Gastlandschaften Rheinland-Pfalz

Täglich auf Tour mit der RheinZeitung

...  unsere Tipps für Ihre Ausflüge nach Rheinland-Pfalz im Dezember:

Weihnachtsmarkt in Bad Münster am Stein-Ebernburg an allen vier Adventswochenenden 2016

An allen vier Adventswochenenden 2016 findet im Kurpark von Bad Münster am Stein-Ebernburg der wohl romantischste Weihnachtsmarkt im ganzen Nahetal statt. Sein unvergleichliches Ambiente erhält der Markt vor allem dann, wenn die Dunkelheit hereinbricht. Tausende Lichter zeichnen dann die Umrisse der alten Parkbäume oder die Silhouette des historischen Kurmittelhauses nach, während sich der angestrahlte Fels Rheingrafenstein imposant über dem Kurpark erhebt.


Im Park selbst laden rund 90 Stände zum gemütlichen Adventsbummel ein. Dort finden Besucher Kerzen, Baumschmuck, Gestecke und Geschenkartikel. Der Duft von frisch gebrannten Mandeln liegt in der Luft, Liebesäpfel locken mit knalligem Rot und neben Bratwürsten und Reibekuchen darf der Glühwein der einheimischen Winzer nicht fehlen. Für Abwechslung sorgt ein weihnachtlich buntes Programm mit unterschiedlichen Konzerten. Der Weihnachtsmarkt ist samstags von 14 bis 21 Uhr und sonntags von 12 bis 20 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen zu Bad Münster am Stein-Ebernburg.

Wohlklang in Bronze

Die Glocken aus der Eifel läuten auch in fernen Ländern


Zur Weihnachtszeit lenken auch sonst eher faule Kirchgänger gern ihre Schritte in die Kirche zum Adventssingen oder zum festlichen Orgelkonzert. Das Läuten der Kirchenglocken gehört dazu und trägt zu der stimmungsvollen Atmosphäre in den Tagen vor dem Fest bei. In dem Gedicht „Die Glocke“ fasste Friedrich Schiller seine Begeisterung für den Glockenguss in 19 Strophen. Es gehört zu den bekanntesten Gedichten der deutschen Lyrik und ist eine echte Herausforderung für jene, die es auswendig lernen und rezitieren. Es beginnt mit dem Vers: „Festgemauert in der Erden, steht die Form aus Lehm gebrannt. Heute muss die Glocke werden, frisch, Gesellen, seid zur Hand!“ – und so läuft es auch noch heute ab. Die Kunst des Glockengießens ist reine Handarbeit, die heute nur noch sehr wenige Menschen in Deutschland beherrschen.


Der Bedarf an Kirchenglocken ging immer mehr zurück, nachdem die im Zweiten Weltkrieg zerstörten oder eingeschmolzenen Glocken alle ersetzt waren. In Deutschland gibt es nur noch fünf Glockengießereien. Eine davon steht in Brockscheid in der Vulkaneifel. Sie wird von der einzigen Glockengießermeisterin Deutschlands, Cornelia Mark-Maas, geleitet. Sie führt die Familientradition, die sich bis in das Jahr 1620 zurückverfolgen lässt, weiter. Ihre Vorfahren waren noch Glockengießer auf Wanderschaft, denn damals wurden die schweren Kirchenglocken vor Ort gegossen. Seit 1840 ist die Glockengießerei in Brockscheid ansässig. Pro Jahr werden hier zwischen 50 und 100 Glocken gegossen. Die vier großen Glocken in der berühmten Potsdamer Nikolaikirche zum Beispiel kommen aus Brockscheid. Die größte Glocke von ihnen wiegt 1700 Kilogramm. Einige Glocken traten auch eine weite Reise an, zum Beispiel nach Ecuador, Sri Lanka, Nigeria, Korea oder Argentinien.


