Gesamtwerk von rund 2.500 Objekten. In der Kunstsammlung Friedrich Karl Ströher im Neuen Schloss zu Simmern wird sein Schaffen ständig, jedoch in wechselnden Präsentationen gezeigt. Darüber hinaus sind einige Werke in der Galerie der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück in Simmern sowie im Landesmuseum Mainz zu sehen. Der Gesamtnachlass befindet sich im Besitz der 2005 gegründeten Friedrich Karl Ströher-Stiftung und wird beim Hunsrück-Museum Simmern verwahrt. Dazu gehören Skizzen aus der Studienzeit an der Akademie Colarossi in Paris, Ölgemälde von einer Reise durch Spanien und Frankreich, Werke aus der Berliner Studienzeit bei Arthur Kampf und expressionistisch anmutende Aquarelle aus den letzten Lebensjahren des Malers.


An den Werdegang des Künstlers erinnern Fotos und Auszüge aus den Memoiren. Nach zahlreichen Einzelpublikationen und der Herausgabe der Lebenserinnerungen des Künstlers gibt es jetzt auch einen Katalog sämtlicher Werke in Öl. Darüber hinaus enthält der 168-seitige Katalog aktualisierte Werk- und Ausstellungsverzeichnisse, Hinweise auf neuere Literatur und einen Beitrag zu Leben und Werk des Künstlers unter besonderer Berücksichtigung autobiografischer und zeitgenössischer Dokumente.


Weitere Informationen: Hunsrück-Museum, Schlossplatz, 55469 Simmern/Hunsrück, Telefon: 06761/7009, http://www.simmern.de/,

Nächtliches Farbenspiel - Open-Air-Weinprobe in Bad Dürkheim

Große Open-Air-Weinprobe bei der Weinbergnacht in Bad Dürkheim vor leuchtenden Weinbergen.


Das Dürkheimer Riesenfass ist einer der bekanntesten Superlative der Pfalz. Es war selbstredend ein Bad Dürkheimer, dem das Riesenfass auf dem Wurstmarktplatz zu verdanken ist. Fritz Keller, Winzer und Küfermeister, begann 1934 seine Idee, dem Wein ein besonderes Denkmal zu setzen, in die Tat umzusetzen. Ein Fass mit 13,5 Metern Durchmesser und einem Fassungsvermögen von 1,7 Millionen Litern stellte er sich vor. Gemeinsam mit seinen Helfern verarbeitete er mehr als 200 Kubikmeter Holz. Nach seiner Fertigstellung war das Fass nicht nur Blickfang, sondern lief dem Riesenfass im Heidelberger Schloss, das bis dahin das größte Fass der Welt war, den Rang ab. Heute finden im Bauch des Giganten 150 Restaurantbesucher gemütlich Platz. In das Fass floss nie ein Tropfen Wein.


Reichlich Wein fließt aber bei den  Bad Dürkheimer Winzern zur (W)Einkaufsnacht. In den Gassen und auf den Plätzen flaniert man zwischen einem Lichtkünstler und bis zu zehn Meter hohen, bunten Lichtkegeln Dabei werden Bad Dürkheims Weinberge in einem märchenhaften Farbenspiel verzaubert. Die schönsten Weinberge, Weinbergterrassen und Weinbergsmauern sowie die Römervilla Weilberg werden mit bunten Scheinwerfern angestrahlt.


In den berühmten Weinlagen Michelsberg, Spielberg, Herrenberg und Weilberg, präsentieren 26 Winzer, Gastronomen und Vereine bei dieser „Open-Air-Weinprobe“ Pfälzer Weine vom Feinsten. Bei der Weinbergnacht, der großen „Open-Air-Weinprobe“ der Pfalz, kann man auf einem mehrere Kilometer langen Weg entlang der farbig beleuchteten Spitzenlagen die Dürkheimer Weine kosten.
Weitere Informationen: Tourist Information Bad Dürkheim, Kurbrunnenstraße 14, 67098 Bad Dürkheim, http://www.weinbergnacht.de/

Kulturlandschaft im Wandel - Heimatlicher Vortrag im Kulturhaus Oberwesel

Das Kulturhaus von Oberwesel lädt zu einem heimatgeschichtlichen Vortrag über das Mittelrheintal ein.


Oberwesel die Stadt der drei Türme im Mittelrheintal hat sich ihr mittelalterliches Flair bis heute bewahren können. Im Wandel der Zeit hat die Stadt zwar einige wertvolle Bauten bei Stadtbränden und beim Eisenbahnbau verloren, doch gilt sie mit ihren 16 Wehrtürmen und der begehbaren Stadtmauer als ein eindrucksvolles städtebauliches Zeugnis des Mittelalters.


Geschätzt wird die Stadt heute vor allem wegen ihres rassigen Rieslings aus steilen Weinlagen. Besonders sehenswert sind das Bäckereimuseum, der Skulpturenpark und die Schönburg. Die Burg aus dem 12. Jahrhundert wurde 1689 von französischen Truppen zerstört, aber 1885 wieder aufgebaut. Die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal steht seit Juni 2002 auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Seine Einzigartigkeit verdankt das Tal zum einen der Natur, die mit den steilen Talhängen und schmalen Ufern den rund 65 Kilometer langen Flussabschnitt unverwechselbar gestaltete.


Zum anderen gestalteten die Menschen die Landschaft, indem sie die Hänge mit Weinreben bepflanzten, Burgen und Dörfer bauten. Das Obere Mittelrheintal wird zwar seit jeher durch die Aktivitäten der Menschen verändert, aber erst die Einführung von Dampfschifffahrt und Eisenbahn wirkten sich spürbar aus. Ein Umbruch in Handwerk und Gewerbe, verursacht durch neue Technik in der Schifffahrt, sowie der Wandel in Landwirtschaft und Bergbau beeinflussten die Region und ihre Bewohner nachhaltig.


Das ist das Thema eines heimatgeschichtlichen Vortrages am Donnerstag, 5. März, um 19 Uhr im Kulturhaus Oberwesel. Dorit Pohl, die Leiterin des Stadtmuseums Oberwesel, zeigt die tief greifenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umwälzungen im Mittelrheintal während der letzten zwei Jahrhunderte auf. Historische Fotos, die zum Teil noch nie veröffentlicht wurden, veranschaulichen die spannende Zeitreise. Eintrittskarten zum Preis von 6 Euro gibt es im Kulturhaus Oberwesel.
Weitere Informationen: Kulturhaus Oberwesel, Rathausstraße 23, 55430 Oberwesel, Telefon: 06744/714726. www.oberwesel.de

Kampe und Scheu - Auf den Spuren der Alzeyer Mundartdichter

In der Rolandstadt auf den Spuren der Alzeyer Mundartdichter und Rebenzüchter.


Volker, der Spielmann aus dem Nibelungenlied, hat Alzey den schmückenden Beinamen „Volkerstadt“ gegeben. Die Alzeyer sehen in Volker den Glanz ihrer jahrhundertealten Stadt symbolisch verkörpert. Sie haben sein Spielmannsattribut, eine Fidel, in ihr Stadtwappen aufgenommen und sind stolz, dass ein solch mutiger Recke, der gewiss auch bei Musik und Wein den fröhlichen Seiten des Lebens zugeneigt war, ihre Symbolfigur wurde. Auf dem Rossmarkt steht an der Brunnentränke das üppig proportioniertes Ross „Max“ des Spielmanns und Ritters Volker von Alzey und lädt vor allem Kinder dazu ein, sich in den Sattel zu schwingen und fotografieren zu lassen.


Die Alzeyer sind manchmal nicht leicht zu verstehen, obwohl sich der Mundartdichter Franz Kampe schon 1924 viel Mühe gegeben hat, das „Alzer Gebabbel“ ins Hochdeutsche zu übersetzen. Er gehört zu den geschätzten Söhnen der Stadt und war auch als begnadeter Zitherspieler bekannt, komponierte und verfasste eine Zitherschule.


Alzey bezeichnet sich gern auch als heimliche Hauptstadt Rheinhessens. Zutreffender wäre vielleicht: Hauptstadt der Neuzüchtungen von Weinreben. Denn aus Alzey kommt Georg Scheu, der mit der nach ihm benannten Scheurebe in die Weingeschichte einging. Kaum ein anderes Weinanbaugebiet hat in den vergangenen Jahrzehnten mit so vielen neuen Rebsorten experimentiert wie Rheinhessen.


Eine besondere Rolle bei der Züchtung neuer Sorten spielte die 1909 gegründete Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey, die bis 1947 von Georg Scheu geleitet wurde.Auf einem Spaziergang durch Alzey auf den Spuren von Kampe und Scheu plaudert Gästeführerin Petra Brand aus dem Nähkästchen und verrät, warum die Alzeyer ihre Heimat so lieben. Die Stadtführung „Kampe und Scheu – die hör- und schmeckbare Liebe zu Alzey“ findet am Mittwoch, 4. März, um 18 Uhr statt. Treffpunkt ist der Parkplatz in der Ostdeutschen Straße. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme kostet pro Person 7 Euro.
Weitere Informationen: Petra Brand 06731/8308 und Tourist Information Alzeyer Land, Antoniterstraße 41, 55232 Alzey, Telefon: 06731/499364, http://www.alzeyer-land.de/tourist/index.php

Frühlingserwachen mit den Lamas

Das „Casa de la Lama“ in Katzwinkel-Alsenthal bietet ein abwechslungsreiches Programm für Touren mit Lamas und Alpakas an.


Die Begegnung mit Lamas und Alpakas wird von vielen Menschen als Bereicherung und Gewinn empfunden. Die Ruhe und Ausgeglichenheit der Tiere überträgt sich auf die Menschen, die sie führen. So wird ein Lamatrekking zu einer besonders entspannten Tour, bei der man die Schönheit der Umgebung in aller Ruhe genießen kann. Trekkingtouren mit Lamas durch das Wisserland und die angrenzenden Regionen bietet das Familienunternehmen „Casa de la Lama“ in Katzwinkel-Alsenthal an.


