Gastlandschaften Rheinland-Pfalz

Einführung der Reformation in Hachenburg

Unter der Herrschaft der Grafen zu Sayn hat Hachenburg relativ spät zur Reformation gefunden. Erst Graf Adolf führte nach seinem Amtsantritt 1560 den reformierten Glauben ein. Er selbst hatte den Protestantismus durch die Heirat mit Marie von Mansfeld kennengelernt. Mit dem Bund zu Marie von Mansfeld schloss er sich dem Augsburger Religionsfrieden an. Dieser regelte im Jahre 1555, dass die jeweiligen Landesfürsten auch die Religion ihrer Untertanen bestimmen durften.

Die katholischen Bischöfe aus Köln und Trier mussten nun nachgeben und Graf Adolf stand für die Reformation ein. Besonders bemerkenswert in diesem Schritt ist die Entsendung vieler junger Männer aus Hachenburg, die an der neu gegründeten evangelischen Universität in Marburg studierten.

Religiöse Schwankungen in Hachenburg

Graf Adolf übernahm den Vorsitz an einem sogenannten Sendtag. An einem solchen Sendtag bestimmen in der Regel katholische Würdenträger die Kirchengeschicke. Im Protokoll besagten Sendtages wird eine Wochenpredigt verlangt, nach der man in Hachenburg der evangelischen Glaubensrichtung folgt.

Einer der Nachfolger Adolfs - Graf Heinrich IV. - vermachte die Grafschaft seiner Nichte, die mit dem Grafen Wilhelm von Sayn-Wittgenstein verheiratet war. Da dieser Anhänger der calvinistischen Lehre war, änderten sich die Geschicke Hachenburgs in Glaubensdingen ein weiteres Mal. Obwohl Graf Heinrich in seinem Testament bestimmte, dass seine Untertanen den lutherischen Glauben behalten sollten, wurde die calvinistische Lehre bestimmend. Nach einer kurzen katholischen Phase während des Dreißigjährigen Krieges bekannte sich Hachenburg, ein Jahr nach dem westfälischen Frieden 1649, wieder zum lutherischen Glauben.

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Quelle: www.reformation-rlp.de/orte.html