Gastlandschaften Rheinland-Pfalz

Täglich auf Tour mit der RheinZeitung

...  unsere Tipps für Ihre Ausflüge nach Rheinland-Pfalz im April:

Frühjahrsflor und Duftschneebälle -Eröffnung Rosengarten Zweibrücken am 2. April 2017

Der Rosengarten in Zweibrücken eröffnet am Mittwoch, 2. April, die Saison mit bunter Blütenpracht. Die Königin Rose und ihr Hofstaat haben ihr Refugium im Rosengarten Zweibrücken.


Dank der Initiative des „Vereins Pfälzer Rosenfreunde“ wurde 1914 der Rosengarten eröffnet. Auf einem wunderschönen 4,5 Hektar großen Parkgelände blühen im Sommer rund 45 000 Rosen in rund 1500 Sorten. Die grüne Oase mitten in Zweibrücken ist das Wahrzeichen der Stadt. Am 2. April 2017, ab 11 Uhr wird im Rosengarten die diesjährige Saison eröffnet. Auch wenn die volle Pracht der Rosenbüsche erst im Juni erblüht, ist es schon jetzt ein Vergnügen durch den blühenden Park zu spazieren.


Wunderschöne Frühjahrsstauden, die ersten Rhododendren und Zwiebelpflanzen blühen in allen Farben. Besonders schön ist das Frühlingserwachen entlang des Bachlaufs zu sehen. Im Sommer ist er weitgehend hinter hohen Rosen verboren, aber jetzt überziehen viele Stauden seine Ufer mit einem Blütenteppich.

Weitere Informationen:
Der Rosengarten Zweibrücken in 66482 Zweibrücken, Rosengartenstraße 50, hat Dienstags bis Sonntags von 9 bis 18 Uhr und Montags von 11 bis Uhr geöffnet. In den Sommermonaten gelten verlängerte Öffnungszeiten. Der Eintritt kostet für Erwachsene 4,50 Euro und für Kinder (6-17 Jahre) 1,50 Euro. Bei einigen Veranstaltungen gelten gesonderte Eintrittspreise.

Weitere Informationen über das Jahresprogramm gibt es unter Telefon: 06332/9212302. http://www.rosengarten-zweibruecken.de/

 


Mittelrheinischer Weinfrühling im Bopparder Hamm am 30. April 2017

Mitten im größten Weinberg des Mittelrheins kredenzen ausgewählte Winzer und Köche kulinarische Leckereien aus Küche und Keller. Am 30. April findet im Bopparder Hamm von 10 Uhr bis Sonnenuntergang wieder der beliebte Mittelrheinische Weinfrühling statt. Entlang der Bopparder Wanderstrecke laden  junge Winzer und Köche jedes Jahr zur kulinarischen Weinwanderung ein. Dabei genießen die Teilnehmer den Wein in einer ganz besonderen Atmosphäre: dort, wo die Weintrauben einst gewachsen sind. Wie am gesamten Mittelrhein ist der Riesling auch hier die meist angebaute Rebsorte. Der Bopparder Hamm ist die größte Rheinschleife und bietet einzigartige Ausblicke ins Tal. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird empfohlen. Zwischen Boppard und Spay fährt ein kostenloser Pendelbus.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen in Boppard.

Weinhexennacht in Oberwesel am 30. April 2017

Weinhex‘ von Wesel werd ich genannt… So beginnt der Spruch der Repräsentantin für die Oberweseler Winzer und ihre Weine. Die Weinhex’ hat in Oberwesel den gleichen Status wie eine Weinkönigin. Die Inthronisierung der geheim gewählten „Weinhex’ von Wesel“ findet immer in der Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai statt.


Mit Zauberknall und Hexenfeuer entsteigt sie in dieser Nacht dem großen Weinfass auf dem Marktplatz. Zurückzuführen ist der Name „Weinhex“ auf einen Brauch aus früheren Jahrhunderten, bei dem auf den Hängen und in den Weinbergen die Hexenfeuer entzündet und Feuerräder gerollt wurden, um die Winterdämonen auszutreiben. Daran soll die Weinhex’ erinnern und den Wein der Winzer zu einem edlen Tropfen werden lassen.


Selbstverständlich fließen an diesem Abend die Weine aus den Lagen um Oberwesel reichlich. Der Ausschank beginnt um 18 Uhr.
Ab 21.30 Uhr beginnt das Programm zur Vorstellung der neuen Weinhex‘, das mit einem abschließenden Feuerwerk gekrönt wird. Die Weinhexennacht in Oberwesel beginnt am 30. April, 18 Uhr auf dem Marktplatz. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen: Tourist-Information Stadt Oberwesel, Rathausstraße 3, 55430 Oberwesel, Telefon: 06744/710624. www.oberwesel.de



Ebernburg lädt zum Frühlings- und Kunsthandwerkermarkt - Letztes Aprilwochenende

Frühlingserwachen im historischen Ebernburg: Am letzten Aprilwochenende findet im romantisch-historischen Ortskern des Stadtteils von Bad Münster am Stein-Ebernburg ein Frühlings- und Kunsthandwerkermarkt statt. Beschauliche Fachwerkhäuser und die imposante Ehrenburg bieten die perfekte Kulisse, um an den liebevoll ausgestatteten Ständen entlang zu bummeln und regionale Köstlichkeiten zu probieren. Die Kurstadt Bad Münster am Stein-Ebernburg bietet Besuchern eine reiche Palette an sehenswerten Ausflugszielen. So lohnt sich zum Beispiel ein Besuch im idyllischen Kurpark: Das Kurmittelhaus ist bekannt für seine außergewöhnliche Jugendstil-Architektur und die Salinen. Zudem sind sowohl die Burgruine Rheingrafenstein als auch die mittelalterliche Ebernburg  interessante Anlaufpunkte. Ein geologisches Highlight ist der beeindruckende Rotenfels, der durch mehrere Wanderwege erschlossen wird. Er ist die höchste Steilwand zwischen den Alpen und Skandinavien und steht als Standort seltener, bedrohter Pflanzen unter Naturschutz.
Weitere Informationen zu Bad Münster am Stein-Ebernburg.

Schöne Aussicht auf die Eifelberge auf dem Panoramarundweg in Sierscheid


Im Norden der Eifel liegt auf rund 400 Metern Höhe das Dorf Sierscheid mitten im Adenauer Land in der Hocheifel. Auf drei Seiten ist der Ort von Feldern umgeben und grenzt im Norden an ein ausgedehntes Waldgebiet. Das Adenauer Land ist im Osten von der Pellenz und dem Königfelder Ländchen, im Westen von der vulkanischen Westeifel und der Kalkeifel umschlossen.


Im Norden reicht das Gebiet an die Oberahr und im Süden an die Moseleifel heran. Die Landschaft ist von den Höhenzügen Hohe Acht, Arenberg sowie Nürburg geprägt und für sein waldreiches Hochland, weite Wiesen, kleine Bäche und vor allem wunderbare Fernblicke bekannt. Längst abgetragene Vulkankegel, die heute die höchsten Erhebungen der Eifel sind, lassen erahnen wie hoch die Berge in der Eifel einst wirklich waren. Mit großer Ehrlichkeit ziehen die Jahreszeiten durch das Adenauer Land. Im Winter sinken die Temperaturen auch mal zweistellig unter null, im Sommer verirrt sich drückende Schwüle nur selten in die Täler der Hocheifel. Der Frühling zieht ganz allmählich ein und erfreut mit zartgrünen Blättern und viel frischer Luft.


In der Kapellenstraße oberhalb der Sierscheider Maternus Kapelle beginnt der 2,6 Kilometer lange Panoramarundweg, der die Bergkuppe Dümpelhardt umrundet. Auf der Hochfläche ist der Ausblick in das obere Ahrtal und auf die Höhenzüge der Hocheifel fantastisch. Mit gutem Auge ist auch die Hohe Acht bei Adenau zu erkennen, die mit fast 747 Metern die höchste Erhebung der Eifel ist. Auf dieser Runde trifft man auch auf den Ahrsteig, der hier auf seiner vierten Etappe von Insul nach Altenahr vorbeiführt. Die Panoramarunde kann auf dem ausgeschilderten Wanderweg Nummer 6 auch bis den Nachbarort Liers ausgedehnt werden und ist dann rund acht Kilometer lang.

Weitere Informationen: Tourist-Information Hocheifel-Nürburgring, Kirchstraße 15-19, 53518 Adenau, Telefon: 02691/305122, http://www.hocheifel-nuerburgring.de/open/M/qHsFag

Frühlingswanderung auf den Forstberg

Kurze Rundwanderung auf dem Traubenpfad „Unterm Birnbaum“ hoch über dem Ahrtal


Das launische Aprilwetter treibt gern seinen Spaß mit den Wanderern. Zwischen Graupelregen und Sonnenschein hat der Frühlingsmonat alles auf Lager. Den Wetterlaunen ist mit den kürzeren Wanderwegen ein Schnippchen zu schlagen. Gerade jetzt, wo es jeden Tag ein bisschen grüner und bunter in der Landschaft wird und die Luft besonders frisch und klar ist, tut ein Spaziergang richtig gut.


Rund um Bad Neuenahr-Ahrweiler sind die fünf Traubenpfade dafür bestens geeignet. Die Rundwege sind zwischen 4 und 7,3 Kilometer lang. Der kürzeste ist der Traubenpfad 2 „Unterm Birnbaum“. Er teilt sich den Weg über die Weinberge zum Teil mit dem Rotweinwanderweg und dem Birnenrundwanderweg.


Nicht weit vom Bahnhof Ahrweiler entfernt, führt direkt hinter dem Parkplatz in der Wilhelmstraße 38 eine Brücke über die Bahngleise zur steilen Treppe hinauf in die Weinberge. Leicht bergan geht es mit schönen Ausblicken auf Ahrweiler und das Kloster Calvarienberg in Richtung Forstberg weiter. Dort, wo heute das Kloster steht, war bis ins 15. Jahrhundert der Richtplatz des Amtes Ahrweiler. Ein Kreuzritter, den die Erhebung an den Berg Golgatha erinnert haben soll, ließ dort nach seiner Rückkehr aus dem Heiligen Land eine Kapelle errichten. 1630 erbauten die Franziskaner auf dem Calvarienberg die gleichnamige Klosteranlage. 1883 übernahmen die Ursulinen die Klosteranlage, die damals wie heute als Schule und Internat genutzt wird.


Am Hochplateau des Forstberges macht der Weg eine spitze Kehre nach rechts in die Weinbergslage „Forstberg“ mit einem hohen Anteil an Grauwacke und Schiefer, die in die Lage „Daubhaus“ übergeht, in der Lößlehm vorherrscht. Die unterschiedliche Bodenstruktur wirkt sich auf die Weine aus. Die Forstbergweine gelten als leichter und eleganter als die fülligen Weine der Daubhaus-Lage. Nun geht es vorbei am Gedenkstein für den „ehrsamen Junggesellen Hedrich Schäfer“, der hier gemeuchelt wurde, immer leicht bergab mit Ausblick auf Bad Neuenahr und später auf Ahrweiler mit dem markanten Kirchturm von St. Laurentius.

Weitere Informationen: Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V., 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Blankartshof 1, Telefon: 02641/91710, http://www.ahrtal.de/

Sprung ins Bodenlose im Pfälzerwald

Der neue Ziplinepark Elmstein sorgt bei mutigen Schwindelfreien für Spaß und Spannung


Mitten im Pfälzerwald ist Elmstein ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderer. Rund um den Ort ist das Netz gut markierter Wanderwege ca. 150 Kilometer lang. Viele Wege führen zu den berühmten Pfälzer Wanderhütten oder zu einem urigen Gasthaus. Von Schwarzbach, dem westlichsten Zipfel der Gemeinde Elmstein sind es nur ein paar Gehminuten bis zum Haus der Nachhaltigkeit, dem Infozentrum für das Biosphärenreservat Pfälzerwald. Das Kuckucksbähnel befährt mit historischen Lokomotiven und Waggons die Strecke der Elmsteiner Talbahn. Die Alte Samenklenge, Haus der Forst- und Waldgeschichte, gewährt Einblick in die Techniken der Holzwirtschaft und in das Leben der Waldarbeiter und ihrer Familien in früheren Zeiten.