Die Lamawanderungen können bei fast jedem Wetter und auch unabhängig vom Alter der Teilnehmer durchgeführt werden. So ist zum Beispiel eine Glühweinwanderung im Winter genauso ein tolles Erlebnis wie eine Tour im beginnenden Frühling, wenn die Sonne wärmt und die ersten Frühblüher bunte Tupfer in die Landschaft setzen. Die Touren werden nach den Wünschen und Bedürfnissen der Gäste gestaltet. Auch für Gäste mit körperlichen Einschränkungen ist eine Lama-Trekking-Tour möglich. Vor Beginn der Tour werden alle Teilnehmer mit den Tieren vertraut gemacht und erhalten Hinweise, wie sie sich im Umgang mit den Tieren verhalten sollten.


Es gibt verschiedene Themenwanderungen und ein spezielles Programm für stressgeplagte Leute und Menschen mit Handicap. Die sanften Begleiter mit ihrer langsamen Gangart geben genügend Zeit und Raum, um die erwachende Natur bewusst wahrzunehmen. Bei der eingeplanten Rast kann die mitgebrachte Rucksackverpflegung verspeist werden. Die Lamas freuen sich unterdessen über das frische Gras.
Weitere Informationen: Familie Happ, Dorfstraße 13, 57548 Kirchen, Telefon: 02741/936963, http://www.lama-urlaub.de/

Bergläufer auf dem Donnersberg in der Pfalz

Auf der höchsten Erhebung der Pfalz gibt es viele Wege zum Wandern, Nordic-Walken und Laufen.


Das höchste Bergmassiv der Pfalz liegt im Nordpfälzer Bergland zwischen den Orten Rockenhausen und Kirchheimbolanden und überragt sein Umland um rund 300 Meter. Die Reste einer 8,5 Kilometer langen Ringwallanlage auf dem Hochplateau geben Forschern noch manches Rätsel auf und verleihen dem Berg etwas Keltisch-Mystisches. Hier wurde schon immer gern gewandert und im Winter Ski gefahren. Im Winter erfreut man sich an einem Rundumblick, der 80 Kilometer weit übers Kuseler Musikantenland bis in den Hunsrück und die Weiten des Pfälzerwaldes reicht.


Sechs Nordic-Walking-Routen ziehen sich über den Berg. Der Donnersberg-Trail (14,7 Kilometer) und die drei Kastanienhof Strecken erkunden den Berg in südlicher Richtung. Die mit vier Kilometern Länge kürzeste und leichteste Kastanienhof-Route folgt einem abwechslungsreichen Waldweg um den Herkulesberg mit schönem Ausblick vom Reißenden Fels ins Wildensteiner Tal. Auf der fünf Kilometer langen roten Tour steigt man zum Plateau auf, passiert durch das Zangentor die keltische Ringmauer und erreicht den Ludwigsturm. Der 27 Meter hohe Turm wurde 1864/65 erbaut. Bei klarer Sicht kann man bis nach Frankfurt und Worms schauen. Am Ludwigsturm starten die beiden Strecken „Der Donnersberger“ mit 5,1 und 8,7 Kilometern Länge.


Am Donnersberg ging es schon immer sportlich zu. Der Leichtathletikclub Donnersberg lädt für Samstag, 21. Februar, zum 23. Internationalen Volkslauf Läuferinnen und Läufer aller Altersklassen ein. Start für den Lauf über 7,2 Kilometer ist um 15 Uhr beim Bürgerhaus in Steinbach am Donnersberg. Gelaufen wird auf der Straße ab Steinbach über Dannenfels, die Donnersberg-Höhenstraße hinauf zum Ludwigsturm. Um den Donnersberg zu bezwingen muss vom Startpunkt aus eine Höhendifferenz von rund 418 Metern überwunden werden. Von Kilometer eins bis vier ist das Streckenprofil noch relativ human. Ab der Ortsmitte in Dannenfels wird es dann ernst. Auf den letzten drei Kilometern sind allein 300 Höhenmeter zu knacken. Dort zeigt sich dann, wer ein echter Bergläufer ist oder wer zum Berggeher wird.

Römerkessel und Glaubersalz - Entspannen in der Vulkaneifel Thereme und im Gesundland Vulkaneifel

Entspannung in der Vulkaneifel Therme und im landschaftstherapeutischen Park im GesundLand Vulkaneifel.


Zwischen Vulkaneifel und Mosel liegt Bad Bertrich im Üßbachtal im GesundLand Vulkaneifel. Die Vulkaneifel Therme ist mit Karlsbad die einzig staatlich geprüfte Glaubersalztherme in Europa. Die Quelle entspringt in vulkanischer Erde. Das Quellwasser kommt aus 2000 Meter Tiefe. Das heilsame Mineralsalz im Quellwasser wurde nach dem Apotheker Johann Rudolf Glauber benannt. Schon die Römer schätzten die Heilkraft in einem heißen Bad der Therme.


Heute wird das Thermalbad mit dem naturwarmen Quellwasser gespeist. Thermalmineralbaden gehört zu den Naturheilverfahren und wirkt präventiv wie auch schmerzlindernd. Die Wärme und die Leichtigkeit des Wassers wirken besonders wohltuend und fördern den Stressabbau. Im Mai 2012 wurde der landschaftstherapeutische Park in Bad Bertrich eröffnet, konzipiert wurde er von dem Münchener Psychologen Reinhard Schober.


Das Leben stellt die Menschen immer wieder vor die Herausforderung, die verlorene Balance und den Kontakt zur Natur wiederherzustellen und so eine mentale Ausgeglichenheit zu erreichen. Hier setzt die Landschaftstherapie an. Die Freude an der Natur stillt die Sehnsucht nach Ursprünglichkeit, Lebendigkeit und Freude, das stärkt das Immunsystem und fördert die Selbstheilungskräfte. Je nach Landschaftsform und -umgebung wirkt die Natur entweder beruhigend, belebend, aufbauend oder beglückend. Die Landschaftstherapie kombiniert bewusst unterschiedliche Elemente aus der Natur mit verschiedenen Themen, um bestimmte Reaktionen zu erzeugen. So entstanden die sieben Themengärten, die jeweils unterschiedliche Bedürfnisse ansprechen.

Weitere Informationen: Tourist Information Bad Bertrich, Kurfürstenstraße 32, 56864 Bad Bertrich, Telefon: 02674/932222, http://www.vulkaneifel-therme.de/

Buddhas, Arhats und Bodhisattvas in Traben-Trarbach an der Mosel

Museum in ehemaliger Jugendstil-Weinkellerei entführt in fernöstliche Welten.


In das Gebäude einer ehemaligen Weinkellerei am Moselufer, der weltweit einzigen im Jugendstil, zogen 2009 rund 2000 Buddhas und ihre Verwandten Arhats und Bodhisattvas ein. Auf 4000 Quadratmetern sind die fernöstlichen Statuen aufgestellt. Wollte man jeder nur eine Minute Aufmerksamkeit widmen, brauchte man 30 Stunden. Deshalb behalten die Eintrittskarten auch einen ganzen Tag lang ihre Gültigkeit. Man kann den Museumsbesuch also für ein Mittagessen oder einen Spaziergang an der Mosel und in Traben-Trarbach unterbrechen und später wiederkommen.


Die Buddhas verströmen die ihnen eigene unaufdringliche Art: tolerant, verständnisvoll und ohne das geringste Interesse, ihren Gästen irgendwelche Ansichten aufzudrängen. Ein kleines Team steht bereit, um Fragen zu den Buddhas, zur Kultur ihrer Herkunftsländer, zu ihrem bisweilen ungewöhnlichen Habitus und zu ihrem Denken zu beantworten. Im Museumsshop gibt es außerdem eine große Auswahl an Buddha-Statuen, Büchern und CDs zum 2500 Jahre alten Thema rund um die Buddhas.


Im Café des Hauses gibt es auch – ganz unbuddhistisch - Kaffee.Moderne Multimedia-Installationen machen die Vielfalt des Buddhismus in Kunst, Kultur, Philosophie und Geschichte erlebbar. Fortlaufend wird eine Datenbank ergänzt, die Informationen zum Buddhismus erfasst. Ziel ist die Schaffung eines umfassenden buddhistischen Informationszentrums. Dieses ist Besuchern, Sammlern und thematisch Interessierten zugänglich. Das Buddha-Museum befindet sich direkt an der B53 am Ortsausgang Traben-Trarbach beim neuen Kreisel in Richtung Bernkastel-Kues. Parkplätze gibt es direkt am Haus.
Weitere Informationen: Buddha-Museum, Bruno Möhring Platz 1, 56841 Traben-Trarbach, Telefon: 06541/8165180, http://www.buddha-museum.de/home/

Die Kreizschlawa und ihr Ortsbachpädche in Burgen an der Mosel

Kleine Wanderung auf dem Moselsteig-Seitensprung „Borjer Ortsbachpädche“ durch das Baybachtal.


Die Burgener haben den Spitznamen „Kreizschlawa“, weil sie nach der französischen Revolution, als die Franzosen raubend die Mosel herabzogen, drei Statuen einer Kreuzigungsgruppe aus der Burgkapelle Bischofstein den steilen Weg hinunter „geschlaft“ und in Burgen in Sicherheit brachten. Die Statuen sind heute in einer offenen Halle auf dem Friedhof aufgestellt.


