Gastlandschaften Rheinland-Pfalz

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Naturparks in Rheinland-Pfalz

Acht Naturparks zählt das Land Rheinland-Pfalz: Naturpark Nassau, Naturpark Pfälzerwald, Naturpark Rhein-Westerwald, Naturpark Saar-Hunsrück, Naturpark Soonwald-Nahe, Naturpark Südeifel, Naturpark Vulkaneifel und den Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel (Nordeifel). Sie haben die Aufgabe, den Schutz und die Nutzung von Natur und Landschaft in Balance zu halten. Dazu gehört auch die Entwicklung touristischer Möglichkeiten und Angebote, die den Naturparkgedanken weitergeben ohne die intakte Natur zu gefährden. Die Wege durch die Naturparks verbinden Sehenswürdigkeiten wie Burgen, Schlösser, Lehr- und Erlebnispfade, Museen, Freizeit- und Sportmöglichkeiten sowie interessante Aussichtspunkte und touristische Straßen.

Naturpark Pfälzerwald

Wald soweit das Auge reicht! Der Pfälzerwald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet in Deutschland und eines der größten in Europa. Zusammen mit einem französischen Bereich im nördlichen Elsass bildet er das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord, das 1992 in das weltweite Netz der Biosphärenreservate aufgenommen worden ist.
Charakteristisch für die im Südwesten von Rheinland-Pfalz liegende Mittelgebirgslandschaft sind die aus der Landschaft herausragenden Buntsandsteinfelsen sowie ein hoher Bestand an Kiefern, die gut auf dem trockenen und nährstoffarmen Boden des Pfälzerwalds wachsen. Ungefähr 20% des Baumbestands besteht aus den mittlerweile sehr selten gewordenen und schützenswerten Buchenwäldern.
Sandige, gut federnde Böden sowie unendlich scheinende Weiten von Wald und Weinbergen machen den 179.800 ha großen Naturpark Pfälzerwald zum Paradies für Wanderfreunde. Drei Prädikatswege sowie zahlreiche Kurz- und Rundwanderwege durchziehen alle drei Landschaften des Pfälzerwalds: Das Pfälzer Bergland mit dem 687 Meter hohen Donnersberg, der höchsten Erhebung im Pfälzerwald, den oberhalb der Rheinebene liegenden Haardtrand und den Pfälzerwald. Schöne Ausblicke auf die bewaldeten Hügel erhält man von den unzähligen Burgen und Burgruinen. Äußerst sehenswert sind auch die bizarren und sagenumwobenen Felsformationen im Dahner Felsenland, wie zum Beispiel der Jungfernsprung, ein steiler, 70 Meter hoher Felsen, oder der Teufelstisch, ein 14 Meter hohes, einbeiniges, pilzartiges Gebilde, an dem der Teufel angeblich schon einmal gespeist hat.
Mountainbiker finden zwischen Neustadt an der Weinstraße, Pirmasens, Zweibrücken und Kaiserslautern ein gut ausgeschildertes und im Anspruch variables 300 km langes Wegenetz.

Naturpark Vulkaneifel

In der Vulkaneifel gibt es so viele Mineralquellen, Maare und Lavaströme wie sonst nirgendwo. An den stellenweise noch austretenden Gasen zeigt sich, dass die Eifel immer noch vulkanisch aktiv ist. Sie ist Deutschlands jüngstes Vulkangebiet und grenzt im Süden und Südwesten an die Südeifel, im Westen an die luxemburgischen und belgischen Ardennen und im Norden an die Nordeifel. Im Osten bildet der Rhein eine geographische Grenze. Das „Wahrzeichen“ des  ungefähr 2000 km² großen Naturpark Vulkaneifel sind die einst durch gewaltige Explosionen entstandenen Maare. Die tiefblauen und mit Wasser gefüllten Maare werden auch  als „die Augen der Eifel“ bezeichnet. Mit 72 Metern ist das Pulvermaar das tiefste von ihnen.

Im November 2015 erhielt der Natur- und Geopark Vulkaneifel den internationalen Titel als UNESCO Global Geopark. UNESCO-Geoparks haben einen besonderen Blick auf das erdgeschichtliche, natürliche und kulturelle Erbe einer Region. Unter Anderem tragen sie zur nachhaltigen Regionalentwicklung bei.