Am Samstag, 30. April 2016, eröffnete der Ziplinepark Elmstein. Das wird vor allem jene Outdoorbegeisterte freuen, die nach einem vor Aufregung flauen Gefühl in der Magengegend den befreienden Adrenalinstoß nach einem vollbrachten Sprung ins Bodenlose mögen. Im neuen Park im Pfälzerwald können Schwindelfreie und jene, die es werden wollen, diese emotionale Berg- und Talfahrt in Serie erleben. 18 spannende Seilbahnstrecken, sogenannte Ziplines, haben die Betreiber hoch in den Bäumen aufgebaut. Doppelt gesichert geht es von Baum zu Baum, mal rasant, mal etwas langsamer. Dazwischen gibt es Absprünge bis in 20 Meter Tiefe, die schon ein bisschen Überwindung kosten. Ein ausgebildeter Sicherheitstrainer ist immer in der Nähe, um Fragen zu beantworten oder Mut zuzusprechen.


Voraussetzung, um auf die Parcours zu gehen, ist ein Mindestalter von zwölf Jahren und ein Gewicht zwischen 35 und 120 Kilogramm. An Wochenenden, Feiertagen und Wochentagen in den Schulferien (grüne Tage) gibt es zwei Einweisungszeiten um 10 und 14 Uhr. An diesen Tagen kann ohne Anmeldung gezippt werden, aber nur, wenn noch Plätze frei sind. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, meldet sich per Telefon unter: 06328/9849460 oder online unter book@zipline-elmstein.de an. Die Onlinebuchung ist preiswerter und kostet für Erwachsene 29 Euro und für Jugendliche bis 17 Jahre 25 Euro. Vor Ort kosten die Tickets für Erwachsene 35 Euro und für Jugendliche 30 Euro. Der Ziplinepark Elmstein befindet sich in der Nähe des Geländes des Iggelbacher Sportvereins und des Elmsteiner Tennisplatzes. Die Eingabe für Navigationsgeräte lautet: 67471 Elmstein, Eschkopfstraße.
Weitere Informationen: Pfalzwein e.V., Martin-Luther-Straße 69, 67433 Neustadt an der Weinstraße, Telefon: 06321/912328, http://zipline-elmstein.de/

Mit Eichhörnchen Ilse die Natur entdecken

Neue Angebote für Kinder in den Naturcamps Hunsrück


Von der Natur lernen, sie mit allen Sinnen wahrnehmen, respektvoll mit ihr umgehen, der Entdeckerlust nachgehen und sich seiner Stärken bewusst werden – das sind Ziele, die in den beiden Hunsrücker Naturcamps verwirklicht werden können. Bäche stauen, in der Erde buddeln und sich eine eigene Behausung bauen gehören zu den Aufgaben, die in der Gruppe aktiv gemeistert werden.


Das Naturcamp Nahetal befindet sich mitten in einem rund 4000 Quadratmeter großen Waldstück, das sich unmittelbar in der Nähe des Wandererheims vom Hunsrückverein in Monzingen befindet. Umgeben von Wiesen, Äckern, Wald und Weinbergen liegt es direkt im Naturpark Soonwald-Nahe.


Das Naturcamp Schmidtburg bei Schneppenbach liegt im wildromantischen Hahnenbachtal auf einer Waldwiese und im angrenzenden Wald. Die Traumschleife Hahnenbachtaltour des Saar-Hunsrück-Steigs führt direkt am Camp vorbei.


Ein neues Angebot in diesem Jahr ist die zweistündige Veranstaltung „Mit Eichhörnchen Ilse die Natur entdecken“, die sich besonders an Familien mit Kindern im Alter zwischen sechs und zehn Jahren richtet und an jedem zweiten und vierten Dienstag im Monat ab 16 Uhr stattfindet. Die Teilnahme kostet für Erwachsene 8 Euro, für Kinder 4 Euro oder mit der Familienkarte 14 Euro. Mitzubringen sind feste Schuhe, wetterangepasste Kleidung und Rucksackverpflegung.


Weitere Informationen: Naturcamps Hunsrück, Unter den Fichten 1, 55566 Meddersheim, Telefon: 0151/21777406, http://www.naturcamps-hunsrueck.com/

Burgenwanderung durchs Leininger Land

Tagestour im nördlichen Pfälzerwald zu drei Burgen der Leininger Grafen


Im Mittelalter, als die Pfalz ein wichtiges politisches Zentrum Europas war, herrschten im nördlichen Pfälzerwald die Leininger Grafen. Schon im 12. Jahrhundert errichteten sie im nordöstlichen Pfälzerwald die Leininger Burg. Diese wurde später Burg Altleiningen genannt, als im 13. Jahrhundert am fünf Kilometer entfernten Ostrand des Pfälzerwaldes die Schwesterburg Neuleiningen gebaut wurde.


Unterhalb der Burg Altleiningen im Tal des Eckbachs liegt die Gemeinde Altleiningen, während die Gemeinde Neuleiningen sich auf der Anhöhe um die gleichnamige Burg herum entwickelt hat. Das Stammland der Leininger um die beiden Burgen trägt heute den Namen „Leiningerland“.
Der Leininger Burgenweg verbindet die Stammburg der Leininger Grafen, die Burg Altleiningen, mit den Burgen Neuleiningen und Battenberg im nördlichsten Zipfel des Biosphärenreservats Pfälzerwald.
Vom romantischen Burgdorf Neuleiningen aus führt der Weg oberhalb des Eckbachtals in Richtung Nackterhof. Vorbei an Felsformationen und über Pfade geht es zum Tränkwoog. Dort beginnt der kurze Anstieg zur Burg Altleiningen. Das Restaurant der Jugendherberge lädt zu einem herzhaften „Halbzeitsnack“ ein.


Vorbei am 20-Röhren-Brunnen und durch das Langental ist der Kupferbergfelsen mit der markanten Buntsandsteinformation „Kamelkopf“ ein nächstes Ziel. Im Bobenheimer Bannwald haben die Wanderer an zwei frei geschnittenen Stellen gute Aussichten auf das Kloster Höningen und die Burg Altleiningen. Auf weichen Graswegen geht es zur Hochebene mit grandiosen Blicken in die Rheinebene und zum Donnersberg. Weinreben säumen den Weg nach Battenberg zur mittelalterlichen Kirche und zur Burg Battenberg. Entlang des nördlichen Haardtrands führt der Weg zurück nach Neuleiningen. Der 22,5 Kilometer lange Weg kann an allen drei Burgen gestartet und in Höhe Sommerberg auf rund 15 Kilometer verkürzt werden. Das ehemalige Weinsträßchen führt hinunter ins Spechttal und auf der gegenüberliegenden Seite hinauf zum Mittelberg. Den Ausgangspunkt der Wanderung erreicht man mit dem Zug bis nach Grünstadt und weiter mit den Buslinien 456/457 zur Haltestelle Neuleiningen-Kreuz. Mit dem Auto fährt man auf der A 6 bis zur Ausfahrt Grünstadt, weiter auf der B 271 über Kirchheim und Kleinkarlbach nach Neuleiningen. Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Parkplatz an der L 453.

Weitere Informationen: Tourist-Information Leiningerland, Weinstraße 91b; 67278 Bockenheim; Tel: 06359 8001820, http://www.leiningerland.com/

Stausee im oberen Kylltall

In der Eifel per Rad und zu Fuß rund um den Kronenburger See unterwegs


Der 27 Hektar große Kronenburger See im Kylltal wird seit Ende der siebziger Jahre nicht nur als Stausee, sondern auch für touristische Zwecke genutzt. Der Vorstau ist den Anglern vorbehalten. Der Hauptstau mit einer Länge von rund einem Kilometer und einer durchschnittlichen Breite von 180 Metern steht für den Spaß auf dem Wasser zur Verfügung.


Für die Segelsportfreunde gibt es Land- und Wasserliegeplätze sowie eine Slipanlage. Surfer und Wasserraten sind im gesamten südlichen Seebereich gut aufgehoben, wo es eine Surf- und Segelschule sowie einen Bootsverleih mit Tret- und Ruderbooten gibt. Am südlichen Seeufer befindet sich eine große Liegewiese, ein Beach-Volleyballfeld in unmittelbarer Seenähe und das Restaurant „Seeterrasse“.


Der Kyll-Radweg und regionale Wanderwege binden den Kronenburger See in das Rad- und Wanderwegenetz der Eifel ein. Der Eifeler Quellenwanderweg als Zuweg zum Eifelsteig führt auch an Kronenburg vorbei. Der Kyll-Radweg ist die wichtigste Nord-Süd-Verbindung durch die Eifel und führt von Losheimergraben bis nach Trier einmal längs durch das Mittelgebirge. Zu Beginn der Tour erleben die Radler die Nordeifel mit ihren Talsperren und Seen, wie den Kronenburger See. Durch die von den Urgewalten geprägte Vulkaneifel geht es weiter durch die Südeifel mit den typischen Streuobstwiesen und zerklüfteten Felsformationen des Bitburger Gutlandes. Der Abschnitt zwischen Jünkerath und Losheimergraben verläuft auf einer ehemaligen Bahntrasse und ist wegen des geringen Gefälles besonders gut für Radtouren mit Kindern geeignet. Ab Losheimergraben besteht über den RAVel-Radweg L45a nach Weywertz auch Anschluss an den Vennbahn-Radweg.
Weitedre Informationen: Tourist-Information Oberes Kylltal, Burgberg 22, 54589 Stadtkyll, Tel.: 06597/2878, http://www.obereskylltal.de/obere_kyll_tourismus/Startseite/

Von Wackelei zu Winneburg

Zu zwei Moselburgen und schönen Aussichten führt der Moselsteig-Seitensprung „Cochemer Ritterrunde“


Ein neuer Mosel-Seitensprung ist auf der Zielgeraden zu seiner Eröffnung im Sommer. In zwei Schleifen von je rund zehn Kilometern führt die „Cochemer Ritterrunde“ zur Ruine Winneburg und zur Reichsburg. Los geht es an der Talstation der Cochemer Sesselbahn. Hier müssen die Wanderer eine erste Entscheidung treffen: wandern oder schweben. Der wenig spektakuläre, schmale Wanderweg hinauf zum Pinnerkreuz verlangt schon einige Anstrengung, ist aber auch gut zu gehen. Bequemer ist natürlich die Fahrt mit der Sesselbahn, bei der man an schroffen Schieferhängen vorbei 360 Höhenmeter überwindet.


Von der Bergstation mit Restaurant und Aussichtsterrasse ist es nur ein kurzes Stück zum Aussichtspunkt Pinnerkreuz mit toller Aussicht auf die Mosel und die Reichsburg. Das Kreuz soll dem Schäfer Pinner gewidmet sein, der hier oben unter Einsatz seines Lebens ein Schaf vor dem Absturz rettete. Vom Pinnerkreuz führt ein ebener Weg zur Wackelei, wo sowohl die Mosel als auch beide Burgen der Ritterrunde zu sehen sind. Durch das Enderttal geht es zur Ruine Winneburg. Sie war früher ein strategisch wichtiger Posten zu den Bergen der Eifel und des Hinterlandes von Trier. Im 17. Jahrhundert war die Burg im Besitz der Familie von Metternich und wurde 1689 von französischen Truppen gesprengt. Erhalten blieben der Bergfried und der Palas, die Torhalle sowie Reste von Mauern und Gebäuden.


Die erste Schleife der Ritterrunde endet an der Treppe schräg gegenüber der Sesselbahn. Dort beginnt die zweite Schleife des Wanderweges: Sie führt durch den Stadtwald zur „alten“ Viktoriahöhe, zum Aussichtspunkt Hubertushöhe, an der Reichsburg vorbei über das Peterskapellchen zum Martinstor und über den Cochemer Marktplatz. Für die gesamte Ritterrunde sollte man einen ganzen Wandertag einplanen. Geteilt in „Winneburg-Runde“ und „Reichsburg-Runde“ ist der Seitensprung gut für zwei Halbtagestouren.