Auf einem steilen Felssporn thront die mittelalterliche Burg Bischofstein. Die Burg, die einst vor den Ausschweifungen der Raubritter schützte, ist heute Schullandheim des Fichte-Gymnasiums Krefeld. Der Moselsteig-Seitensprung „Borjer Ortsbachpädche“ hieße ins Hochdeutsche übertragen „Burger Ortsbachpfad“. Auf rund neun Kilometern führt diese schöne Wanderung durch das Baybachtal, über Waldwege und durch die Weinbergslandschaft. Sie startet in Burgen auf dem Marktplatz. Den Ton gibt also der Bach an und führt aus Burgen heraus zur Schmausemühle am Ortsrand und in das Baybachtal. Das Tal ist rund 30 Kilometer lang und der Baybach überwindet in seinem Lauf insgesamt 400 Höhenmeter. Infotafeln am Wegesrand halten uns über alles Wissenswerte auf dem Laufenden. Dort, wo der Weg den Baybach nach rechts verlässt, kommt der Forellenhof in Sicht. Eine gute Gelegenheit zur Rast. Im Wald treffen wir nun tatsächlich auf den Ortsbach und folgen ihm bis die Wegmarkierung im Wald wieder nach rechts weist und direkt auf den Birkenhof zusteuert. Hier macht der Weg wieder eine deutliche Wendung nach rechts und führt über Felder mit ständiger Aussicht auf die Hunsrückhöhen auf den Wald zu. Die etwas abgelegene „Schinderhanneshöhle“ soll eines der Verstecke des legendären Räubers Johannes Bückler gewesen sein, der hier den Kaufleuten auflauerte. Zurück geht es in der Weinbergslandschaft in die Römerstraße.Burgen erreicht man mit dem Auto über die A61 (AS Koblenz/Waldesch) und weiter über die B327 und L207 nach Alken und die B49 nach Burgen. Parken kann man direkt auf dem Marktplatz in Burgen. Von Koblenz-Hauptbahnhof fährt der Bus 301 nach Burgen/Marktplatz.
Informationen zu Burgen an der Untermosel

Das Silber von Löwenherz und der Staufer-Kaiser - Burg Trifels im Pfälzerwald

Burg Trifels steht im Pfälzerwald auf einem Felsriff und war die sichere Schatzkammer der deutschen Kaiser.


Auf dem schmalen Grat des Sonnenberges thront Burg Trifels auf dem roten Buntsandsteinfelsen über dem pfälzischen Städtchen Annweiler. Der Pfälzerwald umgibt die Burg und macht die Region um Annweiler von jeher zu einem der ausgedehntesten Wandergebiete.


Fast 40 Rund- und Panoramawege führen zu den schönsten Plätzen und Ausblicken des Wasgaus. Vom Bahnhof Annweiler erreicht man die Burg in rund einer Stunde Fußweg auf einem ausgeschilderten Rundweg. Im Hochmittelalter schützte die Burg Trifels das Reichsland um Annweiler. Die Feste galt als so sicher, dass die deutschen Kaiser und Könige im 12. und 13. Jahrhundert die Reichsinsignien - Krone, Zepter und Reichsapfel - auf der Burg aufbewahrten. Die Nachbildungen der Reichskleinodien kann man heute auf der Burg besichtigen.


Außerdem war die Festung das Staatsgefängnis der Stauferzeit. Der bekannteste Gefangene war der englische König Richard Löwenherz. Wie die meisten mittelalterlichen Burgen hatte die Burg Trifels anfangs nur einen steinernen Wohnturm mit überwiegend hölzernen Nebengebäuden. Um 1190 wurde der Hauptturm mit Schatzkammer und Kapelle gebaut. Der Turm war damals einige Meter niedriger. Auf 32 Meter Gesamthöhe wurde er erst 1966 aufgestockt. Schon von der Plattform des Bergfriedes hat man eine wunderschöne Aussicht.


Vom Turm hielt Staufer-Kaiser Heinrich VI. vielleicht 1194 Ausschau auf sein Heer, bevor er vom Trifels aus zum Feldzug nach Süditalien aufbrach. Leisten konnte er sich das mit den 23 Tonnen Silber, die er als Lösegeld erhielt, um die Gefangenschaft von Richard Löwenherz zu beenden. In Italien schlug Heinrich VI. die Normannen, kehrte mit deren Schatz und als neuer König von Sizilien auf seine Burg in der Pfalz zurück. Der Reichtum aus diesem Beutezug kam vor allem dem wehrhaften Ausbau der Städte Speyer und Worms zugute.

Weitere Informationen: Südliche Weinstraße Annweiler am Trifels e.V., Büro für Tourismus, Meßplatz 1, 76855 Annweiler, Telefon: 06346/2200. http://www.annweiler.de/index.cfm?fuseaction=stadt&rubrik=portrait

Sanfte Wäller Tour mit Aussicht - Rundweg durch den Südlichen Westerwald

Rundweg durch den Südlichen Westerwald zur Ruine Sporkenburg, zum Römerturm und zur Einkehr im Alten Bierhaus.


Unter den Wanderwegen im Westerwald ist der 235 Kilometer lange Westerwald-Steig der König. Aber um ihn herum gibt es auch die Wäller Touren, die als Tages- und Mehrtagestouren durch die schöne Landschaft des Mittelgebirges führen. Eine der schönsten Wäller Touren ist der 14 Kilometer lange Rundweg „Augst“. Augst liegt im Südlichen Westerwald und schließt die Gemeinden Arzbach, Eitelborn, Kadenbach, Neuhäusel und Simmern zusammen.


Die Tour beginnt am Wanderparkplatz Neuhäusel-Ost. Wir wandern zunächst in Richtung Kadenbach, vorbei am Tennisplatz Kadenbach durch Streuobstwiesen und mit wunderbarer Aussicht über die Orte Eitelborn und Kadenbach. Nach einem schönen Weg durch das Binnbachtal erreicht man den Ortsrand von Eitelborn. Der Ort wird mit sanften Anstiegen zwischen Pferdekoppeln und durch den Mischwald umrundet. Nach rund fünf Kilometern beginnt der Weg durch den malerischen Wald am Schlossberg und nach weiteren 1,5 Kilometern sieht man schon die Ruine Sporkenburg auf einem Felssporn des Schlossbergs. Hier ist ein schöner Platz, um eine Rast einzulegen. Die Verpflegung muss man sich jedoch im Rucksack selbst mitbringen. Von der Ruine Sporkenburg geht es am Theilenbach gemütlich abwärts, bis man oberhalb von Bad Ems den Emsbach erreicht und die L 329 überquert. Moderat ansteigend folgt die Wäller Tour dem Emsbach bis nach Arzbach. Auf halbem Weg der Wäller Tour liegt das Alte Bierhaus von Arzbach, in dem bis zu Beginn des Ersten Weltkriegs eine Brauerei betrieben wurde. Heute gibt es hier eine Gaststätte für die Wandereinkehr. Ab Arzbach braucht es etwas Kondition für den Anstieg zum Mühlberg. Die Anstrengung wird mit fantastischen Ausblicken über Arzbach mit dem Römerturm, nach Eitelborn und Neuhäusel belohnt. An der neuen Grillhütte von Kadenbach vorbei, kommt bald die Kapelle Maria in Sicht. Diese Kapelle wurde 2000 vom Verkehrs- und Verschönerungsverein in Eigenregie an historischer Stelle neu erbaut. Ein Besuch lohnt sich. Mit weitem Blick bis über den Taunus geht es auf dem Sonnenweg zurück zum Ausgangspunkt.
Weitere Informationen: Touristinformation Montabaur, Konrad-Adenauer-Platz 8, 56410 Montabaur, Telefon: 02602/126777, www.westerwald.info.

Sanfte Hopfenblume und leichte Bananennote - Das Bad Kreuznacher Brauwerk im Salinental

Im Bad Kreuznacher Brauwerk im Salinental kann man für einen Tag selbst zum Braumeister werden.


Brauhäuser haben in Bad Kreuznach eine gewisse Tradition. So gab es in den früheren Jahren der Stadtgeschichte zwei Brauereien, die aber seit vielen Jahren nicht mehr existieren. Udo Braun und Andreas Röth änderten das und begannen 2008 mit der Planung eines Brauhauses im Bad Kreuznacher Salinental. Das Brauhaus, welches zum Schutz vor Hochwasser auf Stelzen gebaut wurde, liegt direkt am Anfang des Bad Kreuznacher Salinentals und neben dem ersten der acht Gradierwerke. Seit Januar 2010 heißt es „Brauwerk“. Der Name ist eine Kombination aus BRAUen und GradierWERK und steht somit seit 2010 für einen weiteren Meilenstein in der Bad Kreuznacher Braugeschichte.


Ein Bier entsteht nicht einfach von allein. Dazu gehören auch ein Quäntchen Zauberei und gewisse Dinge, die niemand so recht versteht. Dieser Ausspruch stammt von dem amerikanischen Braumeister Fritz Maytag und wird von den Braumeistern in Bad Kreuznach gern zitiert. Gebraut werden drei Sorten Bier. Da ist zunächst das „Salinenbräu hell“, ein hell eingebrautes Vollbier mit einer Stammwürze von 11,8 Prozent und einem durchschnittlichen Alkoholgehalt von 4,9 Prozent. Alles in allem ein herzhaft erfrischendes, untergäriges Bier mit goldgelber Farbe, leicht gehopft mit feinstem Hallertauwer Aromahopfen. Das „Salinenbräu dunkel“ ist ein mit Caramelmalz und Farbmalz dunkel eingebrautes Vollbier mit einer Stammwürze von 11,9 Prozent. Es ist ein typisch bayerisches Dunkel mit breitem Körper und malzigem Charakter sowie einer sanften Hopfenblume im Abgang. Der Alkoholgehalt liegt bei ca. 4,7 Prozent. Das dritte Bier im Bunde ist das „Salinenbräu Weißbier“. Ein obergäriges Vollbier, schwach gehopft und mit einer leichten Bananennote.