Bei einer Führung durch die Glockengießerei kann man die Glockengießer bei der Arbeit beobachten und erfährt, wie viele Arbeitsschritte nötig sind, bis es zum eigentlichen Glockenguss kommt. Wie es möglich ist, den Klang einer Glocke im Voraus zu berechnen, bleibt allerdings streng gehütetes Familiengeheimnis. Im Laden der Glockengießerei gibt es Glöckchen und Glocken in vielen Größen sowie anderen Gegenstände aus Bronzeguss zu kaufen.
Von Montag bis Samstag finden im Winterhalbjahr täglich um 15 Uhr und ab dem 1. April von montags bis samstags um 10, 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr eine Führung durch die Glockengießerei statt. Die Teilnahme kostet für Erwachsene 3 Euro und für Kinder zwischen 6 und 17 Jahren 2 Euro.

Weitere Informationen: Eifeler Glockengießerei, Glockenstraße 51, 54552 Brockscheid. Tel.: 06573/990330, www.eifel.de

Romantik-Tour im Kaiserbad

Rundtour in Bad Ems aus dem Blickwinkel seiner berühmten Gäste im 19. Jahrhundert


Kaiser, Könige und Politiker, berühmte Schriftsteller und Komponisten wählten im 19. Jahrhundert Bad Ems als ihren bevorzugten Erholungsort. Sie liebten die romantische Landschaft des Lahntals, die bewaldeten Bergkuppen, den Fluss und natürlich den Wein. In alten Baedeker-Reiseführern sind die Wege der Touristen der Kaiserzeit beschrieben, die man seit Juli auf dem Rundweg „Romantik-Runde“ wieder gehen kann. Viele der Orte aus alter Zeit sind in Bad Ems erhalten oder wurden für den Wanderweg in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Sichtachsen wurden wiederhergestellt, Denkmale von Wildwuchs befreit, Aussichtsplattformen freigelegt und sechs Informationstafeln mit historischen Fotos aufgestellt.


Die Tour beginnt an der Touristinformation am Bahnhofsplatz in Bad Ems. Dort gibt es auch den Flyer mit vielen Erklärungen zu den einzelnen Stationen der Runde. Über die Lahnbrücke geht es zunächst zur Mooshütte mit einem tollen Ausblick. 1816 wurde der Felsenpfad über die Sieben Köpfe angelegt. Mit Eseln ging es damals zum Gipfel und zum 1861 erbauten Concordiaturm. Er kann auf der Romantik-Runde in einem 20-Minuten-Abstecher für eine Rast mit Ausblick besucht werden. Bergab geht es zur Bismarck-Promenade, die 1896 zu Ehren des Reichskanzlers angelegt wurde, und zum Bismarck-Turm. Von der Aussichtskanzel „Ernst-Vogler-Weg“ eröffnet sich der Panoramablick von der Bäderlei bis zur Insel Silberau. Man blickt auf das historische Kurviertel, den Kurpark, die Russische Kirche und auf die Villen am Malberghang. Am Rathaus führt der Rundweg durch das alte Dorf Ems. Um die romanische Martinskirche stehen noch einige Bauernhäuser. An Station sieben erinnern die Insel Silberau und das Bergbaudenkmal an die Tradition des Blei- und Silberbergbaus an der Lahn. Der 1848 angelegte Adolphsweg mit Aussichtstempel wurde nach dem damals regierenden Herzog Adolph von Nassau benannt. Von hier führt ein 30-Minuten-Abstecher auf den 334 Meter hohen Malberg. An der Bergstation der Malbergbahn, die 1887 die steilste uns älteste Bergbahn mit Zahnstangengang in Deutschland war, gibt es einen Aussichtsturm. Den Henriettenweg eröffnete 1826 die Erzherzogin Henriette von Österreich. An seinem höchsten Punkt ist heute wieder die Henriettensäule in alter Pracht zu sehen.
Die Geschichte von Bad Ems präsentiert das Kur- und Stadtmuseum Bad Ems in der Römerstraße. Es hat Mittwoch und Freitag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. http://www.bad-ems.info/