Weitere Informationen: Tourist-Information Ferienland Cochem, Endertplatz 1, 56812 Cochem, Tel.: 02671/60040, http://www.ferienland-cochem.de/

Wingertsknorzen am Wißberg

Der Weinerlebnispfad „Via Vinea“ in der rheinhessischen Toscana


Die rheinhessische Kleinstadt Sprendlingen ist von Weinbergen umgeben. Sie ist eine der größten weinbautreibenden Gemeinden Rheinhessens, in der die Winzer für einen guten Ruf der über die Grenzen des Landes hinaus bekannten Sprendlinger Weine sorgen. Eine Erzeugergemeinschaft mit eigener Sektkellerei stellt aus Spitzenweinen den unübertroffenen „Winzersekt“ her. Gelegen im Dreieck am Rheinbogen zwischen Mainz, Worms, Alzey und Bingen, gilt Rheinhessen als eines der wärmsten und trockensten Gebiete Deutschlands. Die Region bezeichnet sich deshalb und wegen der sanften Hügellandschaft auch gern als die „Rheinhessische Toscana“.


Auf dem Sprendlinger Wißberg ist das gleichnamige Naturschutzgebiet Lebensraum für viele zum Teil seltene und gefährdete Pflanzen und Tierarten. Hier haben die Winzerinnen und Winzer des Sprendlinger Bauern- und Winzerverbandes eine völlig neue Art eines Weinlehrpfades angelegt, der Weinbau, Natur und Landschaft zu einem ganz besonderen Erlebnis zusammenfasst. Entlang des ausgeschilderten, zwei Mal 3,5 Kilometer langen Weges, gibt es 22 Erlebnisstationen, Plätze zum Spielen und zum Rasten. Der duftende Kräutergarten zum Beispiel ist zu jeder Jahreszeit ein Blickfang. Im Rebsortengarten gibt es unter dem Motto „Stein und Wein“ Interessantes über den Zusammenhang von Bodenbeschaffenheit und Weinaroma zu erfahren. Eine Grabungsstätte für Fossilien lockt die Hobbyforscher und ein Labyrinth aus Wingertsknorzen bildet das Zentrum des Kinderspielbereichs.
Der Erlebnisweg ist ab Sprendlinger Marktplatz, ab Bahnhof und ab Parkplatz Wißberghalle ausgeschildert. Startpunkt für Touren durch die Erlebniswelt in den Weinbergen ist die Schutzhütte am Weinheimer Weg. Zu dieser führt der markierte Rundkurs auch wieder zurück.

Weitere Informationen: Tourist Info der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen, Gertrudenstraße 11, 55576 Sprendlingen, Tel.: 06701/201777.

Raubritternest und Rheinromantik

Im Museum der Burg Reichenstein am Rhein wird die wechselvolle Geschichte des alten Gemäuers erzählt


Die im 11. Jahrhundert erbaute Burg Reichenstein war im Mittelalter ein berüchtigtes Raubritternest. Dietrich von Hohenfels soll es am schlimmsten getrieben haben. König Rudolf von Habsburg setzte dem Raubrittertum ein Ende und ließ die Raubritter nach einer langen Belagerung der Burg 1282 nahe der Clemenskapelle am Ufer des Rheins hängen. Ob Dietrich von Hohenfels entkam, enthauptet oder gehängt wurde, kann heute keiner mehr mit Sicherheit sagen. Um seine Person rankt sich die bekannte Rheinsage vom „Mann ohne Kopf“.


Die Familie Kirsch-Puricelli übernahm 1899 Burg Reichenstein und ließ sie bis 1902 zu einer neugotischen Wohnburg im englischen Stil wieder aufbauen. Bis 1936 residierte die Industriellenfamilie hier. Die Familie stieg im 19. Jahrhundert zu einer der erfolgreichsten Familien in Deutschland auf. Das gelang ihr mit den Einnahmen aus der Rheinböller Hütte, eine der größten und ältesten Eisenhütten des Hunsrücks. Das erklärt auch, dass es im Burgmuseum eine große Takenplatten-Ofensammlung zu sehen gibt. Aus den Ursprüngen der Burg stammt eine umfangreiche Sammlung mit historischen Jagd- und panzerbrechende Waffen sowie Knappen- und Ritterrüstungen aus der Zeit Napoleons I. Vom späten Mittelalter bis in die Neuzeit gehörte die Jagd zur Lieblingsbeschäftigung des Adels. Burg Reichenstein hat eine der größten Geweihsammlungen Deutschlands.Musikzimmer, private Gemächer, Ahnengalerie, Möbel aus der Zeit Ludwigs XV, Weingläser aus der Römerzeit und Barockfiguren erzählen im Museum die Geschichte eines recht komfortablen Leben auf der Burg und geben einen Eindruck vom Wohnstil auf der Burg. Vom Wandelgang zwischen den Zinnen der Burg haben Besucher einen herrlichen Ausblick auf das Rheintal. Die Besichtigung der Burg kann gut auf einer Radtour auf dem Rheinradweg, auf einer Wanderung auf dem Rheinburgenweg oder auf einer Schifffahrt auf dem Rhein von Bingen oder Rüdesheim aus eingebaut werden. Das Burgmuseum hat täglich von Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen: Burg Reichenstein, Burgweg 24, 55413 Trechtingshausen, Telefon: 06721/6117, http://www.burg-reichenstein.com/

Edelsteinkönigin und Kräutermärchen im Naheland

Auf dem 9. Kräutermarkt in Baumholder im Naheland werden Hexen, Märchenerzähler und Korbflechter erwartet.


Baumholder liegt auf dem Westrich. So heißt der Höhenzug, zwischen den Ausläufern des Hunsrück im Norden und dem Nordpfälzer Bergland im Süden. Die hügelige Landschaft mit tief eingeschnittenen Tälern, schroffen Felsen und weiten Wiesen ist ideal für Rad- und Wandertouren. In den vergangenen Jahren machte sich Baumholder aber auch einen Namen unter Kennern und Liebhabern von Kräutern. Deshalb findet auch in diesem Jahr wieder der Baumholder Kräutermarkt statt.


An über 30 Ständen dreht sich an diesem Tag alles rund um die Kräuter. Außerdem sind frische Produkte wie Wurst, Käse,  Brot, Wild und Wein aus der Region im Angebot. Als Spezialistin ihres Fachs wird wie in den Vorjahren auch die Wachenheimer Kräuterhexe zugegen sein. Die Behältnisse zum Kräutersammeln stellt Korbflechter Helmut Rausch her und zeigt auf dem Markt auch gleich wie das geht. Geplant ist außerdem ein unterhaltsames Kinderprogramm, in dessen Mittelpunkt die  Kinderrallye mit der Junghexe Ann-Katrin Krämer und die Mal- und Pflanzaktion mit Sabine und Susanne Schranz sowie Alexandra Becker stehen. Damit es gerecht zugeht, gibt es auch eine Standrallye für Erwachsene mit anschließender Preisverleihung. Stadtbürgermeister Günther Jung und sein 1. Beigeordneter Christian Flohr schlüpfen am Markttag in die Rolle von Märchenerzählern. In diesen Märchen für jedes Alter spielen natürlich die Kräutlein eine besondere Rolle. Die Märchenstunde findet im Hof Dessauer statt. Kostenlose Parkplätze stehen nur wenige Meter entfernt auf dem Marktplatz ausreichend zur Verfügung.


Der Obst- und Gartenbauvereines aus Eckersweiler und der Förderverein Turnen im VfR Baumholder sorgen gemeinsam mit dem  Baumholder Wildladen für das kulinarische Wohl der Marktbesucher.Wer auf dem Markt Gefallen an Baumholders Kräutern gefunden hat, sollte sich schon jetzt für die drei Kilometer lange Kräuterwanderung am 20. Juni im Stadtwald anmelden. Die Wachenheimer Kräuterhexe Marlies Zahler-Knerr und ihr Team werden mit der Gruppe durch den Gärtel wandern und heimische Kräuter und Pflanzen zeigen und bestimmen. Anschließend wird im Waldhaus probiert und erzählt. Der Kräutermarkt in Baumholder findet am Samstag, 9. Mai, von 9 bis 18 Uhr auf dem Platz vor der Apotheke und in der Kennedyallee statt. Zur offiziellen Eröffnung wird um 10 Uhr die deutsche Edelsteinkönigin Sonja erwartet.
Weitere Informationen zum Kräutermarkt in Baumholder

Klein-Jerusalem am Rhein - Worms

An jedem ersten Sonntag im Monat gibt es in Worms Gästeführungen durch das jüdische Viertel der Stadt.


Aschkenas – ein Name aus der hebräischen Bibel – wurde im Mittelalter als Bezeichnung für Deutschland verwendet. Von den Kathedralstädten am Rhein ausgehend, schufen die aschkenasischen Juden  eine neue, eigenständige religiöse Kultur. Im 10. Jahrhundert entstanden jüdische Gemeinden in Mainz, um 1000 in Worms und spätestens 1084 in Speyer. Die Geschichte der mittelalterlichen Gemeinden in Mainz und Speyer endete nach wiederholten Vertreibungen im 15. Jahrhundert.


Nur die Wormser jüdische Gemeinde bestand weiter. Bis zum Holocaust lebten durchgehend Juden im „Klein-Jerusalem am Rhein“. So ist Worms ein besonderer Erinnerungsort des mittelalterlichen Aschkenas. Der „Heilige Sand“ in Worms ist der älteste jüdische Friedhof Europas, er ist in weiten Teilen noch erhalten. Auf dem Friedhof stehen heute noch 2500 Grabsteine aus dem 11. bis 20. Jahrhundert. Die Grabsteine des Rechtsgelehrten Rabbi Meir von Rothenburg, genannt Maharam, und des Kaufmanns Alexander ben Salomo Wimpfen sind die meistbesuchten Gräber.


In der Judengasse gewinnt man einen Eindruck vom mittelalterlichen Leben der Juden. Die Geschichten um die Grabsteine sind lang, eine Führung über den Friedhof dauert eine Stunde. Die Wormser Synagoge brannte in der Pogromnacht 1938 nieder und wurde 1961 Jahre wieder aufgebaut. Besichtigt werden kann auch die 1185 und 1186 erbaute Mikwe, die kleiner ist, aber im Aufbau der Mikwe in Speyer gleicht. Eine Treppe führt zu einem gewölbten Vorraum mit Fenstern zum Badeschacht. Von dort geht es über Stufen hinunter zum kleinen Wasserbecken.


Das Jüdische Museum im heutigen Raschi-Haus wurde Anfang der 1980er-Jahre auf den alten Kellern des ehemaligen Tanzhauses im Judenviertel neu errichtet. Das Tanz- und Hochzeitshaus war im Mittelalter ein öffentlicher Versammlungsraum der jüdischen Gemeinde, in dem Hochzeiten und andere Feste gefeiert wurden. Seit 1982 beherbergt das Raschi-Haus in den oberen Geschossen das Wormser Stadtarchiv. Im Erdgeschoss und Keller zeigt das Museum Gegenstände und Urkunden aus der Geschichte der Wormser Juden. An jedem ersten Sonntag im Monat gibt es eine öffentliche Gästeführung durch das jüdische Viertel in Worms. Besucht werden neben der Judengasse auch die Synagoge, die Mikwe und das Jüdische Museum im Raschi-Haus. Die Führung beginnt 10.30 Uhr vor der Synagoge. Tickets zu 6 Euro pro Person gibt es bei den Gästeführern. Kinder bis 14 Jahre zahlen keinen Eintritt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen zu Worms

Neue Wäller Tour im Wiedtal

Auf dem Wanderweg Bärenkopp sind Wanderer rund um Waldbreitbach im Westerwald unterwegs.


Auch das Wiedtal kann man jetzt auf einer Wäller Tour erkunden. Der Wanderweg Bärenkopp ist die neunte zertifizierte Wäller Tour im Westerwald. Sie führt vom Internationalen Krippen- und Bibelmuseum in Waldbreitbach am schönen Wiedufer entlang auf die Höhen des Westerwaldes.


Schnell verlässt der Weg Waldbreitbach und folgt dem Fluss in den schattigen Wald. Vorbei an den Campingplätzen und am Jüdischen Friedhof geht es in lang gezogene Serpentinen aufwärts. Der wilde Hochscheider Seifen ist eine Naturschönheit mit ausgewaschenem Basaltbecken rechts und Felswänden links vom Weg. Vom Bärenkopp mit Gipfelkreuz in 304 Metern Höhe hat man nach dem Aufstieg einen fantastischen Blick in das Wiedtal. Aus der sich anschließenden Wiesenlandschaft ragen die Türme des Klosters der Waldbreitbacher Franziskanerinnen.