Das Brauwerk bietet Brauseminare an, in denen man an einem Tag selbst zum Braumeister wird und alles Wichtige über das Bierbrauen erfährt. Das selbst gebraute Bier darf in Flaschen mit nach Hause genommen und zwei Wochen getrunken werden.
Die Teilnahme an einem Brauseminar kostet pro Person 55 Euro. Im Preis enthalten sind ein fünf- bis sechsstündiger ausführlicher Braukurs, eine Bierverkostung und Biergulasch mit Kartoffelklößen zum Mittagessen. Der „kleine Braukurs“ dauert nur zwei Stunden und kostet inklusive Bierverkostung und Vesperplatte 39 Euro pro Person. Eine 20- bis 30-minütige Brauereiführung kostet pro Person 5 Euro.
Weitere Informationen:
Brauwerk - das Brauhaus im Bad Kreuznacher Salinental, Saline Karlshalle 11, 55543 Bad Kreuznach, Telefon: 0671/29843330, www.brauwerk.info

Rundtour zu Keltenhütte und Königsstuhl rund um den Donnersberg in der Pfalz

Abwechslungsreiche Sonnenscheinwanderung rund um den Donnersberg auf die höchste Erhebung der Pfalz.


In den Wintermonaten hängt im Oberrheingraben oft noch der Nebel, wenn die Nordpfalz hingegen schon in Sonnenschein getaucht ist. Deshalb ist der Wandertipp für diese Jahreszeit eine Sonnenscheinwanderung auf die höchste Erhebung der Pfalz, den Donnersberg. Vom Start der Tour an der Touristinformation Dannenfels führt der knapp 15 Kilometer lange Rundweg, der mit einer „4“ markiert ist, zunächst am Kloster Gethsemani vorbei. Der schmale Pfad steigt zum Moltkefelsen und zum Adlerbogen an. Dort hat man eine fantastische Sicht bis in die Rheinebene. Bei besonders klarem Wetter sieht man sogar die Skyline von Frankfurt. Dem Pfad weiter bergan folgend, erreicht man bald den Ludwigsturm. Wer ihn besteigen will, sollte die Tour am Wochenende gehen, da der Turm sonst geschlossen ist.


Etwa 100 Meter vom Turm entfernt, kann man den rekonstruierten keltischen Ringwall bestaunen. Die etwa sechs Meter hohe Mauer zog sich wohl einst auf einer Länge von acht Kilometern um den Donnersberggipfel. Noch ein kurzes Stück weiter der Markierung folgend, kommt man zur Keltenhütte, die an Wochenenden zur urigen Einkehr einlädt. Frisch gestärkt geht es weiter zum Königsstuhl, dem 687 Meter hohen Gipfel des Donnersberges, wo man in Richtung Norden wieder eine tolle Fernsicht genießen kann. Leichten Schrittes wandert man über einen Forstweg bergab ins Mordkammertal und weiter in einer weiten Schleife am Fuß des Donnersberges entlang. Vor dem Rückmarsch nach Dannenfels kann man im 300 Jahre alten Hotel Bastenhaus noch eine Rast einlegen.


Für die ganzjährig mögliche Sonnenscheinwanderung um den Donnersberg sollte man vier Stunden einplanen. Im Auf- und Abstieg werden 546 Höhenmeter überwunden. Mit dem Auto erreicht man den Ausgangspunkt über die A63 bis Ausfahrt Göllheim und weiter über die L397 nach Dannenfels. Mit der Bahn fährt man bis Rockenhausen und von dort weiter mit dem Bus oder dem Anruf-Linien-Taxi (Telefon: 06302/750404). Die Tour beginnt an der Touristinformation Dannenfels, Oberstraße 14 in 67814 Dannenfels
Weitere Informationen:
Donnersberg-Touristik-Verband e.V. Telefon: 06352/1712 oder Tourist-Information Dannenfels Telefon (06357/1614), www.pfalz.de

Skywalk auf dem Wildgrafenweg im Kirner Land

Die Vitaltouren im Kirner Land sind schöne Rundwege und haben jetzt einen spektakulären Aussichtspunkt mehr.


In der Region rund um das Kirner Land laden drei Vitaltouren in der Nähe des Soonwaldsteiges zu schönen Wanderungen ein. Diese Rundwege sind der „Wildgrafenweg“ in Hochstetten/Dhaun, der „Felsengarten“ in Simmertal/Horbach und die „Bärenroute“ in Bärenbach.


Auf dem „Wildgrafenweg“ wurde in diesem Monat 100 Meter über der Nahe ein Skywalk eröffnet, der eine weite Aussicht von der Felsenkanzel im Ortsteil St. Johannisberg erlaubt.
Ausgangspunkt für eine Wanderung auf der Vitaltour „Wildgrafenweg“ ist der Parkplatz „Hochstetten Geologischer Lehrpfad“ auf der Höhe der Dhauner Straße 35 in Hochstetten-Dhaun. Nach einem kurzen Steilstück kommen die Stiftskirche St. Johannisberg und die Flanken des Hellbergs ins Blickfeld. Von der Ruine Brunkenstein aus sieht man schon das nächste Ziel: Schloss Dhaun. Das Schloss wurde durch die Dhauner Fehde von 1340 bekannt, die zwischen dem Burgherrn Johann I. und dem Erzbischof Balduin von Trier ausgetragen wurde. Nach der Besichtigung des Schlosses führt die Tour durch den kleinen Ortsteil Dhaun und an der Volkssternwarte vorbei auf eine Anhöhe. Von dort aus hat man einen guten Blick über die Höhenrücken des Hunsrücks und hinab ins malerische Nahetal. Die Wanderung wird durch ausgedehnten Wald und über den Ortsteil Karlshof fortgesetzt und mündet auf der Höhe des Itzbachtals in den Hochstettener Wald. Durch die Feuchtgebiete des Itzbachtals nähert man sich dem Ortsteil St. Johannisberg. Dort kann man wertvolle Grabdenkmäler besichtigen.
Der Rundweg ist 13,3 Kilometer lang und kann ganzjährig begangen werden. Die Gehzeit beträgt ungefähr vier Stunden.
Mit dem Auto erreicht man Hochstetten-Dhaun über die A 61 (Ausfahrt Bad Kreuznach) und weiter Richtung Bad Kreuznach/Idar-Oberstein, der B 41 folgen bis Hochstetten-Dhaun und schließlich auf der K 9 in den Ortsteil Dhaun. Vom Bahnhof Hochstetten (Nahe) erreicht man den Startpunkt der Tour nach 900 Metern Fußweg durch die Bahnhofstraße und die Dhauner Straße.
Weitere Informationen:
Verbandsgemeinde Kirn-Land, Bahnhofstraße 31, 55606 Kirn, Telefon: 06752/13816, www.naheland.net

Zeigt her eure Schuhe - Deutsches Schuhmuseum in Hauenstein/Südwestpfalz

In Hauenstein in der Südwestpfalz erfährt man in der Gläsernen Fabrik und im Deutschen Schuhmuseum alles über die deutsche Schuhproduktion.
Der Luftkurort Hauenstein in der Südwestpfalz ist mit 25 Schuhhäusern auf der „Schuhmeile“ sowie weiteren zehn Fachgeschäften im Einkaufszentrum „Shoecity“ unbestrittene Schuhmetropole in Rheinland-Pfalz. Hier kann man seine private Schuhsammlung bereichern und aus über einer Million Paar Schuhen für jeden Anlass und auch für den schmalen Geldbeutel wählen.


Die größte Sammlung von Schuhen und alles rund um die ehemalige Schuhproduktion in und um Hauenstein zeigt das deutsche Schuhmuseum. Besonders interessant ist die Schuhsammlung, zu der auch die Prominententreter von Helmut Kohl, Thomas Gottschalk und Steffi Graf zählen.


Die beste Zeit der deutschen Schuhindustrie war Mitte der 1960er-Jahre vorbei. Im größten Schuhdorf Deutschlands aber will man auch in Zukunft bei den Leisten bleiben, Fabrikverkauf inbegriffen. Von der Qualität der Schuhe überzeugt ein Rundgang durch die Gläserne Schuhfabrik, wo man genau verfolgen kann wie ein Schuh hergestellt wird.


Gut beschuht steht auch einem Ausflug auf einem der über 500 Kilometer markierten Wanderwege nichts mehr im Wege. Sie heißen zum Beispiel Hauensteiner Höhenweg, Burgentour und Hauensteiner Schusterpfad und führen alle zur urigen Pfälzer Leibspeisen in Gaststätten oder Wanderhütten.

Weitere Informationen: www.museum-hauenstein.de

Filmausflug in den Hunsrück - Café Heimat in Morbach

Im Café Heimat in Morbach gibt es hausgemachten Apfelkuchen und eine Ausstellung zu den „Heimat“-Filmen von Edgar Reitz. Aus dem kleinen Dorf im Hunsrück hinaus in die weite Welt, genauer gesagt bis nach Brasilien – über 100.000 Kinobesucher verfolgten im letzten Jahr die Geschichte des Bauernsohns Jacob und seinen Träumen von der „anderen Heimat“. Die Zahl der Fans der „Heimat“-Filme von Regisseur Edgar Reitz ist seit seinem Film „Die andere Heimat“, der im vergangenen Herbst in die Kinos kam, weiter gewachsen. Einige Drehorte wie zum Beispiel das Günderodehaus in Oberwesel kann man besichtigen und sogar mehrtägige Heimat-Touren zu den Originalschauplätzen des Films buchen.


Zu den Favoriten zählt der Hunsrückort Gehlweiler, in dem sich die Bewohner darauf einließen, dass ein ganzer Straßenabschnitt in das Jahr 1843 versetzt wurde. Während der Dreharbeiten lebten sie im wahrsten Sinne des Wortes hinter den Kulissen und viele von ihnen waren als Darsteller selbst dabei.


Ganz nah ist man dem Leben und Schaffen des Hunsrücker Filmemachers im 2013 eröffneten Café Heimat in Morbach. Das Elternhaus von Edgar Reitz ist die Kulisse des modern und gemütlich eingerichteten Cafés. Sein Vater Robert Reitz und später sein Bruder Guido hatten hier viele Jahre ihr Uhrmachergeschäft. Bei hausgemachten Apfelkuchen und erlesenen Kaffeesorten sind die Gäste mittendrin in der Geschichte der Hunsrücker Familie Simon, um die sich in den Filmen alles dreht.


