Gastlandschaften Rheinland-Pfalz

Reformation in Linz am Rhein

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts spielte Linz am Rhein schon eine führende Rolle in einem nach Linz benannten mittelrheinischen Städtebündnis. 1542/43 gelang es dann Hermann von Wied die Reformation in der Stadt durchzusetzen.

Der Kölner Erzbischof hatte zwanzig Jahre zuvor der Ächtung Martin Luthers zugestimmt und sich vehement gegen die Reformation gestellt. Jetzt aber war er überzeugt, dass die Kirche sich verändern müsse. Die Anhänger der Reformation verfolgten eine strenge Auffassung und entfesselten bald einen heftigen Bildersturm. Fast sämtliche Ausstattungen der Linzer Kirche fielen diesem zum Opfer.

Gegenbewegung zur Reformation in Linz

Die Gegenbewegung ließ nicht lange auf sich warten. Kaiser Karl V. erreichte 1548, dass sich die Bürger und Stadtoberen wieder dem Katholizismus zuwendeten. Nachdem Hermann von Wied seines Amtes enthoben wurde, folgte Adolf von Schaumburg, der für sein entschiedenes Vorgehen gegen die Protestanten berüchtigt war.

Als der damalige Erzbischof Gebhard Truchsess von Waldburg sich um 1580 dem evangelischen Glauben angeschlossen hatte, plante er die Reformation des Erzstiftes Köln. Doch nach seiner Niederlage im nach ihm benannten Krieg, den er zwischen 1583 und 1588 gegen die Bayern führte, musste er sein Unterfangen aufgeben. Kurköln wurde demnach nicht protestantisch und die Linzer Bürgerschaft schlug sich in der Folgezeit auf die Seite des Kölner Domkapitels. Auch in späteren Jahren konnte sich die Reformation in dieser Stadt nicht durchsetzen. Linz blieb beim Katholizismus.

Quelle: www.reformation-rlp.de/orte.html