Gastlandschaften Rheinland-Pfalz

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Nationalparks Rheinland-Pfalz: Wo sich die Buchenwälder frei entfalten dürfen

Ein besonderes Augenmerk wird in den Nationalparks Rheinland-Pfalz auf den Schutz der Buchenwälder gelegt, die im Norden der Eifel und im Hunsrück ungestört wachsen können. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war das Gelände in den Nationalparks Rheinland-Pfalz nahezu unbewaldet. Der Grund: Im Zuge der Industrialisierung wuchs der Bedarf an Holzkohle ständig an, weshalb das wertvolle Buchenholz in den Köhlereien verarbeitet wurde. Erst dann wurde mit der Aufforstung begonnen, wobei vorwiegend Nadelhölzer angepflanzt wurden. Deshalb sollen heute in beiden Parks vor allem die Buchenwälder geschützt werden.

In der Eifel, wo bereits vor einem Jahrzehnt ein Nationalpark (11.000 ha) eingerichtet wurde, sieht man bereits erste Erfolge. Hier hat sich ein Teil der Entwicklung vollzogen, die im zweiten Nationalpark im Hunsrück (10.000 ha) erst noch bevorsteht. Er wurde 2015 gegründet, doch der Wald benötigt etwa 30 Jahre, um sich vollständig zu regenerieren. In diesen Jahren siedeln sich Pflanzen und Tiere an, die in den zersiedelten Kulturlandschaften keinen Lebensraum finden.