In der Dauerausstellung in zwei Räumen im Obergeschoss sind Requisiten, Kostüme und Handskizzen zu sehen. Auch Lieblingsstücke von Edgar Reitz sind dabei, zum Beispiel der Achat-Stein aus dem Film „Die andere Heimat“, ein Spielzeug-Projektor, den er von seinem Vater zum sechsten Geburtstag geschenkt bekam, sowie die alte Schreibmaschine, auf der etliche Manuskripte für die Heimat-Filme getippt wurden.

Weitere Informationen:
Das Café Heimat in der Biergasse 5 ist von Montag bis Samstag von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
www.hunsruecktouristik.de


Buchdruck mit beweglichen Lettern - Gutenberg-Museum in Mainz

Im Mainzer Gutenberg-Museum erfährt man alles über den Buchdruck und kann sich selbst als Setzer und Drucker versuchen. Wie kommen die Buchstaben aufs Papier? Der Buchdruck ist heute digitalisiert. Aber angefangen hat alles mit der revolutionären Erfindung des Mainzers Johannes Gutenberg. Die Mainzer Bürger bauten ihrem berühmten Sohn voller Stolz 1900 ein stattliches Museum direkt gegenüber dem Mainzer Dom. Dort ist Gutenbergs geniale Idee des Buchdrucks mit beweglichen Lettern in allen Einzelheiten dargestellt. Außerdem gibt es zusätzlich wechselnde thematische Ausstellungen.


Täglich und zu jeder vollen Stunde zeigen Mitarbeiter des Museums an der Gutenberg-Presse in der rekonstruierten Werkstatt des Buchdruckers wie zu seinen Zeiten gedruckt wurde. Mehrmals am Tag wird im großen Saal im Erdgeschoss der neue SWR-Film über Gutenberg, die Erfindung des Buchdrucks und über das Museum gezeigt.


Bei einstündigen Führungen durch die Ausstellung dürfen die Besucher sogar einen Blick in den Museumstresor auf die kostbaren originalen Bibeln werfen, die Gutenberg druckte. Bei speziellen Führungen für Kinder ab sechs Jahre wird das Geheimnis des Gießens von Bleilettern gelüftet. An den Familiensonntagen gibt es kindgerechte Führungen für die Jüngsten ab vier Jahre. Im Druckladen des Museums kann man sich selbst im Setzen mit Holzlettern versuchen und seine Werke dann auch selbst drucken.

Weitere Informationen: www.gutenberg-museum.de

Zugfahrt durch die Winterlandschaft der Eifel

Der historische Vulkan-Express zeigt das romantische Brohltal bei Tempo 20 aus neuer Perspektive. Ganz gemächlich rollt der historische Vulkan-Express durch die winterliche Landschaft des Brohltals in der Eifel. Die Fahrgäste sitzen gemütlich in den beheizten Waggons der Schmalspurbahn, die auch im Winter von Brohl-Lützing am Rhein durch das malerische Brohltal hinauf nach Oberzissen fährt.


Ein imposantes Viadukt, ein Tunnel, schroffe Felsen und dichte Wälder prägen auf dieser Reise den Weg. In Oberzissen besteht nach einer Mittagspause die Möglichkeit, an einer geführten Wanderung über Feld- und Waldwege zu schönen Aussichtspunkten rund um das Rodder Maar teilzunehmen oder Schlitten zu fahren.


Die Winterfahrten starten um 11.15 Uhr vom Brohltalbahnhof in Brohl am Rhein, gleich gegenüber dem DB-Bahnhof, der mit der Mittelrheinbahn (RB 26) von Köln, Bonn und Koblenz stündlich erreichbar ist. In den Ortschaften Schweppenburg-Heilbrunnen, Bad Tönisstein, Burgbrohl, Weiler und Niederzissen kann man auch zusteigen. Zwischen 16 und 17 Uhr trifft der Zug wieder in Brohl ein.

 

Weitere Informationen:
Die Fahrt Im Vulkan-Express kostet für Erwachsene 13 Euro, Kinder zwischen 6 und 12 Jahren zahlen 6 Euro. Im Fahrpreis enthalten sind die Zugfahrt, die geführte Wanderung sowie der Transport von Schlitten im Gepäckwagen. Fahrkarten können im Internet unter www.vulkan-express.de oder im Verkehrsbüro Brohltal über Telefon: 02636/80303 gebucht werden.

 

Mit Schneeschuhen zu den Alpakas - Schneeschuhwanderung Bad Marienberg

Eine Schneeschuhwanderung rund um den Wildpark, Steigalm und Hedwigsturm in Bad Marienberg. Eine der schönsten Aussichten auf dem Westerwaldsteig ist die vom Hedwigsturm in Bad Marienberg. Seinen Namen verdankt der Turm einer spendablen Bürgerin der Kurstadt. Schon vor 100 Jahren gab es auf der Marienberger Höhe einen hölzernen Aussichtsturm, der wegen des prächtigen Panoramas gerühmt wurde. Der für den 17 Meter hohen Hedwigturm gewählte Standort liegt auf einer ausgedehnten Basalthochfläche. Die Stelle wurde von jeher „Westerwaldblick” genannt. 81 Stufen führen auf die Aussichtsplattform und zum Blick über die Höhen des Westerwaldes bis in den Taunus, die Eifel und das Siebengebirge.


Außerdem hat man einen guten Einblick in die Gehege des ganzjährig geöffneten Bad Marienberger Wildparks mit Wisenten, schottischen Wildschafen, Buckelrindern, Eseln und Alpakas. Hier oben befindet man sich fast auf Augenhöhe mit den Gästen im Panorama-Drehrestaurant des Wildpark-Hotels, die den Ausblick genießen und sich dabei nicht einmal bewegen müssen. Nur wenige Schritte entfernt steht die urige Steig-Alm, auf deren Speisekarte Westerwälder und Tiroler Spezialitäten stehen. Auf verschiedenen Wegen kann man hier oben kleinere oder größere Winterwanderungen unternehmen.

Weitere Informationen:
Wenn es genug geschneit hat, führt der Wäller Tourenguide Christoph Diefenbach ab 10 Uhr auf Schneeschuhen durch die Winterlandschaft. Die Wanderung dauert zwei bis vier Stunden und kostet pro Person 8 Euro. Schneeschuhe können gegen eine Gebühr von 8 Euro ausgeliehen weden. Treffpunkt ist der Parkplatz am Wildparkhotel.
www.badmarienberg.de

Teatime mit Miss Marple im Hillesheimer Kriminalhaus

Hillesheim wird mit Tatortwanderungen, Krimi-Archiv und Café Sherlock zum Zentrum des Verbrechens.  Hillesheim. Die Straßen von Hillesheim könnte man mit Krimis pflastern. Dafür sorgte der Eifel-Krimi-Altmeister Jaques Berndorf und seinen Autorenkollegen.


In der ersten Etage des Hillesheimer Kriminalhauses sind sie alle im Deutschen Krimi-Archiv in hohen Regalen vereint – insgesamt etwa 26 000 Bücher. Dort kann man sich im gemütlichen Ambiente in einen der bequemen Ohrensessel fallen lassen und im Krimi seiner Wahl schmökern. Im Erdgeschoss bietet die Buchhandlung Lesezeichen ausgesuchte Kriminalliteratur, Klassiker und Raritäten auch zum Kauf an.


Und gleich nebenan gibt es im ersten Krimicafé Deutschlands „Café Sherlock“ zwischen Mordwaffen, antikem Mobiliar und Kerzenleuchtern nach Lust und Laune eine „Chocolat Poirot“ oder „Miss Marples Teatime“. Der Kuchen ist hausgemacht, die Kaffee-Spezialröstung heißt „Schwarzer Tod“ und die großen Detektive sind in Fotografien, Ausstellungsstücken oder lebensgroßen Puppen allgegenwärtig.


Auch ohne Minusgrade kommt jeder bei den spannenden Krimiwanderungen im Zentrum des Verbrechens ins Frösteln. Beschützt von den verdeckten Ermittlern Klara Fall, Hella Blick oder Dane Spur begibt man sich zu den Originalschauplätzen der Eifel-Krimis und wird selbst zum Detektiv. Dabei hat man die Wahl zwischen einer zweistündigen Tour durch Hillesheim oder der Zehn-Kilometer-Tour rund um Hillesheim, Berndorf und Kerpen, für die man vier Stunden Zeit einplanen muss.

Weitere Informationen: www.krimiland-eifel.de

Stacheliger Schwiegermutterstuhl im südpfälzischen Kakteenland Steinfeld

Im südpfälzischen Kakteenland Steinfeld ist die Exotik mit über einer Million verschiedener Wüstenpflanzen von winzig bis gigantisch zu Hause.
Steinfeld. Schön gleichmäßig übersät mit drei Zentimeter langen Dornen und wegen eines Durchmessers von bis zu 80 Zentimetern hat der mexikanische Goldkugelkaktus auch den Namen Schwiegermutterstuhl.


Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, denn dieser Kaktus gehört in Deutschland zu den beliebtesten. Bei einem Besuch im Kakteenland Steinfeld in der Südpfalz merkt man schnell, dass die ausdauernden Wüstenpflanzen in Form und Größe in vielen Varianten existieren. Die einen haben eine kugelige Form von nur einem Zentimeter Durchmesser, andere wachsen zu stattlichen fünf Meter hohen Säulen heran.


Auf dem 7000 Quadratmeter großen Gelände sind rund 1000 verschiedene Kakteenarten und weitere 600 andere sukkulente Pflanzen zu bestaunen. Auf breiten Gängen spaziert man in einem spektakulären Glashaus durch diesen Kakteenwald der besonderen Art.