Die neue Wäller Tour sorgt mit den unterschiedlichen Waldformationen und bisher unentdeckten Pfaden für viel Abwechslung. Am Ende der Tour lohnt sich ein Abstecher zum Kloster der Franziskanerbrüder in Hausen. Auf dem Weg zurück zum Ausgangspunkt kommt man an der Kreuzkapelle am Wiedufer vorbei, die einst als Wohnung und heute für Gottesdienste genutzt wird. Der neue Rundweg ist 11,6 Kilometer lang, für die Wanderung sollten ungefähr vier Stunden eingeplant werden. Parkmöglichkeiten stehen an Imternationalen Krippen- und Bibelmuseum, Am Mühlenberg 1 oder auf dem Parkplatz Marktstraße in 56588 Waldbreitbach zur Verfügung.

Informationen: Touristik-Verband Wiedtal e.V., Neuwieder Straße 61, 56588 Waldbreitbach, Telefon: 02638/4017, www.wiedtal.de

R(h)einwandern in den Frühling

Brunnenkönig und Kirschblütenkönigin begleiten Touren rechts und links vom Rhein.


Vater Rhein ist nicht nur der bekannteste Strom in Deutschland, sondern schmückt sich auch mit besonders langen und schönen Wanderwegen. Rechtsrheinisch führt der Rheinsteig auf 320 Kilometern von Wiesbaden über Koblenz nach Bonn. Perfekt ausgeschildert und engmaschig vernetzt ist er ideal für ambitionierte Fernwanderungen oder spontane Kurztouren. Bahn und Schiff bringen die Wanderer problemlos zum Ausgangspunkt der Tour zurück.


Hinter fast jeder Biegung des Stroms thront eine Burg auf einem Felsen über der Weinbergslandschaft. Der RheinBurgenWeg verbindet viele von ihnen auf der ca. 200 Kilometer langen Strecke vom Rolandsbogen bei Remagen bis zum Mäuseturm bei Bingen. 17 Premium-Rundtouren bahnen sich ihren Weg durch dichten Wald und steile Weinberge, über Hochplateaus und weite Wiesen. Jetzt, wo das frische Grün sprießt und die Luft von dem Duft der blühenden Bäume erfüllt ist, wird es Zeit, die Wanderschuhe zu schnüren und das Frühlingserwachen der Natur zu genießen. Der Wonnemonat Mai wird im nördlichen Mittelrheintal mit vielen Veranstaltungen entlang der Prädikatswanderwege Rheinsteig und RheinBurgenWeg sowie der örtlichen Premiumwanderwegen begrüßt.


Beim R(h)einwandern in den Frühling am Freitag, 1. Mai, gibt es an vielen Orten geführte Wanderungen, Erlebnisstationen und kulinarische Spezialitäten aus der Region. Die Auswahl bei den geführten Wanderungen reicht von historischen, literarischen oder kulinarischen Erlebniswanderungen über Geocaching bis zur Wildkräuterwanderung mit Gourmetkochbegleitung. Beim „Singen und Wandern“ auf dem Weg von Hammerstein nach Rheinbrohl werden nicht nur die Stimmbänder trainiert. Traumpfade-Fotograf Klaus Peter Kappest setzt am Folgetag bei einem Fotoworkshop den Sonnenuntergang am Saynsteig in Szene. Auch für Familien wird viel geboten. In Bad Breisig gibt es eine Tour mit der Brunnenkönigin, in Mühlheim-Kärlich wird die Kirschblütenkönigin inthronisiert und in Bad Hönningen lädt ein Kräuter-Mitmach-Projekt vor allem die Kinder auf Schloss Arenfels ein.Das aktuelle Programm für das R(h)einwandern in den Frühling gibt es unter www.romantischer-rhein.de/rheinwandern.

Per Rad rund um den Stöffel über die Westerwaldhöhen

Entspanntes Radeln über die Westerwaldhöhen  beim 1. Westerwälder Pedelec-Tag im Stöffel-Park.


Im Westerwald gibt es viele Radwege, die ohne große Kraftanstrengung auch für Genussradfahrer zum Erlebnis werden. Von April bis Oktober verleihen Gastgeber, Tourist-Informationen und weitere Einrichtungen E-Bikes. Die Elektrofahrräder rücken Genuss und Naturerlebnis in den Vordergrund und halten den sportlichen Anspruch in der doch oft hügeligen Mittelgebirgsregion gering.


Seit diesem Jahr werden im Westerwald verschiedene, von Touren-Guides begleitete E-Bike Touren angeboten. Bei den Elektro-Rädern handelt es sich um Pedelecs. Radfahrer treten ganz normal in die Pedale und schalten auf Wunsch die Unterstützung durch einen Elektromotor zu. Der Motor unterstützt, wenn in die Pedale getreten wird. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 25 km/h. Die Räder können von jedem, ohne besondere Voraussetzungen ausgeliehen und nach kurzer Einweisung mühelos bedient werden.


Am 1. Mai findet rund um den Stöffel-Park und den Hachenburger Westerwald der 1. Westerwälder Pedelec-Tag statt. Ab 9 Uhr können Pedelecs der Marke Kalkhoff ausgeliehen werden. Vor dem Start erhalten die Teilnehmer der Radtour eine Einweisung zum Umgang mit den E-Bikes.    Guides begleiten die 35 Kilometer lange Rundtour und machen die Teilnehmer unterwegs auf landschaftliche und kulturelle Besonderheiten aufmerksam. Die Rundtour startet um 10 Uhr und dauert mit einem Zwischenstopp auf dem Alten Markt in Hachenburg fünf Stunden. Nach der Rückkehr gibt es in der Nissen-Halle im Stöffel-Park Kaffee, selbst gebackenen Kuchen sowie regionale Spezialitäten. Ausgangspunkt ist der Tertiär- und Industrieerlebnispark Stöffel-Park in Enspel. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. Kostenlose Parkmöglichkeiten sind vorhanden.    Die Startgebühr inklusive Lunchpaket kostet pro Person 10 Euro. Die Leihgebühr für das E-Bike beträgt 10 Euro. Eine vorherige Reservierung wird empfohlen. Insgesamt stehen 30 Fahrräder für die Ausleihe zur Verfügung. Auch bei Teilnahme mit dem eigenen E-Bike ist eine Anmeldung erforderlich. Fahrradhelme müssen selbst mitgebracht werden. Anmeldung und Information: Westerwald Touristik-Service, Telefon: 02602/3001-0, mail@westerwald.info, www.westerwald.info

Die Hexen halten Markt auf Burg Satzvey

Markt, Spiele, Livemusik und Feuerkunst  auf Burg Satzvey.


Burg Satzvey ist eine der schönsten Wasserburgen des Rheinlands. Die ersten urkundlichen Erwähnungen stammen von 1396, vermutet wird aber, dass die Grundmauern des Burghauses noch älter sind. Burg Satzvey ist seit über 300 Jahren Wohn- und Stammsitz der Familie der Grafen Beissel von Gymnich. Burg Satzvey ist über die Landesgrenzen hinaus als Beispiel für eine gelungene Mischung aus Denkmalpflege und Präsentation lebendiger Geschichte bekannt.


Familienorientierte Veranstaltungen und abwechslungsreiche Programme, die Historie und Tradition interessant und spielerisch überliefern, kennzeichnen die Themenfesten und Konzerte. Außerhalb der Veranstaltungen sind die Höfe der Burg mit den Restaurants ganzjährig bei freiem Eintritt für Besucher geöffnet. Das Burghaus selbst kann nur im Rahmen einer Burgführung besichtigt werden.


Am 1. Mai verwandelt sich die mittelalterliche Burg Satzvey in einen wahren Hexenkessel. Auf dem Hexenmarkt wird mit mittelalterlichen Accessoires, Gewandungen und kulinarischen Genüssen eifrig Handel getrieben, während Dopo Domani mit Sackpfeifen, Schalmeien, Gaukeleien und Feuerkunst für die unterhaltsame Untermalung sorgen. Allerlei Hexenwesen tummeln sich in der mystischen Atmosphäre des weitläufigen Burggeländes und treiben so manchen Schabernack mit den Besuchern. Darüber hinaus finden Spielbegeisterte eine große Auswahl an aktuellen Fantasyspielen  und anderen Genres zum Testen.


Zum ersten Mal auf Burg Satzvey präsentiert eine vom Euskirchener Laden „Lothlorien’s Elbenreich“ ausgerichtete Ausstellung im Bourbonensaal mit Neuigkeiten, geschichtlichen Hintergründen und farbenprächtigen Kostümen den Manga-Trend aus Japan. Außerdem befasst sich die Ausstellung auch mit Animes, den japanischen Zeichentrickfilmen, sowie mit dem Verkleidungstrend Cosplay, bei dem Manga-Charaktere dargestellt werden. Bei allen Gästen ist eine Verkleidung nach Hexenart oder im Cosplay-Kostüm willkommen.Die beiden Zeichnerinnen Zofia Garden und Anne Delseit signieren um 15 Uhr ihren neuen, in Köln angesiedelten Manga „Schattenarie“. Um 18 Uhr gibt es eine große Tombola.Der Hexenmarkt auf Burg Satzvey beginnt am Freitag, 1. Mai, um 12 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 8 Euro, Schüler und Studenten 6,50 Euro und Kinder zwischen vier und zwölf Jahren 4 Euro.
Weitere Informationen: www.burgsatzvey.de

Spirituelles Wandern in Rheinhessen

Mit Glockengeläut beginnt am 3. Mai die Pilgersaison mit vielen Veranstaltungen.


Seit mehr als tausend Jahren machen sich Menschen auf den Weg nach Santiago de Compostela in Spanien, der Stadt des Heiligen Jakobus des Älteren. In Spanien und Frankreich sind die Jakobswege bis heute ein Symbol für Begegnungen. 1987 wurde der Jakobsweg vom Europarat zum ersten Europäischen Kulturweg ernannt. Seit 1993 gehört er zum Weltkulturerbe der UNESCO.


Das Geflecht des Jakobsweges zog sich durch ganz Europa. Wer von den östlichen und nordöstlichen Ländern nach Santiago de Compostela pilgern wollte, wanderte auch durch Rheinhessen. In historischen Aufzeichnungen werden Rom- und Aachenwallfahrer sowie Jakobspilger erwähnt. Der Pilgerpfad ist ein uralter Weg, der von Mainz nach Bingen und von dort quer durch Rheinhessen nach Worms führt. Viele dieser Routen gerieten in Vergessenheit und verschwanden von der Landkarte. Die St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland e. V. beschäftigt sich seit 1996 mit der Wiederbelebung der Jakobus-Pilgerwege und deren Erforschung unter religiösen, kulturellen und wissenschaftlichen Aspekten. Außerdem arbeitet die Gesellschaft mit gleichartigen Organisationen in anderen Ländern zusammen und berät die Pilger, die auf den Regional- und Fernwegen durch Deutschland, Frankreich und Spanien unterwegs sind. Durch Rheinhessen führen über 180 Kilometer Wanderwege fürs meditative Pilgern.


Am Weltpilgertag, Sonntag, 3. Mai, setzen die römisch-katholischen und evangelischen Kirchen um 12 Uhr mit einem fünfminütigen Glockengeläut ein gemeinschaftliches akustisches Zeichen zum Pilgerfest in Rheinhessen. Entlang des Pilgerweges von Bingen bis Worms gibt es an diesem Tag Gottesdienste, Pilgerwanderungen, Kunst, Musik- und Filmvorführungen, Besichtigungen sowie Kirchenführungen. In Ockenheim liest Christine Halfmann ab 14 Uhr im Weingut Feser aus dem Buch „Tod auf dem Jakobsweg“ von Petra Oelker. Im Kloster Jakobsberg hat von 14 bis 17 Uhr das „Jakobsberger Sonntags-Café“ geöffnet. In Appenheim gibt es ab 11.30 Uhr einen kräftigen Eintopf als Pilgerjause in der Hundertguldenmühle. In Wallertheim beginnt um 11.30 Uhr eine Pilgerwanderung zum Aussichtsturm am Jakobusweg in Vendersheim mit Pilgervesper am Turm. Ab 10 Uhr führt eine Pilgertour über den Rhein-Terrassenweg nach Oppenheim. In Worms-Abendheim ist die St. Michaelskapelle auf dem Klausenberg von 13 bis 17 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Eine Übersicht über Pilgerwanderungen und alle Veranstaltungen am 3. Mai gibt es im Internet unter www.jakobusgesellschaft.eu.