Winter im Tal der starken Hirsche

Der Eifelpark in Gondorf lädt im Winter täglich zu Spaziergängen in den Wildpark ein


Ein perfektes Ausflugsziel für Familien mit Kindern ist der Eifelpark in Gondorf mit dem Tal der Wölfe, der Bärenschlucht, dem Bergwildpark und dem Luchsgehege. In der Purzelgasse gibt es auch Exoten wie Erdmännchen, Papageien, Schildkröten und Kängurus zu sehen. Im Eifel-Bauernhof des Parks kommt man ganz nah an Hängebauchschweine, Ziegen, Esel und Ponys heran, die auch gestreichelt und gefüttert werden dürfen. Um Spiel, Spaß und Bewegung geht es auf den neuen Abenteuerspielplätzen. Sie heißen „Tatzes Wilder Westen“, „Purzels Piraten Paradies“, „Tapsis Burgturm“ und sind eine echte Herausforderung für mutige Abenteurer jeden Alters.


In der Winterzeit entwickelt der Eifelpark einen besonderen Charme. Die Fahrgeschäfte sind abgebaut und die Achterbahn und Sommerrodelbahn winterfest gemacht. Jetzt wird der Park stiller und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen durch den waldreichen Wildpark in der roten Felslandschaft ein. Im „Tal der starken Hirsche“ kann das Rotwild mit dem im Park erhältlichen Wildfutter gefüttert werden. Im Eifelpark leben derzeit drei verschiedene Hirscharten – Sika-, Dam- und Rotwild. Die Rothirsche sind wegen ihrer Größe die Könige des Waldes. Sie leben in einem etwa 60.000 Quadratmeter großen Freiwildgehege. Auch Steinböcke, Mufflons, Luchse und Wölfe sind gut zu beobachten. Im 1900 Quadratmeter großen Luchsgehege, das im Sommer vorigen Jahres eröffnet wurde, sind die Tiere und ihre Kletterkünste aus nächster Nähe zu sehen. Nur die Bären haben sich in den Winterschlaf zurückgezogen.


Täglich um 14.30 Uhr beginnt die Fütterungsrunde im „Tal der Wölfe“. Auch die Tierhäuser mit den Erdmännchen, verschiedenen Papageienarten, Landschildkröten und Kaninchen stehen den Besuchern offen. Der Eifel-Park in 54647 Gondorf, Weißstraße 12, hat täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet im Winter für Besucher ab 100 cm 5 Euro, ab 150 cm 6 Euro. Wer kleiner als einen Meter ist, hat freien Eintritt. Hunde an der Leine sind erlaubt und kosten keinen Eintritt.
Weitere Informationen: Eifel-Park, 54647 Gondorf, Weißstraße 12, Tel.: 06565/95660, http://www.eifelpark.com/

Frau Holle, schüttel die Betten aus!

Wanderung auf märchenhafter Traumschleife durch dichten Hochwald und das idyllische Wadrilltal im winterlichen Hunsrück.


Reinsfeld. „Frau Holle“ wird ein Felsenhang im Hunsrück genannt, in dessen Spalten die Augen der Frau Holle zu sehen sein sollen. Man muss nur ganz genau hinsehen. Vielleicht hilft ein bisschen Zuzwinkern, um Frau Holle zu einem etwas kräftigerem Bettenausschütteln zu bewegen. An dieser Felsformation beginnt und endet die 7,7 Kilometer lange märchenhafte Wanderung durch den Schwarzwälder Hochwald.