Der südpfälzische Familienbetrieb hat sich auch auf die Kultivierung der Aloe Vera Pflanzen spezialisiert. Im angeschlossenen Deutschen Aloe Vera Zentrum erfährt man alles über die Wunderpflanze, die im kosmetischen und medizinischen Bereich immer mehr Interesse findet. Außerdem gilt der Ort mit seinem Sortiment an Trommelsteinen, Ketten und Kristallen als bestsortierter Fachhandel für Mineralien und Halbedelsteine in der Region.
Nach der Entdeckungsreise durch die Welt der Kakteen, Aloen und Steine kann man sich im einladenden Bistro unter Palmen zum Beispiel eine Weinschorle, einen Flammkuchen oder einen Eisbecher gönnen.

Weitere Informationen:
Das Kakteenland in 76889 Steinfeld, Wengelspfad 1 hat im Februar Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr und am Wochenende von 11 bis 17 Uhr, ab März täglich geöffnet. Der Eintritt ist frei. www.kakteenland.de

Geschmackwunder im Gewölbe - Lichtweinprobe in Zell an der Mosel

An der Mosel führen die Zeller Weinmajestäten bei einer Lichtweinprobe im Rathaus Weinliebhaber charmant hinters Licht. Farbenblind sollte man nicht sein, wenn man sich in Zell an der Mosel für eine Lichtweinprobe im Rathausgewölbe angemeldet hat. Alles dreht sich nämlich um die Farben rot, grün, gelb und blau.


In den blitzblanken Gläsern auf den Tischen funkelt golden der Moselriesling. Aber wenn die Weinprinzessin die Lichtschalter betätigt, ist auf einmal alles anders. Die Farbe des Weins verändert sich und auch sein Geschmack. Die sonnig-gelbe Beleuchtung macht für den einen den Wein sommerlich frisch, andere begeistern sich für das rote Licht und schmecken Johannisbeere. Gespalten sind die Meinungen beim grünen Lichtschein, den meisten schmeckt der Wein dabei eher nicht. Das kühle Blau verursacht wieder eine andere Geschmacksnote, wobei die Blaubeere allerdings nicht ins Spiel kommt.


Mit jedem Schluck wird die Begeisterung und das Erstaunen größer, denn selten hat man Gelegenheit, seine Sinne so intensiv hinters Licht zu führen. Der Licht-Sensorikraum in Zell ist der erste seiner Art im Weinanbaugebiet Mosel. Eine Studie des Psychologischen Instituts der Universität Mainz bestätigt, dass das Umgebungslicht Einfluss auf das Geschmacksempfinden von Wein hat. So kommt es, dass man Aromen zu erschmecken meint, die man nie bei einem Riesling erwartet hätte. Die Sinne werden in die Irre geführt oder zumindest auf die Probe gestellt.

Weitere Informationen:
Die Lichtweinprobe wird von aktuellen oder ehemaligen Weinköniginnen oder Weinprinzessinen aus Zell begleitet und kostet für Gruppen bis zu 15 Personen 60 Euro. Termine für Lichtweinproben gibt es auf Anfrage bei der Zeller Land Tourismus GmbH, Balduinstr. 44, 56856 Zell (Mosel) unter Telefon: 06542/96220 oder per E-Mail: info@zellerland.de. www.zell-mosel.com

Reise ins Innere der Erde im Lava-Dome in Mendig

Erkundungstour durch die Welt der Vulkane im Lava-Dome Mendig. Wenn ein Vulkan ausbricht, ist man lieber nicht in seiner Nähe. Und doch fasziniert jeden das Naturschauspiel eines rotglühenden Lavastroms oder einer riesigen Aschewolke, die sich kilometerweit über das Land senkt. Im Lava Dome Mendig steht ein Vulkan, der regelmäßig Lava und Asche spuckt. Dieses Schauspiel kann man aus nächster Nähe betrachten ohne sich in Gefahr zu bringen. Natürlich ist der Vulkan nicht echt, aber auch der inszenierte Vulkanausbruch hinterlässt einen bleibenden Eindruck.


Eine Etage höher wird in der Vulkanwerkstatt genau erklärt, welche immensen Kräfte den Ausbruch verursachen. Auf der Erkundungstour in die Welt der Vulkane gibt es einige Stationen, wo Erwachsene und Kinder selbst experimentieren oder einer der Geschichten der „sprechenden Steine“ lauschen können.


Unbedingt anschließen sollte man sich einer Führung in den benachbarten Lavakeller. 150 Stufen führen in einen erkalteten Lavastrom 30 Meter tief ins Innere der Erde. Hier ist alles echt. Lava wurde seit dem späten Mittelalter unter Tage abgebaut. Das Material eignet sich zum Beispiel hervorragend für die Herstellung von Mühlsteinen. So entstanden riesige unterirdische Hallen, die aufgrund ihrer konstanten Temperaturen u. a. für die Lagerung von Bier dienten und heute besichtigt werden können. Die Vulkanparkführer können hierzu so manche spannende Geschichte erzählen.


Der letzte verheerende Vulkanausbruch ereignete sich vor rund 13000 Jahren ganz in der Nähe am Laacher See. Auf einem schönen Spazierweg kann man den See in einer reichlichen Stunde umrunden und wird an manchen Stellen an der Wasseroberfläche die leise glucksenden Gasbläschen entdecken, die anzeigen, dass im Erdinnern noch einiges in Bewegung ist.

Weitere Informationen:
Lava-Dome, Brauerstraße 1, 56743 Mendig, Telefon: 02652/9399222, www.lava-dome.de, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr.
Führungen in den Lavakeller finden von Dienstag bis Freitag um 13.30 Uhr statt, am Wochenende und an Feiertagen täglich um 12, 13.30 und 15 Uhr (ab 15 Personen). Der Eintritt für Lava-Dome und Lavakeller kostet für Erwachsene 8,50 Euro und für Kinder bis 16 Jahre 6,50 Euro. www.lava-dome.de

Mittelalter und Omas Klöße - Fachwerkstädtchen Herrstein an der Deutschen Edelsteinstraße

Das romantische Fachwerkstädtchen Herrstein im Fischbachtal ist ein Kleinod an der Deutschen Edelsteinstraße. Die Bewohner Herrsteins haben in den 1970er-Jahren damit begonnen, im wahrsten Sinne des Wortes auf den Putz zu hauen. Und zwar auf den Putz der Häuser. Darunter kam schönstes fränkisches Fachwerk zum Vorschein und verwandelte das Städtchen an der Deutschen Edelsteinstraße in ein wahres Kleinod.


Rund um Herrstein führt die Traumschleife „Mittelalterpfad“, die das Deutsche Wanderinstitut zu einem der schönsten Wanderwege Deutschlands kürte.
Durch das hölzerne Eingangsportal am Bachweg sieht man schon neugierig hinauf auf die Stadt. Vorbei am Hankelbrunnen gelangt man durch einen Wehrgang in das mittelalterliche Zentrum Herrsteins mit dem Uhrturm, dem einzigen mittelalterliches Stadttor der Nahe-Hunsrück-Region und gleichzeitig Wahrzeichen der Stadt sowie zu zahlreichen restaurierten Fachwerkhäusern.


In den Gassen fühlt man sich wie in einem schönen alten Bilderbuch. Nach einem kleinen Aufstieg erreicht man die Schlosskirche, in deren Glockenturm einst der berüchtigte Schinderhannes hinter drei Meter dicken Mauern gefangen gehalten wurde. Weiter geht es über die Römerstraße, durch das Hosenbachtal und über die Rabenkanzel auf naturnahen Pfaden zu schönen Aussichtspunkten zurück nach Herrstein. Zum guten Schluss empfiehlt sich eine Einkehr in der Zehntscheune. Hinter den mächtigen Bruchsteinmauern des Fachwerkhauses aus dem Jahr 1525 kann man zum Beispiel hausgemachte saftige Rührkuchen oder Omas gefüllte Kartoffelklöße in Speckrahmsoße genießen.

Weitere Informationen:
Die Traumschleife Mittelalterweg ist 8,5 Kilometer lang und beginnt im Herrsteiner Bachweg (Parkplatz vorhanden). Festes Schuhwerk wird empfohlen. Die Zehntscheune befindet sich im Schloßweg 13 und hat im Februar Fr. ab 12 Uhr und Sa. und So. ab 11Uhr geöffnet. Ab März gelten neue Öffnungszeiten.
www.edelsteinstrass.de

Frühstück im Reptilium in Landau in der Pfalz

125 Reptilienarten fühlen sich mitten in Landau in der Pfalz bei hochsommerlichen Temperaturen wie zu Hause. Schon mal Aug in Aug mit Tomatenfrosch, Smaragdwaran, Brillenkaiman und Königspython gefrühstückt? In der Pfalz, deren Hang zu Superlativen ja weithin bekannt ist, gibt es auch das. Die Pfälzer nennen nicht nur den größten Schuh und die größte Tuba der Welt ihr Eigen, sondern auch Deutschlands größten Reptilienzoo. Und dort kann man mitten im Winter bei hochsommerlichen Temperaturen in der Wüstenhalle des Reptiliums zwischen Terrarien, Felswänden und unter Palmen mit der ganzen Familie frühstücken.


Und während die Erwachsenen das Frühstück mit Sekt und frisch zubereiteten Omeletts und Waffeln sicher etwas ausdehnen, wird es den Kleinen nicht langweilig. Sie drücken sich derweil die Nasen an den Scheiben der Terrarien platt, um all die exotischen Reptilien zu entdecken, die man selbst im tropischen Dschungel oder in der Wüste nur mit großem Glück zu Gesicht bekommt. Über 125 Reptilienarten gibt es zu sehen: Schlangen, Echsen, Wasserschildkröten, Krokodile und Kaimane. Neben der Wüstenhalle gibt es ein Nachthaus für nachtaktive Reptilien und eine Veranstaltungshalle die wie eine Steinwüstenlandschaft aussieht.