Über die geowissenschaftlichen sowie naturkundlichen, geschichtlichen, kulturellen und technischen Bezüge der Vulkaneifel kann man sich in einem von acht Geomuseen informieren. 39 Sehenswürdigkeiten rund um das Thema Eifelvulkanismus verbindet die so genannte "Deutsche Vulkanstraße". Hierbei handelt es sich um eine "Ferien- und Erlebnisstraße", die oberhalb des Laacher Sees beginnt und an den Gesteinsfalten bei Manderscheid endet. Eine weitere Besonderheit ist der Kaltwasser-Geysir "Wallender Born", im Volksmund auch "Brubbel" genannt. Dabei handelt es sich um eine drei Meter hohe Fontäne, die alle 30 Minuten ausbricht. Ursache dafür ist aus dem Untergrund aufsteigendes Kohlendioxidgas.

Aufgrund diverser in der Eifel spielender Kriminalromane ist die Eifel in den letzten Jahren immer bekannter geworden. Bei "Krimi-Führungen" und während "Krimi-Wochenenden" kann man das "Krimiland Eifel" aus einer ganz speziellen Perspektive kennenlernen.

Naturpark Nassau

Tiefeingeschnittene Täler und felsige Hänge sind charakteristisch für den 590 km² großen Naturpark im rheinischen Schiefergebirge, dessen Hauptachse das Lahntal in Ost-West Richtung bildet. Zehn ausgewiesenen Naturschutzgebiete, welche sich im Naturpark Nassau befinden, stellen einen wichtigen Rückzugsort für selten gewordene Brutvogelarten wie zum Beispiel Haselhuhn, Eisvogel, Wasseramsel und Rauhfußkautz dar. Flora und Fauna entdeckt man besten beim langsamen Befahren und Begehen der Land- und Wasserwege: Regionale und überregionale Wanderwege und einige Lehr- und Trimmpfade durchziehen den Naturpark Nassau auf dem Land, zum Kanufahren geeignete Strecken auf den Wasseradern. Auch abseits der idyllischen Naturlandschaft gibt es einiges zu entdecken und erleben: In Höhr-Grenzhausen etwa widmet sich ein 2.500 m² großes Museum dem Thema Ton und Keramik und im traditionsreichen Kurort Bad Ems können Sie Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun.

Naturpark Rhein-Westerwald

Rechtsrheinisch zwischen Koblenz und Bonn, im Bereich des Neuwieder Beckens und des vorderen Westerwaldes liegt der 450km2 große Naturpark Rhein-Westerwald. Alte Wälder, romantische Bachtäler und malerische Rhein-Städtchen prägen sein Gesicht. Eine Kernzone des Naturparks ist das 12 km lange Fockenbachtal, in dem Buchenwälder und selten gewordene Spezies wie Kammmolch und Froschlurch zu finden sind. Ein Fernwanderweg der ganz besonderen Art ist der 75 km lange Limeswanderweg, welcher entlang der Reste des römischen Grenzwall Limes führt. Ab 85 n. Chr. bildete er die Grenze zwischen dem Römischen Reich und dem Gebiet der „barbarischen“ Germanen. Er gilt als das größte archäologische Bodendenkmal in Mitteleuropa und ist 2005 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Noch tiefer hinein in die Vergangenheit begeben, kann man sich in dem Museum für Altsteinzeit in der ehemaligen Schlossanlage „Monrepos“ bei Neuwied.
Mitten hinein in das Leben der Gegenwart führen die vielen, alljährlich wiederkehrenden Feste und Märkte im Naturpark. Ob Bauernmarkt, Weihnachtsmarkt oder Apfel- und Weinfest – kein Anlass, der den Bewohnern der Region nicht gelegen käme, um das Leben in vollen Zügen zu genießen und zu feiern.

Naturpark Saar-Hunsrück

Der zwischen Mosel und Rhein gelegene Naturpark Saar-Hunsrück ist fast 2000 km² groß und besteht aus einem saarländischen und einen rheinland-pfälzischen Teil. Träger des Parks ist der Verein „Naturpark Saar-Hunsrück“ mit Sitz in Hermeskeil. Sanft geschwungene Hügelketten auf den Höhen des Hunsrücks und steile Weinberge an den Flussläufen von Mosel, Saar, Ruwer und Nahe sind charakteristisch für die abwechslungsreiche Kultur- und Naturlandschaft des Parks. Sowohl Kultur- als auch Naturfreunden bietet sich eine große Fülle an Erlebnis- und Entdeckungsmöglichkeiten. Der 816 Meter hohe Erbeskopf, die höchste Erhebung in Rheinland-Pfalz, die Saarschleife bei Mettlach und der Saar-Hunsrück-Steig, der mit dem Wandersiegel des deutschen Wanderinstituts ausgezeichnet worden ist, und damit zu den am besten bewerteten Wanderwegen Deutschlands zählt, lassen das Herz eines jeden Wanderers höher schlagen. Kultur- und Geschichtsinteressierte finden eine Vielzahl an Hinterlassenschaften aus sämtlichen historischen Epochen. Bei Nonnweiler etwa befindet sich eine der eindrucksvollsten keltischen Befestigungsanlagen in Europa – der Ringwall von Otzenhausen. Der im ersten Jahrhundert vor Christus erbaute Wall ist 2,5 km lang und bis zu 10 Meter hoch. Zeugnisse aus der Römerzeit findet man nicht nur in der alten Römerstadt Trier – die römische Villa Borg bei Perl ist nur eine von vielen ihrer Art. Burg Heid, Burgruine Burg Layen oder die Wildenburg repräsentieren das Mittelalter.