Verrücktes Holz

Im LVR-Freilichtmuseum Kommern sind am Wochenende Marianne und die Hobelzahnsäge gefragt.


Das LVR-Freilichtmuseum Kommern stellt das Leben der Menschen in früherer Zeit in den Mittelpunkt. Bäuerin, Stellmacher, Mausefallenkrämerin und Waldarbeiter zeigen traditionelle Arbeiten und erklären deren geschichtlichen Hintergrund. Überall im Museumsgelände begegnet man Tieren, denn das Museum zeigt auch, was in den Gärten und auf den Feldern angebaut wurde und welche Tiere zum bäuerlichen Hof gehörten.


Den Rahmen bilden über 60 historische Häuser, die mit Möbeln und Haushaltsgegenständen aus jener Zeit ausgestattet sind. Am Wochenende dreht sich im LVR-Freilichtmuseum Kommern mit Rückepferden, alten Traktoren und Geräten alles um die Arbeiten im Wald. Auf der Veranstaltung „Verrücktes Holz“ ziehen viele Holzrücker mit ihren speziell trainierten Rheinischen Kaltblütern, Ardennern und Brabantern Baumstämme aus dem Museumswald. Dabei kommt auch „Marianne“ zum Einsatz. So nannte man die früher aus Holz und später aus Eisen gebauten Großkarren, mit denen besonders schwere Stämme angehoben und gezogen werden konnten. Mobile Sägegatter zeigen darüber hinaus die Vielfalt der Waldarbeiten und auch der Holzverarbeitung. Auch das Mühlrad der historischen Sägemühle wird sich drehen. Zum sechsten Mal wird auf der Veranstaltung „Verrücktes Holz“ am Sonntag, 26. April, um 15 Uhr die „Rheinische Holzhauermeisterschaft“ ausgetragen. Jeder Erwachsene Museumsgast kann an diesem Sägewettbewerb mit der bereitgestellten Hobelzahnsäge teilnehmen und einen Preis gewinnen.


Auf den Grill kommt deftige Kost, darunter auch Holzfällersteaks vom im Museum gezüchteten Deutschen Weideschwein. Die Veranstaltung „Verrücktes Holz“ und die 6. Rheinische Holzhauermeisterschaft wird vom WaldPädagogikZentrum Eifel (WPZ) im LVR-Freilichtmuseum Kommern organisiert. Sie findet am Samstag, 25. April, von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag, 26. April, von 10 bis 16 Uhr statt. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6,50 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Die Parkgebühr beträgt 2,50 Euro.
Weitere Informationen: LVR-Freilichtmuseum Kommern, Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde, Eickser Straße, 53894 Mechernich-Kommern, Telefon: 02443 / 99800, http://www.kommern.lvr.de/de/startseite/startseite.html

Trullo in Flammen

Rheinhessische Winzer illuminieren ihre im apulischen Stil errichteten Weinbergshäuschen.


Die rheinhessischen Trulli sind Weinbergshäuschen im Stile der apulischen Trulli. Sie wurden zwischen 1720 und 1760 von italienischen Wanderarbeitern erbaut und sind in dieser Form einmalig in Deutschland. Die Weinbergshäuschen haben mit den apulischen Trulli gemeinsam, dass beide in der sogenannten Kragbauweise errichtet  wurden. So bezeichnet man die alte Bauweise, bei der mit Steinen und ohne Mörtel ein Kraggewölbe entsteht. Die Steinplatten werden nach jeder  Lage etwas nach innen gelegt. Der Trullo wird mit einem  viereckigen Schlussstein und einer  Kugel, dem sogenannten Zippus gekrönt. Die apulischen Trulli sind bewohnt, die Flonheimer Weinbergshäuschen im Stile der Trulli sind lediglich Schutzbauten in den Weinbergen.


Der schönste und gepflegteste Trulli steht in Flonheim. Unter dem Namen „WineFloW“ haben sich dort neun Weingüter zusammengeschlossen. Sie vereint die Leidenschaft für den Wein und die Liebe zu ihrem schönen Weindorf. Bei der Veranstaltung „Trullo in Flammen“ kann man sie kennenlernen. Los geht es am Freitag, 24. April, von 18 bis 22 Uhr mit einem Dämmerschoppen. Am Samstag laden die Winzer ab 14 Uhr zu einer spannenden Weinwanderung von der Geistermühle zum Trullo ein. Am Weingut Strubel-Roosbefindet sich der offizielle Ausgangspunkt für die Wanderung zum Flonheimer Wahrzeichen, dem Trullo. Autos können auf dem Parkplatz gegenüber der Geistermühle abgestellt werden. Dann muss man nur noch die Wanderschuhe schnüren und sich mit einem Glas prickelndem Secco auf den Weg durch die Weinberge begeben. Die Bushaltestelle des Promillebusses befindet sich ebenfalls an diesem Punkt. Die geführte Wanderung zum Thema „Geologie“ beginnt um 14.30 Uhr, die Wanderung  „Historie Flonheims“ um 15.30 Uhr. Auf den Wanderungen kann man nicht nur den Blick über die vom Weinbau geprägte Landschaft genießen, sondern auch die rheinhessischen Weine, Knusperstangen, Schinkenhörnchen oder Spundekäs’ mit Brezeln, die von den Winzern inmitten der Weinberge an fünf Ständen angeboten werden. Direkt am Trullo steht der Gemeinschaftsstand der Flonheimer Winzer. Bei Einbruch der Dunkelheit wird der Trullo stimmungsvoll illuminiert und es entsteht der Eindruck, dass der Trullo in Flammen steht.
Weitere Informationen: Rheinhessen-Touristik GmbH, Telefon: 06132/44170, www.rheinhessen.info

Fauchende Zeller Schwarze Katz

In der WeinKulturNacht in Zell (Mosel) täuscht eine Lichtweinprobe im historischen Rathaus die Sinne.


Mit der 450 Hektar großen Weinlage „Zeller Schwarze Katz“ gehört Zell (Mosel) zu den größten weinbautreibenden Gemeinden an der Mosel. Zum Namen „Zeller Schwarze Katz“ ist Folgendes überliefert: Drei Weinhändler aus Aachen waren 1863 im Weingut Mayntzer und verkosteten dort ausgiebig Wein. Drei Weinfässer kamen in die engere Wahl. Die schwarze Katze des Hauses sprang auf eines der Fässer, machte einen Buckel und fauchte furchterregend, als wolle sie das Fass vor den Weinhändlern verteidigen. Da war für die Weinhändler die Entscheidung gefallen. Sie nannten den Wein „Zeller Schwarze Katz“ und da sie ihn gut verkauften, wurde später auch die Weinlage in Zell (Mosel) so benannt.


Besucher der sechsten WeinKulturNacht können am Samstag, 25. April, in Zell (Mosel) auf über 1000 Quadratmetern, vom Gewölbekeller bis zum Weinmuseum  in den Obergeschossen des Rathauses im Heimatort der „Zeller Schwarze Katz“ Neues entdecken und Altbekanntes neu erleben: renommierte Winzerbetriebe aus der Weinstadt Zell (Mosel), Jahrgangsweine 2014 zur Testverkostung, ein persönliches Gespräch mit den Winzerinnen und Winzern und anderen Weinliebhabern.


Insgesamt präsentieren die örtlichen Winzerbetriebe rund 100 Weine, Jungweine und Sekte in Kombination mit Kunst, Sensorik, Handwerk, Weinbergspfirsich und Mundart. Außerdem können Besucher Wein in Verbindung mit Essig, Schokolade und Käse verkosten. Ein Höhepunkt in diesem Jahr ist eine Lichtweinprobe im Lichtsensorikraum, bei der die Süße und die Inhaltsstoffe eines Weines bei unterschiedlichen Lichtfarben wahrgenommen und beurteilt werden. Gekostet wird nur ein Wein, aber man erlebt fünf verschiedene Geschmacksnoten. Rotes, grünes, blaues, weißes und gelbes Licht täuschen bei der Lichtweinprobe die Sinne. Karten gibt es für  22 Euro inklusive 3 Euro Glaspfand im Vorverkauf bei der Zeller Land Tourismus GmbH, Telefon: 06542/96220.
Weitere Informationen zur Lichtweinprobe

Ein Stück Sonne zum Schmecken - Weinwanderwochenende im Naheland

Beim Weinwanderwochenende im Naheland geht es auf geführten Wanderungen durch die Lonsheimer Lagen.


Der „leere, öde Berg“, heute berühmte Spitzenlage Löhrer Berg, wurde im 1688 komplett gerodet, um mit neuen Rieslingreben bestockt zu werden. Für diese Lage wurde damals urkundlich belegt, dass hier der Rieslinganbau an der Nahe begann. Der Boden besteht aus einem Löss-Lehm-Gemisch, das die Feuchtigkeit auch in trockenen Jahren lange und gut speichern kann. Durch die ständige Verfügbarkeit von Wasser wird die Nährstoffaufnahme der Reben verbessert. Es entstehen äußerst komplexe und dichte Rieslingweine – kräftig, voller Rasse und Eleganz.


Rund 20 Jahre nach der Rodung des Löhrer Berges wurde der damalige Martinsberg – heute Rothenberg – ebenfalls gerodet und neu bestockt. Die Weinlage liegt im Westen von Langenlonsheim und weist Neigungen von bis zu 45 Prozent gen Süden auf. Der Boden besteht aus rotem Verwitterungsgestein und ist reich an Fossilien. Ein leichter Boden, der sich aufgrund seiner intensiven roten Farbe schnell erwärmt. Hier wachsen ausdrucksstarke Rieslinge mit elegant mineralischer Note.


Der Name der Weinlage Königsschild beruht auf ihrer einmaligen Form. Wie ein Schild gewölbt, erheben sich die Weinberge an diesem Hang bis hinauf zum Langenlonsheimer Wald. So steht die Sonne den ganzen Tag im optimalen Winkel zum Boden, der sich auf diese Weise schnell und gut erwärmen kann. Ein homogener Lössboden, angereichert mit Muschelkalk, prägt das weiche Säurespiel dieser Rieslingweine. Auch die Fruchtigkeit lässt keine Wünsche offen. Neben heimischer Frucht findet man in Königsschild-Weinen jede Menge exotischer Früchte wie Mango, Maracuja oder Ananas – ein Stück Sonne zum Schmecken.


Ganz genau kann man sich die Weinberge beim Weinwanderwochende in Langenlonsheim am 25. und 26. April, jeweils zwischen 11 und 18 Uhr ansehen. Bei den Lagenwanderungen gibt es auf der rund fünf Kilometer langen Strecke Verkostungsmöglichkeiten an verschiedenen Ständen. Weinprobierpässe kann man am Startpunkt Waldstraße 38 in Langenlonsheim für 8 Euro erwerben. Jeweils um 14 Uhr beginnen von der Geologin sowie Kultur- und Weinbotschafterin Karin Ochel-Spies geführte Wanderungen zum Thema „Geologie der Lonsheimer Spitzenlagen“ mit Terroirweinprobe. Die Teilnahme kostet pro Person 10 Euro. Für diese Wanderung kann man sich unter Telefon: 06704/92944 anmelden.

Rebenwandertag an der Ahr

Auf dem Rotweinwanderweg geht es zwischen Rech und Mayschoß zu kulinarischen Genüssen.


Der Rotweinwanderweg schlängelt sich oberhalb der romantischen Ahrweinorte durch die verschiedenen Weinbergslagen und bietet den Besuchern eine sehr abwechslungsreiche Wanderstrecke mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und fantastischen Ausblicken an. Den Frühling mit seiner Blütenpracht im Blick und den jungen Jahrgang im Glas begeben sich viele Wanderer beim traditionellen Wein-Wander-Wochenende am 25. und 26. April auf die Wege durch die Weinberge.