Die Traumschleife „Frau Holle“, die zum Teil über den Saar-Hunsrück-Steig führt, ist zu jeder Jahreszeit gut zu wandern und aufgrund der geringen Streckenlänge und nur einer Steigung, auch für ungeübte Wanderer geeignet.
Los geht es am Wanderparkplatz an der B 407 zwischen Reinsfeld und Kell am See. Vom Frau-Holle-Felsen blickt man in das wunderschön gelegene Wadrilltal. Gleich zu Beginn gilt es den einzigen größeren Anstieg zum Taubenberg zu bewältigen. Sind die 100 Höhenmeter im Aufstieg geschafft, wird die Mühe mit weiten Ausblicken in die Hochwaldlandschaft und auf den Erholungsort Reinsfeld belohnt. Danach führt ein Pfad bergab durch urwaldähnliche Landschaft und den für den Hochwald typischen Nadelwald ins Tal des Lauschbachs. Der Weg folgt dem Bachlauf bis zum Biberdamm am Keller Steg. Weiter geht es vorbei am Beidelstein hinab zum Ufer der Wadrill, die bis zum Ende der Tour die Richtung vorgibt. Die Ruhe und Schönheit des Wadrilltales zwischen Bocksberg und Taubenberg machen diesen Streckenabschnitt zu einem besonderen Erlebnis. Über einen Zuweg (1,8 Kilometer) kann man auch einen Abstecher nach Reinsfeld machen und dort einkehren


Reinsfeld ist direkt an die Autobahn A1 angebunden. Zum Wanderparkplatz fährt man von der A1 über die B407 in Richtung Kell am See (Navigation: Felsenmühle, 54421 Reinsfeld).
Weitere Informationen: Bürger- und Tourist-Information Reinsfeld, Musikpavillon an der Kirche, 54421 Reinsfeld; Telefon: 06503/3039. www.reinsfeld.de, www.hunsruecktouristik.de

Grenzlandtour - Grenzgang mit Ausblick

Unterwegs auf dem ältesten Weinlehrpfad Deutschlands zu schönen Aussichten auf die Rebenlandschaft in der Pfalz.


Die zwölf Kilometer lange Wanderung auf dem ältesten Weinlehrpfad Deutschlands führt auf breiten und schmalen Wegen zu weiten Ausblicken auf die winterliche Rebenlandschaft und macht sogar einen kleinen Abstecher in das Elsass. Auf der Tour sind rund 400 Höhenmeter zu überwinden. Die Anstiege sind leicht zu bewältigen, ansonsten führen die Wege meist durch flaches Gelände.


Die Wanderung beginnt in Schweigen-Rechtenbach am südlichsten Punkt der Deutschen Weinstraße. Hinter dem Deutschen Weintor biegen wir links in die Längelstraße ein und erreichen über die Bergstraße den Weinlehrpfad. Diesem folgen wir über die Wegkreuzung hinaus und biegen nach links auf den Wiesenweg ein, der in Richtung Friedhof Rechtenbach führt. Von dort geht es weiter nach links in die Straße „Am Weiher“ und über einen ansteigenden Waldweg nach wenigen Metern auf einem Pfad nach rechts. Der Weg ist mit der Nummer 12 auf runden Plaketten markiert. An der Schutzhütte am Wegekreuz geht es geradeaus über die Kuppe weiter und dann nach rechts in den Heiligenbachweg. Hier zweigt ein Weg ab, der mit einem gelben Dreieck markiert ist und uns durch dichten Wald am Langenberg zur deutsch-französischen Grenze führt. Nach dem Überqueren einer Brücke kommt ein gelber Punkt als Wegekennzeichnung dazu, dem wir weiter folgen. Wegweiser zeigen Richtung und Entfernung zum Château St. Paul und nach Schweigen-Rechtenbach an. Wenn sich der Wald lichtet, hat man wunderbare Ausblicke über das deutsch-französische Grenzgebiet. Am Waldrand entlang und über den Sonnenberg steigen wir schließlich zu unserem Ausgangspunkt Schweigen-Rechtenbach ab. Das weithin sichtbare Weintor ist zusätzliche Orientierung. Die Wanderung ist bei normaler Kondition in rund vier Stunden zu schaffen und mit den vielen flachen Passagen und schönen Aussichten auch in den Wintermonaten gut zu gehen.
Weitere Informationen: Pfalz.Touristik.e.V., Martin-Luther-Straße 69, 67433 Neustadt/Weinstraße, Telefon: 06321/39160a, www.pfalz.de

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