Deutsch-Belgischer Naturpark Hohes Venn-Eifel

Wald, Wasser und weitgezogene Berghöhen prägen das vielfältige und abwechslungsreiche Landschaftsbild des deutsch-belgischen Naturparks Hohes Venn-Eifel. Er erstreckt sich über Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Ostbelgien, ist 2700 km² groß und liegt zwischen Langewehe und Eupen sowie Bad Münstereifel, Prüm und Sankt Vith. Eines der landschaftlich interessantesten Gebiete ist das Hochmoor im belgischen „Hohen Venn“. Es ist einzigartig für Europa und kaum berührt. Ebenso reizvoll sind das durch Milchwirtschaft und Wälder geprägte Vennvorland, die weiten Wälder und tief eingeschnittenen Tälder der Rureifel, sowie die farbenprächtige Artenvielfalt in der Kalkeifel. Diese eher ländlich geprägten Gebiete mit Dörfern und kleineren Städten sind ein Paradies für Radfahrer und Wanderer. Einrichtungen wie das Waldpädagogische Zentrum Eifel, das über Waldarbeit und den Försterberuf informiert, oder das Rheinische Freilichtmuseum Kommern, das aus 60 verschiedenen Gebäuden aus den Regionen des Rheinlands besteht, vertiefen und komplettieren das Naturerlebnis.

Naturpark Südeifel

Der Naturpark Südeifel ist der älteste Naturpark in Rheinland-Pfalz und der zweitälteste in Deutschland. Die Fläche des grenzüberschreitenden Naturparks beträgt 432 km² auf der rheinland-pfälzischen Seite und 357 km² auf der luxemburgischen. Er untergliedert sich in zwei landschaftlich verschiedenartige Teilgebiete: Einen Nordteil, der dem rheinischen Schiefergebirge angehört und einen Südteil, der dem Bitburger Gutland zugerechnet wird, ein Übergangsbereich zum Moselgebiet. Getrennt werden die verschieden hohen Teilgebiete durch den Höhensprung Islek. Charakteristisch für das Landschaftsbild des Naturparks sind geschlossene Waldflächen, durchzogen von den romantischen Fluss- und Bachtälern von Sauer, Our, Irren, Enz, Prüm, Nims und Kyll und unterbrochen von offenen Landschaftsflächen und kleinen Eifeldörfern. Die landschaftliche Vielfalt des Landstrichs schlägt sich in einem großen Artenreichtum nieder. In den trockenen Kalkmulden etwa gibt es 32 Orchideenarten. Auch seltenen gewordenen Vogelarten wie Eisvogel, Wasseramsel und Gebirgsstelze bietet der Naturpark einen Rückzugsort. Eine Wanderung auf einem der vielen ausgeschriebenen Routen oder ein Besuch des Naturparkzentrums Teufelsschlucht sind gut dazu geeignet, die einzigartige Schönheit des Naturparks Südeifel besser kennen zu lernen. Sehenswert sind unter anderem das Städtchen Neuerburg, das auch „Perle der Südeifel“ genannt wird, das kunst- und kulturhistorisch sehr interessante Schloss Weilerbach und Schloss Hamm, eine auf mittelalterlichen Mauern errichtete Wehranlage. Das Europadenkmal am Dreiländereck von Belgien, Deutschland und Luxemburg erinnert an die Vorkämpfer für ein vereintes Europa.

 

Naturpark Soonwald-Nahe

Der Naturpark Soonnwald-Nahe ist im Jahr 2005 gegründet worden und damit noch relativ jung. Er liegt im Mittelteil des Nahetals und umfasst im Wesentlichen die großen Waldgebiete des Soonwaldes und Lützelsoons sowie das nördliche Naheufer zwischen Kim und Bad Kreuznach. Das 736 km² große Gebiet eignet sich äußerst gut für ausgedehnte Wanderungen und Spaziergänge. Viele verschiedene Typen von Lebensräumen, wie blütenreiche Waldwiesen, Moore, Schieferstollen, Wachholderheiden, Weinbergsbrachen und naturnahe Bachläufe sorgen für ein interessantes und abwechslungsreiches Naturerlebnis.