In diesem Jahr lockt die kulinarische Rebenwanderung zwischen Rech und Mayschoß. Auf dem Rotweinwanderweg werden den Wanderern kulinarische Köstlichkeiten aus Küche und Keller der beiden Orte an verschiedenen Stationen angeboten. Der Rundwanderweg führt von Mayschoß über den Rotweinwanderweg nach Rech und an der gegenüberliegenden Seite des Tals über die Saffenburg, die an diesem Wochenende auch geöffnet hat, wieder zurück nach Mayschoß. Die Saffenburg liegt wie ein Balkon auf einem steilen Schieferfelsen, den die Ahr umfließt. Von der ehemals mächtigen Burg sind heute nur noch Reste erhalten, die aber die alte Anlage noch erkennen lassen. Hier entstand eine einmalige Kulturlandschaft. Generationen von Winzern pflanzten Reben und ernteten Recher Wein. Mayschoß wird von dem gewaltigen Burgfelsen der Saffenburg überragt, der wohl ältesten Befestigung des Ahrtales. Der gut ausgeschilderte Weg kann auch auf eigene Faust erkundet werden. Nähere Informationen zur Route gibt es unter www.rebenwandertage.de.


Am Samstag, 25. April, starten ebenfalls Wanderungen ab Altenahr mit Weinprobe im Weinberg und am Sonntag, 26. April, von Altenahr über den Rotweinwanderweg nach Mayschoß und über den Ahruferweg zurück nach Altenahr. Auf dieser acht Kilometer langen Wanderung gibt es unterwegs Informationen zu den Weinlagen „Altenahrer Eck“, „Mayschosser Mönchberg“  und „Mayschosser Laacherberg“. Treffpunkt ist jeweils um 11 Uhr am Haus des Gastes in Altenahr. Eine Anmeldung ist für beide Wanderungen nicht notwendig.

Fest der fliegenden Brücke

Feststimmung zu beiden Seiten des Rheins und Fährfahrten mit „Felix“


Bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts wechselten die Bürger der Schwesternstädte St. Goar und St. Goarshausen per Floß die Uferseiten des Rheins. Erst Landgraf Philipp von Hessen ließ eine Gierfähre errichten. Sie wurde auch „fliegende Brücke“ genannt, vermutlich, weil sie viel schneller war als die bisherigen Fähren. Sie bestand aus zwei zu einer Plattform verbundenen Nachen und war mit einer Kette ungefähr in der Flussmitte verankert. So konnte man mit einem Ruder zwischen beiden Ufern pendeln. Sieben Fährleute setzten an einem Tag bis zu 800 Personen über den Rhein.


Peter Menges aus Sankt Goar wurde zum Schiffbrückendiener ernannt. Die Überfahrt war übrigens kostenlos. Die Städte Sankt Goar und Sankt Goarshausen unterstützten die Fähre mit einer jährlichen Brückenabgabe, die Geld, Holz und Dienstleistungen beim Schiffbrückenbau und anfallenden Reparaturen beinhaltete. Nur zu Ostern wurde eine Ausnahme gemacht und man schenkte den Fährleuten zum Dank für ihre Arbeit Eier. An diesen Brauch erinnert das Fest der fliegenden Brücke.


Bis heute nutzen Einheimische und Gäste die Fähre, um die beiden Schwesterstädte zu besuchen. Diese Tradition wird in diesem Jahr wieder mit dem Fest der fliegenden Brücke gefeiert. An diesem Tag wechselt die Personenfähre „Felix“ die Uferseiten zu einem Sonderpreis. Sie wird als „fliegende Brücke“ zwischen dem Anleger Nummer 3 in St. Goar und dem Anleger Nummer 2 der Bingen-Rüdesheimer-Reederei in St. Goarshausen pendeln. Um 11 Uhr wird das Fest in St. Goarshausen vom „Echobläser“ eröffnet. Jeder Besucher kann dann bis 18 Uhr gegen den Erwerb eines Sonderfahrscheines für die Hin- und Rückfahrt die Personenfähre nutzen und sich die frische Rheinluft um die Nase wehen lassen. Der Sonderpreis beträgt pro Person 1 Euro. Die Erlöse aus dem Verkauf der Sonderfahrscheine spendet der Fährmann traditionell einem guten Zweck. In diesem Jahr kommen je 50 Prozent dem Katholischen Kindergarten St. Goar und dem Evangelischen Kindergarten „Arche am Rhein“ in St. Goarshausen zugute.
Das Fest der fliegenden Brücke findet am Sonntag, 19. April zu beiden Seiten des Rheins in St. Goar und St. Goarshausen mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm zwischen 12 und 17 Uhr und viel Musik statt.
Weitere Informationen: Tourist-Information St. Goar, Heerstraße 86, 56329 St. Goar, Telefon: 06741/383 oder Stadt St. Goarshausen und Loreley Touristik e.V., Bahnhofstraße 8, 56346 St. Goarshausen, Telefon: 06771/910-0, http://www.st-goar.de/

Jagen und Sammeln am Sahrbach

Frühlingsfest und Familien-Rallye auf dem Sahrbachweg mit Schatzsuche.


Die Burg Kreuzberg steht auf einem kleinen Felskegel oberhalb des Altenahrer Ortsteils Kreuzberg. Sie weist den Weg in das Sahrbachtal, in dessen Mitte die Gemeinde Kirchsahr liegt. Mit fast 400 Einwohnern ist Kirchsahr mit den Ortsteilen  Binzenbach, Burgsahr, Winnen und Hürnig eine der kleineren Gemeinden der Verbandsgemeinde Altenahr. In der kleinen Pfarrkirche St. Martin zieht eines der bedeutendsten Kunstwerke der Eifel die Aufmerksamkeit auf sich: ein auf Holz gemalter Flügelaltar, aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.


Von Kreuzberg bis Kirchsahr erstreckt sich das Wanderwegenetz Sahrbachtal, dessen Hauptachse der abwechslungsreiche und bequem zu bewältigende Sahrbachweg bildet. Der Freundeskreis Sahrbachtal e.V. richtete nördlich über Krälingen  2012 den Gottfried-Kinkel-Weg ein. Der Rundwanderweg ist 10,4 Kilometer lang. Südlich des Sahrbachtals entstand der  Sahrbachtaler Höhenweg (19,5 km). Beide Wege starten in Kreuzberg und enden in Kirchsahr. Außerdem gibt es 14 weitere Verbindungswege, die es den Wanderern leicht machen, ihre Tour individuell zusammenzustellen.


Der Milchstraßenweg und der Galaxienweg binden eine der Hauptattraktionen der Region - das zweitgrößte Radioteleskop der Welt bei Effelsberg - in das Wegenetz ein. Die übrigen zwölf Wanderwege - Römersteig, Sauriersteig, Wingertweg, Rosterbuscher Weg, Am Entenbach, Mühlenweg, Martinssteig, Holzemer Weg, Kirchpfad, Am Käsbachsberg, Ermschosser Weg und Kotzberger Weg - verbinden die beiden Höhenwege mit dem Sahrbachweg.


Für viele Besucher sind auch die Dinosaurier in den Wäldern um Kirchsahr ein Erlebnis. Dank des Bogenschützen-Clubs können sie „bejagt“ werden.
Am Sonntag, 19. April, lädt der Freundeskreis Sahrbachtal zu einer Frühlingswanderung ein. Bei einer Familienrallye auf dem Sahrbachweg zwischen Kreuzberg und Binzenbach geht es auf einer sieben Kilometer langen Strecke auf Schatzsuche. Die Teams starten zwischen 10.30 und 12.30 Uhr in Kreuzberg an der Infotafel „Am Sahrbach“. Ab 12 Uhr gibt es am Feuerwehrgerätehaus in Binzenbach einen Imbiss. Per Shuttle-Service werden die Wanderer zwischen 15.30 und 17 Uhr nach Kreuzberg zurückgebracht.
Weitere Informationen: www.Freundeskreis-Sahrbachtal.de

Stollen, Schacht und Schurfgraben - Die Bergbau-Ertlebniswelt Imsbach

Die Bergbau-Erlebniswelt Imsbach führt in die Geschichte des Silber- und Kupfererzabbaus.


Der Bergbau hat in der Pfalz eine lange Tradition, die in einigen Gebieten bis in die keltische Zeit zurückreicht. Hunderte Lokalitäten des ehemaligen Bergbaus in der Pfalz sind heute bekannt. Stollen, Schächte, Tagebaue, Halden, Schurfgräben, Reste ehemaliger Gebäude oder auch Verhüttungsplätze bezeugen die fast zwei Jahrtausende alte Suche nach Rohstoffen.


Ein interessantes Ausflugsziel am Donnersberg, mit 687 Metern der höchste Berg der Pfalz, ist die Bergbau-Erlebniswelt in Imsbach. Dort kann man im Pfälzischen Bergbaumuseum, dem ehemaligen Silber- und Kupfererzbergwerk „Weiße Grube“ und der Eisenerzgrube „Maria“ die Vielfalt der Bodenschätze dieser Region bestaunen. Bei geführten Rundgängen durch die mehrere 100 Meter begehbaren Grubenbauten erhalten die Besucher Einblicke in die Arbeitswelt der Bergleute und der Obersteiger erläutert, was sich hinter den Bergmannsbegriffen „Arschleder“ und „Hunt“ verbirgt.


Angeschlossen sind drei thematische Bergbaurundwanderwege. Mit Schautafeln beschildert, führen sie durch die reizvolle Landschaft von Imsbach und seiner Umgebung zu vielen Relikten der einst regen Bergbautätigkeit. Die drei montanhistorischen Rundwanderwege können ganzjährig auf eigene Faust oder bei geführten Touren erkundet werden.
Das Pfälzische Bergbaumuseum in der Dorfmitte präsentiert auf zwei Etagen Dauer- und Sonderausstellungen.
Das Museum ist samstags von 13 bis 17 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen beginnen in der Regel zu jeder vollen Stunde. Die letzte Führung beginnt um 16 Uhr. Festes Schuhwerk und etwas Warmes zum Überziehen sollte mitgebracht werden. Parkmöglichkeiten gibt es am Wanderparkplatz Langental.
Weitere Informationen: Verbandsgemeinde Winnweiler, Jakobstraße 29, 67722 Winnweiler, Telefon: 06302/6026. www.winnweiler-vg.de

Goldenes Blütenmeer - Rapsblüte auf dem Münstermaifeld

Nach einem Museumsbesuch geht es in Münstermaifeld zur Wanderung durch die Rapsblüte.


Hoch über den sanft gewellten Hügeln des Maifelds thront die kleine Stadt Münstermaifeld mit ihrer imposanten Stiftskirche. Ein Streifzug durch die engen Gassen mit ihren Höfen und Stadthäusern führt zurück in eine bewegte Geschichte.
In den historischen Propsteigebäuden laden zudem zwei Museen zum Besuch ein: In dem neuen Archäologische Museum Maifeld taucht man tiefer in die Geschichte des Maifelds ein und geht dabei tatsächlich in die Tiefe, denn das Museum befindet sich im Gewölbekeller. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Fund eines fränkischen Gräberfeldes auf dem Münsterplatz. Rund 550 Grabstätten wurden in den Jahren 2009 und 2010 auf dem Vorplatz der Münstermaifelder Stiftskirche freigelegt. Im Heimat- und Erlebnismuseum werden originalgetreu eingerichtete Läden und Werkstätten aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert präsentiert.


Im Frühling taucht die Rapsblüte das Maifeld in ein goldgelbes Farbenmeer, ergänzt um die weißen Tupfer der blühenden Obstbäume. Ab Mitte April bis in den Mai hinein ist die beste Zeit, um die Blütenpracht zu erleben.
Der Maifeld-Radwanderweg schlängelt sich auf einer ehemaligen Bahntrasse wie ein grünes Band durch die Landschaft zwischen Münstermaifeld, Ochtendung und Polch. Mal reichen die Blicke weit über die Felder, mal taucht man ein in einen grünen Tunnel aus Bäumen und Sträuchern, fast ohne Steigung und abseits des Autoverkehrs. Spielplätze und Einkehrmöglichkeiten laden direkt am Radweg zur Rast ein.