In den Großterrarien, die jeweils nach Klimazonen bepflanzt sind, leben große und kleine Reptilienarten gemeinsam in einem artgerechten Lebensraum. In den Großterrarien mit Wasserbecken kann man Stumpfkrokodile und Wasserschildkröten durch bodentiefe Glasscheiben auch unter Wasser beobachten.

Weitere Informationen: www.reptilium.de

Windklang am Erbeskopf

Winterwanderung auf dem höchsten Berg von Rheinland-Pfalz. Irgendwann sollte man an einem klaren Wintermorgen auf dem Erbeskopf gewesen sein. Der 816 Meter hohe Hunsrückbuckel ist bekanntlich die höchste Erhebung in Rheinland-Pfalz. Am besten beginnt man die Wanderung am Hunsrückhaus in Deuselbach.


Die kalte Luft und die strahlende Sonne machen Lust auf Bewegung. Viele Wanderer sind am frühen Morgen noch nicht unterwegs und zu hören ist nur das leichte Knirschen der Schritte durch das bereifte Gras. Der Blick auf den Gipfel schweift über einen langen, wenn auch nicht sehr steilen Hang an dessen Ende eine große Holzskulptur steht, die von Ferne aussieht wie ein überdimensionaler Fensterrahmen. Das will man aus der Nähe sehen. Also hinauf.


Schneekanonen stehen schon bereit, um bei niedrigen Temperaturen dem Flockenfall etwas nachzuhelfen, denn der Erbeskopf ist auch ein beliebtes Skigebiet mit drei alpinen Abfahrtspisten, Hochwaldloipe und Skiwanderwegen.
Oben angekommen entpuppt sich der vermeintliche Fensterrahmen als monumentales Kunstwerk, das gleichzeitig eine lang gestreckte Aussichtsplattform ist.


Wenn der Wind durch die Wipfel der Bäume streicht erzeugt die Skulptur ihre eigene Melodie und trägt den Namen „Windklangkörper“ zu Recht. Sie hat mit ihrem grandiosen Ausblick bis zu den Vulkankegeln der Eifel, den Höhen im Saarland und auf den Donnersberg in der Pfalz dem nur wenige Schritte entferntem Aussichtsturm etwas den Rang abgelaufen.


Auf dem Gipfelplateau kreuzen sich mehrere Wanderwege und man kann zwischen kurzen und längeren Routen wählen. Auch das Logo des Saar-Hunsrück-Steigs ist dabei. Für den schönen Abschluss des Wandertages gibt es das Hunsrückhaus. Hier erhält man nicht nur alle touristischen Informationen über die Region, sondern kann sich auch die interaktive Dauerausstellung „Natur-Umwelt-Freizeit“ anschauen. Im Bistro des Hunsrückhauses im Erdgeschoss klingt das Erlebnis Erbeskopf bei einem Glühwein oder Kaffee und Kuchen aus.

Weitere Informationen: www.hunsruecktouristik.de

Kupfi-Rallye für Kinder - Bergbaurundweg im Naheland

Spaziergang im stillen Hosenbachtal im Naheland auf den Spuren des hier einst lautstark florierenden Kupferbergbaus.

Man kann sich heute im beschaulich ruhigen Wanderparadies Hosenbachtal gar nicht mehr vorstellen, wie laut es hier zuging, als das Kupferbergwerk Fischbach noch in Betrieb war. Das Stampfen von Erzpochwerken, das Hämmern der Grubenschmiede und das Rumpeln der Karren machte hier noch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts viel Lärm. Heute zwitschern allenfalls die Vögel, wenn man über den 3,5 Kilometer langen Bergbaurundweg spaziert. Kinder können während der Wanderung an der Kupfi-Rallye teilnehmen. Einen Vordruck mit den zu lösenden Aufgaben kann man sich im Internet herunterladen.


An 17 Stationen am Weg erfährt man dabei allerhand Interessantes zu alten Stollen, Tagebauen und Relikten des Kupfererzbergbaus. Schon die Kelten und Römer bauten hier Erze ab. Das Kupfer zeichnete sich durch eine sehr gute Qualität aus. Bis 1792 die Arbeit eingestellt wurde,gehörte das Bergwerk Hosenberg zu den bedeutendsten in Deutschland. Seit 1975 ist es Besucherbergwerk und kann besichtigt werden. Über Wege und Treppen geht man durch die entstandene Höhle, die beeindruckende 100 Meter lang und bis zu 25 Meter hoch ist.

Weitere Informationen:
Das Historische Kupferbergweg befindet sich in 55743 Fischbach, in der Hosenbachstraße (Telefon: 06784/2304). Der Bergbaurundweg beginnt am Kupferbergwerk und ist ganzjährig begehbar. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Weitere Informationen im Internet: www.besucherbergwerk-fischbach.de.

Steinzeit und Daumenkino - Erlebniszentrum Terra Vulcania in Mayen

Das Erlebniszentrum Terra Vulcania am Mayener Grubenfeld zeigt die 7000-jährige Geschichte des Lavagesteins in der Osteifel

Vor mehr als 7000 Jahren begannen die Menschen in der Osteifel einen Schatz aus den Lavaströmen der Vulkane zu bergen: wertvolle Steine, die fortan Geschichte machen sollten. Sie ließen mit dem Mayener Grubenfeld eine bizarre und abenteuerliche Bergbaulandschaft zurück. Im Erlebniszentrum Terra Vulcania in Mayen sieht man wiedieser Schatz gehoben wurde und was daraus gemacht wurde. Und gleich nebenan kann man das Mayener Grubenfeld im Original besichtigen.


Die Ausstellung "Steinzeiten" entführt in einen echten Steinbruch. Die Besucher werden dort selbst zum Steinarbeiter. Beim Ziehen, Hebeln, Sprengen und Tragen lernen sie so die Arbeitsplätze, die Arbeitsschritte bei der Steinbearbeitung und die Werkhalle kennen. Höhepunkt ist der Film „Steinzeiten“ – eine Mischung aus Daumenkino und Zeichentrickfilm - mit realistischen Aufnahmen und Computeranimation. Er zeigt, wie seit den Vulkanausbrüchen durch die Jahrtausende hindurch das vulkanische Erbe genutzt wurde und wie sich die Landschaft dadurch immer wieder veränderte.


Ein mit vielen Erklärungen beschilderter Rundweg führt am römischen Steinbruch vorbei zum Silbersee. Internationale Kunst aus Basaltlava, Tuff und Schiefergibt es im Skulpturenpark „Area Lapidea“ zu bestaunen.

Weitere Informationen:
Vulkanpark-Erlebniszentrum Terra Vulcania am Mayener Grubenfeld, An den Mühlsteinen 7, 56727 Mayen, Telefon: 02651/491506. Geöffnet ist von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 Euro, für Kinder und Jugendliche 3,50 Euro, Kinder bis 100 cm Körpergröße haben freien Eintritt. Internet: www.terra-vulcania.de

Exkursion am Inselrhein zwischen Mainz und Bingen

Jetzt ist die richtige Zeit zur Vogelbeobachtung am Rhein. Die einmalige Landschaft des Inselrheins zwischen Mainz und Bingen ist Erholungsgebiet, Regionalpark und Kulturlandschaft zugleich. Vor allem aber gehört dieser Landstrich zu den bedeutendsten europäischen Rast- und Überwinterungsgebieten vieler Vögel aus Ost- und Nordeuropa.


Der Naturschutzbund (NABU) Rheinland-Pfalz veranstaltet deshalb auch im Winter Exkursionen zur Vogelbeobachtung. Zu sehen sind neben Tafelente, Kormoran, Graureiher und Haubentaucher die gefiederten Wintergäste wie zum Beispiel Schellente, Zwerg- und Gänsesäger. Vom bewirtschafteten Fahrgastschiff „Rheingau“ aus hat man auf der Fahrt entlang der Rheininseln zwischen Bingen und Eltville guten Einblick in das international geschützte Europareservat Rheinauen mit seiner Vogelwelt. Das NABU-Team erläutert während der dreieinhalbstündigen Fahrt die landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten entlang der Fahrstrecke. Freunde der Fotografie erhalten auf dieser Schiffsexkursion die besondere Gelegenheit für seltene Tieraufnahmen

Weitere Informationen:
Das Fahrgastschiff „Rheingau“ startet um 9.15 Uhr ab Bingen (Anleger 8, hinter dem Rheintal-Kongresszentrum) und 9.30 Uhr ab Rüdesheim (Anleger 12, Rössler). Die Teilnahme kostet für Erwachsene 12 Euro und für Kinder 6 Euro. Bahnanreisende sollten sich unter Telefon: 06721/14367 anmelden, damit bei Zugverspätung evtl. gewartet werden kann. Gruppen ab 10 Personen zahlen nach vorheriger Anmeldung einen ermäßigten Preis. Ferngläser können an Bord ausgeliehen werden. http://www.nabu-rheinauen.de/veranstaltungen/schiffsexkursionen/

Schleichwege des Eifeltigers - Nationalpark Eifel

Majestätische Buchen, knorrige Eichen und klare Bäche machen die vielseitige Landschaft aus Wald, Wasser und Wildnis im Nationalpark Eifel aus, der seit zehn Jahren besteht. Im Jubiläumsjahr gibt es an jedem vierten Samstag im Monat eine spezielle Themenführung durch den Nationalpark Eifel in Begleitung eines Rangers. An diesem Samstag geht es bei einer leichten Wanderung durch den winterlichen Wald vor allem darum, Tierspuren im vielleicht sogarfrisch gefallenen Schnee zu erkennen und zu bestimmen. Mit etwas Glück sieht man, welchen Schleichweg der scheue „Eifeltiger“ genommen hat. Gemeint sind die Wildkatzen, die hier im Schutz der Dämmerung auf leisen Pfoten unterwegs sind.


