Gastlandschaften Rheinland-Pfalz

Der Protestantismus in Remagen

Die Anfänge des Protestantismus in Remagen lassen sich erst deutlich später fassen. Zeugenaussagen aus dem Jahr 1666 besagen, dass die reformierten Remagener seit 1609 ihren Gottesdienst im Bürgerhaus feiern durften. Reformierte Bürger hatten auch regelmäßig städtische Ämter inne. Trotz der Ausweisung des Predigers überlebte die Gemeinde den Dreißigjährigen Krieg und die nachfolgenden Bedrückungen. 1684 richtete die Evangelische Gemeinde im Steinenhaus ihre Kirche und Schule ein. Ab 1700 hatte sie auch einen eigenen Prediger und löste sich von der Oberwinterer Gemeinde.

Als die Rheinlande zu Preußen kamen, hatte Remagen 1815 insgesamt 1223 Einwohner: 1060 Katholiken, 123 Reformierte. 1872 wurde die Friedenskirche geweiht. Sie ist im neugotischen Stil ausgeführt. Bei der Innenraumsanierung 1972 wurde sie mit bunten Glasfenstern ausgestattet, die in ihrer Farbenpracht einmalig sind.

Quelle: www.reformation-rlp.de/orte.html