Die drei Traumpfade Eltzer Burgpanorama, Nette-Schieferpfad und Pyrmonter Felsensteig erschließen die Maifeld-Wanderlandschaft. Sie führen sowohl durch die weitläufigen Felder als auch hinab in die wilden Täler von Elzbach und Nette, die im Frühling mit ihren zartgrün belaubten Buchen besonders schön sind.
Die Stadtführer bieten Rundgänge durch die Stiftskirche und die Altstadt an. Dabei vermitteln sie neben Wissenswertem so manche unterhaltsame Anekdote. Offene Führungen finden jeden Sonn- und Feiertag um 15 Uhr, von April bis zum 1. November, statt. Treffpunkt ist die Tourist-Information in der alten Propstei am Münsterplatz.
Weitere Informationen: Tourist-Information Maifeld, Münsterplatz 6, 56294 Münstermaifeld, Telefon: 02605/9615026. info@maifeldurlaub.de, www.maifeldurlaub.de

Sonntagswandern auf dem Rheinsteig

Der Rheinsteig feiert zehnten Geburtstag mit 21 geführten Wanderungen.


Der 320 Kilometer lange Rheinsteig feiert in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag. Der Rheinsteig war der erste Wanderweg in Rheinland-Pfalz, der das Prädikat „Premiumweg“ erhalten hat. Der Erfolg führte dazu, dass er der Prototyp für die Umsetzung weiterer Prädikatswanderwege in Rheinland-Pfalz und ganz Deutschland wurde. Die Erfahrungen, die bei der Umsetzung gemacht wurden, und die Qualitätskriterien, die angesetzt wurden, waren die Grundlage für den Wanderwege-Leitfaden Rheinland-Pfalz.
Die Organisatoren vom Romantischen Rhein Tourismus haben aus diesem Anlass eine Wanderserie an 21 aufeinanderfolgenden Sonntagen geplant. Wanderer mit Ausdauer können also den gesamten Rheinsteig von Süd nach Nord unter die Füße nehmen.


Vom 12. April bis zum 30. August wird unter Begleitung von fachkundigen Wanderführern der Premiumweg Stück für Stück erobert. Die Begleiter sind ganz unterschiedliche Personen: Wanderführer, Wegepaten, Wegemanager, Hoteliers, Touristiker oder Förster. Der eine oder andere Schwank aus zehn Jahren Rheinsteig-Erlebnissen wird dabei sicherlich für unterhaltsame Stunden sorgen.


Los geht es am Sonntag, 12. April, in Wiesbaden. Auf einer Strecke von 17,5 Kilometern führt die Wanderung bis nach Schlangenbad. Wenn es den Wiesbadenern zu warm wurde, begaben sie sich an den Rhein, nach Biebrich zum Schloss. Goethe feierte in dem prächtigen Gebäude seinen 65. Geburtstag und erfreute sich an dem Park, in dem sich alljährlich zu Pfingsten die Elite der Spring- und Dressurreiter trifft. Während des übrigen Jahres gehört der Schlosspark den Bürgern und den Wanderern, denn auf der Terrasse des Barockbaus startet der Rheinsteig. Am Rhein entlang geht es die ersten Kilometer bis nach Schierstein, wo der Rheinsteig durch Gartensiedlungen den Weinbergen entgegenstrebt, um anschließend über federnde Waldwege den Kurort Schlangenbad zu erreichen.
Treffpunkt ist am Sonntag, 12. April, 9.15 Uhr an der Rheinterrasse von Schloss Biebrich in Wiesbaden. Die Tour dauert inklusive Erklärungen und Pausen rund sechseinhalb Stunden. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro.

Weitere Informationen: Romantischer Rhein Tourismus GmbH, An der Königsbach 8, 56075 Koblenz, Telefon: 0261/9738470, www.romantischer-rhein.de, www.rheinsteig.de/10-jahre

Waldleuchten und Sandhasen in Weisenheim am Sand

Abschied vom Winter mit einem Waldspektakulum und blühenden Obstbäumen.


Weisenheim am Sand ist der zweitgrößte Ort in der Urlaubsregion Freinsheim. Hinsichtlich seines Obstanbaues wird der Ort von keinem der anderen in der Urlaubsregion übertroffen. Geerntet werden alle Sorten von Kern-, Stein- und Beerenobst, aber auch der butterzarte Spargel, der in den leichten Böden besonders gut gedeiht. Seit dem achten Jahrhundert wird hier Wein angebaut.


Zu Weisenheim am Sand gehören mehr als 360 Hektar Rebfläche. Das macht das Dorf zu einem der größten Weinorte der Pfalz. Der Rieslinganbau wurde besonders gefördert. Die Klöster Wörschweiler und Enckenbach sowie das Wormser Stift St. Paul hatten hier Besitz und Hubhöfe. Im Isenachtal findet man noch Reste der Mühle und anderer Gebäude der mittelalterlichen Gemeinde Eyersheim. In Schriften des Klosters Wörschweiler/Saar taucht 1522 auch erstmals der Begriff „Weißhein uffm Sand“ auf.


Erholung findet man im 50 Hektar großen Naherholungsgebiet „Ludwigshain“ mit kleinem See. Durch Weisenheim am Sand führt der 137 Kilometer lange Kraut- und Rüben-Radweg, der in Bockenheim an der Weinstraße beginnt und bis nach Schweigen-Rechtenbach zum Deutschen Weintor führt. Am Anfangs- und Endpunkt besteht Anschluss an den Radweg Deutsche Weinstraße.


Auf den Sandhasen Rundwegen im Ort lernt man die Umgebung näher kennen. Der Sandhasen-Rundweg 3 beginnt am Parkplatz am Ludwigshain und führt vorbei an der geschichtsträchtigen Eyersheimer Mühle zum höchsten Punkt der Gemeinde (130 Meter) zu schöner Aussicht auf die Haardt. Zurück führt der Weg vorbei am Ententeich und durch Teile des Naherholungsgebietes.Vom 10. bis 12. April feiert Weisenheim am Sand ein Waldspektakulum mit Waldleuchten im Naherholungsgebiet „Ludwigshain“. Los geht es am Freitag, 10. April um 18 Uhr ist Eröffnung, ab 19 Uhr Livemusik und um 20 Uhr beginnt das Waldleuchten. Samstags gibt es Livemusik ab 18 Uhr, 19 Uhr eine geführte Fackelwanderung mit Weinprobe und ab 20 Uhr Waldleuchten und Feuershow. Der Sonntag startet um 11 Uhr mit einem Wald-Frühschoppen und Livemusik.
Weitere Informationen: Urlaubsregion Freinsheim / Deutsche Weinstraße, Weinstraße 111, 67169 Kallstadt, Telefon: 06322/667838, http://www.deutsche-weinstrasse.de/

Neue Wege durch den Hunsrück

Die neuen Etappen des bis an den Rhein verlängerten Saar-Hunsrück-Steig werden eröffnet.


Der Saar-Hunsrück-Steig begeistert seit sieben Jahren Wanderer mit seinen abwechslungsreichen Wegen, traumhaften Aussichten, romantischen Burgen und verträumten Hunsrückdörfern. Bisher endete der Steig in der Edelsteinmetropole Idar-Oberstein und jeder wäre gern noch ein Stück weiter gegangen. Am Samstag,11. April, geht mit der Eröffnung der neuen Etappen des Saar-Hunsrück-Steig von Idar-Oberstein bis an den Rhein dieser Wunsch in Erfüllung. Die Etappen 13 bis 25 bereichern mit 190 zusätzlichen Wanderkilometern durch die schöne Landschaft des vorderen Hunsrück und den neuen Nationalpark Hunsrück-Hochwald den Wanderweg der Extraklasse. Insgesamt ist der Saar-Hunsrück-Steig dann stattliche 410 Kilometer lang und führt in 27 Etappen von Perl an der Mosel bis nach Boppard an den Rhein.


Rund um den Saar-Hunsrück-Steig entstanden in den vergangenen Jahren 111 Traumschleifen. Der Name dieser Rundwanderwege ist Programm. Bei der Verlängerung des Wanderweges wurden einige von ihnen einbezogen. So liegen der malerische Fachwerkort Herrstein, die wehrhafte Schmidtburg im Hahnenbachtal, das Schieferbergwerk Bundenbach, die idyllische Baybachklamm und die Burgstadt Kastellaun nun direkt am Saar-Hunsrück-Steig.


Eine der schönsten Strecken ist die 10,2 Kilometer lange 22. Etappe. Sie beginnt an der Schmausemühle, die für ihr frisches Mühlenbrot und Schinkenbraten aus dem Steinbackofen sowie fangfrische Forellen berühmt ist, und endet in Morshausen. Auf schmalen, felsigen Pfaden wandert man durch den Canyon des Hunsrücks. Der Baybach hat sich hier tief in den Schieferfelsen gegraben. Der Weg folgt dem Wildbach zu kleinen Wasserfällen, Schieferhöhlen und zwischendurch gibt es manche alpine Kletterei in der engen Schlucht. Im letzten Teil dieser Etappe geht es auf der steilen Felsrippe des „Eselsche“ bergauf zur weiten Aussicht über das Baybachtal und das Hunsrücker Land – ein Wanderland vom Feinsten.
Am Wochenende, 11. und 12. April, findet anlässlich der Eröffnung der Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steig in Morshausen ein Wanderfest statt. Am Samstag, 11. April, wird bei gutem Wetter zwischen 9 und 14 Uhr ein Shuttlebus von Morshausen ins Baybachtal fahren. So hat man die Möglichkeit, die neue Etappe 22 zu erwandern. Außerdem gibt es Kindertheater, Zauberei und einen Floh- und Bauernmarkt.
Weitere Informationen: www.hunsruecktouristik.de, www.rhein-mosel-dreieck.de

Sibirische Tiger im Hunsrück - Neuer Tier-Erlebnispark in Bell

Neuer Tier-Erlebnispark mit großen Katzen und viel Platz für eine artgerechte Tierhaltung.


Rani, Tatinka, Vitali und Timur sind zur Eröffnung des Tier-Erlebnisparks Bell die Stars des Hunsrücks. Die vier sibirischen Tiger gehören einer in der freien Wildbahn als stark gefährdete Tierart an. Der Wildbestand dieser größten Katzen der Welt, die bis zu 180 Kilogramm schwer werden können, beläuft sich heute auf weniger als 500 Tiere, die im Fernen Osten Russlands und in den angrenzenden Gebieten Chinas leben. Davon gibt es in Sibirien noch 350 Tiger.


Der von Remo Müller und Alexandra Taetz neu errichtete Park auf dem ehemaligen Gelände des Märchenparks soll mit großen und artgerechten Gehegen den Tieren die besten Lebensbedingungen bieten. Die sibirischen Tiger leben auf 2300 Quadratmetern mit großem Freigehege, einem Teich und einer Arena. Die Arena hat 280 Sitzplätze für Besucher, die dort beobachten können, wie Remo Müller mit den Tigern trainiert.


Neben den Tigern gibt es im Park auch Wald- und Bauernhoftiere, Huskys, Papageien und Reptilien zu sehen. Tägliche Trainingszeiten sollen sie auf sinnvolle Weise beschäftigen und ihr natürliches Verhalten fördern. Die Besucher haben die Möglichkeit, dieses Training mitzuerleben und sich dabei neues Wissen über die Tiere und die Natur anzueignen. Außerdem finden täglich verschiedene Veranstaltungen statt, in denen Besucher Spannendes über die Tierwelt erfahren. Darüber hinaus gibt es Programme und Veranstaltungen für Firmen, Gruppen, Familien, Schulen und Kindergärten.


Ein besonderes Erlebnis ist das Mondscheinprogramm, bei dem man den Park bei Nacht besuchen kann. Je nach Wunsch stehen das Freizeitvergnügen, die Vermittlung von Wissen oder die Teambildung im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Im parkeigenen Restaurant genießt man hausgemachte Waffeln, Flammkuchen und warme Mahlzeiten aus Produkten der Region.
Für die Kleinsten gibt es einen Spielplatz in unmittelbarer Nähe zur Terrasse des Restaurants.
Der Tier-Erlebnispark Bell ist ab Samstag, 4. April, von Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Tageskarten kosten für Erwachsene 7,50 Euro sowie für Kinder und Jugendliche zwischen drei und 16 Jahren 5,50 Euro.
Weitere Informationen: Tier-Erlebnispark Bell, Am Markt 1, 56288 Bell, Telefon: 06762/8035, http://www.tier-erlebnisparkbell.de/

Wein am Dom - Weinforum und Weinmuseum

Weinforum und Weinmuseum der Pfalz in der Geburtsstätte des Ruländers.