Im 110 Quadratkilometer großen Nationalpark Eifel haben über 1.817 gefährdete Tier- und Pflanzenarten ihr Zuhause. Nach und nach entwickelt sich die Landschaft wieder in „Buchen-Urwälder“. Neben der Jubiläumstour können Gäste an fünf Tagen in der Woche kostenlos und ohne Anmeldung einen Ranger durch den Nationalpark begleiten. An jedem Sonntag geht es zum Beispiel ab 13 Uhr mit der Hirschley-Route und der Vogelsang-Wollseifen-Route auf eine rund sechs Kilometer lange, leichte bis mittelschwere Wanderung, die auch für Kinder, Senioren und Eltern mit geländegängigem Kinderwagen geeignet sind.

Weitere Informationen:
Die spezielle Themenführung „Spurensuche“ ist kostenlos und dauert drei bis vier Stunden. Es ist keine Anmeldung notwendig. Treffpunkt ist der Parkplatz in Wahlerscheid. Anfahrt über die B 258 von Scheiden in Richtung Monschau. Der Parkplatz befindet sich ca. 200 Meter hinter dem Abzweig der L 245 Richtung Malmedy links. Diese Tour ist nicht für Kinderwagen geeignet. http://www.nationalpark-eifel.de/

Über sechs Brücken musst du gehn - Bad Kreuznach

Die Kur hat hier eine lange Tradition. Die erste Badestube wurde in Bad Kreuznach 1817 eingerichtet. Das bald darauf entstandene Kurviertel mit prächtigen Villen, Kurhotel und Parkanlagen prägt noch heute das Stadtbild. Das Salinental, auch Europas größtes Freiluftinhalatorium genannt, verdankt seinen Namen der Salzgewinnung aus den Solequellen. Die zehn Meter hohen Gradierwerke sind einen Kilometer lang. Die Sole rieselt über die Schwarzdornheckenwände und versprüht eine frische salzige Brise. Drei Wasserläufe durchziehen Bad Kreuznach.


Die Brücken über Nahe, Mühlenteich und Ellerbach spiegeln mit ihrer Geschichte auch die Stadtentwicklung wider. All das erfährt man bei der Stadtführung „Bad Kreuznacher Brückenwanderung – auf sechs Brücken durch die Stadtgeschichte“.


Nach dem Stadtspaziergang kann man sich in den Crucenia Thermen mit Ausblick ins Grüne und auf die rot schimmernden Buntsandsteinfelsen des Nahetals aufs Beste erholen. Vier kreisrunde Poollandschaften versprechen erholsames Badevergnügen. In zwei großen Solebecken mit 32 Grad warmem Salzwasser kann man entspannt schweben oder im Süßwasserbecken ein paar Runden schwimmen.

Weitere Informationen:
Die Stadtführung „Bad Kreuznacher Brückenwanderung“ beginnt um 11 Uhr und dauert zwei Stunden. Treffpunkt ist vor dem Haus des Gastes in der Kurhausstraße 22-24. Die Teilnahme kostet 6 Euro (mit Gästekarte 4 Euro).
Die Crucenia Thermen befinden sich in der Kurhausstraße 26. Einzelkarten bis zu vier Stunden Aufenthalt kosten für Erwachsene 6,90 Euro, für Kinder (3 bis 16 Jahre) 4 Euro. Parken im Parkhaus Kurviertel kostet bis zu vier Stunden 1 Euro. http://www.bad-kreuznach-tourist.de/startseite/http://www.bad-kreuznach-tourist.de/startseite/

Regionale Kulturgeschichte im Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg

Inmitten einer Parklandschaft am Ortsrand von Hachenburg gehen die Gäste im Landschaftsmuseum auf eine Entdeckungsreise durch die Kulturgeschichte des Westerwaldes vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. In acht regionaltypischen Gebäuden zum bäuerlichen Wohnen, Leben und Arbeiten, wie es im Westerwald bis um 1960 üblich war, gibt es einiges zu sehen. Eine Scheune, ein Backhaus sowie eine Ölmühle veranschaulichen die bäuerliche Eigenversorgung. Ausstellungen verdeutlichen wie Tischler, Töpfer, Schmiede und andere Handwerker ihre Gerätschaften erzeugten. Auch eine Dorfschule, in der alle Schüler gemeinsam in einem Raum unterrichtet wurden, kann dort besichtigt werden. Ergänzen kann man den Ausflug in den Westerwald um einen Besuch der schönen Fachwerk-Stadt Hachenburg. Rund um den Alten Markt flaniert man durch die von Patrizierhäusern gesäumten Gassen bis zum Barockschloss. Weitere Informationen zum  Landschaftsmuseum Westerwald.

Spaziergang zu den Römerbauten in Augusta Treverorum in Trier

Porta Nigra, Dom, Thermen und Amphitheater zählen zum Unesco-Welterbe und repräsentieren die Geschichte der Römerzeit. In kaum einer anderen Stadt Deutschlands kann man an einem Tag so viele Römerbauten besichtigen wie in Trier, dem einstigen Augusta Treverorum. Die Porta Nigra, der Dom, die Konstantin-Basilika, das Amphitheater, die Kaiserthermen, die Thermen am Viehmarkt, die Barbarathermen und die Römerbrücke gehören zum Unesco-Welterbe und können auch im Winter besichtigt werden. Ausnahmen sind die Konstantin-Basilika und Barbarathermen, die wegen Baumaßnahmen geschlossen sind.


Der beste Ausgangspunkt für die Römertour ist das gewaltige Stadttor „Porta Nigra“, das sich in unmittelbarer Nähe zur Tourist-Information Trier befindet. Im Innern sind Spuren der im Mittelalter eingebauten Doppelkirchen, römische Steinmetzzeichen und Datumsgraffiti zu sehen. Von oben ist die Aussicht auf Stadt und Moseltal bemerkenswert. Weiter geht es über den Markt zum Dom. Die älteste Bischofskirche mit drei Krypten, Kreuzgang und Schatzkammer zeigt Kunst und Architektur aus über 1750 Jahren.


Durch den Palastgarten des Kurfürstlichen Palais‘ gelangt man zu den Kaiserthermen mit den Ruinen und Resten einer römischen Badeanlage ungeheuren Ausmaßes. Von dort erreicht man zu Fuß in nur zehn Minuten das Amphitheater, das einst rund um die ellipsenförmige Arena Platz für 18 000 Menschen hatte.

Weitere Informationen: http://www.trier-info.de/

Teuflisch gute Wege im Naturpark Pfälzerwald

Rund um Hinterweidenthal und Spirkelbach führen viele Wege zur Felsattraktion Nummer Eins in der Pfalz.Die Felsattraktion par excellence der Pfalz erhebt sich zweifelsohne in der südpfälzischen Ferienregion Hauenstein. Es ist der Teufelstisch. Der Sage nach hatte bei der Entstehung des bizarren Sandsteingebildes bei Hinterweidenthal nicht etwa Verwitterung, sondern der Teufel seine Finger im Spiel: „Im Kaltenbacher Tale ein Tisch von Felsen steht. Dort saß der Teufel beim Mahle …“ So beginnt die Sage zum einbeinigen Tisch von Fritz Claus in elf Strophen. Sie erzählt vom Teufel, der für seine Rast aus Mangel an Tisch und Sitzgelegenheiten zwei Felsen aufeinander setzte.


Eine architektonische wie bildhauerische Meisterleistung. Die Steinplatte, ein ungleichmäßiges Fünfeck mit einem Gewicht von fast 300 Tonnen, liegt auf dem sich nach oben verjüngendem Fuß. Und doch wackelt nichts. Es ist eben wahres Teufelswerk. Ein Abenteuerspielplatz mit Waldrutschen, Schaukeln, Wippen, Seilbahnen und einer Hängebrücke am Fuße des Teufelstischs macht Kindern höllischen Spaß.


 

Wer etwas gegen den Winterspeck tun will, kann die Stöcke mitnehmen. Von Hinterweidenthal führen drei Nordic-Walking-Routen an diesem Prachtstück der Natur vorbei, die man natürlich auch ohne Stöcke einfach wandern kann. Außerdem gibt es die ausgeschilderte Hinterweidenthaler Teufelstisch-Tour. Sie ist 9,5 Kilometer lang und beginnt am Erlebnispark.

Weitere Informationen:
Fremdenverkehrsbüro Hauenstein, 76846 Hauenstein, Schulstraße 4, Telefon: 06392/915110,. Die Nordic-Walking-Routen ab Hinterweidenthal (Dorfplatz) sind 6,4 (mittel), 11,5 (schwer) und 15,2 (schwer) Kilometer lang. Von Spirkelbach (Ortsmitte) führt eine mittelschwere Tour (8 Kilometer) zum Teufelstisch. Die Hinterweidenthaler Teufelstisch-Tour (9,5 Kilometer lang) beginnt und endet am Erlebnispark Teufelstisch Hinterweidenthal, Im Handschuhteich 31. www.hauenstein-pfalz.de

Wandern im Ahrtal

Durch das "Tal der roten Traube" führt der Fernwanderweg Ahrsteig. Er lädt sowohl zu Streckenwanderungen als auch zu Tagestouren ein, denn die Ahrtalbahn macht die Rückkehr zum Startpunkt der Wanderung einfach und bequem. Unser Tourentipp: die fünfte Etappe. Diese führt über zwölf Kilometer vom romantischen Weinort Walporzheim über verschlungene Pfade vorbei an der Rotweinmetropole Ahrweiler in den mondänen Kurort Bad Neuenahr. Schattige Auenwälder prägen die Strecke ebenso wie die Weinberge rund um das Kloster Calvarienberg. Beim Abstieg nach Bad Neuenahr passieren Wanderfreunde großzügige Parkanlagen sowie prächtige Stadtvillen.
Weitere Informationen zum Fernwanderweg Ahrsteig.

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