Jede dritte Flasche des in Deutschland gekauften Weines kommt aus der Pfalz. Das zweitgrößte Weinanbaugebiet Deutschlands hat viele Besonderheiten: Eine lange Tradition, die bis zu den Römern zurückreicht, eine einmalige Geschlossenheit – 85 Kilometer lang und wenige Kilometer breit erstreckt sich die Weinbauzone im Osten des Haardt-Gebirges – und eine überragende Marktbedeutung. Außerdem herrscht in der Pfalz ein besonders mildes Klima. In manchen Jahren klettert die Zahl der Sonnenstunden auf mehr als 2000. Mit fast 23.400 Hektar Weinanbaufläche nimmt die Pfalz ein Viertel der gesamten deutschen Weinanbaufläche ein.


Speyer, die Geburtsstätte des „Ruländers“, der heute eher unter dem Synonym Grauer Burgunder oder international als Pinot gris bekannt ist, ist am Wochenende 18. und 19. April zum dritten Mal Gastgeber der Messe „Wein am Dom“,  die sich als Weinforum der Pfalz versteht.


An fünf Schauplätzen rund um den Kaiserdom präsentieren sich dem Publikum Gruppierungen und Verbände wie der Verband Deutscher Prädikatsweingüter Pfalz, das Pfälzer Barrique-Forum, Vinissima, Ecovin, Bioland, die Junge Südpfalz sowie die Landwirtschaftskammer, die prämierte Weine vorstellt. Auch viele Einzelbetriebe, die keiner Vereinigung angehören, sind vertreten. Für Weinliebhaber ist diese Messe ein Muss, denn so konzentriert und vielfältig ist das Weinschaffen im zweitgrößten deutschen Anbaugebiet wohl noch nicht gezeigt worden.


Der Besuch des Weinmuseums im Historischen Museum ist im Messe-Preis inklusive. Geführte Messerundgänge und ein Rahmenprogramm gehören außerdem dazu. Für dieses Wochenende haben sich die Speyerer Gastronomen eine Menge einfallen lassen. Vom „Wein-Hopping“ in Speyerer Kneipen und weinkulinarischen Dinnerabenden bis hin zu Winzer Battles und Degustationen im Dunkeln wird vieles geboten.
Die Messe ist am Samstag, 18. April, 13 bis 19 Uhr und am Sonntag, 19. April, 11 bis 18 Uhr, geöffnet. Das Tagesticket kostet 25 Euro, das  Zweitagesticket 39 Euro. Die Tickets sind im Vorverkauf bis 5. April bei der Tourist-Information Speyer, Maximilianstraße 13,  Telefon: 06232/142392 erhältlich, www.speyer.de

Wandern im Eseltempo

Beim Wandern durch den Pfälzerwald mit Eseln und Ziegen sieht man die Welt, den Weg und die Wegzehrung aus einem ganz neuen Blickwinkel. Der Weg ist das Ziel. So könnte das Motto der Eselwanderungen in Elmstein lauten. Die Esel Anton, Felix, Filou „Bobbes“ und Snigger sind die Wanderführer bei den Touren von Elmstein in den Pfälzerwald. Sie bestimmen wie schnell – oder eher wie langsam – es voran geht.


Die Mitwanderer dürfen sich auf dieses Abenteuer der anderen Art einlassen und die Welt um sich, den Weg und vielleicht auch die im Rucksack verstaute Wegzehrung auf eine neue Art kennen lernen. Denn manchmal wandern auch die Ziegen Bärbel, Sammy und Sally mit. Dann gilt es den Rucksackinhalt vor den neugierigen Toggenburger Langhaar-Ziegen zu verteidigen.


Lastenträger sind die Esel bei den Wanderungen nicht und werden auch nicht geritten. Darauf legt die „Mutter“ aller Esel und Ziegen von Elmstein wert und empfiehlt für die ungewöhnliche Art des Wanderns: „Nehmt euch Zeit, sammelt Eindrücke und nehmt die Gemütlichkeit, die bei den Touren herrscht, an und auch auf. Auch ihr werdet feststellen, dass es keine dummen Esel und auch keine blöden Ziegen gibt – im Gegenteil, jedes Tier ist auf seine Art ganz schön pfiffig.“ Der Umgang mit den Tieren fordert Aufmerksamkeit, Verständnis, Ruhe und vor allem Toleranz. Genau das hilft, den Kopf frei zu bekommen, langsamer und leiser zu werden und manches aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

Weitere Informationen:
Eselwandern Elmstein, Susanne Seibt, Friedhofstraße 30 in 67471 Elmstein nach Anmeldung per E-Mail: eselwandern-elmstein@freenet.de. Kleinere Wanderungen wie die Weihersberg-oder Mordkammer-Tour dauern rund 3,5 Stunden. Proviant für ein Picknick ist mitzubringen. Diese Wanderungen kosten für 1 bis 3 Personen pauschal 90 Euro, für Gruppen von 4 bis 10 Personen pro Teilnehmer 26 Euro und pro Kind bis 14 Jahre 20 Euro. www.eselwandern-elmstein.de

Abenteuer mit Sky Scream, Wickie und Co. im Holiday Park in Hassloch

Der Holiday Park in Hassloch hat die Saison mit einer europaweit einmaligen Katapultachterbahn und einem neuen Wikingerdorf eröffnet. Die Fans von Achterbahnen werden aufhorchen: Die neue Achterbahn „Sky Scream“ katapultiert sie auf eine Fahrt voller Geschwindigkeit, Loopings und Twists. Bei der neuen Katapultachterbahn schießt der Zug gleich drei Mal in Folge aus der Station – und das vorwärts und rückwärts. Höhepunkt der Strecke ist eine „Slowmotion“: In 55 Metern Höhe rollen die Wagen im Zeitlupentempo um ihre eigene Achse bevor sie mit bis zu 100 km/h senkrecht nach unten und durch einen Looping jagen.


Etwas weniger nervenaufreibend geht es in dem farbenfrohen Wikingerdorf zu, das rund um eine der beliebtesten Wasserattraktionen des Parks entstanden ist. Dort treffen Wickie-Freunde auf Halvar, Ylvie, Snorre und Ulme aus der bekannten Fernsehserie. Mit der neu gestalteten Wasserattraktion „Wickie Splash“ geht es schwungvoll ins kühle Nass und natürlich fehlen auch Shop und Imbiss im Wickie-Design nicht.


Unter dem Titel „Hollywood’s Talking Dead“ präsentiert die neue Wasserski-Show in diesem Jahr Geister, Untote und Vampire am Holiday Park-See. Die Wasserski-Zombies sind allerdings nicht furchterregend, sondern veranstalten mit viel Humor Sprünge, Stunts und rasante Verfolgungsjagden auf dem Wasser. Mit purer Wasserkraft fliegen die Stuntmen bis zu zehn Meter hoch über der Wasserfläche.

Weitere Informationen:
Der Holiday Park in 67454 Hassloch/Pfalz, Holiday Park-Straße 1-5 hat im April täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet für Erwachsene 28,50 Euro, Kinder (85 cm bis 1 m) zahlen 9,99 Euro.
Weitere Informationen zum Holiday Park http://www.plopsa.be/holiday-park/de

Nisterradweg im Westerwald

Jetzt beginnt wieder die Zeit ausgedehnter Radtouren durch das schöne Rheinland-Pfalz. Sehr gut beschildert ist der 70 Kilometer lange Nister-Radweg durch den Westerwald. Er beginnt an der Quelle der Nister in Willingen.


Auf der Fuchskaute, die mit 657 Metern höchste Erhebung des Westerwaldes, hat man einen weiten Blick über den nördlichen Westerwald. Mal auf dem linken, mal auf dem rechten Uferweg der Nister geht es auf den Bahntrassenradweg nach Bad Marienberg. Hier kann man im Kurpark auf dem Barfußweg spazieren, im Apothekergarten Kneippsche Kräuter bewundern oder den Basaltpark besuchen.


Bei gutem Wetter lohnt sich ein Abstecher zum Hedwigsturm am Wildpark mit dem berühmten Westerwaldblick auf die Montabaurer-Höhen, den Feldberg im Taunus und bis zum Siebengebirge. Entlang der Nister geht es weiter nach Nistertal. Ein kleiner Abstecher (3 Kilometer) führt nach Enspel zum Stöffelpark. Forstwege führen über Alpenrod aus dem Nistertal auf die Höhe und nach Hachenburg. Die Altstadt mit schönen Fachwerkhäusern und das Landschaftsmuseum sind sehenswert.


Flott voran geht es ins Tal der Nister und zum Kloster Marienstatt. In der Basilika steht einer der bedeutendsten mittelalterlichen Flügelaltäre des Rheinlandes. Im Brauhaus mit Restaurant gibt es regionale Gerichte aus der Klosterküche und selbst gebrautes Bier. Durch die Kroppacher Schweiz führt der Radweg nach Heimborn-Ehrlich, wo die Kleine Nister in die Große Nister fließt. Hier beginnt die letzte Etappe des Nister-Radwegs nach Wissen. Hier mündet die Nister in die Sieg.

Weitere Informationen:
Der Nister-Radweg verlangt alltagsgeübte, aber keine sportlichen Radelkräfte. Die reine Fahrzeit beträgt rund 5 Stunden. Für den Hauptanstieg aus dem Nistertal in westlicher Richtung nach Hachenburg kann die Bahn als „Aufstiegshilfe“ genutzt werden. Die Radwander- und Mountainbikekarte Westerwald vom Kompass Verlag (5,95 Euro zzgl. Versand) ist beim Westerwald Touristik-Service, Kirchstraße 48 a, 56410 Montabaur, Telefon: 02602/30010, erhältlich. www.westerwald.info

Sternwanderungen im Rengsdorfer Land

Nach dem Klosterweg gibt es eine zweite Wäller Tour im Naturpark Rhein-Westerwald. In der vielgestaltigen Mittelgebirgslandschaft zwischen dem Mittelrheintal und den Höhen des Westerwaldes ist die vom Deutschen Wanderinstitut bereits als Premiumweg zertifizierte Iserbachschleife ein besonderes Wandererlebnis.


Der Weg führt abwechslungsreich durch Wälder und weitläufige Wiesenlandschaften. Weite Aussichten, liebliche Bachtäler und Teiche sind prägende Bestandteile des Weges. Darüber hinaus kommt man auch an einigen kulturhistorischen Höhepunkten, wie der Burgruine Isenburg vorbei. Mit einer Länge von fast 21 Kilometern und einigen Anstiegen ist der Weg sportlich anspruchsvoll. Die Tour kann aber über eine Abkürzung auch in zwei moderate Etappen geteilt werden.

Weitere Informationen:
Tourist-Info Rengsdorfer Land, Telefon 02634/6113,  www.westerwald.info



Erlebbare Bergbaugeschichte in der Eifel

Spannende Einblicke in die 7000jährige Bergbaugeschichte der Eifel gewähren das Erlebniszentrum „Terra Vulcania“ und das „Mayener Grubenfeld“ in Mayen. Auf anschauliche Weise werden den Besuchern Informationen über die Steingewinnung und – bearbeitung vermittelt. Beim Sprengen, Hebeln, Drehen und Transportieren können sie selber aktiv werden und am eigenen Leib das harte Leben der historischen Bergarbeiter nachvollziehen. Filme aus Zeichentrick- und realen Elementen sowie moderne Computeranimationen zeigen eindrucksvoll, wie der Mensch die vulkanisch geprägte Landschaft für sich nutzte und veränderte. Mit dem „Mayener Grubenfeld“ findet sich perfekte Beispiel gleich nebenan: Die ehemalige Bergbaulandschaft kann auf einem Rundweg mit Infotafeln besichtigt werden. Auch der Skulpturenpark Lapidea ist äußerst sehenswert: Hier haben internationale Künstler Skulpturen aus vulkanischem Gestein erschaffen.
Weitere Informationen zum Erlebniszentrum "Terra-Vulcania"

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